DE455190C - Einrichtung zur Herzuntersuchung - Google Patents

Einrichtung zur Herzuntersuchung

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DE455190C
DE455190C DEG65991D DEG0065991D DE455190C DE 455190 C DE455190 C DE 455190C DE G65991 D DEG65991 D DE G65991D DE G0065991 D DEG0065991 D DE G0065991D DE 455190 C DE455190 C DE 455190C
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pulse
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pendulum
heart
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DEG65991D
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Dr-Ing Rudolf Goldschmidt
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B5/00Measuring for diagnostic purposes; Identification of persons
    • A61B5/02Detecting, measuring or recording for evaluating the cardiovascular system, e.g. pulse, heart rate, blood pressure or blood flow
    • A61B5/024Measuring pulse rate or heart rate

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  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Measuring Pulse, Heart Rate, Blood Pressure Or Blood Flow (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Herzuntersuchung. Das Hauptpatent bezieht sich auf eine Einrichtung, die dazu dient, die Pulszahl eines Menschen festzustellen in der Weise, daß durch den Puls schwingungsfähige Gebilde, Pendel, angestoßen werden, wobei das Gebilde, dessen Eigenfrequenz mit der Pulsfrequenz übereinstimmt, am weitesten ausschwingt und damit die Pulsfrequenz selbst anzeigt.
  • Die neue Form der Einrichtung gestattet die Fernbetätigung der auf einem Tisch oder an der Wand befindlichen Pendeleinrichtung und erreicht gleichzeitig, daß die hierfür zur Verfügung stehende Energie unabhängig ist von der Pulsstärke. Das benutzte Verfahren ist ein elektromagnetisches. Die Pendel bestehen aus oder enthalten Eisen oder einen ähnlichen magnetisierbaren Werkstoff und werden durch einen 1Zagneten angezogen, der eine Spule trägt, die von einem elektrischen Strom gespeist wird. Der Puls selbst betätigt einen vom Druck abhängigen Widerstand in der Art eines Mikrophons oder noch einfacher einen Kontakt, der ;o fein eingestellt ist, daß der Puls den Stromkreis öffnet und schließt. Hierdurch -,verden in der Spule Stromstöße erzeugt, die sich in rhythmischen magnetischen Impulsen auf die Pendel äußern, wobei dann das in Resonanz mit diesen Impulsen befindliche Pendel am weitesten ausschwingt.
  • Abb, i ist ein Schema der Anordnung. A ist die elektrische Kontakteinrichtung, die durch den Pulsdruck auf B betätigt wird. Von A führen Leitungen C über das Element D oder eine andere Stromquelle zu der Spule S, die sich auf dem Eisenkern W befindet. Zweckmäßig ist W ein Dauermagnet wie beim Fernhörer. W wird dann außerdem noch durch die Stromstöße magnetisiert, die entstehen, sobald der Kontakt A durch den Puls geschlossen wird. In dem magnetischen Felde von W befinden sich eine Anzahl Pendel aus Eisen oder Stahl, von denen in Abb. i nur eins, M, dargestellt ist. Diese können auch selbst als kleine Dauermagnete ausgebildet werden.
  • F ist die Drehachse für das Pendel M. Die richtige Wahl des Radius dieser Drehachse ist von großer Wichtigkeit, um eine solche Reibung hervorzurufen, daß die Pendel ausreichend gedämpft werden. Sehr erheblich ist auch die Größe des Loches K in dem Pendel im Verhältnis zum Durchmesser der Drehachse F. je größer der Unterschied zwischen beiden, um so leichter wird das Pendel angestoßen werden können, weil bei den ersten kleinen Bewegungen dann rollende Reibung in der Achse auftritt.
  • Die Pendel können die denkbar verschiedensten Formen annehmen, von denen einige schon im Hauptpatent dargestellt sind. Für die Fabrikation am einfachsten dürften zylindrische Eisendrähte sein, in die senkrecht zur Zvlinderachse die Löcher K gebohrt werden. Die Pendel können natürlich auch rechteckig oder elliptisch sein oder irgendeine andere O_uerschnittform haben.
  • In Ab@b.2 und 3 ist ein Ausführungsbeispiel für die magnetische Pendeleinrichtung dargestellt. W ist ein kreisförmiger Magnetkern mit den Polstücken L und 0; S ist die Spule zur Aufnahme der Stromimpulse. Kreisförmig um diesen Magneten herum, zweckmäßig etwas erhöht, sind die Pendel M schwingungsfähig auf die Achsen F gelagert.
  • Der Pendelträger Y-Z wird zweckmäßig aus unmagnetischem Werkstoff, wie Messing oder Aluminium, hergestellt.
  • Die Abstimmung der Pendel erfolgt nicht nur durch verschiedene Bemessung ihrer Länge 1" sondern auch durch ein Gegenpendel M2, dessen Länge 1, entsprechend abgeglichen wird. Durch dieses Gegenpendel wird erreicht, daß bei den niedrigen Pulsperioden die Abmessung h nicht unbequem groß wird. Sie ermöglichen es ferner, den Abstand des Schwerpunktes vom Drehpunkt so zu bemessen, .daß die Dämpfung bei allen Pendeln praktisch dieselbe ist.
  • Es ist nun nicht notwendig, daß man beispielsweise für einen Puls von 70 in der Minute ein Pendel mit einer Resonanzschwingung von 7o vorsieht; vielmehr kann das Pendel auch für ein Vielfaches von 7o eingerichtet werden, da bei dem keineswegs sinusförmigen Verlauf des Pulses so starke harmonische Oberschwingungen auftreten, daß auch Pendel mit einer Eigenschwingung, die ein Vielfaches der Pulsfrequenz ist, ansprechen.
  • In Abb. q. und 5 ist das allgemeine Prinzip der Bewegungserzeugung .durch den Puls, in Abb. 6 und 7 ein Ausführungsbeispiel für den Kontaktapparat A (Abb. i) dargelegt.
  • In Abb. q. ist 0 eine Stange, die man quer über den Puls etwa beim Handgelenk anlegt. Drückt man bei P diese Stange mit angemessenem Druck an, so versetzt .die Ausdehnung und Zusammenziehung der Pulsader bei B den Stab 0 um P als Drehpunkt in Schwingungen, und an dem P entgegengesetztenEnde der Stange 0, bei T, ergibt sich ein Ausschlag, der entsprechend dem Hebelverhältnis ein Vielfaches der Aderausdehnung und -zusammenziehung bei B ist. Beispielsweise kann man nach kurzer Übung bei einer Länge der Stange 0 von etwa 15 cm am Ende bei T Bewegungen von 5 mm und darüber erzielen.
  • In Abb. 5 ist bei P ein Scharnier vorgesehen. Ungefähr an der Stelle, wo der Puls wirksam ist, bei B, ist eine Gewichtsbelastung R eingerichtet, die so bemessen wird, daß der Blutdruck sie mit Leichtigkeit heben ?tann. Wenn man bei B eine Platte von bestimmter Größe anbringt, kann man den Apparat auch zur Messung des Blutdrucks verwenden, indem man Gewichte hinzufügt, bis die Bewegung aufhört.
  • In Abb. 6 und 7 ist V ein Hebel, den man anfaßt oder mit Hilfe eines mehr oder weniger elastischen Bandes X am Handgelenk befestigt. Tl trägt, gelenkig befestigt, ein Hebelchen U. Der Drehpunkt I von U soll so nahe wie möglich an seinem Schwerpunkt sein. Mit V durch Gelenk oder elastisch, zweckmäßig mit Gummibändern oder Gummiringen G verbunden ist der Kontakthebel 0, der durch den Pulsdruck bei B in Bewegung versetzt wird. In eine Aussparung N von U greift eine an 0 befindliche Nase i ein. Die Dicke dieser Nase ist so bemessen, daß ihr Abstand von den Wänden der Aussparung N nur Bruchteile von einem Zehntel Millimeter beträgt, so daß schon die geringste Bewegung von 0 genügt, um ihn an die eine oder andere Langseite der Aussparung anschlagen zu lassen. Auf der einen Seite bei N, ist nun die Innenwand der Aussparung isoliert, sei es durch einen Lackanstrich oder durch ein isolierendes Plättchen. Infolgedessen wird beim Schwingen des Hebels 0 im Takt des Pulses abwechselnd, je nachdem die Nase i die eine oder andere Langseite von N berührt, ein metallischer Kontakt zwischen 0 und V oder eine Unterbrechung hervorgerufen und, da mit den Hebeln V und 0 die beiden zu dem Element D und der Spule S (Abb.2) führenden Drähte C verbunden sind, der Stromkreis geschlossen und geöffnet.
  • Die Drehbarkeit von U relativ zu IJ ist wichtig, damit bei irgendwelchen Verdrehungen von V relativ zu 0 infolge verschiedener Krümmung der Handflächen und ähnlicher Zufälligkeiten U nachgeben kann. Das Trägheitsmoment von U ist jedoch so bemessen, daß es, obgleich an sich frei beweglich, den Pulsstößen ausreichend großen Trägheitswiderstand entgegensetzt, um zuverlässig Kontakt und Unterbrechung zu erzielen.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur Herzuntersuchung nach Patent 447 759, dadurch gekennzeichnet, daß die schwingungsfähigen Gebilde auf elektromagnetischem Wege bewegt werden, indem die Pulsationen des Herzens benutzt werden, um einen Widerstand zu ändern oder einen Kontakt zu schließen und zu öffnen und damit in einem elektromagnetischen -Kreise Schwingungen im Takte des Pulses hervorzurufen.
  2. 2. Einrichtung zur Herzuntersuchung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die schwingungsfähigen Gebilde, Pendel, einem permanenten oder Elektromagneten gegenüberstehen, so daß sie durch seine Anziehung oder Abstoßung in Schwingungen versetzt werden.
  3. 3. Einrichtung zur Herzuntersuchung nach Anspruch a, dadurch gekennzeichnet, daß die Pendel um den Elektromagneten im Kreise angeordnet sind.
  4. Einrichtung zur Herzuntersuchung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Pendel zur genauen Abstimmung und Einstellung .des Abstandes ihres Schwerpunktes von der Drehachse mit Gegenpendeln versehen sind. c
  5. 5. Einrichtung zur Herzuntersuchung nach Anspruch z bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die Pendel auf ein Vielfaches der Pulsfrequenz abgestimmt sind, so daß sie sowohl zur Messung der einfachen als auch der mehrfachen Frequenz benutzt werden können.
  6. 6. Einrichtung zur Herzuntersuchung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper, mit dem der vom Pulse betätigte Körper Kontakt macht, drehbar oder leicht nachgiebig und möglichst nahe seinem Schwerpunkt gelagert ist und durch sein Trägheitsmoment den Pulsstößen Widerstand entgegensetzt.
DEG65991D 1925-12-16 1925-12-16 Einrichtung zur Herzuntersuchung Expired DE455190C (de)

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