DE456043C - Bogenauslegevorrichtung fuer Druckmaschinen - Google Patents

Bogenauslegevorrichtung fuer Druckmaschinen

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DE456043C
DE456043C DEL61614D DEL0061614D DE456043C DE 456043 C DE456043 C DE 456043C DE L61614 D DEL61614 D DE L61614D DE L0061614 D DEL0061614 D DE L0061614D DE 456043 C DE456043 C DE 456043C
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DEL61614D
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    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
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Description

  • Bogenauslegevorrichtung für Druckmaschinen. Die Erfindung bezieht sich auf eine Bogenauslegevorrichtung für Druckmaschinen, bei der ein Satz von Hauptauslegebändern, durch die die Bogen von dem Druckzylinder fortgeführt werden, abwechselnd mit einem hin und her gehenden Auslegeschlitten zusammenwirkt, um die Bogen mit der bedruckten Seite nach oben weiterzubefördern.
  • Bei Vorrichtungen dieser Art enthält der hin und her gehende Auslegeschlitten eine Reihe von Bändern, auf die die bedruckten Bogen durch die Hauptauslegebänder während des Auswärtshubes des Schlittens aufgelegt werden und von denen die Bogen dann auf den Auslegetisch mit Hilfe von Stoßfingern abgestreift werden, die sich während des Einwärtshubes des Schlittens gegen die innere Bogenkante legen. Die vorliegende Erfindung unterscheidet sich von den bekannten Ausführungen dadurch, daß ein Satz von Hauptauslegebändern und ein hin und her gehender Auslegeschlitten mit endlosen Bändern, die die Bogen von den Hauptauslegebändern aufnehmen und sie mit der bedruckten Seite nach oben auf den Auslegetisch ablegen, in einer neuen Verbindung mit einem Satz von Auslegestäben verwendet wird, die die Bogen von den Hauptauslegebändern aufnehmen und sie mit der bedruckten Seite nach unten auf den Auslegetisch niederlegen können.
  • Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung, und zwar stellen dar: Abb. i einen Aufriß des in Betracht komtuenden Teils einer Druckmaschine, wobei die Vorrichtung so dargestellt ist, daß die Bogen mit der bedruckten Seite nach oben abgelegt werden, Abb. 2 einen Teil von Abb. i in größerem Maßstabe, Abb. 3 einen Aufriß, von rechts auf Abb. 2 gesehen, unter Weglassung gewisser Teile und Abb. q. eine der Abb. 2 ähnliche Darstellung, welche die zugehörigen Teile der Vorrichtung in einer solchen Anordnung zeigt, daß die Bogen mit der bedruckten Seite nach unten abgelegt werden.
  • Der Auslegeschlitten besteht aus zwei fest miteinander verbundenen Seitenrahmen i, die j e zwei Räder 2 tragen, die auf einer feststehenden Schiene 3 entlangfahren können, wenn der Schlitten durch die Hebel ¢ und die Lenker 5 in Bewegung gesetzt wird. Diese Teile haben die übliche Bauart; da die in Abb. 1, 3 und q. gegebenen Aufrisse von der Antriebsseite der Maschine aus gesehen sind, sind nur diejenigen der erwähnten Teile auf der Zeichnung zu sehen,. die auf dieser Seite liegen. Diese Teile jedoch und die Mittel zu ihrer Bewegung bilden keinen Teil der vorliegenden Erfindung, es ist deswegen deren weitere Beschreibung nicht erforderlich.
  • Die Einstellung der Hauptauslegebänder 6, derart, daß ihre oben laufenden Stränge entweder unter oder über die oberen Stränge der Bänder 7 des hin und her gehenden Schlittens 1, 2 gebracht werden können, um mit diesen zusammenzuarbeiten, bzw. über oder unter die Auslegestäbe 8 (Abt. 2, q.), wenn diese in Tätigkeit sind, geschieht durch Heben und Senken der Welle 9 (Abt. i und 2) für die Scheiben der Bänder 6 an demjenigen Ende der Auslegebänder, an dem sich der Auslegetisch befindet. Zu diesem Zweck wird die Welle 9 für die Bandscheiben an ihren beiden Enden durch das obere Ende zweier nach oben ragender Arme i o getragen, die auf einer Welle i i festsitzen. Diese erstreckt sich quer durch die Maschine und liegt unterhalb und parallel zu der Welle 9.
  • Die Welle i i wird frei von einem Armpaar 12 gehalten, das auf einer Schwingwelle 13 sitzt. Diese wiederum ist in den beiden Seitenrahmen 14 der Maschine gelagert; auf ihr sitzt fest oder auch abnehmbar an dem einen Ende ein Handhebel 15, durch den die Welle 13 geschwungen werden kann, um das Heben oder Senken der Bandscheibe nwelle 9 zu bewirken. Die aufwärts ragenden Arme io werden in den eingestellten Endlagen durch einen Klemmbolzen 16 (Abt. 2) gehalten, der durch den betreffenden Seitenrahmen 14 der Maschine und durch einen Schlitz 17 in einem auf der Welle i i lose sitzenden, abwärts berichteten Arm 18 hindurchgeht. Der lose auf der Welle i i sitzende Arm 18 kann durch einen anderen Arm 19 fest mit der Welle i i verbunden werden. Der Arm i9 sitzt nämlich fest auf der Welle i i und kann durch einen Bolzen 2o, der durch die Arme 18 und i 9 hindurchgesteckt wird, mit dem Arm i 8 fest verbunden werden. Ein Schlitz 21 in dem Arm i9 nimmt den Bolzen 2o auf. Es ist also möglich, den aufwärts ragenden Arm io durch Drehen einzustellen, um etwaige Abweichungen auszugleichen, die durch das Strecken und Schrumpfen der Auslegebänder 6 entstehen. Zu diesem Zweck wird der Bolzen 2o erst gelöst und nach der `Einstellung des Armes io wieder festgezogen.
  • Der Schlitz 17 im Arm 18 ist bogenförmig, und zwar derart, daß, falls der Arm 18 mit dem auf der Welle i i befestigten Arm 19 gekuppelt ist, beim Bewegen des Handhebels 15 die die Bandscheiben tragende Welle 9 gezwungen wird, sich im Bogen um die Achse der Bandscheibenwelle 22 zu bewegen, die in der Nähe .des Druckzylinders 23 liegt, so daß die Auslegebänder 6 während dieser Bewegung stets unter gleicher Spannung gehalten werden. Die Welle 9 ist so weit von der Welle 22 entfernt und das Gesamtmaß der Einstellung so gering, daß die durch den Schlitz 17 verursachte zwangsweise Einstellung der Welle 9 in einer annähernd senkrechten Ebene geschieht.
  • Damit die Bogen von den Hauptauslegebändern 6 auf die Auslegestäbe 8 übergehen können, wenn das Ablegen mit der bedruckten Seite nach unten erfolgen soll, sind Einrichtungen vorgesehen, durch die die Stabenden, die nach dem Druckzylinder 23 hin ;gerichtet sind, gesenkt werden können, so daß sie gerade in einer Ebene unterhalb der Ebene der oberen Stränge der Bänder 6 liegen. Dies kann dadurch erzielt werden, daß man .die Zahnstangen 5o (Abt. ¢), welche die Drehung der Auslegestäbe bewirken, so ausbildet, daß sie gegenüber der sie bewegenden Vorrichtung eingestellt werden können. Infolgedessen können die auf der Drehachse 25 der Auslegestäbe 8 sitzenden Zahnsegmente 51 entgegen der Uhrzeigerrichtung um die Achse der Welle 25 gedreht werden, und entsprechend können die Auslegestäbe 8 um den gewünschten Betrag gesenkt werden. Während des Auslegens in der Weise, daß die bedruckte Seite nach oben gerichtet ist, was mit Hilfe der Hauptauslegebänder 6 geschieht, gehen die Bogen dicht unterhalb der Auslegestäbe 8 hindurch, die auf diese Weise als Schutz für die Bogen dienen und ein Umlegen der vorderen .Kanten der Bogen verhindern. Um diese Bogenkanten in gleicher Weise während des Ausfahrens des Schlittens r, 2 weiterzusteuern, wenn sie die Auslegestäbe 8 verlassen, sind gebogene Führungsfinger 24 an der Drehwelle 25 der Auslegestäbe 8 befestigt; die Finger 24 sorgen dafür, daß die Bogen beim Rückgang des Schlittens richtig an die Anschlagfinger 26 gelangen, um so von den Bändern 7 abgestreift und auf den Ablegetisch 32 geschoben zu werden. Die Führungsfinger 2¢ und die Bogenanschlagfinger 26 sind nur während des Auslegens der Bogen mittels der Auslegebänder 7, d. h. beim Auslegen mit der bedruckten Seite nach oben, erforderlich; aus diesem .Grunde können diese beiden Vorrichtungen 2¢ und 26 leicht entfernt werden, um die Umwandlung der Auslegevorrichtung in die Form; in der die Bogen mit der bedruckten Seite nach unten ausgelegt werden, zu ermöglichen. Zu diesem Zweck sind die Führungsfinger 24., wie in punktierten Linien in Abb.2 dargestellt ist, an einem Schuh oder einer Klammer 27 befestigt, die leicht mit Hilfe einer Schraube 28 an der Auslegerwelle 25 befestigt und von ihr abgenommen werden kann, währeizd die Stange 29, die die Anschlagfinger 26 trägt, wie es bereits bekannt ist, in der Arbeitsstellung- mit Hilfe von Kupplungen gehalten ist, die, wenn sie ausgelöst sind, ein Entfernen der Stange 29 samt den Fingern 26 aus der Maschine als ein Ganzes ermöglichen.
  • Die Bogenschutzfinger 3o an dem Aufnahmeende der Hauptauslegebänder 6, ferner die Auflagestange 31 für die Auslegestäbe 8 und der Auslegetisch 32 können, entsprechend dem Wechsel von der einen Art des Auslegens zu der anderen Auslegeart, eingestellt werden. Z. B. kann die Stange 33, auf der die Bogenschutzfinger 3o befestigt sind, einstellbar in feststehenden, geschlitzten Armen 34 angeordnet sein, so daß sie mit den freien Enden der Auslegestäbe 8 in der aus Abb. i ersichtlichen Weise zum Ineinandergreifen gebracht werden können, um mit den Stäben 8 zusammenzuwirken und die Bogen zu führen, während diese mit der bedruckten Seite nach oben ausgelegt werden. Sie können aber auch außer Eingriff mit den Auslegestäben 8 gebracht werden, wenn deren freie Enden etwas gesenkt und die Stäbe 8 selbst so bewegt werden, daß durch diese das Auslegen der Bogen mit der bedruckten Seite nach unten erfolgt.
  • Die Anschlagstange 31 für die freien Enden der Auslegestäbe 8 ist in zwei gegabelten Armen 35 gelagert, die um gleichachsige, feststehende Zapfen 36 schwingen können, so daß die Arme 3 5 in eine Stellung gebracht werden können, in der die Stange 31 als Anschlagstange für die freien Enden der Auslegestäbe 8 während derjenigen Zeit dient, in der die Auslegestäbe 8 die Bogen aufnehmen, um sie alsdann mit der bedruckten Seite nach unten auf den Auslegetisch 32 zu schwingen. Während der Zeit, in der die Bogen mit der bedruckten Seite nach oben abgelegt werden sollen, was mit Hilfe der Auslegebänder 7 geschieht, können die Stange 31 entfernt und die Arme 35 in ihre untere Stellung bewegt werden. Der Betrag der Einstellung der Arme 35 wird durch feste Anschläge 37 begrenzt, mit denen ein an den Armen 35 befestigter Block 37a bzw. die Arme 35 selbst in Eingriff gelangen. Die Stange 31 ist an den Armen 35 so befestigt, daß sie leicht abgenommen werden kann. Man kann sie also von den Armen 35 entfernen, bevor diese aus der oberen in ihre untere Endlage bewegt werden, und sie gegebenenfalls nach der Beendigung dieser Bewegung wieder einfügen.
  • Das Einstellen des Auslegetisches 32 geschieht dadurch, daß dieser an seinem inneren Ende abwechselnd von zwei Paaren von Haken oder Lagern 38 getragen wird, die eine Stange 39 o. dgl. aufnehmen, die fest an dem Auslegetisch 32 befestigt ist; an der äußeren Seite wird der Tisch 32 durch Stifte 4o .getragen, die einstellbar in Rahmen 41 liegen, die fest an dem Auslegetisch 32 befestigt sind und in Rahmen 42 einfassen, die an den Schienen 3 befestigt sind; hierbei kann der Auslegetisch 32 mit den Stiften 4o in beliebiger Höhe durch beliebige geeignete Mittel, z. B. durch Klemmschrauben 4oa, befestigt werden. Die Kette 43 steuert die Bewegung der Bänder 7 des Auslegeschlittens. Mit der Kette 43 gelangt während des Einwärtshubes des Schlittens der Kettenanschlag ¢4. in Eingriff (Abb. 2), der von der Schwingwelle 45 getragen wird, und hält die Kette und damit die Bänder 7 an; 46 ist ein Kniegelenkarm, der auf der Welle 45 sitzt und mit einem zweiten Arm 47 zusammenwirkt, um unter dem Einfluß einer Feder 48 den Kettenanschlag 44 in seiner Endlage zu halten, bis er durch eine auf ihn einwirkende Kraft daraus entfernt wird. Die beiden Anschläge 49 für die Begrenzung der Bewegung des Kniegelenkarmes 46, 47 und des Kettenanschlages 44 sind einstellbar; 5o ist die Zahnstange und 51 das Zahnsegment, das mit der Zahnstange 5o in Eingriff steht und zum Schwingen der Auslegestäbe 8 dient. Alle diese Teile sind von der üblichen Bauart und bilden keinen Teil der vorliegenden Erfindung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Bogenauslegevorrichtung für Druckmaschinen, bei der ein hin und her gehender Auslegeschlitten, der endlose Bänder trägt, die Bogen mit der bedrückten Seite nach oben auf den Auslegetisch befördert und bei der ein Satz von Auslegestäben die Bogen mit der bedruckten Seite nach unten auf den Auslegetisch niederlegen kann, dadurch gekennzeichnet, daß ein Satz von Hauptauslegebändern (6) die Bogen von dem Druckwerk entweder auf die endlosen Bänder (7) des Auslegeschlittens (1, 2) oder auf die Auslegestäbe (8) überführt. z. Bogenauslegevorrichtung nach Anspruch i, bei der die Aufnahmeenden der Auslegestäbe gegenüber den Hauptauslegebändern gehoben und gesenkt werden können, dadurch gekennzeichnet, daß in der einen Lage, nämlich wenn die Hauptauslegebänder (6) die Bogen von dem Druckwerk auf die endlosen Bänder des Auslegeschlittens überführen, die Auslegestäbe (8) als Schutz für die Bogen dienen, die von den Hauptauslegebändern gefördert werden, um ein Umlegen oder ein Verschieben der Bogen auf den Bändern (6) zu verhindern. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, bei der Bogenführungsfinger vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Bogenführungsfinger (24) abnehmbar an einer Welle (25) befestigt sind, die auch die Auslegestäbe (8) trägt.
DEL61614D 1923-11-08 1924-11-07 Bogenauslegevorrichtung fuer Druckmaschinen Expired DE456043C (de)

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GB456043X 1923-11-08

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