DE454906C - Waerm- und Gluehofen mit einer oder mehreren unmittelbar und einer oder mehreren durch die Abhitze der ersteren beheizten Kammern - Google Patents

Waerm- und Gluehofen mit einer oder mehreren unmittelbar und einer oder mehreren durch die Abhitze der ersteren beheizten Kammern

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DE454906C
DE454906C DESCH75838D DESC075838D DE454906C DE 454906 C DE454906 C DE 454906C DE SCH75838 D DESCH75838 D DE SCH75838D DE SC075838 D DESC075838 D DE SC075838D DE 454906 C DE454906 C DE 454906C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21DMODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
    • C21D9/00Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor

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  • Tunnel Furnaces (AREA)

Description

  • Wärm- und Glühofen mit einer oder mehreren unmittelbar und einer oder mehreren durch die Abhitze der ersteren beheizten Kammern. Es sind bereits mit mehreren Kammern ausgestattete @NTärm- und Glühöfen bekannt, bei welchen eine oder mehrere Kammern unmittelbar; die übrigen Kammern dagegen durch die Abhitze der ersteren L.eheizt werden. Die Erfindung betrifft eine Bauart, welche die Möglichkeit bietet, die Temperatur jeder einzelnen Kammer eines solchen Wärin- und Glühofens, gleichviel ob die betreffende Kammer unmittelbar oder mittelbar geheizt wird, je nach Bedarf zu regeln und dauernd auf der erforderlichen Höhe zu erhalten.
  • Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Herdräume sämtlicher Kaminern durch senkrecht abfallende, mit Stellschieber versehene Schächte mit unter den Herdsohlen geführten Heizkanälen in Verbindung stehen, die in einen quer unter den Kammerherden verlaufenden Stollen münden, so daß durch entsprechende Einstellung der Schieber die aus den unmittelbar befeuerten Kammern kommenden Heizgase wahlweise und regelbar in die mittelbar i:elieizten Kammern und nach Verlasen derselben unter deren Boden hindurch in den Fuchs geleitet werden können.
  • Zwecks Kühlung der Feuerbrücken der unmittelbar beheizten Kammern ist in bekannter Weise eine Luftleitung vorgesehen. Letztere ist fei dem vorliegenden Wärm- und Glühofen auch durch die Feuerbrücken der mitteltar beheizten Kammern hindurchgeführt und hier mit Auslässen versehen, so daß die in den Feuerbrücken der befeuerten Kammern stark erhitzte Luft mit zur Beheizung der durch die Abgase beheizten Kammern nutzbar gemacht wird. Dieses Einleiten der in den Feuerbrücken der befeuerten Kammern erhitzten Frischluft in die mittelbar beheizten Kammern kann in zweifacher Richtung praktisch nutzbar gemacht werden. Wird der Zustrom der Frischluft so geregelt, daß diese stark erhitzt wird, so wird hierdurch eine weitgehende Nachverbrennung der Heizgase und Steigerung der Temperatur der mittelbar beheizten Kammern erzielt. Wird dagegen der Durchgang der Frischluft durch die Feuerbrücken beschleunigt, so bietet dieser Luftstrom ein Mittel, um kühlend wirkend die Temperatur der mittelbar beheizten Kaminern in kurzer Zeit herabzumindern.
  • Der vorliegende Wärm- und Glühofen eignet sich besonders zur Erhitzung von Werkstücken, die während der verschiedenen Stufen ihrer Bearbeitung nacheinander auf verschiedene Temperaturen erhitzt werden müssen. Beispielsweise zur Erhitzung von Platinen, welche in mehreren Walzvorgängen zu Feinblech ausgewalzt werden sollen. Die dem ersten Walzvorgang zu unterwerfende Platine muß bekanntlich auf eine hohe Temperatur erhitzt werden, während für jeden folgenden Walzvorgang eine immer niedrigere Temperatur des Werkstückes genügt. Ähnlich muß beim Emaillieren von Blechwerkstücken das Einbrennen der Grundemaille bei einer höheren Temperatur bewirkt werden als das später bei niedrigerer Temperatur erfolgende Aufschmelzen der Deckemaille.
  • Die Zeichnung veranschaulicht als Ausführungsbeispiel der Erfindung eine Ofenanlage mit drei nebeneinander angeordneten Kammern, von denen die beiden äußeren Kammern unmittelbar beheizt werden können.
  • Abb. i zeigt die Ofenanlage im Grundriß, wobei der Schnitt in Höhe der Linie A-B in Abb. 2 geführt ist.
  • Abb.2 ist ein senkrechter Schnitt durch den Aufriß des Kammerofens gemäß Linie C-D in Abb. s.
  • Abb. 3 zeigt den Ofen ebenfalls im Aufriß geschnitten, und zwar nach Linie E-F in Abb. i.
  • Abb..l ist ein Seitenriß der einen seitlich gelegenen unmittelbar beheizten Kammer nach Linie G-H in Abb. i.
  • Abb.5 ist ein Schnitt durch den Seitenriß der mittleren Kammer nach Linie I-K in Abb. i.
  • Von den Feuerungen i strömen die Heizgase über die Brücken 2 in die unmittelbar beheizten Kammern 3. Von den Enden dieser Kammern werden die Feuerungsgase abwärts durch je zwei mittels Schieber 4. mehr oder weniger verschließbare Kanäle 5 in die Züge 6 und von dort in den Hauptstollen 7 geleitet.
  • Von der Mitte des Hauptstollens 7, in welchem sich die Feuerungsgase der beiden seitlichen Kammern 3 vereinigen, führt ein seitlich abzweigender, aufsteigender Schacht 8 über eine Feuerbrücke 9 zur mittleren Kammer io. Aus dieser Kammer gelangen die Gase ähnlich wie aus den Kammern 3 durch ein Paar Abzugskanäle i i, deren Durchlaßöffnungen durch Schieber 12 regelbar sind, in einen Ouerstollen 13, der parallel zum Hauptstollen 7 verläuft und durch einen Schacht 1q. in den Fuchs 15 mündet.
  • Durch wahlweises Öffnen der Schieber der einen oder anderen Kammer 3 oder beider Kammern hat man es in der Hand, die Kammer io durch die Abhitze der einen oder anderen Kammer oder beider Kammern zu beheizen, wobei durch mehr oder minder starkes Offnen der Schieber ¢ bzw. der Schieber 12 die Temperatur der Kammer io geregelt werden kann.
  • Die Luftleitung 16 kühlt die Feuerbrükken 2 und gestattet den Feuerungsgasen durch die drei Öffnungen 17 noch in der mittleren Kammer io Luft zuzuführen. Hierdurch sowie durch Einstellung der Schieber 4 und 12 ist eine weitgehende Regelung des Temperaturgefälles zwischen den unmittelbar und den mittelbar beheizten Kammern der Ofenanlage gewährleistet.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Wärm- und Glühofen mit einer oder mehreren unmittelbar und einer oder mehreren durch die Abhitze der ersteren beheizten Kammern, dadurch gekennzeichnet, daß die Herdräume sämtlicher Kammern durch senkrecht abfallende, mit Stellschieber versehene Schächte mit unter den Herdsohlen geführten Heizkanälen in Verbindung stehen, die in einen quer unter den Kammerherden verlaufenden Stollen münden, wobei die aus den unmittelbar befeuerten Kammern kommenden Heizgase wahlweise und regelbar in die mittelbar beheizten Kammern und nach Verlassen derselben unter deren Boden hindurch in den Fuchs geleitet werden.
  2. 2. Wärm- und Glühofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine sich über sämtliche Kammern erstreckende Luftleitung durch die Feuerbrücken der unmittelbar beheizten Kammern in an sich bekannter Weise zwecks Kühlung geführt wird und durch die Feuerbrücke der mittelbar beheizten Kammern in deren Herdraum mündet.
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