DE462811C - Verfahren und Vorrichtung zum Vernaehen von Leder- und Stoffteilen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Vernaehen von Leder- und Stoffteilen

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DE462811C
DE462811C DEM92881D DEM0092881D DE462811C DE 462811 C DE462811 C DE 462811C DE M92881 D DEM92881 D DE M92881D DE M0092881 D DEM0092881 D DE M0092881D DE 462811 C DE462811 C DE 462811C
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DE
Germany
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needle
thread
eye
sewing
fabric
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Expired
Application number
DEM92881D
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English (en)
Inventor
Friedrich Beer
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Maschinenfabrik Moenus AG
Original Assignee
Maschinenfabrik Moenus AG
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B15/00Machines for sewing leather goods
    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B57/00Loop takers, e.g. loopers
    • D05B57/02Loop takers, e.g. loopers for chain-stitch sewing machines, e.g. oscillating
    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B85/00Needles
    • D05B85/006Hooked needles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Vernähen von Leder- und Stoffteilen Zum maschinellen Vernähen von Leder-oder Stoffteilen werden vielfach kreisförmig gebogene Nadeln verwendet. Bei der Herstellung von Schuhwerk ist. es, namentlich für die Erzeugung der sogenannten Einbindenaht, sehr erwünscht, stark gekrümmte Nadeln benutzen zu können. Man kann jedoch mit dem Krümmungsradius der Nadel nicht so weit zurückgehen, daß der Faden auf einem ebenso stark gekrümmten Bogen durch den Werkstoff geführt wird, wie dies beim Handeinbinden unter Zuhilfenahme der Handahle möglich ist. t`berdies bringt die stark gekrümmte Nadel andere Schwierigkeiten maschinentechnischer Art mit sich, die die Güte und Menge der Arbeit ungünstig beeinflussen. Man sucht deshalb eine brauchbare rinbindenaht und eine kurze Entfernung zwischen Einstich und Ausstich mit der üblichen gebogenen Nadel dadurch zu erreichen, daß man die zu vernähenden Stoffe mit Wülsten versah.
  • Dieser Weg ist jedoch nur selten gangbar. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird nun ein neuer Weg beschritten, um auch maschinell die Naht in stark gekrümmter Lage oder sogar in einem Winkel in die zu verbindenden Werkstoffe zu legen. Zu diesem Zweck wird der Faden zunächst auf eine ganz bestimmte Tiefe in den Stoff eingeführt, worauf er in einer anderen Richtung als derjenigen, in der er in den Stoff eingeführt wurde, aus diesem herausgezogen wird. Vorzugsweise werden zwei gerade Nadeln benutzt, von denen die eine als Zubringernadel den Faden in den Stoff einführt und die andere den Faden herauszieht.
  • Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung in Anwendung auf die Erzeugung einer Kettenstichnaht dargestellt, wiewohl er in gleicher Weise für die Erzeugung einer Steppstichnaht nutzbar gemacht werden kann.
  • Abb. r veranschaulicht im Schnitt, wie eine dicke Filzsohle mit einem Schaft aus Leder oder Stoff gemäß der Erfindung verbunden wird.
  • Abb. ? ist ein Schaubild der zwei zur Ver-«-endung kommenden Nadeln.
  • Abb.3 zeigt die Lage des Nähfadens und der hergestellten Kette am Schuhwerk.
  • Der Nähfaden 3 wird mittels der Zubringernadel 5 bei a in die Filzsohle r senkrecht bis zum Punkt b eingeführt. Hier wird der Faden durch die Nadel 4. erfaßt und schräg zur senkrechten Richtung nach oben aus dem Werkstück herausgezogen, so daß er dieses, bei c verläßt. Hierbei liegt der einfache Faden auf der Sohle und die Kette auf dem Schafteinschlag. Man könnte durch die bei c herausgezogene Schleife des Fadens 3 einen zweiten Faden hindurchlegen und so eine Steppstichnaht erzeugen. Im Punkt b ändert der Faden 3 seine Richtung. Diese Richtungsänderung ist wesentlich. - Im übrigen muß aber der Punkt b nicht innerhalb des Werkstücks liegen. Er könnte vielmehr auch unterhalb desselben liegen, so da13 ein Teil der Naht auf der unteren Seite der Sohle sichtbar würde. Bei einer Einstellung der Nadel 4 etwa senkrecht zur Nadel 5 würde die Kette auf der Randfläche 6 der Sohle zu liegen kommen. Ebenso könnten an Stelle der geraden Nadeln gebogene Nadeln benutzt werden, sofern deren Bahnen sich in einem bestimmten Punkte schneiden.
  • Die dargestellte Zubringernadel 5 ist mit einer schneidenförmigen Spitze 7 versehen, damit sie leicht in den Stoff eindringt. Sie enthält ein Öhr 8, welches als Langloch ausgebildet und so groß ist, daß die Nadel durch dasselbe hindurchtreten kann. Die Achse dieseß Öhrs 8 fällt zusammen mit der .ochse der Zubringernadel 5: Senkrecht zu dieser Achse ist ein zweites Ohr 9, io in' dert Nadel 5 angebracht, so -daß sich die beiden Öhre 8 und 9, io (Abb. a) senkrecht kreuzen. Das Öhr 9, io ist dazu 1 estimmt, den Nähfaden 3 aufzunehmen, der demnach quer durch das Öhr 8 hindurch gespannt ist. Dies geschieht zu dem Zwecke, daß die Nadel 4 mit ihrem Nadelhaken i i, wenn sie aus dem Öhr 8 zurückgezogen wird, den quer durch das Öhr 8 gespannten Faden erfaßt und mitnimmt, um die für die Nahtbildung erforderliche Fadenschleife zu erzeugen. Der Nadelhaken i i ist so ausgebildet und angeordnet, claß er beim Eintritt der 'Nadel .I in das Öhr 8 über den durch das Öhr 9, to hindurchgehenden Nähfaden 3 hinweggleitet, beim Rückgang jedoch den Faden durch die Spitze des Nadelhakens i i erfaßt und mitnimmt.
  • Wenn nun die Nadel .4 die Fadenschleife 3 etwa in der Richtung, wie in AM. i dargestellt, aus dem Stoff herauszieht, ist, es erforderlich, daß der Faden des vorher gebildeten Stiches zwecks Anzugs von der Zubringernadel 5 freigegeben wird. Aus diesem Grunde ist der Teil io des Queröhres 9, io als offener Schlitz ausgebildet, während der Teil 9 eine geschlossene Bohrung ist. Der Schlitz io ist hakenartig ausgebildet, derart, ,laß die Hakenspitze 12- ein vorzeitiges Herausrutschen des Nähfadens 3 aus dem Schlitz io verhindert. Dies ist insbesondere dann erforderlich, wenn der Faden durch die Zubringernadel 5 in den Stoff hineingeführt wird, wobei sich der Faden durch die Reibung an den Lochwänden des Werkstoffes spannt und an der oberen Wand des Queröhres 9, io anliegt, wobei er eine gut gespannte Brücke in dem Öhr 8 1-ildet, die von dem Nadelhaken i i sicher erfaßt werden kann. Wenn jedoch die Nadel .4 aus dem Ohr 8 der Zubringernadel 5 heraustritt, wird der Näh- faden aus dem geschlitzten Öhr io über den Haken 1a hinweg herausgezogen, so daß die Fadenschlinge frei wind.
  • Haben beide Nadeln 4 und 5 den Werkstoff verlassen, dann wird derselbe vorgeschoben, worauf die Zubringernadel 5 erneut in den Werkstoff einsticht, in ihrer Tiefstellung verharrt, bis die Nadel q. eingestochen hat, durch das Öhr 8 hindurchgetreten ist und auf ihrem Rückgang den Faden 3 am Öhr 9, 1o abholt und in der Richtung der Nadel a. aus dem Werkstück herausgezogen hat, um außerhalb des Werkstoffes die Fadenschleife zu bilden. Die Vollendung der Stichhildung durch Fadengebung und Fadenanzug kann dann auf bekannte Art und Weise erfolgen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Vernähen von Leder-und Stoffteilen, insbesondere für die Herstellung von Schuhwerk, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenschleife des mittels einer Nadel in den Stoff eingeführten Nähfadens von einer seitlich neben der ersten Stichstelle einstechenden Hakennadel erfaßt und nach der Einstichseite herausgezogen wird. a. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch r und z, gekennzeichnet durch eine Nadel (5) mit zwei in zueinander senkrechte Ebenen angeordneten Öhren, Haken oder Nuten (9, io und 8), von denen das eine Öhr (9, ro) den Nähfaden aufnimmt und das andere (8) von einer zweiten Nadel (4) mit Haken durchdrungen wird, um den Faden von der erstgenannten Nadel abzunehmen und weiterzuführen.
DEM92881D 1926-01-15 1926-01-15 Verfahren und Vorrichtung zum Vernaehen von Leder- und Stoffteilen Expired DE462811C (de)

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