DE455480C - Anordnung zur Konstanthaltung der Drehzahl von Motorgeneratoren, besonders fuer Hochfrequenz - Google Patents

Anordnung zur Konstanthaltung der Drehzahl von Motorgeneratoren, besonders fuer Hochfrequenz

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DE455480C
DE455480C DET29977D DET0029977D DE455480C DE 455480 C DE455480 C DE 455480C DE T29977 D DET29977 D DE T29977D DE T0029977 D DET0029977 D DE T0029977D DE 455480 C DE455480 C DE 455480C
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P5/00Arrangements specially adapted for regulating or controlling the speed or torque of two or more electric motors
    • H02P5/60Arrangements specially adapted for regulating or controlling the speed or torque of two or more electric motors controlling combinations of DC and AC dynamo-electric motors

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Direct Current Motors (AREA)

Description

  • Anordnung zur Konstanthaltung der Drehzahl von Motorgeneratoren, besonders für Hochfrequenz. Die Drehzahl von Motorgeneratoren, insbesondere für Hochfrequenz, wird bekanntlich dadurch konstant gehalten, daß die elektrischen Größen der Primärmaschinen in Abhängigkeit von einem empfindlichen Tourenanzeiger geändert werden. Bei größeren Anlagen muß auch ein Lastausgleich vorgesehen werden, der die Maschinen gleichzeitig mit dem Telegraphieren beeinflußt.
  • Bei den bekannten Ausführungen, insbesondere bei kleineren Anlagen, muß der vom Indikator gesteuerte Leistungsstoß unverhältnismäßig groß sein, um die durch das Netz und durch Belastungsänderungen hervorgerufenen Schwankungen zu beherrschen. Man ist dann gezwungen, zu besonderen Hilfsmitteln zu greifen, z. B. das Schnellreglerprinzip anzuwenden oder bei größeren Anlagen einen trägeren Regler (Grobregler) vorzusehen.
  • Gemäß der Erfindung wird dieser Nachteil dadurch behoben, daß man den im Hauptstromkreis hervorgerufenen Spannungsabfall so groß macht, daß ein viel kleinerer, durch den Indikator gesteuerter Leistungsstoß notwendig wird, um alle auftretenden Spannungsschwankungen zu beherrschen.
  • Den Maßstab dafür, ob man ohne eines der obenerwähnten Hilfsmittel auskommt, gibt die Ungleichung cb > n.
  • c bedeutet den auf die Speisespannung des Antriebsmotors bezogenen Spannungsabfall des Arbeitsstromkreises, b den Regulierstoß, bezogen auf die Vollast; n ist die auf die Netzspannung bezogene maximale Spannungsschwankung des Netzes oder bei Leonard-Betrieb die durch primäre Schwankungen hervorgerufene Spannungsänderung des Generators. Ferner sind bei a noch die durch den Indikator zu erfassenden Belastungsschwankungen zu berücksichtigen, die in die entsprechenden Spannungs- oder Drehzahlschwankungen umgerechnet werden müssen.
  • Gemäß der Erfindung wird nun c, der Spannungsabfall, so groß gemacht, daß die Ungleichung sicher erfüllt wird. Man braucht dann den Leistungsstoß b nicht allzu groß zu machen, und das läßt die Regulierung viel ruhiger arbeiten.
  • Die Vergrößerung des Spannungsabfalles kann durch Einschalten eines Ohmschen Widerstandes oder bei Gleichstrom durch Anwendung einer zusätzlichen Hauptstromwicklung am Motor oder Generator erfolgen.
  • Wird bei Leonard-Antrieb eine solche Hauptstromwicklung mit Nebenschlußwiderstand verwendet, so erweist es sich für die Beschleunigung der Leistungsänderung als vorteilhaft, sie an derjenigen Maschine anzubringen, an der die Regelung (Indikator und evtl. Lastausgleich) nicht angreift. Sonst würde auf den Schaltvorgang beim Regulierstoß der durch den Widerstand geschlossene Stromkreis verzögernd wirken. Eingehende theoretische und experimentelle Untersuchungen haben bewiesen, daß für die Schnelligkeit der Änderung des Hauptstromes die erwähnte Widerstandsshuntung der zusätzlichen Hauptstromwicklung sehr günstig wirkt. Es hat sich gezeigt, daß dadurch ein weitgehendes Überregulieren des Stromes möglich ist, das mehr von den Verlusten der Hauptstromwicklung als von dem Verhältnis Hauptstrom zu geshuntetem Strom abhängt. Bei Änderung der Spannung durch die ReguIiemng bleibt nämlich der Strom in der Wicklung noch bestehen, der eine stärkere Änderung des Stromes im selben Sinne und ein Hinausschießen desselben über seinen Endwert bewirkt. Je größer die Zeitkonstante des Kreises: Shuntwiderstand und HauptstromwickIung, ist, d. h. je kleiner die Verluste der Hauptstromwicklung sind, desto wirksamer wird die Überregulierung. Zweckmäßig wird man durch Änderung des Widerstandes der Hauptstromwicklung mittels eines vorgeschalteten Widerstandes oder durch Übergang von Serien- auf Parallelschaltung die gewünschte Schnell- und überregelung einstellen.
  • Dasselbe kann auch durch Änderung des Shuntungsverhältnisses erreicht werden. Die Erfindung ist sowohl für Gleich- wie für Wechselstrommotoren sowie bei Jeder Art von Drehzahlanzeigern anwendbar. Belanglos ist, ob ein elektrischer oder mechanischer Drehzahlanzeiger benutzt wird, ob man mit einer periodischen überregulienmg nach dem Schnellreglerprinzip wie beim mechanischen Tourenregler arbeitet oder die Maschine als langsames Pendel wirken läßt.
  • Der Erfindungsgedanke kann. am besten an Hand der Abbildung erläutert werden. Das Primäraggregat besteht aus einean Asynchrenmoter, der einen Gleichstromgenerator L antreibt. An den Klemmen. des Gleichstromgenerators ist der Antriebsmotor M des Hochfrequenzgenerators G angeschlossen.
  • Die Konstanthaltung der Drehzahl erfolgt durch Änderung des Erregerstromes des Leonard-Generators L, und zwar ist für den Lastausgleich die Taste T" die im Telegraphiertempo betätigt wird, vorgesehen. Die. Taste T2 wird von dem Drehzahlanzeiger derart gesteuert, daß sie bei zu tiefer Drehzahl des Hochfrequenzumformers einen Widerstand kurzschließt und bei zu hoher Drehzahl öffnet. Der Leonard-Strom errechnet sich aus folgender Bezeichnung: IC.1-Eg-Em-AF. Darin bedeutet E, die Leerlaufspannung des Leonard-Generators L, Ein die des Motors M; l@ ist der Widerstandswert, der den Ohmschen Abfällen des Leonard-Kreises und einer Compounlierung desselben entspricht. Die Drehzahl wird dadurch konstant gehalten, daß bei einem Überschreiten der Drehzahl die Differenzspannung AE verkleinert, bei einem Unterschreiten vergrößert wird.
  • Bei unreguliertem Betrieb sind Drehzahländerungen im allgemeinen auf eine Änderung von aE zurückzuführen.
  • Die Erfindung besteht nun darin, den Widerstandswert ,K und damit die Differenzspannung AE möglichst groß zu machen. Dann wird der Regulierstoß, der aus Betriebsgründen nicht zu groß sein darf, auch bei einer verhältnismäßig großen Änderung von AE klein gehalten. Natürliche Schwankungen von A,E, hauptsächlich bedingt durch Drehzahlschwankungen des Primäraggregates, werden daher im Verhältnis zu der vom Regulierstoß hervorgerufenen Änderung klein sein.
  • In einem Zahlenbeispiel sei die Leerlaufspannung des Leonard-Generators E,= 8oo Volt, die Gegenspannung des leer laufenden Motors Elf = 5oo, Volt, somit beträgt die Spannung, die zur Erzeugung des normalen Belastungsstromes notwendig ist, 300 Volt, also ist c = 20 800= 0°375.
  • Für eine Änderung des Belastungsstromes um 2a Prozent (b = 0,2) ist also eine Spannungsänderung von 6o Volt erforderlich, welche einer Spannungsschwankung von Ea um 7, 5 Prozent (b . C- 0,2 #o,375,= 0,075) entspricht.
  • Drehzahländerungen des Primäraggregates treten höchstens in der Größe von wenigen Prozent auf, so daß der Regulierstoß die vorkommenden Netzschwankungen sicher beherrschen wird..

Claims (3)

  1. PATENT ANSPRÜCIIE: i. Anordnung zur Konstanthaltung der Drehzahl von Motorgeneratoren, besonders für Hochfrequenz, dadurch gekennzeic1met, daß der im Matorarbeitsstromkreis auftretende Spannungsabfall durch Einschaltung eines Ohmschen Widerstandes oder bei Gleichstromantrieb durch Compoundierung oder durch beide Mittel künstlich vergrößert ist.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, dafa bei Gleichstrom die vom Hauptstrom durchflossene zusätzliche Wicklung mit Widerstand geshuntet ist.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß. die. Zeitkonstante des aus der zusätzlichen Hauptstromwicklung und dem Nebenschlußwiderstand gebildeten Kreises sowie das Shuntungsverhältnis zwecks Schnell- und Überregulierung einstellbar ist. q.. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Leonard-Antrieb die Hauptstromwicklung an derjenigen Maschine vorgesehen ist, an der die Regelorgane nicht angreifen.
DET29977D 1925-02-22 1925-02-22 Anordnung zur Konstanthaltung der Drehzahl von Motorgeneratoren, besonders fuer Hochfrequenz Expired DE455480C (de)

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