DE457220C - Verfahren zum Destillieren und Kondensieren - Google Patents
Verfahren zum Destillieren und KondensierenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D3/00—Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
- B01D3/06—Flash distillation
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
Description
- Verfahren zum Destillieren und Kondensieren.
- Die vorliegende Erfindung bezweckt, die gewöhnlich sehr schwierige Destillation von schäumenden und insbesondere stark wasserhaltigen Flüssigkeiten, wie Stein- und Braunkohlenurteer, Erd- und Pflanzenöl u. dgl., schneller und gefahrloser und bei weit niedrigeren Destillationstemperaturen als bisher durchzuführen.
- Die Erfindung geht von der Überlegung aus, daß, wenn man die zu destillierenden Flüssigkeiten aus dem fiüssigkolloiden Zustand plötzlich in den dampfförmigkolloiden versetzt, ein alle Bestandteile enthaltendes Dämpfegemisch bei einer Temperatur gebildet wird. die weit unterhalb der Siedetemperatur der höchstsiedenden Bestandteile liegt. Durch die gleichzeitige Anwesenheit der leichter siedenden Anteile wird die Konzeutration der schwerer siedenden Fraktionen iii Dämpfegemisch herabgesetzt. Demgemäß vermindern sich die Dampfdrücke der schwerer siedenden um die Dampfdrücke der niedriger siedenden Anteile, was einer Siedepunktserniedrigung gleichkommt. Die Siedepunktserniedrigung durch Herabsetzung der Partialdrücke kann noch weitergetrieben werden. wenn man dem Dämpfegemisch Wasserdampf oder Gase zusetzt. Das so erhaltene dampfförmige Kolloid wird dann erfindungsgemäß durch fraktionierte Filtration stufenmäßig, nach Siedegrenzen abgegrenzt. fraktioniert kondensiert.
- Nach der Erfindung wird demgemäß der Rohstoff, wie Teer, Öl usw.. aber auch pulverisierte Äiaterialien, wie Stein- und Braunkohle. Olschiefer u. dgl. mehr, in Dämpfen oder Gasen von entsprechender Temperatur, durch Zerstäuben 0. dgl., vernebelt. Das so gebildete Dämpfegemisch wird dann erfindungsgemäß nacheinander durch mehrere Filter geleitet. die im Simple des Gasdurchganges Temperaturzustände von fallender Tendenz aufweisen. In den einzelnen Filterzonen wird dann das dem jeweiligen Temperaturzustand entsprechende Kondensat abgeschieden. Das Verfahren kann jedoch nur dann einwandfrei durchgeführt werden, wenn die Temperatur der einzelnen Filter oder Filterzonen konstant erhalten wird. Diese Konstanz kann durch Durchspülung der Zonen oder Einzelfilter mit dem Figendestillat, welches entsprechend temperiert sein muß, erreicht werden. oder aber auch. indem in den Gas- bzw. Dämpfestrom Wärmeaustauscher eingeschaltet werden, die durch 7u-oder Abfuhr von Wärme eine Regelung ermöglichen.
- Etwa in Teeren oder Ölen gelöstes Wasser behindert bei diesem Verfahren die Destillation in keiner Weise. Durch die ungelleure Oberflächenvergrößerung wird ferner die Destillationsgeschwindigkeit in einem bisher nicht genannten Maße gesteigert.
- Auf die bei der Trockendestillation organischer Körper entstehenden Destillationsgase wird die Kondensatabscheidung durch fraktionierte Filtration in gleicher Weise in Anwendung gebracht.
- Die Abbildung zeigt in schematischer Darstellung einen Apparat zur Durchführung des Verfahrens. In den bei a eintretenden heißen Dämpfen oder Gasen. oder Gas-Dampf-Gemischen wird das zu destillierende Gut entsprechend vorgewärmt durch Zerstäuben vermittels Düse b o. dgl., vernebelt.
- Das Dämpfgemisch wird dann nacheinander durch mehrere Filterschichten c geleitet.
- Diese Filterschichten bestehen z.B. aus Steinschichten oder Packungen irgendwelcher Art und Form, und sind auf Treppenrosten d gelagert. die wohl das Gas und mit ihm die nächst leichter siedenden Destillate durchlassen, nicht aber das abgeschiedene Kondensat.
- I, etzteres wird durch Rohre e abgeleitet. Die Temperatur der Filterschichten nimmt stufenweise von oben nach unten hin ab. Demgemäß wird das höchst siedende Produkt oben, das niedrigst siedende dagegen unten ausgeschieden. Die notwendige Temperatur vermittelt zweckmäßig der Gasstrom und wird, wenn nötig. durch Wärmeaustauscher o. dgl. t geregelt. Wird mit Gasen gearbeitet dann werden diese durch Rohr g abgeführt und gegebenenfalls stets von neuem in den Kreislauf eingeführt.
Claims (2)
- P A T E N T A N S P R Ü C H E : 1. Verfahren zum Destillieren und Kondensieren von festen und flüssigen kolloideen Gemischen, dadurch gekennzeichnet, daß man die zu destillierenden Materialien durch Zerstäuben o. dgl. in Nebel überführt, diese nebel durch Wärmewirkung, zweckmäßig durch Einleiten in erhitzte Dämpfe oder Gase. verdampft, feste Teilchen aus denselben durch Staubfilter oder mittels elektrischer Niederschlagselektroden abscheidet, und die Dämpfe alsdann durch gegebenenfalls mit Niederschlagselektroden ausgerüstete Filter schichten leitet, welche Wärmestufen von fallender Tendenz aufweisen und den Wännestufen entsprechend derart unterteilt und abgetrennt sind, daß die in den einzelnen Filterzonen sich abscheidenden Destillate getrennt abgeleitet werden können.
- 2. Vorrichtung nach Anspruchs, dadurch gekennzeichnet, daß in ein oder mehreren Kolonnen 0. dgl.. auf Treppenrosten o. dgl., angeordnete Filterschichten und Temperaturregelungseinrichtungen in abwechselnder Folge angeordnet sind.
Priority Applications (1)
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| DEM89088D DE457220C (de) | 1925-04-01 | 1925-04-01 | Verfahren zum Destillieren und Kondensieren |
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