DE454804C - Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern

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DE454804C
DE454804C DES58027D DES0058027D DE454804C DE 454804 C DE454804 C DE 454804C DE S58027 D DES58027 D DE S58027D DE S0058027 D DES0058027 D DE S0058027D DE 454804 C DE454804 C DE 454804C
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DE
Germany
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copper
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zinc
precipitation
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Expired
Application number
DES58027D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Erich Birnbraeuer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens AG
Original Assignee
Siemens AG
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Publication date
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22FWORKING METALLIC POWDER; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM METALLIC POWDER; MAKING METALLIC POWDER; APPARATUS OR DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR METALLIC POWDER
    • B22F9/00Making metallic powder or suspensions thereof
    • B22F9/16Making metallic powder or suspensions thereof using chemical processes
    • B22F9/18Making metallic powder or suspensions thereof using chemical processes with reduction of metal compounds
    • B22F9/24Making metallic powder or suspensions thereof using chemical processes with reduction of metal compounds starting from liquid metal compounds, e.g. solutions

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Powder Metallurgy (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Formkörpern. Um Kupfer in fein verteilter Form zu gewinnen, wird erfindungsgemäß eine Lösung von einem oder mehreren Kupfersalzen mit einem Metall, wie Eisen, Zink o. dgl., gefällt, wobei die Bedingungen so gewählt werden, daß eine möglichst feine Verteilung erreicht wird. Der pulvrige oder schwammige Niederschlag wird gut gereinigt. In der Form, in der man ihn dann erhält, ist er indessen wenig plastisch. Um eine fein verteilte Masse von höchster Plastizität zu erzielen, wird er einer Reduktion unterworfen. Man erhält dann Massen von schwammiger oder unter Umständen pulvriger Beschaffenheit, die sich nicht leicht oxydieren und sehr plastisch sind.
  • Besonders geeignet zur Gewinnung solcher Massen ist eine kalt gesättigte Lösung von Kupfersulfat, die etwa einen 3prozentigen Zusatz von konzentrierter Salzsäure enthält. Fällt man insbesondere mit Zink, so erhält man ein vorzügliches Ausgangsmaterial für die weitere Behandlung. Am besten wird gewalztes Zinkblech verwendet.
  • Der erhaltene Niederschlag wird sorgfältig ausgewaschen, bis keine fremden Bestandteile mehr nachweisbar sind. Bei Verwendung eines Salzsäurezusatzes genügt es, das Waschwasser auf Chlor zu prüfen. Beim Verschwinden der Chlorreaktion kann das Auswaschen als beendet angesehen werden. Der ausgewaschene Niederschlag, der im allgemeinen etwas oxydiert ist, wird nun einer Reduktion unterworfen. Dabei ist darauf zu achten, daß die Temperatur möglichst niedrig gehalten wird und jedenfalls Dunkelrotglut nicht überschreitet, weil sonst die Gefahr besteht, daß das Produkt seine Plastizität verliert. Als Reduktionsmittel kommt in erster Linie Wasserstoff in Betracht. Es kann aber auch Kohlenoxyd oder Methylalkohol in Dampfform oder auch als Flüssigkeit verwendet werden.
  • Um eine weitere Steigerung der Plastizität zu erreichen, kann es geradezuerwünschtsein, daß das hergestellte Produkt möglichst schon im Entstehungszustande oxydiert wird. Man kann zu diesem Zweck Sauerstoff (Luft) in feiner Verteilung in die Flüssigkeit einblasen, so daß sie möglichst mit der Oberfläche des fällenden Metalls in innige Berührung kommt.
  • Das nach dem beschriebenen Verfahren erhaltene Kupfer zeichnet sich nicht nur durch seine außerordentliche Plastizität, sondern auch durch seine geringe Oxydierbarkeit aus. Man kann. Massen erhalten, die sich mit den Fingern kneten und unter etwas stärkerem Druck mit Leichtigkeit in beliebige Formen pressen lassen. Sie füllen die Form sehr vollkommen aus und bilden gleichförmige metallische Körper, die, wenn die Oberfläche geglättet wird, hohen Metallglanz zeigen. Sie sind von solcher Festigkeit, daß sie zur metallischen Verbindung von geeignet vorbereiteten Teilen aus Metallen oder anderen Stoffen dienen können.
  • Ein besonders wichtiges Anwendungsgebiet ist die Verwendung als Kittmasse, um metallische Leiter gutleitend und dauerhaft mit Dynamobürsten zu verbinden.
  • Eine andere Anwendung besteht in der Herstellung von Dynamobürsten, die aus Kupfer und Kohle bestehen. Zu diesem Zweck geht man am besten von einem nicht schwammigen, sondern pulvrigen Material aus, mischt dieses innig mit Graphit und preßt ohne weiteres die so erhaltene Mischmasse in die Form. Man bekommt dann sehr feste und gutleitende Körper. Außer Graphit können hierbei auch noch andere Metallpulver beigemengt werden, die für die Bürstenherstellung in Betracht kommen. Man kann auf solche Art bei geeigneter Mischung z. B. gute Bronzebürsten herstellen.
  • Die plastische Kupfermasse kann ferner in vielen Fällen verwendet werden an Stelle von Lötzinn. Z. B. kann man elektrische Leitungen in Kabelschuhen mit Hilfe einer Kupfermasse der beschriebenen Art dauerhaft leitend verbinden. Besonders an Stellen, wo gelegentlich hohe Temperaturen auftreten können, die das Zinn zum Schmelzen brächten, ist eine solche Verbindungsweise von Wert; ferner überall da, wo aus irgendwelchen Gründen ein Einlöten der Metallteile in Hülsen, Nuten usw. schwer durchführbar sein würde.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Kupfer, dadurch gekennzeichnet, daß das durch Fällung mittels Eisen, Zink oder anderen Metallen aus der wässerigen Lösung eines oder mehrerer Kupfersalze ausgefällte Kupfer mit Wasser ausgewaschen, bei einer dunkle Rotglut nicht übersteigenden Temperatur mit Wasserstoff nochmals reduziert und die so gewonnene Kupfermasse durch Druck (Pressen, Hämmern u. dgl.) geformt bzw. zwischen zu verbindende Teile gepreßt wird.
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