DE45811C - Bogen - Anlegevorrichtung - Google Patents
Bogen - AnlegevorrichtungInfo
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- DE45811C DE45811C DENDAT45811D DE45811DA DE45811C DE 45811 C DE45811 C DE 45811C DE NDAT45811 D DENDAT45811 D DE NDAT45811D DE 45811D A DE45811D A DE 45811DA DE 45811 C DE45811 C DE 45811C
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE IB: Drückerei.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Bogen-Anlegevorrichtung, welche in
Verbindung mit dem Anlegetisch an Schnellpressen die Anlegung eines oder zweier Bogen
auf einmal gestattet, ohne dafs dabei eine Veränderung nöthig wird, wie auch eine Punktirvorrichtung
überflüssig gemacht, eine Veränderung der Lage des angelegten Bogens verhindert und derselbe auch in nicht winklig geschnittenem
Formate unfehlbar sicher geführt wird.
In den anliegenden Zeichnungen ist diese Anlegevorrichtung in zwei Modificationen dargestellt:
Fig. ι bis 5 zeigen die Bewegung durch eine Scheibe von dreieckiger Form und
Fig. 6 bis 8 durch einen verstellbaren Hebel veranlafst.
Die wesentlichsten Bestandtheile sind:
die Führungsplatte A,
die beweglichen Schienen BB1,
die Auflegeplatten CC1C, welche mit den
Schienen BB1 verbunden sind,
die mit den Platten C C1 C verbundenen Führungs- und Anlegewinkel a,
die eine elastische Bewegung der Schienen BB1 und Auflegeplatten C C bewirkenden
auslösbaren Spiralen G und
das Bewegungsherz E bezw. der Hebel F.
Die Führungsplatte A ist mit dem Anlegetisch fest verbunden und besitzt eine Schlitzführung
b, in welcher die Auflegeplatten C C1 C in Verbindung mit den beweglichen Schienen
B B1 gleiten. Die beweglichen Schienen B B1 gleiten auf der Führungsplatte A und führen
sich einerseits mit Zapfen c in Lagern d, andererseits zwischen der Führungsplatte A und
der Deckplatte D.
Die Auflegeplatten C C1 C sind durch Schrauben
e, welche zugleich den Drehpunkt der Anlegewinkel α bilden, mit den Führungsschienen
B B1 verbunden.
Die Gleitschienen B B1 besitzen am äufseren Ende den Zapfen c, am inneren Ende sind
sie der Form des Herzens E entsprechend abgeschrägt.
Der Zapfen c der Schienen B B1 steht etwas
über das Lager d hinaus, um von der Spirale G mittelst der Kurbel f beeinflufst werden zu
können. Die Spirale G ist um einen Bolzen g von entsprechender Länge gewickelt, der sich
in den Lagern h h1 dreht und an einem Ende mit Gewinde Und einer Mutter i zur Regelung
der Spannung der Spirale G, an dem anderen Ende mit einem kurbelähnlichen Hebel f versehen
ist, welcher gegen den Zapfen c der Gleitschienen B B1 gedrückt wird. Das Bewegungsherz
E führt sich auf der Platte D in der Mitte der Platte A um den Zapfen k und
wird von dem Cylinder der Schnellpresse, kann aber auch vom Wagen derart beeinflufst
werden, dafs es eine hin - und hergleitende Bewegung annimmt.
Die mittlere Auflegeplatte C1 ist mit den
Gleitschienen B B1 derart verbunden, dafs sie entweder den Bewegungen der Schienen folgt
oder unabhängig von diesen Bewegungen in Ruhe bleibt.
Die Anlegewinkel α sind drehbar an den beiden Auflegeplatten C C befestigt, und zwar
derart, dafs der Schenkel a1 in einen Schlitz /
der Platten C hineinreicht (Fig. 4 und 5). Dies hat den Zweck, dem zu bedruckenden Bogen
eine vollkommen glatte Führung zu geben und ein Klemmen desselben zu vermeiden, welches eintreten kann, wenn der Winkel
unmittelbar auf die Platte aufgeschraubt, indem der Bogen, wenn der Winkel nicht
fest aufgeschraubt ist, in den Spalt zwischen Winkel und Platte geräth, sich dadurch klemmt
und in seiner Lage verschiebt, so dafs derselbe schief in die Presse kommt und schief
bedruckt wird.
Eine weitere Eigenthümlichkeit des Anlegewinkels ist die um seinen Drehpunkt e schwingende
Bewegung. Dieselbe bezweckt ein Verhindern des Aufbauschens von schief geschnittenen
Bogen beim Passiren der Winkel, indem sie sich durch Drehen immerwährend
der Kante des Bogens anpassen bezw. ausweichen, so dafs derselbe immer glatt aufliegen
bleibt, was bei feststehenden Winkeln nicht möglich ist.
Die Bewegung der Auflegeplatten C mit den Anlegewinkeln geschieht nun nach der in
Fig. ι bis 3 dargestellten Anordnung durch das Herz E, indem dasselbe durch eine hin-
und hergleitende Bewegung die Bewegungsschienen bewegt.
Diese Anordnung kann ohne Abschrauben der Platten sowohl für das Anlegen zweier
Bogen, wie auch nur eines Bogens angewendet werden.
Bei Anlegung zweier Bogen zugleich ist die Bewegung der Auflegeplatten C eine entgegengesetzte,
während die mittlere Platte C1 unbeweglich bleibt durch Lösung ihrer Verbindung
mit den Gleitschienen BB1.
Die Auflegeplatten mit den Anlegewinkeln a bewegen sich entgegengesetzt zu einander,
indem die Gleitschienen BB1, welche an den
Seitenflächen des Herzens E anliegen, durch die Bewegung, die dasselbe- vom Cylinder in
irgend einer Weise erhält, abgedrückt werden. Da nun auf jeden Zapfen c der Gleitschienen
die Spiralen G wirken, so drücken dieselben, nachdem der Widerstand des Cylinders auf
das Herz aufgehört hat, die Gleitschienen und das Herz wieder in ihre frühere Lage zurück.
Dieses Spiel wiederholt sich mit jeder Cylinderumdrehung.
Soll nun ein Bogen gröfseren Formates auf einmal bedruckt werden, so werden die Gleitschienen
B B1 durch die mittlere Auflegeplatte C1 zu einer Schiene derart verbunden,
dafs die eine Hälfte, wie in Fig. ia und 3 gezeigt ist, einen solchen Abstand vom Herz E
erhält, dafs sie nicht von diesem beeinflufst werden kann, dasselbe also nur auf die Fläche
einer der Schienen, hier B, einwirkt und somit alle drei Platten schiebt.
Gleichzeitig wird aber auch die Wirkung der Spirale G auf die Schiene B1, welche vom Herz
nicht beeinflufst wird, aufgehoben, indem der kurbelartige Hebel f durch Umschlagen vom
Zapfen c der Schiene entfernt wird; die Wirkung der Spirale auf den anderen Theil der
Schiene bleibt dagegen bestehen.
Die Wirkung der Anlegevorrichtung gestaltet sich somit derart, dafs das Herz E nur auf
die eine Gleitschiene B einwirkt und diese verschiebt. Da dieselbe jedoch mit der zweiten
Gleitschiene B1 durch die mittlere Platte C1 verbunden ist, nimmt sie dieselbe in der gleichen
Richtung mit, es erfolgt also eine Bewegung der Schienen B ΒΛ und aller drei Auflegeplatten
C C1 C nach einer Richtung hin, wie
sie bei Anlegung nur eines Bogens erforderlich ist.
Die Vorrichtung gestattet also infolge der lösbaren Verbindung der Gleitschienen B B1,
der Auflegeplatten C C1 C und der Spiralen G
das Arbeiten mit einem oder zwei Bogen zugleich, aufserdem wird durch die Anwendung
schwingender Anlegewinkel α ein Aufbauschen schief geschnittener Bogen und durch die Anordnung
derart, dafs ein Schenkel des Anlegewinkels in die durch einen Schlitz Z gebildete
Vertiefung der Platten C C1 C hineinreicht,
jede Klemmung des angelegten Bogens und dadurch ein schiefes Einlaufen desselben vermieden.
Fig. 6 bis 8 zeigen eine Modification dieser Anordnung derart, dafs dieselbe nur zur Anlegung
eines Bogens bestimmt ist. Die Schienen B B1 sind deshalb durch nur eine Schiene B
ersetzt, an welcher genau, wie in vorherbeschriebener Anordnung, die Auflegeplatten-C C1 C
und Anlegewinkel α lösbar befestigt sind, nur ist die Vorrichtung zur Bewegung der Schiene B
eine andere. Diese wird durch einen um den Punkt ο schwingenden Kreuzhebel F bewirkt,
der bei j? seine entsprechende Bewegung durch
den Cylinder oder den Wagen u. s. w. erhält, während der Schenkel p1 mit einer Spirale G
verbunden ist, welche die rückwärtige Bewegung des Kreuzhebels in seine normale Lage
vermittelt. Die Bewegung des Kreuzhebels auf die Gleitschiene wird durch die Zugstange q
bewirkt, welche mittelst Zapfens und Zapfenlöcher r r1 mit dem Kreuzhebel verbunden ist,
und zwar wird dieselbe zur Erzeugung einer entgegengesetzten Bewegung einmal mit dem
Zapfenloch r, das andere Mal mit dem Zapfen-.loch r1 verbunden; aufserdem gleitet sie noch
in einer Schlittenführung auf den Schenkeln ρ
des .Kreuzhebels.
Zur Bewirkung eines zweiten Druckes eines Bogens ist ein umgekehrtes Auflegen desselben
nöthig, weshalb auch eine umgekehrte Bewegung der Schiene B eintreten mufs, welche,
wie oben angeführt, dadurch bewirkt wird, dafs die Zugstange q einmal mit dem Zapfenloch
r, das andere Mal mit dem Zapfenloch r1 des Schenkels ρ verbunden wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Bogen-Anlegevorrichtung, bestehend aus den mittels Schenkel a1 in Schlitze I der Auflegeplatten C C1 greifenden Anschlägen a, welche von den Winkelseiten der gleitenden Herzscheibe E entgegengesetzt nach aufsen bezw. unter dem Einflufs der durch Kurbeln f abstellbaren Federn G entgegengesetzt nach innen bewegt werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE45811C true DE45811C (de) |
Family
ID=320956
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT45811D Expired - Lifetime DE45811C (de) | Bogen - Anlegevorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE45811C (de) |
-
0
- DE DENDAT45811D patent/DE45811C/de not_active Expired - Lifetime
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