DE456593C - Verfahren zur Herstellung von Kunstholzkoerpern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kunstholzkoerpern

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DE456593C
DE456593C DEA44243D DEA0044243D DE456593C DE 456593 C DE456593 C DE 456593C DE A44243 D DEA44243 D DE A44243D DE A0044243 D DEA0044243 D DE A0044243D DE 456593 C DE456593 C DE 456593C
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27—WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27N—MANUFACTURE BY DRY PROCESSES OF ARTICLES, WITH OR WITHOUT ORGANIC BINDING AGENTS, MADE FROM PARTICLES OR FIBRES CONSISTING OF WOOD OR OTHER LIGNOCELLULOSIC OR LIKE ORGANIC MATERIAL
    • B27N3/00—Manufacture of substantially flat articles, e.g. boards, from particles or fibres
    • B27N3/002—Manufacture of substantially flat articles, e.g. boards, from particles or fibres characterised by the type of binder

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Dry Formation Of Fiberboard And The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zur'Herstellung von Kunstholzkörpern. Nach der Erfindung wird zur Herstellung von Kunstholzkörpern als Bindemittel das sogenannte Rotharz verwendet, ein Akaroidharz, das aus einer Absonderung des Xanthorrhoeabaumes gewonnen wird. Dieses wird fein zerkleinert, mit Faserstoffen zusammen in Wasser verteilt und in Plattenform gebracht. Dann wird die Platte getrocknet und dann der zurückbleibende schwammartige Körper bei einer Temperatur der Pressung unterworfen, die hoch genug ist, um das Harz plastisch zu machen.
  • Es ist schon mehrfach vorgeschlagen worden, Kunstholzkörper aus Faserstoffen mit geeigneten Bindemitteln herzustellen, die bisher verwendeten Bindemittel haben aber nicht befriedigt. Die Bindemittel dürfen bei der zum Pressen nötigen Wärme nicht vorzeitig flüssig werden und dürfen sich nicht in Wasser auflösen, denn im ersteren Falle fließen sie ab, bevor eine Verfilzung der Fasern stattgefunden hat, im letzteren Falle kann die beabsichtigte Wirkung überhaupt nicht eintreten. Werden, wie ebenfalls schon vorgeschlagen, Kunstharze, also die Kondensationsprodukte aus Phenol und Formaldehyd, als Bindemittel verwendet, so entsteht wieder der Nachteil, daß dieses Kunstharz, um in seine feste unlösliche und umschmelzbare Form übergeführt zu werden, sehr hohen Hitzegraden ausgesetzt werden muß, und sodann auch sofort fest wird. Das geschieht, bevor die Verfilzung der Fasern beendet ist, so daß die hergestellten Körper keine sehr große Festigkeit besitzen.
  • Das nach der Erfindung verwendete Rotharz löst sich in Wasser nicht auf und wird bei der Erhitzung zwar plastisch aber weder flüssig noch fest. Es bleibt plastisch während des ganzen Preßvorganges, so daß der Verfilzungsvorgang sich während dieses Preßvorganges fortsetzen kann.
  • Nach der Erfindung wird folgendermaßen vorgegangen: Der Faserstoff wird mit dein Bindemittel und einer verhältnismäßig großen Wassermenge gemischt. Beispielsweise gibt. man ioo Gewichtsteile zerkleinerter Holzfaser mit ioo Teilen feinzerkleinertem Rotharz und 5ooo Teilen Wasser zusammen. Das Gemenge wird in einem Rührwerk sorgfältig durchgemischt. Die Masse wird dann in eine Form gegossen, und aus dieser tropft durch einen gelochten Boden die größte Menge des Wasseranteils ab. Die zurückbleibende, nur lose zusammenhängende Masse von feuchtem Faserstoff wird auf ein Tuch gebracht, z. B. ein Förderband, und der Pressung (z. B. mit den in den amerikanischen Patentschriften 791 936 und i 272 566 angegebenen Hilfsmitteln) unterworfen. Hierdurch wird ein weiterer erheblicher Teil des noch verbliebenen Wassers entfernt. Der Rest des freien Wassers wird vollständig durch Einwirkung von Wärme auf das in den geeigneten Trockenapparat eingebrachte Gut verdampft. Es bleibt dann als Zwischenprödukt des Verfahrens eine poröse lockere Platte zurück, die der vereinigten Wirkung von Wärme und Druck zwischen durch Dampf geheizten Preßplatten ausgesetzt wird. Die Temperatur wird dabei auf etwa r 5o° C unter Druck auf etwa 2o kg pro qcm gehalten. Unter dem Einfluß der Wärme wird das Bindemittel plastisch und bildet eine Art Suspensionsflüssigkeit, in der die Fasern infolge der Anwendung des Druckes sich miteinander verfilzen können. Es entsteht als Endprodukt eine Kunstholztafel, die außerordentlich dicht und fest sowie von roter Farbe ist.
  • Statt dem bereits angegebenen Mischungsverhältnis und dem genannten Preßdruck lassen sich zur Durchführung des Verfahrens auch 43 Teile Rotharz und 2oooTeile Wasser miteinander mischen, wobei der Preßdruck zweckmäßig dann etwa 42 kg pro qcm beträgt.
  • Der Mischungsanteil des Rotharzes läßt sich natürlich in weiten Grenzen ändern. Ebenso kann auch der Druck je nach der gewünschten Dichte verschieden bemessen werden. Bei der Herstellung der KunstholzkÖrper können der Masse auch noch andere Zuschläge, z. B. Farbstoff, C51, Bitumen, Schwefel usw., gegeben werden, und zwar dann, wenn eine Änderung des Aussehens, der Dichtheit und Festigkeit oder der Oberflächenbeschaffenheit des fertigen Gegenstandes angestrebt wird. Versuche haben gezeigt, daß ein Gemisch von Faserstoff, Holzmehl oder einer Masse ähnlicher Art mit Rotharz sich in Formen gewöhnlicher Art formen läßt, und zwar bei einer Erhitzung auf etwa 150'.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Kunsthölzkörpern, dadurch gekennzeichnet, daß Faserstoff und feinzerkleinertes Rotharz in Wasser verteilt und in Plattenforrrt-gebracht, die Platte getrocknet und dann der zurückbleibende schwammartige Körper bei einer Temperatur der Pressung unterworfen wird, die hoch genug ist, um das Harz plastisch zu machen.
DEA44243D 1924-02-21 1925-02-20 Verfahren zur Herstellung von Kunstholzkoerpern Expired DE456593C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE884274C (de) * 1938-03-04 1953-07-27 Defibrator Ab Verfahren zur Herstellung von Holzfaserplatten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE884274C (de) * 1938-03-04 1953-07-27 Defibrator Ab Verfahren zur Herstellung von Holzfaserplatten

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