DE457604C - Druckluftfoerdereinrichtung fuer Kohlenstaub mit einem durch die Druckluft erzeugten Traegerluftstrom fuer das Foerdergut - Google Patents
Druckluftfoerdereinrichtung fuer Kohlenstaub mit einem durch die Druckluft erzeugten Traegerluftstrom fuer das FoerdergutInfo
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Description
- Druckluftfördereinrichtung für Kohlenstaub mit einem durch die Druckluft erzeugten Trägerluftstrom für das Fördergut. Die Erfindung betrifft eine Verbesserung der Fördereinrichtung für Kohlenstaub nach Patent 453 116. Während nach dem Hauptpatent die Regelorgane für den Eintritt des Kohlenstaubes in das Saugrohr und die atmosphärische Trägerluft getrennt zu bedienen und teilweise in gewisser Entfernung von der Entnahmestelle des Kohlenstaubes angeordnet waren, werden sie erfindungsgemäß gemeinsam bedient, und der in den Saugteil des Förderrohrs eintretende Kohlenstaubstrom und die Trägerluft werden unmittelbar an der Entnahmestelle des Kohlenstaubes geregelt. Eine weitere Regelung ist dadurch ermöglicht, daß die Regelorgane geganeinander verstellbar sind. Zwecks einfacher Versteilbarkeit sind sie achsial im Saugrohr angeordnet. Die atmosphärische Trägerluft tritt dabei annähernd parallel zur Achse des Saugrohrs aus, so daß eine besonders günstige Sättigung der Trägerluft mit den Kohlenstaubteilchen an dieser Stelle bewirkt wird.
- Bei einer besonders günstigen Ausführungsform wird durch gemeinsame Teile der Vorrichtung außer dem in den Saugteil der Fördervorrichtung eintretenden Kohlenstaubstrom und der Trägerluft gleichzeitig das in das Förderrohr eintretende Kohlenstaubluftgemisch geregelt.
- Auf. der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt. Es zeigen Abb. 1 einen achsialen Schnitt durch eine Fördereinrichtung nach der Erfindung, Abb. a einen Schnitt nach Linie II-11 von Abb. 1, Abb. 3 eine Aufsicht, zum Teil im Schnitt, nach Abb. 1, Abb. 4. eine Ansicht der Regelvorrichtung, Abb. 5 einen Schnitt nach Linie V-V von Abb. 3, Abb. 6 in größerem 3Taßstabe den linken Teil von Abb. 1 in Seitenansicht und Abb. ;, S und 9 bei einem Schnitt nach Linie VII-VII von Abb. 6 die verschiedenen Stellungen eines Regelorgans.
- Die dargestellte Ausführungsform ähnelt der in Abb. 5 des Hauptpatents gezeigten. Eine Transportleitung a ist z. B. durch eine 1luffe b mit einem Düsenrohr c verbunden, das durch eine hlemmschraubed eines geschlitzten Verbindungsstückes e mit der Fördereinrichtung lösbar verbunden ist. Diese besteht aus einem Rohr/ mit einem zweckmäßig abgeschrägten Aufsatz/'. Die so gebildeten Räume sind durch eine Öffnung g verbunden. Der obere Raum steht durch ein Rohr k mit der Atmosphäre in Verbindung. Im Rohrteil f sind Schlitze i zum Eintritt von Kohlenstaub aus einem Kohlenstaubbehälter A angeordnet, die durch folgende Einrichtung mehr oder weniger geschlossen werden können. Im Rohr/ ist ein rohrförmiger Schieber h mittels eines Lenkers L bewegbar. Der Schieber ist auf der einen Seite innen konisch abgeschrägt, so daß er durch einen schlanken Konus m eines Drosselorgans, z. B. eines Doppelkonuskörpers tt, abgeschlossen werden kann. Ein Drosselorgan für das entstehende Kohlenstaubluftgemisch ist mit dem erstgenannten Drosselorgan zweckmäßig verbunden, indem z. B. am anderen Ende des Doppelkonuskörpers ein steilerer Konus für die Regelung diesesGemis,chstromesvorgesehenist. Der Doppelkonuskörpern kann durch einen zweiten Lenker o achsial bewegt werden. Die Lenker L und o werden durch die in Abb. i, 4 und 5 dargestellte Einrichtung betätigt. Auf einer mittels einer Kurbel p drehbaren Achse q sitzen die Arme l' und o'. Der Arm o' wird bei der Drehung der Achse q verschw enkt, da beide Teile durch ein Vierkant t^ o. dgl. verbunden sind, während L' um die Achse verschwenkbar ist. Ein Arm s der Kurbel p kann mit .einem Arm t des Armes l' in beliebiger Weise, z. B. mittels einer Schraube u, verbunden werden. Nach Lösen der Schraube können die Arme l' und o' gegeneinander verstellt werden. Zweckmäßig ist der Arm l' länger als der Arm o' angeordnet.- Dadurch wird -der Schieber h mit dem Grade der Öffnung des Kohlenstaubeinlasses um eine größere Strecke als der Doppelkonuskörper n bewegt und dadurch zwischen beiden Körpern eine größere Durchtrittsöffnung für die Trägerluft geschaffen.
- Die Stellung der Kurbel kann an einer Skala v und die Verstellung der Arme l' und o' gegeneinander an einer Skala tv abgelesen werden. Die Fördereinrichtung wird an .einem Behälter A für den Kohlenstaub mittels eines Flansches x befestigt. Druckluft wird durch eine Leitung y zugeführt. Zwischen dem Verbindungsstück e und dem Rohr f ist .eine Düse z angeordnet, deren Abstand von einem düsenförmigen Teil 2' des Verbindungsstückes e regelbar ist.
- Die Wirkungsweise ist folgende: Die eingelassene. Druckluft erzeugt durch Düsenwirkung im Innern des Verbindungsstückes e und damit im Innern des Rohres/ einen Unterdruck, wodurch atmosphärische Luft durch das Rohr lt und den Innenraum des Aufsatzes/' durch die Öffnung g in das Rohr f eintritt. Diese atmosphärische Trägerluft tritt durch den Spalt zwischen dem Schieber h und dem Doppelkonuskörper it in die Umgebung des Rohrs f aus, streicht über die hier lagernde Kohlenstaubschicht hinweg und tritt mit den Kohlenstaubteilchen gesättigt durch die Öffnung zwischen dem Doppelkonuskörper n und dem Rohr f wieder in letzteres ein, um sodann durch die Düse z als Luftkohlenstaubgemisch in die Leitung a zu gelangen.
- Da die atmosphärische Trägerluft durch den Spalt zwischen dem Schieber h und dem Doppelkonuskörper to in einem dünnen Schleier austritt, der unter einem nur kleinen Winkel gegen die Längsrichtung des Rohrs f geneigt ist, ist die Einwirkung dieses Schleiers auf die an das Rohr f anliegende I[ohlenstaubschicht eine besonders günstige. Der Kohlenstaub wird dadurch gewissermaßen in dünnen Schichten gleichmäßig abgetragen und eine Regelung der Kohlenstaubmenge im Förderrohr von ganz geringen bis zu großen Mengen ermöglicht.
- Durch die Regelung der Trägerluft und des Kohlenstaubeintritts in die Fördereinrichtung mittels eines gemeinsamen Bedienungsorgans ist die Möglichkeit für eine Fernregulierung günstig und damit die Aufstellung des Kohlenstaubb.ehälters in größerer Entfernung von der Brennstelle und die Überwachung der Fördereinrichtung und der Feuerung durch dieselbe Person gegeben.
- Durch die dachförmige Ausbildung des auf dem Fördergut aufgesetzten Aufsatzes/' wird dabei ein sicheres und stockungsloses Zuströmen des Kohlenstaubes zu den Öffnungen i gewährleistet.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Druckluftfördereinrichtung für Kohlenstaub mit :einem durch die Druckluft erzeugten Trägerluftstrom für das Fördergut nach Patent 453 116, dadurch gekennzeichnet, daß der in den Saugteil des Förderrohrs eintretende Kohlenstaubstrom und die Trägerluft unmittelbar an der EntnahmestellIe des Kohlenstaubes geregelt " wird. z. Druckluftfördereinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der in den Saugteil des Förderrohrs eintretende Kohlenstaubstrom und die Trägerluft durch zwangläufig gekuppelte Drosselorgane gemeinsam geregelt wird. 3. Druckluftfördereinrichtung nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß außer dem in den Saugteil des Förderrohrs eintretenden Kohlenstaubstrom und der Trägerluft an dieser Stelle gleichzeitig das entstehende Kohlenstaubluftgemisch geregelt wird. 4. Druckluftfördereinrichtung nach Anspruch i bis.3, dadurch gekennzeichnet, daß der- Kohlenstaubstrom an der Eintrittsstelle in den Saugteil des Förderrohrs bei Beginn der Eröffnung mittels des Drosselorgans durch schräge Stellung der Kanten der Eintrittsschlitze zu der steuernden Kante des Drosselorgans während der Steuerbewegung geringere Querschnitte freigibt als gegen Ende der Eröffnung. 5. Druckluftfördereinrichtung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Drosselorgan für die Trägerluft und das Drosselorgan für das Kohlenstaubluftgemisch einen gemeinsamen Ventilkörper in Gestalt eines Doppelkonnskörpers (n) besitzen, deren einer Konus das Austreten der Trägerluft und dessen anderer Konus das Eintreten des Kohlenstaubluftgemisches in den Saugteil des Förderrohrs regelt. 6. Druckluftfördereinrichtung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der den Austritt der Trägerluft steuernde Teil des Doppelkonuskörpers eine möglichst geringe Neigung gegen die Mittellängslinie des Doppelkonuskörpers aufweist, um ein Austreten der Trägerluft in einem möglichst parallel zu der Wandung des Saugrohrs angeordneten Schleier zu bewirken. 7. Druckluftfördereinrichtung nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Doppelkonuskörper (n) eine achsiale Durchbohrung für zwei gemeinsam bedienbare, aber gegeneinander verstellbare Zugstangen (L und o) besitzt. B. Druckluftfördereinrichtung nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß im Saugrohr Lenker (L' und o') zum Bewegen des Doppelkonuskörpers (a) und des Abschlußorgans (k) auf gleichachsigen Wellen gelagert sind. 9. Druckluftfördereinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Welle die andere umschließt und beide mittels .einer gemeinsamen Kurbel bedient, aber durch ein Stellorgan (u) gegeneinander verstellt werden können. io. Druckluftfördereinrichtung nachAnspruch i bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Saugteil des Förderrohrs (f) ein dachförmiger Aufsatz (f) angeordnet ist, welcher ein sicheres und stockungsloses Zuströmen des Kohlenstaubes zu den Eintrittsöffnungen (i) in das Innere des Saugteils sichert.
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| DE457604C true DE457604C (de) | 1928-03-20 |
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