DE457795C - Quecksilberdampfgleichrichter - Google Patents
QuecksilberdampfgleichrichterInfo
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Classifications
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- H01J13/28—Selection of substances for gas filling; Means for obtaining the desired pressure within the tube
-
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Description
- Quecksilberdampfgleichrichter. Die Entlüftung eines Ouecksilberdarnpfgleichrichters erfordert im allgemeinen ein aus einer Vakuumpumpe und einer Hochvakuumpumpe bestehendes Luftpumpenaggregat. Während die Vorvakuumpumpe in der Regel eine umlaufende, mechanisch angetriebene, unter (-)1 laufende Luftpumpe ist, verwendet man in neuerer Zeit als Hochvakuumpumpen sogenannte Quecksilberdampfluftpumpen, in welchen Quecksilber erhitzt und der sich bildende Quecksilberdampf wieder gekühlt wird, wobei die Luft von dem strömenden Quecksilberdampf mitgenommen und an derjenigen Stelle der Pumpe verdichtet wird, an der sich das Absaugrohr der Vorvakuumpumpe befindet.
- Man kann nun aber den Ouecksilberdampfgleichrichter selbst derart ausbilden, daß sich das Aufstellen einer besonderen Hochvakuumpumpe erübrigt, indem die Ouecksilberdampfströmung des Gleichrichters selbst zur Erzielung einer Pumpw irkung nutzbar gemacht wird. Dies darf aber nur in der Weise geschehen, daß dadurch die Wirkung des Gleichrichters an sich nicht beeinträchtigt wird. Der Einbau einer vollständigen Pumpe in den Gleichrichter bietet an sich keinen Vorteil, weil weder die eingebaute Pumpe noch der Gleichrichter wegen der Schwierigkeiten einer guten Kühlung zuverlässig arbeiten würde. Etwas anderes ist es. wenn man ohne wesentliche und schwierige bauliche Änderungen den Gleichrichter so ausgestalten könnte, daß seine ohnehin vorhandenen Teile gleichzeitig der Gleichrichtung als auch der Pumpwirkung dienstbar gemacht werden könnten.
- Es sind nun Gleichrichter bekannt, bei denen die Anoden in einem vom Kondensationsraum des Gleichrichters gesonderten, durch koachsiale Zylinderflächen begrenzten Raum untergebracht sind, der durch einen ringförmigen Zwischenraum mit dem Kondensationsraum verbunden ist. Bei dieser bekannten Anordnung gelangt aber der expandierende Quecksilberdampf aus dem Kathodennapf in die Anodenräume, wobei er der Luftabsaugung aus diesen Räumen entgegenwirkt, während die aus den Anodenräumen stammende Luft in den Kathodenraum strömt. Eine günstigere Wirkung ergibt sich, wenn man die Saugwirkung des aufsteigenden Quecksilberdampfes bei einem Gleichrichter mit über der Kathode befindlichem wassertgekühlten Kühldom und seitlich zu diesem angeordneten Anoden, bei welchem ferner der aufsteigende Dampf durch ein Führungsrohr derart in den Kühldom geführt ist, daß infolge der Dampfgeschwindigkeit und -richtung eine Luftverdichtung an dem an die Saugleitung der Vorvakuumpumpe angeschlossenen Teil des Kühldoms entsteht, ausnutzt, indem erfindungsgemäß das Führungsrohr derart in das untere Ende des wassergekühlten Domes hineinragt, daß ein unter dem Einfluß des emporsteigenden Quecksilberdampfes die Absaugung der Luft aus den Anodenräumen bewirkender Ringspalt gebildet wird. Infolge der Wasserkühlung des Kondensationsdomes auch an denjenigen Stellen, an welchen das Führungsrohr in ihn hineinragt, ist der Partialdruck des Quecksilbers hier so niedrig, daß ein Herüberströmen des Quecksilberdampfes in die Anodenräume nicht stattfinden kann, so daß mithin die Anoden sich in einem praktisch quecksilberdampffreien Raum des Gleichrichters befinden.
- Der Anschluß der Vorvakuumpürripe erfolgt an der höchsten Stelle des Kühldomes, an welcher die Verdichtung der Luft infolge der Pumpwirkung der Einrichtung auftritt. Das Hineinragen des Führungsrohres in den Kühlraum ist erforderlich, damit die Mischung der Luft mit dem Quecksilberdampf erst an einer Stelle erfolgt, an welcher der Quecksilberdampf in Nebelform überzugehen beginnt, was im vorliegenden Falle kurz nach dem Eintritt des Dampfes in den von außen gekühlten Dom stattfindet.
- Die Erfindung sei an dem Ausführungsbeispiel der Abbildung näher erläutert.
- In der Abbildung bedeuten: G das Gefäß des Ouecksilberdampfgleichrichters, D den Kühldom, W die Wasserkühlung mit der Zuflußöffnung z und der Abflußöfnung x, Al, A, die Anoden des Gleichrichters, R ein zylindrisches Führungsrohr für den Quecksilberdampf, y das zur Vorvakuumpumpe führende absaugrohr, 21 denjenigen Raum des Domes D, in welchen sich die durch den ringförmigen Raum N hindurchströmende Luft mit dem aufsteigenden Quecksilberdampf mischt, O denjenigen Raum des Domes D, in welchem die vom Quecksilberdampf mitgeführte Luft wieder frei wird und in. welchem somit eine Verdichtung der Luft stattfindet.
- Die Pfeillinie L gibt den Verlauf des Lichtbogens zwischen Anode und Kathode an. Die der Kathode entströmenden Dämpfe bewegen sich, geführt durch das Rohr R, mit großer Geschwindigkeit in den Kühldom. An der Stelle, an welcher sie das Führungsrohr R verlassen; befinden sie sich bereits zwischen wassergekühlten Wänden des Domes und gehen in Nebelform über. Sie haben das Bestreben, sich mit der vorhandenen und durch den ringförmigen Raum N nachströmenden Luft des Gleichrichters zu mischen und führen die so gebundene Luft in Richtung der Dampfbewegung fort. Da nun aber der Quecksilberdampf allmählich vollkommen kondensiert wird, wird die mitgeführte Luft etwa an der Stelle 0 wieder frei und durch das Absaugrohr y von der Vorvakuumpumpe abgesaugt. Der kondensierte Quecksilberdampf fällt tropfenweise wieder durch das Führungsrohr oder außerhalb dieses in den Napf der Kathode zurück. In der beschriebenen Weise tritt allmählich ein hohes Vakuum im Gleichrichter ein, ohne daß eine besondere Hochvakuumpumpe erforderlich wäre.
- Zum erstmaligen Ingangsetzen des Gleichrichters kann die Verwendung einer Hochvakuumpumpe erforderlich sein, aber es genügt dann für die ganze Anlage die Aufstellung einer einzigen solchen Pumpe, welche nur zur ersten Formierung der einzelnen Gleichrichter dient, dann aber mit Hilfe einer Umgehungsleitung abgeschaltet wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Ouecksilberdampfgleichrichter mit über der Kathode befindlichem wassergekühlten Kühldom und seitlich zu diesem angeordneten Anoden, bei welchem der aufsteigende Quecksilberdampf durch ein Führungsrohr derart in den Kühldom des Gleichrichters geführt ist, daß den aufsteigenden Quecksilberdämpfen eine derartige Geschwindigkeit und Richtung erteilt wird, daß eine Luftverdichtung an demjenigen Teil des Kühldomes entsteht, an welchem die Saugleitung der Vorvakuumpumpe angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsrohr derart in das untere Ende des wassergekühlten Domes hineinragt, daß ein unter dem Einfluß des emporsteigenden Oueck-# silberdampfes die Absaugung der Luft aus den Anodenräumen bewirkender Ringspalt gebildet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA36983D DE457795C (de) | 1922-01-20 | 1922-01-20 | Quecksilberdampfgleichrichter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA36983D DE457795C (de) | 1922-01-20 | 1922-01-20 | Quecksilberdampfgleichrichter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE457795C true DE457795C (de) | 1928-03-23 |
Family
ID=6929964
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA36983D Expired DE457795C (de) | 1922-01-20 | 1922-01-20 | Quecksilberdampfgleichrichter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE457795C (de) |
-
1922
- 1922-01-20 DE DEA36983D patent/DE457795C/de not_active Expired
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