DE459070C - Federnd nachgiebig in einem Kugellager gelagerte Spindel - Google Patents

Federnd nachgiebig in einem Kugellager gelagerte Spindel

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DE459070C
DE459070C DES71345D DES0071345D DE459070C DE 459070 C DE459070 C DE 459070C DE S71345 D DES71345 D DE S71345D DE S0071345 D DES0071345 D DE S0071345D DE 459070 C DE459070 C DE 459070C
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DES71345D
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H7/00Spinning or twisting arrangements
    • D01H7/02Spinning or twisting arrangements for imparting permanent twist
    • D01H7/04Spindles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description

  • Federnd nachgiebig in einem Kugellager gelagerte Spindel. Die Erfindung betrifft eine nachgiebig gelagerte Spindel, welche durch Federwirkung in ihrer senkrechten Lage gehalten oder in dieselbe zurückgebracht wird.
  • Bei derartigen Vorrichtungen wurde die Spindel, «-elche z. B. mittels eines Kugelgelenkes schwingbar aufgehängt war, durch eine Feder so beeinflußt, daß ein Ausschwingen derselben entweder unter Auseinanderziehen oder Zusammendrücken der Feder möglich war.
  • Eine derartige Lagerung verhinderte aber nur eine Vibration bei mit verhältnismäßig geringer Geschwindigkeit laufenden Spindeln, welche nur verhältnismäßig kleine Garnkörper trugen, da bei höheren Geschwindikeiten und größeren Garnkörpern die durch diese Lagerung erhaltenen Dämpfungen der Spindel oft nicht mehr genügten, um ein Vibrieren der Spindel und des Spindelrahmens zu verhüten, so daß in- diesen Fällen der Faden- leicht zer riß.
  • Der Erfindung gemäß wird nun die Spindel derart gelagert, daß beim Ausschwingen der Spindel gleichzeitig ein axiales Verschieben derselben hervorgerufen wird. Hierdurch wird eine doppelte Dämpfung erhalten, da sowohl die Schwingbewegung als auch die axiale Verschiebung der Spindel gegen die Wirkung von Federn erfolgen muß. Diese Dämpfung genügt, wie praktische Versuche ergeben haben, um ein Vibrieren der Spindel beim Laufen mit größerer Geschwindigkeit und Tragen von größeren Garnkörpern vollkommen zu vermeiden.
  • \"orteilhaft werden dabei beide Bewegungen durch eine und dieselbe Feder gedämpft, wodurch eine einfache Ausbildung der Spindellagerung ermöglicht --wird.
  • Um die axiale Verschiebung zu erhalten, wird die Spindel mittels eines an sich bekannten Kugelgelenkes gelagert, dessen Kugelteil außer seiner kugligen Lagerfläche noch eine auf seiner flachen Seite angeordnete ringförmige Lagerfläche besitzt, welche mit einer anderen auf einem angrenzenden, fest im Gehäuse angeordneten Teil vorgesehenen Lagerfläche zusammen-,v irkt, so daß ein Neigen der Spindel ein Neigen der Lagerfläche des Kugelteiles in bezug auf die Lagerfläche des festen Teiles und somit ein Verschieben der Spindelhülse in axialer Richtung hervorruft.
  • Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform gemäß der Erfindung dargestellt.
  • Abb. i ist ein Senkrechter Schnitt durch eine Spindel gemäß der Erfindung.
  • Abb. 2 ist ein Schnitt durch den zentralen Teil der Spindel; die Schnittfläche liegt dabei im rechten Winkel zu der in Abb. i.
  • Abb.3 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Lagerteiles zum Halten des Rohres. Abb. d. zeigt eine perspektivische Ansicht eines Teiles einer Hülse, welcher einen Teil der Vorrichtung bildet.
  • Die dargestellte Vorrichtung besteht aus einem Spindelschaft 2 von gewöhnlicher Form, an welchem ein Wirtel 3 fest befestigt ist. Dez Schaft wird in einer Spindelhülse 4 gehalten, welche zwei Lager für den Schaft besitzt. Eins von diesen Lagern ist als Fußlager ausgebildet und 'besteht aus einem Bronzeblock 5, welcher in dem Boden des Rohres durch einen Stift 6 befestigt ist. Das andere Lager besteht aus einer Bronzebuchse 7 und wird durch Reibung in dem oberen Ende des Rohres gehalten, wobei es zur seitlichen Lagerung des Schaftes dient. Zwischen diesen zwei Lagern ist der Schaft, wie üblich, frei. Der Wirtel ist mit einer Oberfläche 8 versehen für die Aufnahme des treibenden Riemens oder Bandes. Die Mittellinie dieses Bandes oder Riemens ist durch die Linie x-x (Abb. z) angedeutet. Die Lagerbuchse 7 hält dabei den Schaft gegen seitliche Bewegung in der Höhe der Linie der Riemenrolle.
  • Die Spindelhülse 4 ist in einem Lagergehäuse io angeordnet. Dieses besteht aus einem auf einer Spindelschiene i i ruhenden mittleren Teil und aus einem oberen und unteren röhrenförmigen Ende 12 und 14. Diese Enden erstrecken sich über und unter die Schiene i i und bilden zusammen ein Gehäuse für die zugehörigen Teile. Die Spindelhüls.e 4 ist in diesem Gehäuse mittels eines Kugelgelenklagers aufgehängt. Dieses Lager besteht aus einem Kugelteil 15 und aus einer Hülse 16, welche an ihrem oberen Ende für die Aufnahme des Teiles 15 pfannenartig geformt ist. Dieser Teil 15 ist nicht eine vollkommene Kugel, sondern er ist halbkuglig geformt und besitzt eine flache obere Fläche. Die Ebene derselben liegt, wie in der Vorrichtung dargestellt, gerade über der Ebene der Linie x-x des Wirtels. Der Mittelpunkt der kugligen Fläche des Teiles 15 liegt vorzugsweise im wesentlichen in der Linie x-x. Eine starke Feder 17 ist in einer Zwischenbohrung des Gehäuseunterteils eingesetzt und preßt den pfannenartigen Teil 16 fest gegen seinen mit ihm zusammenwirkenden Kugelteil 15. Die Aufwärtsbewegung letzteren Teils wird, wie gewöhnlich, durch eine feststehende Hülse 18 begrenzt, welche an ihrem unteren Ende eine flache Ringfläche i9 besitzt (Abb.2 und 4), gegen welche sich die obere flache Fläche des Kugelteiles 15 legt. Auf das obere Ende des Gehäuses 12 wird eine Kappe 2o aufgeschraubt, und diese verhindert eine Aufwärtsbewegung der Hülse 18. Die Hülse 18 wird am Verdrehen in dem Gehäuse mittels eines Keiles 2-1, welcher in einer in der Wand des Gehäuses ausgebildeten Keilnut sitzt, verhindert. Ferner besitzt die Hülse 18 zwei Löcher oder Aussparungen 23 (Abb. 4), welche in ihrem unteren Ende vorgesehen sind. Jedes von diesen Löchern empfängt einen von dem Teil 15 getragenen Stift 22, wodurch der Teil 15 gleichfalls am Verdrehen gehindert wird.
  • Wenn nun diese Spindel läuft und einen Garnkörper trägt, dessen Gewicht exzentrisch ist, ist dieser Umstand und die Spannung des Fadens oder Garnes bestrebt, die Spindel schräg zu ziehen, wodurch eineVibration derselben entsteht. Bei der vorliegenden Vorrichtung wirken 'sich solche Zugbeanspruchungen der Spindel in irgendeiner Richtung, in einer Schwingung des Teiles 15 auf der unteren Ringfläche i9 der Hülse 18, die wie ein Stützpunkt wirkt, aus. Hierdurch wird die Hülse 16 gegen die Spannung der Feder 17 niedergedrückt. Solcher ziehenden Beanspruchung wird also durch die Feder ein nachgiebiger Widerstand geleistet. Die Feder ist bestrebt, durch das Kugelgelenklager die Spindel und das Rohr in ihrer zentralen Lage zu halten. Jede zu große Schwankung der Spindel wird durch das Anschlagen des unteren Endes der Spindelhülse an die Innenwand des Gehäuses 14. begrenzt. Zwischen den Teilen 15 und 16 ist ein Abstand vorgesehen, welcher eine Kippbewegung derselben zuläßt, wie es klar in Abb. 2 gezeigt ist.
  • Für die Ölung ist die Lagerfläche des Unterteils io mit der üblichen Ölleitung 24 versehen. Das obere Ende desselben ist durch einen angelenkten Deckel 25 verschlossen, ,Uelcher die doppelte Arbeit eines Deckels und einer Klinke, die bestimmt ist, die Aufwärtsbewegung der Spindel während des Abnehmens zu verhindern, ausübt. Die Ölleitung steht mit einem in dem Gehäuse 14 vorgesehenen Ölbehälter in Verbindung. In dem Rohr ¢ vorgesehene Schlitze lassen das Öl zu dem Fußlager 5 fließen. Wenn die Spindel läuft, steigt das öl auf der Fläche der Spindel durch das Lager 7 aufwärts, und wenn es nicht aufgehalten wird, würde es auf den Wirtel kommen und dann zu den Rändern derselben und von dort in Form von Tropfen fortgeschleudert werden. In der vorliegenden Vorrichtung wird diese Aufwärtsbewegung des Oles durch einen fest auf der Spindel oberhalb des Kugelgelenklagers und des oberen Endes der Buchse 7 befestigten Ölringes 26 begrenzt. Wenn das 01 diesen Fing erreicht, wird es nach innen gegen die innere Fläche der Hülse 18 geschleudert und tropft in einen ringförmigen, zwischen der Buchse 7 und der Hülse i8 gebildeten Behälter 27 nieder. Ein ringförmiger Flansch erstreckt sich von dem unteren Ende der Hülse nach innen und bildet den Boden dieses Behälters. Zwei Löcher 28-28 (Abb. 2) sind durch diesen Flansch gebohrt und lassen so das 01 aus dem Behälter auf die obere Fläche des Kugelteiles 15 fließen. Zwei winklige ölkanäle 30-30 (Abb. 2) führen das Öl von dieser Fläche zu der Spitze der mit einer Pfanne versehenen Hülse 16. Das Öl fließt um die obere Kante dieser Hülse und dann durch einen in der Hülse vorgesehenen Spalt oder Schlitz 31 (Abb. 3) in den Ölbehälter des Unterteils i o. Es ist also ein vollkommener Kreislauf des Öles erhalten, und alle Reibungsflächen einschließlich der flachen Berührungsflächen der Teile 15 und 18 und der kugligen Fläche des Kugelgelenklagers sind ausreichend mit Öl versorgt. Hierdurch ist eine freie Bewegung der Teile in der obenbeschriebenen Weise zu jeder Zeit gesichert.
  • Der in der Hülse 16 vorgesehene Schlitz gibt dieser Hülse eine gewisse Federung. Die Hülse ist. dabei vorzugsweise so hergestellt, daß sie dicht anschließend an der lnnenwand des Gehäuses in demselben gleitet. Da die Feder 17 die Hülse fest gegen die Kugelfläche 15 preßt, wird jede Abnutzung, welche zwischen der Reibung des Kugelgelenklagers auftritt, beständig ausgeglichen.

Claims (1)

  1. PATENT ANSP1tÜCH1.: i. Federnd nachgiebig in einem Kugellager gelagerte Spindel, dadurch gekennzeichnet, daß ein Widerlager für die in üblicher Weise in einer Kugelpfanne (16) gelagerte Kugel (15) vorgesehen ist, das mit außerhalb der Spindelachse liegenden Anschlagflächen der Kugel zusammenwirkt, und daß die Kugelpfanne oder das Widerlager gegen Federwirkung (17) verschiebbar sind, so daß beim Schwenken der Spindel die Kugelpfanne oder das Widerlager axial verschoben werden. a. Spindel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindel (2) mittels einer Kugelfläche (15) in einer gegen Federwirkung verschiebbaren Kugelpfanne (16) gelagert ist, der Kugelteil (15) einseitig abgeflacht ist und diese Abflachung mit einer ortsfesten Lagerfläche (i9) zusammenwirkt, so daß ein Neigen der Spindel (2) ein Verschieben der Kugelpfanne (16) in axialer Richtung hervorruft. 3. Spindel nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kugelteil (15) des Kugelgelenkes (15, 16) halbkugelförmig ausgebildet ist, derart, daß die auf seiner oberen flachen Fläche ausgebildete Lagerfläche für die Fläche (i9) des festen Teiles (18) ungefähr in der Mittelebene der Kugel liegt. 4.. Spindel nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Pfannenlager für den Kugelteil (15) als eine gleitbar gegen Federwirkung in dem Gehäuseteil (io) verschiebbare Hülse (16) ausgebildet ist. 5. Spindelhülse nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (16) in der Längsrichtung geschlitzt und federnd ausgebildet ist, wodurch einerseits ein Durchgang für das Öl gebildet und andererseits die Hülse nachgiebig wird.
DES71345D 1925-09-01 1925-09-01 Federnd nachgiebig in einem Kugellager gelagerte Spindel Expired DE459070C (de)

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DE (1) DE459070C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5293699A (en) * 1991-08-21 1994-03-15 Hoechst Aktiengesellschaft Process and apparatus for guiding a coated material strip

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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