DE463629C - Auf Bremsbergen oder schiefen Ebenen in der Fahrbahn eingebaute selbsttaetige Fangvorrichtung - Google Patents

Auf Bremsbergen oder schiefen Ebenen in der Fahrbahn eingebaute selbsttaetige Fangvorrichtung

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DE463629C
DE463629C DEN23555D DEN0023555D DE463629C DE 463629 C DE463629 C DE 463629C DE N23555 D DEN23555 D DE N23555D DE N0023555 D DEN0023555 D DE N0023555D DE 463629 C DE463629 C DE 463629C
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catch lever
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61KAUXILIARY EQUIPMENT SPECIALLY ADAPTED FOR RAILWAYS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B61K7/00Railway stops fixed to permanent way; Track brakes or retarding apparatus fixed to permanent way; Sand tracks or the like
    • B61K7/16Positive railway stops
    • B61K7/22Axle stops

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

Vorliegende Erfindung betrifft eine auf Bremsbergen oder schiefen Ebenen in der Fahrbahn eingebaute selbsttätige Fangvorrichtung.
Bekannt sind auf Bremsbergen oder schiefen Ebenen in der Fahrbahn fest eingebaute selbsttätige Fangvorrichtungen für eine be stimmte Höchstgeschwindigkeit in der Abwärtsfahrtrichtung überschreitende Förder wagen, bei welchen ein von der ersten Wagenachse beeinflußtes, pendelnd schwenkbares, winkelhebelartijges Auslöse- oder Anschlagglied unmittelbar auf einen besonderen, für sich schwenkbaren, einarmigen Fanghebel einwirkt und diesen zum Fangen der zweiten Wagenachse in Stellung bringt, wenn der abwärts sich bewegende Wagien eine bestimmte Fahrtgeschwindigkeit überschritten hat.
Derartige Vorrichtungen sind in verschie-
ao denartiger Ausführung vorhanden. Man hat auch z. B. Vorrichtungen, bei welchen das Anschlagglied mit der Fangklaue als Winkelhebel starr verbunden ist. Bei anderen Vorrichtungen hat man das Anschlagglied
as zusammen mit dem Auslöseglied von der Fangklaue getrennt und so voneinander unabhängig gemacht, jedoch auf einem gemeinsamen Bolzen angeordnet. Ferner hat man alsdann das Anschlagglied für sich und die Fangklaue mit dem Auslöseglied auf einem besonderen Bolzen angebracht.
Die vorerwähnten Systeme sind an bestimmte Betrieb s Verhältnisse gebunden, in ihrer Anwendung daher begrenzt. Sie arbeiten zum Teil einwandfrei, sobald die Seil- oder Kettengeschwindigkeit nicht über 1,2 m/sek. beträgt. So hat sich insbesondere ( eine bekannte Fangvorrichtung, bei der ein pendelndes, winkelhebelartiges Auslöseglied unmittelbar auf den für sich um die gleiche Achse schwenkbaren Fanghebel einwirkt, überall, wo die Voraussetzung der Fördergeschwindigkeit zutrifft, infolge seiner stabilen Bauart und der Einfachheit seiner Einzelteile als für den rauhen Bergwerksbetrieb geeignet erwiesen. Sie versagt aber auf den abwärts gehenden Förderstrecken, wenn die Ketten- oder Seilgeschwindigkeit größer als 1,2 m/sek. ist, insofern, als hei dieser Betriebsgeschwindigkeit der Fanghebel bereits in Fangstellung geschleudert wird.
Diesem Übelstande hat man dadurch abzuhelfen versucht, daß man einmal das Gewicht der Fangklaue bis zur konstruktiven Grenze, zum zweiten den vom Fanghebel bis zur Fangstellung zurückzulegenden Weg so vergrößerte, als dies 'die Bauart der Förderwagen bzw. der "Uknstand zuließen, daß die zweite Wagenachse unter allen Ulmständen noch gefaßt werden mußte. Ferner hat man dem Anschlaghebel so viel Leerlauf gegeben, daß die Fangklaue erst dann in Fangstellung geschleudert wurde, wenn die erste Wagenachse_ den Anschlaghebel beinahe schon verlassen hatte. Alle Abänderungen waren aber konstruktiv begrenzt, und sie konnten auch
nur geringe Erfolge bringen, da der Impuls herabrollender Förderwagen so groß ist, daß trotz Ausnutzung aller versuchten Verbesserungsmöglichkeiten keine merklichen technisehen Fortschritte erzielt 'werden konnten.
Eine bekannte Fangvorrichtung, bei der der Fanghebel durch Druckluft in Fangstellung gebracht wird, erfordert eine sehr kostspielige Druckluftanlage und wird hierdurch ίο unrentabel. Da, wie bekannt, im Bergwerks betriebe eine starke Verschmutzung des Gestänges durch aus dem Wagen herausfallenlde Kohlen üblich ist, so wird der in der Druckluftleitung vorgesehene unid erforderliehe Abschlußhahn nach kurzer Betriebszeit ohne dauernde Bewachung nicht mehr einwandfrei funktionieren. Bei starkem Frost besteht, insbesondere im Tagebaubetriebe, außerdem die Gefahr des Einfrierens. Das Widerstandsmoment der im Bergbau üblichen Schienen ist verhältnismäßig gering, die Stoßkraft frei abrollender beladener Förderwagen ist bei den erheblichen Neigungen nach kurzer Wegstrecke eine sehr große, so daß das Einbauen von Fangvorrichtungen in verhältnismäßig kurzen Abständen erfolgen muß, um die Gefahr einer Schienenverbiegung zu beseitigen. Es müßten daher unter Berücksichtigung des Vorsieh enden die kostspieligen Druckluftanlagen in kurzen Abständen zur Verwendung kommen, und <es dürfte sich keine Grubenverwaltung zu derartig teueren Anlagen entschließen. Für 'die Ausbildung der Hebel gilt auch hier das oben Erwähnte. Die vorliegende Erfindung hat nun eine Fangvorrichtung zum Gegenstande, die für jede Fördergeschwimdägkeit geeignet ist, einerlei, ob dieselbe 1,10 oder noch mehr Meter pro Sekunde beträgt. Sie bietet ferner den Vorteil, daß sie der jeweiligen Fördergeschwindigkeit entsprechend eingestellt werden kann. Es ist keine Seltenheit, daß durch beschleunigtes Abbauverfahren die Fördergeschwindigkeit ebenfalls vergrößert werden muß. In diesem Falle: kann die Fangvoirrichtung auf die größere Geschwindigkeit umgestellt werden. Dieses 'wird dadurch erreicht, daß das Auslöseglied für die Fangklaue einen besonderen Drehbolzen hat, welcher entsprechend der gewünschten Fördergesohwäindlgkeit von dem 'Drehbolzen der Fangklaue mehr oder weniger !entfernt angeordnet ist.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes. Abb. ι zeigt die schematische Darstellung der Vorrichtung, und zwar bei Anordnung des Bolzens des zusammengebauten Anschlag-und Auslösegliedes unter dem Bolzen des Fanghebels. Abb. 2 zeigt den Bolzen des Anschlag- und Auslösegliedes, seitlich vom Bolzen des Fanghebels angeordnet. Abb. 3 zeigt eineAtisführungsart, und zwar die Fangvorrichtung in Ruhestellung punktiert, das Anschlagglied bei aufwärts gehenden Wagen, während das Auslöseglied fortgelassen ist, Abb. 4 den Ausschlag des Anschlag- und Auslösegliedes und den Hub des Fanghebels bei abwärts gehenden Wagen, punktiert die Fangstellung. Abb. 5 ist die Oberansicht.
Bei einer Drehung des Anschlaghebels in Abb. ι um den Winkel HGH' geht der Fanghebel EF in die Stellung EF'; hierbei wandert der Angriffspunkt// des Anschlaghebels nach H'. Der Hebelarm des Fanghebelgewichtes hat in dar Ruhestellung die Länge/7//; nach der Drehung in die Lage EF' ist die Länge des Hebelarmes = F' Hf F H -\~ H K, die Zunahme beträgt HK-In Abb. 2 gibt MPO die Ruhelage des Fanghebels' und NP die Ruhelage des Anschlaghebeis an. Bei einer Drehung des Anschlaghebels um den Winkel P N P1 geht der Fanghebel in die Stellung M P101, die Zunahme der Hebeillänge des Fanghebels beträgt P Q; in der strichpunktierten Stellung bei einer Drehung des Anschlaghabeis um den Winkel PNP2 geht der Fanghebel in die Stellung M P2 O2, die Zunahme der Hebellänge des Fanghebels beträgt PR. Es geht hieraus hervor; daß die Zunahme des Fanghebielmoments um so größer ist, je größer der Anschlag des Änschlaghebels wird. In die Praxis übertragen bedeutet dies, daß die Normalgeschwindigkeit der Förderwagen beim Abwärtsgehen eine größere sein kann, als es bei einem konstanten Fanghebelinoment dar Fall ist. Konstant ist das Fangheb ehnom ent bei allen Fangvorrichtungen, bei welchen der Fanghebel und der Anschlaghebel· auf einem gemeinsamen Bolzen sitzen und bei welqhen der Anschlaghebel als Auslösegliidd für den Fanghebel wirkt. Der zunächst als Vorteil scheinende einzige Drehbolzen birgt den Nachteil der Bedingung einer geringen Fördergeschwindigkeit in sich.
In einer Traverse α (Abb. 3, 4, 5) aus Stahlguß oder Profileisen sitzt in einem kräftigen Lagerauge b der Drehbolzen c, auf welchem sich lose der Fanghebel d befindet. Beispielsweise unterhalb des Bolzens c ist der Drehbolzen e für das zusammengebaute Anschlag und Auslöseglied/ angeordnet. In / ist der Auslösezapfen h befestigt, der unter den Fanghebel d greift und vom Drehbolzen £ mehr oder weniger weit verstellbar angeordnet sein kann. Das Anschlag- und Auslöseglied trägt an seinem unteren Teil das Gewicht g, welches das Anschlag- und Auslöseglied / in der Ruhelage senkrecht zu der jeweiligen schiefen Ebene hält. In der Ruhestellung liegt der Fanghebels auf einem an der Traverse« befindlichen Anschlag/ auf. In der
Fangstellung lehnt sich der Fanghebel d gegen einen mit der Traversen verbundenen Bock k an.
Bei der gewöhnlichen Abwärtsfahrt schlägt das zusammengebaute Anschlag- und Auslöseglied/ aus und bewegt den Fanghebel ύί mittels des Auslösezapfens h ein Stück nach oben (Abb. 4). Nach der Durchfahrt wird die Ruhelage durch das Gewicht g bzw. durch das Eigengewicht des Fanghebels wiederhergestellt. Wird ein Förderwagen seil- oder kettenlos, so erhält das Anschlag- und Auslöseglied/ von der ersten Wagenachse des Förderwagens einen kräftigen Stoß, durch welchen der Fanghebel d in die Fangstellung geschleudert wird und den Wagen an der zweiten Achse auffängt. Der Anschlaghebel / bleibt vollkommen entlastet, ep: liegt in der Fangstellung an der gefangenen Achse an.
π

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    i. Auf Bremsbergen oder schiefen Ebenen in der Fahrbahn eingebaute selbsttätige Fangvorrichtung für eine bestimmte Höchstgeschwindigkeit in der Abwärtsfahrtrichtung überschreitende Förderwagen, bei welchen ein von der ersten Wagenachse beeinflußtes, pendelnd schwenkbares, winkelheb elartiges Auslöse- oder Anschlagglied unmittelbar auf einen besonderen, für sich schwenkbaren, einarmigen Fanghebel einwirkt und diesen zum Fangen der zweiten Wagenachse in Stellung bringt, wenn der abwärts sich bewegende Wagen eine bestimmte Fahrigeschwindigkeit überschritten hat, dadurch gekennzeichnet, daß das Auslöseglied (/) für den Fanghebel (d) auf einem besonderen Drehbolzen (e) gelagert ist, der mehr oder weniger entfernt vom Drehbolzen (c) des Fanghebels (d) angeordnet ist.
  2. 2. Fangvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehbolzen (e) des Auslösegliedes verschiebbar angeordnet sein kann.
  3. 3. Fangvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslösezapfen (Ji) mehr oder weniger weit vom Drehbolzen (e) verstellbar angeordnet sein kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEN23555D 1924-09-04 1924-09-04 Auf Bremsbergen oder schiefen Ebenen in der Fahrbahn eingebaute selbsttaetige Fangvorrichtung Expired DE463629C (de)

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