DE459469C - Farbtuch fuer Walzendruckmaschinen - Google Patents
Farbtuch fuer WalzendruckmaschinenInfo
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- DE459469C DE459469C DEF62790D DEF0062790D DE459469C DE 459469 C DE459469 C DE 459469C DE F62790 D DEF62790 D DE F62790D DE F0062790 D DEF0062790 D DE F0062790D DE 459469 C DE459469 C DE 459469C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
- B41F31/00—Inking arrangements or devices
- B41F31/16—Continuous, e.g. endless, band apparatus
Landscapes
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
Zum Einfärben der Musterwalzen an Walzendruckmaschinen, namentlich solcher
Musterwalzen, welche das Muster reliefartig auf ihrer Oberfläche tragen, bediente man
sich bisher eines über Leitwalzen geführten und durch die^e unter Spannung angetriebenen
endlosen Tuches aus Filz oder ähnlichem Stoff. Dem Anwendungszwecke entsprechend
mußte ein kräftiges Gewebe verwendet werden, welches die Spannung auch im Dauerbetriebe einer Walzendruckmaschine
aushielt. Diese verhältnismäßig starken Filztücher saugen natürlich viel Farbe auf
und können infolge ihrer rauhen, filzigen Oberfläche auch nur Musterwalzen einfärben,
die ein hohes Relief haben, welches keine besonderen Feinheiten aufweist. Die bisherige
Art der Musterwalzeneinfärbung hat z. B. beim Tapetendruck genügt, wo billige Körperfarben
in größeren Mengen auf Reliefmusterwalzen, meist in Formstecherarbeit ausgeführt, aufzutragen sind. Bei sehr dünnflüssigen
Druckfarben, z. B. Anilinfarben, Indanthrenfarben usw., und bei feinmustrigen
Druckwalzen versagt die bisherige Art der Musterwalzeneinfärbung, weil die laufenden
Filztücher zuviel Farbe führen und deren Oberfläche zu rauh ist, um feinmustrige
Musterwalzen einzufärben, ohne daß das Muster verschmiert wird.
Das vorliegende und in der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel dargestellte neue
Farbtuch soll diese Übelstände beseitigen und den Vorteil mit sich bringen, daß außer den
gewöhnlichen Körperfarben auch alle dünnflüssigen Farbstoffe durch laufende Farbtücher
übertragen und auch feinmustrige Druckwalzen sauber und gleichmäßig eingefärbt werden können.
Die Neuerung besteht in der Anwendung eines dünnen, nahtlosen Gewebes als Farbträger
und eines ebenfalls nahtlosen dehnbaren Gummiläufers, der das dünne, farbetragende
Gewebe stützt und ihm gleichzeitig Bewegung und Laufrichtung vermittelt.
In der Zeichnung ist 1 der Gegendruckzylinder einer Walzendruckmaschine; 2 ist die
Musterwalze; 3 ist das farbetragende Gewebe, 4 der Gummiläufer; 5, 6, 7, 8 sind die Antriebs-,
Leit- und Spannwalzen des Gummiläufers und gleichzeitig des farbetragenden Gewebes; 9 ist die im Farbbecken 10 rotierende
Walze, welche die Farblösung auf das Gewebe 3 überträgt; 11 ist ein verstellbarer
Abstreicher, mit welchem die Farbmenge auf dem Gewebe 3 geregelt wird. Ist auch diese
Walzenanordnung längst bekannt, so ist doch die gleichzeitige Anwendung eines endlosen,
dehnbaren Gummiläufers und eines um diesen geführten Gewebes als farbetragende Oberschicht
neu; hierin besteht das Wesentliche der Erfindung. Das dünne, nahtlose Gewebe 3 ist
nur bis zu einer gewissen Grenze dehnbar, und dem paßt sich der in viel größerem Maße
dehnbare, elastische Läufer 4 an, wenn man z. B. durch Verstellen der Walzen 6 und 7
dem oberen Gewebe die für den Lauf desselben erforderliche Spannung gibt. Da-
durch liegen die Läufer 4 und 3 fest aufeinander, und wenn, angenommen durch die
Walze 5, der Läufer 4 in Bewegung gesetzt wird, so muß der Gewebeläufer 3 dieser Bewegung
folgen. Es stützt also bei dieser Neuerung der kräftige, elastische Läufer 4 den schwächeren Gewebeläufer 3, er gibt ihm
die Bewegung und Laufrichtung, ermöglicht die genaue Farbregelung durch den Ab-Streicher
11 und drückt gleichzeitig den Läufer 3 gleichmäßig gegen die Oberfläche der
Musterwalze 2 an der Stelle, wo der Gewebeläufer 3 als farbeführende Oberschicht die
Druckfarbe auf die Musterwalzenoberfläche aufzutragen hat.
Ohne die gleichzeitige Anwendung des elastischen Läufers 4 und des Gewebeläufers
3 wäre es nicht möglich, ein dünnes Gewebe für den Farbauftrag zu benutzen, weil
dessen Festigkeit allein der Beanspruchung nicht genügt. Die Erfindung hat aber auch
eine Verbilligung in den Betriebskosten einer Walzendruckmaschine zur Folge, weil die
dünnen Gewebe 3 viel billiger sind als die gewöhnlichen Filzfarbtücher und weil der kräftige,
elastische Läufer 4 dauernd verwendbar bleibt. Diese Farbauftragvorrichtung vereinfacht auch den Wechsel der Druckfarben,
da immer nur der Läufer 3 gewechselt zu werden braucht, während der Läufer 4 durch Abspülen leicht gereinigt werden kann.
Claims (1)
- Patentanspruch:Farbtuch für Walzendruckmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß unter dem die Farbe aufnehmenden und übertragenden endlosen Tuche ein dehnbares, elastisches endloses Tuch als Unterlage über die Leitwalzen läuft.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF62790D DE459469C (de) | 1927-01-05 | 1927-01-05 | Farbtuch fuer Walzendruckmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF62790D DE459469C (de) | 1927-01-05 | 1927-01-05 | Farbtuch fuer Walzendruckmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE459469C true DE459469C (de) | 1928-05-07 |
Family
ID=7109614
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF62790D Expired DE459469C (de) | 1927-01-05 | 1927-01-05 | Farbtuch fuer Walzendruckmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE459469C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1153382B (de) * | 1952-09-06 | 1963-08-29 | Herbert Keffel | Vorrichtung zum UEbertragen von Farben und Farbmustern auf Traegerstoffe |
| DE3014144C2 (de) * | 1980-04-12 | 1982-01-21 | M.A.N.- Roland Druckmaschinen AG, 6050 Offenbach | Vorrichtung zum Aufbringen einer Flüssigkeit auf den Plattenzylinder einer Rotationsdruckmaschine |
| DE3531433A1 (de) * | 1985-09-03 | 1987-03-12 | Heidelberger Druckmasch Ag | Farbwerk fuer rotationsdruckmaschinen |
| US6513429B1 (en) | 2000-11-20 | 2003-02-04 | Heidelberger Druckmaschinen Ag | Elastic belt metering device for a printing press |
-
1927
- 1927-01-05 DE DEF62790D patent/DE459469C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1153382B (de) * | 1952-09-06 | 1963-08-29 | Herbert Keffel | Vorrichtung zum UEbertragen von Farben und Farbmustern auf Traegerstoffe |
| DE3014144C2 (de) * | 1980-04-12 | 1982-01-21 | M.A.N.- Roland Druckmaschinen AG, 6050 Offenbach | Vorrichtung zum Aufbringen einer Flüssigkeit auf den Plattenzylinder einer Rotationsdruckmaschine |
| DE3531433A1 (de) * | 1985-09-03 | 1987-03-12 | Heidelberger Druckmasch Ag | Farbwerk fuer rotationsdruckmaschinen |
| US6513429B1 (en) | 2000-11-20 | 2003-02-04 | Heidelberger Druckmaschinen Ag | Elastic belt metering device for a printing press |
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