DE461003C - Elektromagnetischer Kontakt, der ohne mechanische Beruehrung einer stromfuehrenden Leitung bewirkt wird - Google Patents
Elektromagnetischer Kontakt, der ohne mechanische Beruehrung einer stromfuehrenden Leitung bewirkt wirdInfo
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- H01H47/02—Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current for modifying the operation of the relay
- H01H47/04—Circuit arrangements not adapted to a particular application of the relay and designed to obtain desired operating characteristics or to provide energising current for modifying the operation of the relay for holding armature in attracted position, e.g. when initial energising circuit is interrupted; for maintaining armature in attracted position, e.g. with reduced energising current
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Description
Erfindungsgegenstand ist ein mittels eines Magneten bewirkter Kontakt eines elektrischen
Stromkreises.
Zweck der Erfindung1 ist elektrische Überbrückung
einer Stromkreisunterbrechung ohne mechanische Berührung derjenigen
Stelle des Stromkreises, an welcher die Überbrückung eingeleitet wird. Als besondere Bedingung
der zu lösenden Aufgabe ist anzusehen, daß auch nach Fortnahme des Magneten, der die Überbrückung einleitet, die
Überbrückung bestehen bleibt, bis sie durch eine an beliebiger anderer Stelle des Stromkreises
bewirkte Abschaltung aufgehoben wird.
Anwendungsgebiet der Erfindung ist vorzugsweise die Ein- und Ausschaltung von
Lampen bei schreibender Lichtreklame auf einer mit beliebig vielen Kontakten ausgestatteten
Schalttafel.
Die Zeichnung stellt den Erfindungsgegenstand in
Abb. ι grundsätzlich dar.
Abb. 2 zeigt eine Sonderausführung bei Wechselstrom.
Es sind 1 und 2 die beiden Stromleitungen eines Lampenstromkreises (Lichtnetz
^= Starkstrom). Von ihnen führen die Zweigleitungen 3 und 4 hinweg, in denen die
Lampe 5 und der Schalter 6 untergebracht ist.
In einer Röhre 7 (zweckmäßig eine Glasröhre von etwa 5 bis 8 mm Durchmesser) befindet
sich ein Eisenstück 8, das in einer Bohrung gleitend höhenverschieblich auf
einer Führungsnadel, die an die Leitung 4 angeschlossen ist, aufsitzt. Dem Eisenstück 8
in einem geringen Abstande gegenüber liegt in der Röhre der Eisenkern 9, der durch eine
isolierte Umwickelung 10 zu einem Elektromagneten wird, wenn durch die Wickelung 10
Strom geschickt wird. Die Wickelung 10 ist oben an den Kopf des Kernes 9 blank angeschlossen
und unten mit der Stromleitung 3 leitend verbunden.
Nähert man dem Kopf des Eisenkernes 9 einen Magneten 11, der Dauermagnet oder
Elektromagnet sein kann, so wird durch magnetische Influenz das Eisenstück 8 als
Anker angezogen. Die Anziehung erfolgt entgegen der Schwerkraft und entgegen der
Wirkung einer Feder 12, die zugleich den Kontakt zwischen Leitung 4 und Anker 8
herstellt.
Bei angezogenem Anker 8 ist der Stromkreis geschlossen, wenn der Schalter 6 niedergedrückt
ist, und zwar von Hauptleitung 1 über Schalter 6, Lampe 7, Leitung 4, Feder
12, Anker 8, Unterbrechungsstelle 13, Eisenkern
9, Wickelung 10, Leitung 3 zur Hauptleitung 2.
Entfernt man den Magneten 11, so bleibt trotzdem der Stromkreis geschlossen, weil
der Strom in der Wickelung 10 den Eisenkern 9 zu einem Elektromagneten macht, der
den Anker 8 so lange festhält, bis durch den
Schalter 6 der Stromkreis unterbrochen wird.
Es können selbstverständlich beliebig viele Lampen mit je einer Magnetkontaktvorrichtung
geschlossen und durch einen im Hauptstromkreis liegenden gemeinschaftlichen Schalter 6 gleichzeitig unterbrochen werden.
Bei Wechselstrom entsteht im Eisenkern g ein mit der Wechselzahl des Stromes zugleich
wechselndes Magnetfeld und als Folge hiervon ein dauerndes Abstoßen und Anziehen
ίο des Kernes 8 (Summerwirkung), wodurch ein dauerndes Funkenspiel an der Kontaktstelle
entsteht. Will man dieses Funkenspiel vermeiden, so kann man entweder in der Unterbrechungsstelle
13 eine Pufferfeder so anordnen, daß sie erst bei angezogenem Anker
beide Kontakte überbrückt und auch bei dem wechselnden Fallen und Steigen des Ankers
infolge ihrer Elastizität den Kontakt aufrechterhält. Man kann aber auch ohne solche
Pufferfeder den Kontakt bestehen lassen, wenn man unter Fortlassung der Feder 12
dem Anker 8 eine so große mechanische Trägheit gibt, daß sein Abfall vom Kern 9 beim Richtungswechsel des Stromes praktisch
nicht mehr erfolgt, wobei natürlich Schwerkraftwirkung· und Fieldianziehung in
ein entsprechendes Gleichgewicht gebracht werden müssen, oder daß man dem Anker 8
eine genügend große, erst allmählich zu überwindende Reibung gibt.
Ein Beispiel einer praktischen Ausführung bei Wechselstrom, bei dem die genannten Gesichtspunkte
berücksichtigt sind, zeigt in vergrößertem Bildmaßstab Abb. 2. Hier ist der
Anker 8 als zweiarmiger Winkelhebel mit den beiden Armen 14 und 15 ausgebildet.
Wird unter der Einwirkung des Magneten 11 der Eisenkern 9 magnetisch, so zieht er
den Arm 14, der ein größeres Eigengewichtsmoment als der Arm 15 hat, diesem Schwermoment
entgegen an und hält ihn, wie vor beschrieben, auch bei Fortnahme des Magneten 11 fest. Infolge seiner Trägheit vermag
der zweiarmige Hebel nicht schnell genug zu schwingen, um dem Stromrichtungswechsel
mit seiner Bewegung folgen zu können. Der Kontakt bleibt gieschjbssien, und
eine Summererscheinung tritt nicht ein und demzufolge auch kein Funkenspiel.
Vorbehalten bleibt bei der Erfindung gegebenenfalls auch zur Funkendämpfung die
Einschaltung eines Kondensators, die aber praktisch von geringerer Bedeutung ist.
Claims (6)
1. Elektromagnetischer Kontakt, der ohne mechanische Berührung einer stromführenden
Leitung bewirkt wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein an den einen Pol der Netzleitung angeschlossener Eisenkern
durch Annäherung von einem Dauermagneten oder Elektromagneten so weit magnetisch wird, daß er ein an den
zweiten Pol der Netzleitung angeschlossenes Eisenstück als Anker anzieht und .hierdurch den Stromkreis schließt.
2. Elektromagnetischer Kontakt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
um den Eisenkern eine ebenfalls im Stromkreis liegende Wickelung so herumgeführt
ist, daß sie den Eisenkern bei Kontaktschluß zu einem Elektromagneten macht, der den Anker auch dann noch
festhält, wenn der Erregermagnet (11) von dem Eisenkern entfernt wird.
3. Elektromagnetischer Kontakt nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch Anordnung
einer Pufferfeder in der Unterbrechungsstelle (13) der Stromleitung, die
bei Wechselstrom infolge ihrer Elastizität den Kontakt auch bei vibrierendem Anker
ohne Funkenbildung bestehen läßt.
4. Dämpfung der Funkenbildung und Vergrößerung der mechanischen Trägheit
der beweglichen Teile bei einem elektromagnetischen Kontakt nach Anspruch 2 für Wechselstrombetrieb, dadurch gekennzeichnet,
daß die beweglichen Teile in einer nichtleitenden Dämpfungsflüssigkeit eingebettet werden.
5. Elektromagnetischer Kontakt nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch die
Ausbildung des Ankers als in einem Gelenk mit genügend großer Reibung bewegliclier,
einarmiger Hebel zwecks Vermeidung des Vibrierens des Ankers.
6. Elektromagnetischer Kontakt nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch die
Ausbildung des Ankers als zweiarmiger Hebel zwecks Vergrößerung der mechanischen
Trägheit.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
. GEDRÜCKT iK
REtCItSt)RUCKiBEt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH111893D DE461003C (de) | 1927-06-16 | 1927-06-16 | Elektromagnetischer Kontakt, der ohne mechanische Beruehrung einer stromfuehrenden Leitung bewirkt wird |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH111893D DE461003C (de) | 1927-06-16 | 1927-06-16 | Elektromagnetischer Kontakt, der ohne mechanische Beruehrung einer stromfuehrenden Leitung bewirkt wird |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE461003C true DE461003C (de) | 1928-06-11 |
Family
ID=7171426
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH111893D Expired DE461003C (de) | 1927-06-16 | 1927-06-16 | Elektromagnetischer Kontakt, der ohne mechanische Beruehrung einer stromfuehrenden Leitung bewirkt wird |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE461003C (de) |
-
1927
- 1927-06-16 DE DEH111893D patent/DE461003C/de not_active Expired
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