DE462060C - Vom fahrenden Zug verstellbare Wegeschranke - Google Patents

Vom fahrenden Zug verstellbare Wegeschranke

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DE462060C
DE462060C DEI32343D DEI0032343D DE462060C DE 462060 C DE462060 C DE 462060C DE I32343 D DEI32343 D DE I32343D DE I0032343 D DEI0032343 D DE I0032343D DE 462060 C DE462060 C DE 462060C
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DEI32343D
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IGNATZ IMIELA
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L29/00Safety means for rail/road crossing traffic
    • B61L29/08Operation of gates; Combined operation of gates and signals
    • B61L29/18Operation by approaching rail vehicle or train
    • B61L29/20Operation by approaching rail vehicle or train mechanically

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Gear-Shifting Mechanisms (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Wegeschranke, die von dem herannahenden Zug selbsttätig geschlossen wird, worauf die Wie- - deröffnung derselben ebenfalls durch den vorübergefahrenen Zug stattfindet. Die Schalthebel sind dicht neben der Schiene angeordnet, und zwar so, daß das Auslösen lediglich durch den Spurkranz der Lokomotivräder geschieht, so daß an den bestehenden Lokomotiven bzw. ίο Eisenbahnwagen keinerlei besondere Anschläge oder Vorrichtungen anzubringen sind. Auf der Zeichnung ist die Vorrichtung an einem Ausführungsbeispiel erläutert, und zwar zeigen:
Abb. ι die Auslösevorrichtung vor der Schranke,
Abb. 2 den Grundriß im Schnitt nach der Linie A-A der Abb. 1,
Abb. 3 den Querschnitt nach der Linie B-B ao der Abb. 1,
Abb. 4 bis 6 verschiedene Stellungen des Auslöse- und Schaltmechanismus,
Abb. 7 die Auslösevorrichtung hinter der Schranke mit Grundriß und Querschnitt,
Abb. 8 die Lagerung der Schranke,
Abb. 9 den Grundriß dazu im Schnitt nach der Linie C-C der Abb. 8,
Abb. 10 den Querschnitt nach der Linie f'-D der Abb. 8,
Abb. 11 die Gesamtübersicht der selbsttätigen Schrankenanlage,
Abb. 12 den Grundriß dazu.
Eine reichliche Zuglänge vor der Schranke 1 ist seitlich des Gleises, in der Fahrtrichtung rechts, das Schaltgehäuse 2 angebracht, in dem das Hebelgestänge zur Einleitung der Schrankenbewegung sowie die Antriebsräder gelagert sind. Ein Anschlaghebel 3, der nur wenig über die Schienenoberkante hinausragt, ist in diesem Gehäuse nach der Schranke zu etwas geneigt gelagert, und zwar um die Achse 42 drehbar. Er wird infolge dieser Lage von dem Spurkranz 4 des herannahenden ersten Lokomotivrades schräg gestellt, und zwar entgegen der Wirkung eines Gewichtes 5, das mittels Sedlzuges an dem nach unten gerichteten Hebelarm 43 angreift. Der Anschlaghebel 3 dient lediglich dazu, einen zweiten, größeren Schalthebel 6, der für gewöhnlich unterhalb der Schiene liegt, über dieselbe hinauszudrehen, und zwar in eine solche Schräglage, daß er von dem herannahenden Lokomotivrad 4 mitgenommen und ganz herumgelegt wird, um auf diesem größeren Schaltwege die Schranke zu betätigen. Vor und nach der Schaltbewegung ist der Hebel 6 ganz unter der Schiene verborgen (Abb. ι und 5).
Während der Hebel 3 von dem Rad 4 herumgelegt wird, wirkt er zunächst auf einen Winkelhebel 9, und zwar mittels des Nockens 7 gegen dessen kurzen Schenkel 8. Die Rolle 10 des Hebels 9 dreht dabei den Hebel 6 in die Stellung der Abb. 4, so daß derselbe von dem
Spurkranz des Rades 4 erfaßt und ganz herumgelegt werden kann (Abb. 5). Beim Umlegen des Hebels 3 wird dessen Schräglage dadurch fixiert, daß der untere Hebelarm 43 hinter eine federnde Klinke 44 schnappt. Der Hebel 6 dreht das Zahnrad 11 etwa 1/smal herum und dieses das Rad 12 etwa 3/4ηΐίΐ1. An letzterem sitzt eine Kurbel 13 mit dem Schaltseil 14, das zur Schranke führt. Nachdem ίο also das Rad 4 den Hebel 3 herumgelegt hat, kommt der Hebel 6, wie oben beschrieben, in die Anschlagstellung, bei welcher er von dem Rad 4 mitgenommen wird, und in der Abb. S ist derselbe von dem Rad 4 fast ganz herumgelegt. Hierbei ist das Seil 14 angezogen worden und hat mittels der Seilscheibe 15 das Gewicht 16 in die Stellung 16" hochgedreht (Abb. 8).
Beim Umlegen des Hebels 6 haben die ao Zähne des Rades 11 die Seilkurbel 13 um etwa i8o° gedreht, und zwar etwas über die Wagerechte, also über den toten Punkt hinaus, wie in der Abb. 5. Indes reichen die Zähne am Umfang des Rades 12 nur bis zu dieser Stellung-. Das Gewicht 16 wird also wieder freigegeben und zieht das Seil 14 zurück, etwa bis in die Stellung der Abb. 6, wobei das Rad 12 im gleichen Drehsinn weitefbewegt wird. Zum Beginn der Fallbewegung des Gewichtes i6"schaltet sich die Kupplung 17 mittels der Feder 18 selbsttätig ein. Beim Weiterfallen bis in die Stellung 16' schließt also das Gewicht mittels der Kettenübertragung 19 die mit einem Gewicht 20 ausbalancierte Schranke 1. Das Gewicht ist hierbei nur bis in die Stellung 16' gefallen, weil in dieser Lage die Schranke 1 bereits geschlossen ist.
Die Schranke bleibt jetzt geschlossen, bis die Kupplung 17 wieder ausgeschaltet wird, \vorauf das Gewicht 20 die Öffnung der Schranke 1 um etwa 80 ° bewirkt. Die Kupplung 17 wird von dem fahrenden Zug ausgeschaltet, indem das Lokomotivrad 4 gegen den Hebel 21 stößt, der eine reichliche Zuglänge hinter der Schranke in dem Gehäuse 22 neben der Schiene gelagert ist. Der Hebel 21 zieht das Seil 23 zurück und dreht damit den Winkelhebel 24, der in die Kupplung 17 eingreift. Die Kupplung 17 hat nur drei Zähne, die sich also über je 1200 erstrecken, so daß sich nach nur einmaligem Anschlag des Rades 4 an den Auslösehebel 21 die Schranke ungehindert um etwa 8o° öffnen kann.
Der Auslösehebel 21 wird von dem Rad 4 nur herumgedreht, wenn der Zug von der Schranke her in der Pfeilrichtung 25 kommt (Abb. 7). Dabei dreht sich der Hebel 21 um die Achse 26 und überträgt die Drehung auf den zweiarmigen Hebel 27, der erst das Seil 23 zurückzieht. Kommt dagegen der Zug aus der Pfeilrichtung 28, so wird der Hebel 21 lediglich entgegen d&r Feder 29 in seiner eigenen Längsrichtung aui der Achse 26 verschoben, ohne daß eine Bewegungsübertragung auf den Hebel 27 stattfindet. Diese Einrichtung ist insbesondere bei eingleisigen Strekken erforderlich, bei welchen die beschriebenen Vorrichtungen an beiden Schienen, nur rechts und links zueinander, angeordnet sind.
Da an der Kupplung 17 nur drei Zähne. von je 120° verteilt sind, so ist sie nach dem Niederfallen der Schranke um 80 ° noch nicht wieder eingeschaltet, sondern das Gewicht 16' kann die Welle 30 mit der Kuppelhälfte 31 noch um etwa 25° weiter drehen und dabei bis in die senkrechte Stellung 16 fallen. Durch diese Drehung der Welle 30 wird das Seil 14 weiter zurückgezogen und dreht dabei da.s Rad 12, bis die Kurbel 13 fast in der Wagerechten liegt.
Bei dieser Drehung kommt der Sperrhebel 32, der bisher den Hebel 6 in der umgelegten Stellung gehalten hatte, mit dem kurzen Arm 33 außer Eingriff, und der Hebel 6 schnellt durch die Feder 34 (Abb. 2) in die Anfangsstellung zurück.
Um das Rad 12 gleichzeitig bis in die Anfangsstellung zurückzubringen, so daß der erste Zahn 35 wieder mit dem Rad 11 in Eingriff kommt, ist noch ein dreiarmiger Gewichtshebel 36 angeordnet, der zwischen beiden Rädern 11 und 12 vermittelt. Aus der Abb. 4 geht hervor, daß das Rad 11 bei seiner Rechtsdrehung mit dem Anschlag 37 gegen den Hebel 38 stößt, der das Gewicht 36 anhebt bis in die Stellung der Abb. 5. Wird nun der Hebel 6, wie oben beschrieben, wieder freigegeben, so dreht er sich mit dem Anschlag 37 in der Pfeilrichtung 40 zurück und gibt den Hebel 38 frei, so daß das Gewicht 36 den dritten Hebel 39 gegen den Anschlag 40 des Rades 12 stößt und dieses nach links herum dreht, bis der erste Zahn 35 mit dem Rad 11 wieder in Eingriff kommt.
Es muß jetzt nur noch der Hebel 3 wieder in seine Anfangs stellung gelangen; dazu ist an dem verlängerten Arm 45 des Hebels 9 eine schiefe Ebene 46 angebracht und an dem Hebel 6 ein Anschlag 47. Bei der rechtsdrehenden Schaltbewegung des Hebels 6 stößt der Anschlag 47 gegen die obere Fläche der schiefen Ebene 46, weicht jedoch in dem Schlitz 51 federnd aus und übt daher während des Schließens der Schranke keine Wirkung aus. Dreht sich dagegen nach dem öffnen 115 der Schranke der Schalthebel 6 wieder zurück, so stößt er mit dem Anschlag 47 gegen die untere Fläche der schiefen Ebene 46 und hebt dadurch den Hebel 9 etwas an. Der Schenkel 8 wird dabei abwärts bewegt und drückt mit seiner Verlängerung 48 die Klinke 44 nach unten, so daß der Hebel 43 freigegeben wird
und mit dem Hebel 3 wieder in die Anfangsstellung geht. Dieser stößt dabei rückwärts gegen den festen Anschlag 49. Damit ist der gesamte Mechanismus selbsttätig wieder in die Anfangsstellung gelangt, und der nächste Zug kann die Schranke wiederum in der beschriebenen Weise betätigen.
Fährt übrigens ein Zug von rückwärts, also von der Schranke kommend, über den Anschlaghebel 3, SO' ist dies für den Schaltmechanismus ohne Belang. Der Hebel 3 weicht dann in seiner Längsrichtung federnd zurück, indem er sich mit dem Schlitz 50 auf der Achse verschiebt und ebenso auch an dem Anschlag49. Bei dieser ausweichenden Bewegung kann der Hebel 3 auf den Schenkel 8 keine Wirkung ausüben, weil letzterer zu dieser Bewegungsrichtung parallel verläuft.

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Vom fahrenden Zug verstellbare Wegeschranke, gekennzeichnet durch einen nur in einer Fahrtrichtung des Zuges wirkenden Nockenhebel (3), der von dem anrollenden Radspurkranz (4) umgelegt wird und den eigentlichen, längeren Schalthebel (6) ebenfalls in Anschlagstellung mit dem Rad (4) bringt, indem der Nokken (7) mittels eines zweiarmigen Zwischenhebels (8, 9) den Schalthebel (6) anhebt, auf dessen Welle ein Vollzahnrad (11) sitzt, das in ein Teilzahnrad (12) eingreift, an dessen Kurbel (13) ein zur
Schranke (1) führendes Schaltseil (14) befestigt ist.
2. Wegeschranke nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Schaltwelle (30) mit einem darauf drehbaren Gewichtshebel (i6), der von dem anfahrenden Zug mittels des Schaltseils (14) hochgedreht wird, wobei eine Kupplung (17) federnd einschnappt, worauf das Gewicht (16) beim Herabfallen die Schranke (1) mittels Kettenradübertragung(i9) schließt, indem das Teilzahnrad (12), bei der zahnlosen Stellung angelangt (Abb. 5), das Schaltseil (14) freigibt.
3. Wegeschranke nach Anspruch 1 und 2 mit einem Spurkranzhebel neben der Schiene, der über eine Zuglänge hinter der Schranke liegt, dadurch gekennzeichnet, daß dieser Hebel (21) von dem vorüberfahrenden Zug (25) umgelegt wird, wobei er mittels eines Zwischenhebels (27) ein Auslöseseil (23) anzieht, das an einem Winkelhebel (24) angreift und die Kupplung (17) zurückzieht, wobei sich die Schranke (1) durch das Gewicht (20) öffnet.
4. Wegeschranke nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslösehebel (21) entgegen einer Feder (29) derart längsverschiebbar gelagert ist, daß er von einem ankommenden Zuge (28, Abb. 7) nur zurückgedrängt wird, ohne auf den Zwischenhebel (27) zu wirken.
5. Wegeschranke nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das gehobene Gewicht (Stellung 16") beim Schließen der Schranke (1) nur bis in eine mittlere Stellung (16') fällt, um erst beim Auslösen der Kupplung (17) in die untere senkrechte Stellung zu gelangen, welche Bewegung von dem Schaltseil (14) auf das Teilzahnrad (12) übertragen wird, das dadurch eine weitere Drehung derart erfährt, daß es einen Sperrhebel (32) freigibt, der bis dahin den Schalthebel (6) gesperrt hielt, wobei durch dessen Zurückschnellen nebst dem Vollzahnrad (11) nun auch ein Gewichtshebel (36, 38) von dem Anschlag (37) freigegeben wird, und wobei ein damit zusammenhängender dritter Hebel (39) gegen einen Anschlag (41) des Teilzahnrades (12) stößt und dieses durch die Wirkung eines Gewichtes (36) noch so weit herumdreht, daß der erste Zahn (35) mit dem Vollzahnrad (11) wieder in Eingriff kommt, womit die Anfangsstellung er- go reicht ist.
6. Wegeschranke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Nockenhebel (3) bei rückwärts fahrendem Zug in seiner Längsrichtung und parallel zum Schenkel (8) des Hebels (9) derart federnd ausweicht, daß er auf den Schaltmechanismus der Schranke keine Bewegung überträgt. -
7. Wegeschranke nach den Ansprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Nockenhebel (3) in seiner umgelegten schrägen Lage, entgegen dem Zug eines Seilgewichtes (5), von einer federnden Klinke (44) zurückgehalten wird und am Schluß durch Vermittlung des Hebels (9) wieder in die Anfangsstellung gelangt, indem der zurückschlagende Hebel (6) mit einem Anschlag (47) unter eine schiefe Ebene (46) des Hebels (9) gelangt und diesen derart etwas anhebt, daß dessen rückwärtiger Schenkel (8) mit seiner Verlängerung (48) die federnde Klinke (44) ausschaltet.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
DEI32343D 1927-10-08 1927-10-08 Vom fahrenden Zug verstellbare Wegeschranke Expired DE462060C (de)

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