DE464193C - Elektroflaschenzug mit Hilfshandantrieb - Google Patents
Elektroflaschenzug mit HilfshandantriebInfo
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- DE464193C DE464193C DEP52720D DEP0052720D DE464193C DE 464193 C DE464193 C DE 464193C DE P52720 D DEP52720 D DE P52720D DE P0052720 D DEP0052720 D DE P0052720D DE 464193 C DE464193 C DE 464193C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66D—CAPSTANS; WINCHES; TACKLES, e.g. PULLEY BLOCKS; HOISTS
- B66D3/00—Portable or mobile lifting or hauling appliances
- B66D3/18—Power-operated hoists
- B66D3/20—Power-operated hoists with driving motor, e.g. electric motor, and drum or barrel contained in a common housing
- B66D3/22—Power-operated hoists with driving motor, e.g. electric motor, and drum or barrel contained in a common housing with variable-speed gearings between driving motor and drum or barrel
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
DEUTSCHES REICH /S7
AUSGEGEBEN AM
15. AUGUST 1928
REICHS PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 35 c GRUPPE
Willy Püschel in Berlin
Patentiert im Deutschen Reiche vom 22. April 1926 ab
Gegenstand der Erfindung ist ein Elektroflaschenzug mit hilfsweisem Handantrieb,
welcher in betriebsfertigem Zustande bleibt, wenn die elektrische Energie ausbleibt oder
die elektrischen Apparate versagen.
Elekroflaschenzüge mit hilfsweisem Handantrieb sind schon in den verschiedensten
Ausführungen bekannt geworden. Diese haben aber alle den Nachteil, daß eine besondere
Kupplung oder besondere Zahnradvorgelege ein- und ausgerückt werden müssen, wodurch
die Bauart verwickelt und die Herstellung verteuert wird und vor allen Dingen zur Bedienung
ein geschulter Arbeiter erforderlich
Diesen Nachteil beseitigt die Erfindung dadurch, daß als besonderes Element für den
Handantrieb nur das Haspelrad vorhanden, und zwar derartig angeordnet ist, daß Motor
ao und Haspelrad auf ein und dasselbe Getriebe arbeiten, ohne daß sich beide Antriebselemente
gleichzeitig drehen und zur Benutzung des einen oder anderen Antriebes vorher eine Umstellung
oder Ausschaltung irgendeines EIementes erforderlich ist. Dadurch wird eine
einfache und in jeder Beziehung sichere Handhabung und eine Verbilligung in der Herstellung erreicht.
Die zur Lösung der Aufgabe angewandten Mittel sind ebenfalls in einzelnen Teilen in
den verschiedensten Ausführungen bereits bekannt geworden, und zwar vorwiegend bei
solchen Hebezeugen, die zur Erzielung von zwei Geschwindigkeiten durch zwei getrennte
Elektromotoren angetrieben werden und mit einem Planetenradgetriebe ausgerüstet sind,
dessen Planetenradträger mit der Trommel in Verbindung steht, während die beiden Antriebe
über das Sonnenrad und den Außenzahnkranz auf die Planeten räder arbeiten, wobei je nach Bedarf der eine oder andere
Antrieb festgebremst wird. .
Die Erfindung bezweckt, ein Hebezeug zu schaffen, daß die für den Betrieb störenden
Einflüsse durch den einmotorigen elektrischen Antrieb mit Hilfshandantrieb vermeidet und
statt der beiden elektrischen Bremsen nur eine mechanische Bremse besitzt, die sowohl das
Sonnenrad wie auch die Innenverzahnung des Planetenradgetriebes während der Hubperiode
nur im Senksinne sperrt, wobei beide Antriebe unmittelbar auf das gemeinschaftliche
Planetenradgetriebe arbeiten.
•Hierdurch wird erreicht, daß bei Verwendung der zum Teil an sich bekannten Mittel
ein Hebezeug geschaffen wird, das bei seiner einfachen Bauart und Bedienung ganz besonders
den Betrieb nutzbringend gestaltet.
In der Zeichnung ist eine Ausführung des Erfindungsgegenstandes als Seilflaschenzug 6q
dargestellt, und zwar zeigt:
Abb. ι eine Gesamtansicht des Flaschenzuges mit teilweisem Schnitt der Getriebe-
und der Steuerseite,
Abb. 2 eine Stirnansicht der Getriebeseite mit durchschnittener Kappe,
Abb. 3 eine Stirnansicht der Sperradbackenbremse mit Schnitt durch den Spindelschalter,
Abb. 4 eine Stirnansicht der Steuerscheibe mit den beiden Zahn- oder Kettenrädern für
den Fahrkontroller.
Die Ankerwelle α des Elektromotors, bei welchem zweckmäßig in der bekannten Weise
das Motorgehäuse gleichzeitig als Seiltrommel ausgebildet ist, trägt auf der Getriebeseite
fest aufgekeilt das Motorritzel b, welches mit den beiden Planetenrädern c kämmt, die
ίο in dem Planetenradträger d fliegend gelagert
sind. Der Planetenradträger überträgt seine Drehung über gewöhnliche Stirnradvorgelege
auf die Seiltrommel. Die Planetenräder c kämmen außer mit dem Motorritzel b auch
noch mit der Innenverzahnung c, welche am Außenkranz mit Sperrzähnen f und mit einem
Bremsband g versehen ist. Das Bremsband liegt lose um den Außenkranz der Innenverzahnung
e und hat seinen festen Punkt an der das Getriebe öldicht abschließenden Kappe h
bei i, während das andere Ende des Bremsbandes an dem von Hand auszulösenden
Sperrkegel k, welcher ebenfalls an der Kappe h um den Bolzen Z drehbar gelagert ist und
selbsttätig durch Eigengewicht oder Federkraft in die Sperrzähne f einfällt, befestigt ist.
Die Innenverzahnung e ist mit ihrer verlängerten Nabe m in der Kappe h gelagert und
trägt fest aufgekeilt das Haspelrad η mit Haspelkette 0. Auf der entgegengesetzten
Seite, also auf der Steuerseite, trägt die Ankerwelle α die Sperradbackenbremse bekannter
Bauart, deren Bremsgehäuse/) lose und deren Sperrad q fest auf der Welle α sitzt.
Die Sperradbackenbremse ist auch gleichzeitig mit einer Fliehkraftbremse ausgerüstet, deren
Schwunggewichte um die verlängerten Sperrkegelbolzen r schwingen und beim Ausschwingen
am Umfange einer kreisrunden Aussparung ί des Windenschildes t schleifen. Das
Bremsgehäuse p ist mit einem Deckel u fest abgeschlossen. Letzterer ist außerdem in
dem Lagerkreuz ν gelagert, so daß einerseits das Bremsgehäuse p symmetrisch drehbar gelagert
und andererseits das Innere öldicht gekapselt ist. Die Bremshaken w sind drehbar
um, den Bolzen χ gelagert und werden durch eine nachstellbare Feder y fest gegen das
Bremsgehäuse p gepreßt. Genau symmetrisch zwischen den. Lappen 2 der verlängerten
Bremsbacken w sitzt ein mechanischer Spindelendausschalter
für höchste und tiefste . Hakenstellung, welcher seine Drehbewegung durch geeignete Übersetzungsräder von der
Seiltrommel aus erhält. Der Mantel O1 des Spindelehdausschalters trägt die beiden oval
geformten Lüftungsscheiben b1 und b2 und ist
bei C1 in dem Lagerkreuz ν gelagert. Außerdem
fest aufgekeilt auf dem Mantel O1 sitzt .60 die Steuerscheibe dv welche die. Zugschnüre
für »Heben« und »Senken« trägt, und das Zahn- oder Kettenrad ev welches mit dem
Zahn- oder Kettenrad fx im Eingriff ist. Das
Rad ^1 sitzt lose auf dem Zapfen ^1 der Schaltwalze.
Der Zapfen ^1 besitzt eine feste Nase, welche sich in einer Aussparung H1 des Rades
Z1 in einem Winkel von 90 ° bewegt, wodurch
das Rad Jf1 auf dem Zapfen gt nur eine
Viertelumdrehung ausführen kann.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist kurz folgende:
i. H an db e t r i eb.
Beim Heben von Hand wird durch die Handkette 0 und das Haspelrad η die Innenverzahnung
e in Drehung versetzt, wobei die Sperrzähne f unter der Sperrklinke k hinweggleiten.
Die Planetenräder c mit ihrem Planetenradträger d erhalten somit ihre Drehung
durch die Innenverzahnung e, wobei die Pianetenräder c auf dem durch die im Senksinne
gesperrte Ankerwelle α feststehenden Motorritzel b abrollen. Durch den Planetenradträger
d wird nun die Hubbewegung weiter durch die übliche Stirnradübersetzung bis zur
Seiltrommel fortgepflanzt.
Soll die Last von Hand gesenkt werden, dann braucht nur an der Zugschnur der
Steuerscheibe dx für »Senken« etwas gezogen werden, wodurch durch die ovalen Scheiben Jb1 go
und b2 beide Lappen ζ auseinandergespreizt
und somit auch die Bremsbacken w gleichzeitig sanft gelüftet werden, so daß jetzt durch
die Wirkung der Last die Planetenräder c an der durch den Sperrkegel k im Senksinne festgehaltenen
Innenverzahnung e abrollen und dabei das Motorritzel b und somit die Ankerwelle
α leer mitdrehen. Durch das Lüften der Bremsbacken w ist also die im Senksinne
durch das Sperrad q gesperrte Ankerwelle α ιΟο
freigeworden. Das Senken der Last erfolgt durch geringes Lüften der Backen ze/ ganz
langsam. Soll das Senken schnell vor sich gehen, dann genügt eine Viertelumdrehung
der Steuerscheibe dv um die Sperrbackenbremse vollständig zu lüften. Die Last senkt
sich nunmehr unter der Wirkung der Flieh-· kraftbremse mit gleichbleibender Geschwindigkeit.
Eine weitere Drehung der Steuerscheibe J1 über das erste Viertel hinaus würde no
man sofort an der plötzlich schwererenDrehung der Steuerscheibe d± infolge der Überwindung
der Rast an der Schaltwalze merken. Wird dennoch weitergedreht, so schadet das nichts,
denn dann bekommt der Motor Strom und es wird elektrisch gesenkt, aber die Geschwindigkeit
trotzdem durch die Fliehkraftbremse reguliert. Ob also das Hebezeug, während es von Hand benutzt werden soll, unter Strom
steht oder nicht, spielt keine Rolle. Bei allen diesen Senkvorgängen steht natürlich die
Innenverzahnung e, wie oben erwähnt, still,
und somit auch das Haspelrad n. Ein Schleudern der Kette ο während des Senkens ist also
ausgeschlossen; ebenso ist auch ein Niedergehen der Last mit Fallgeschwindigkeit verhindert.
Soll der leere Haken oder eine leichte, nicht durchziehende Last zwangläufig von Hand
gesenkt werden, dann wird der Sperrkegel k von Hand ausgelöst, wobei gleichzeitig das
ίο vorher lose um den Außenmantel der Innenverzahnung
e liegende Bremsband g fest angezogen wird, was zur Folge hat, daß in
diesem Falle auch die schwersten Lasten frei schwebend abgebremst werden können und
durch sanftes Nachlassen des Handzuges oder des Bremsbandes g die Last wie bei jeder
gewöhnlichen Bandbremse schnell oder langsam nach Belieben gesenkt werden kann,
wobei allerdings in diesem Falle das Haspeiao rad' selbsttätig im Sinne des Senkens mitdreht,
weil durch die Wirkung der Last die ausgelöste Innenverzahnung e durch die Planetenräder
c mitgenommen wird, während sich letztere um das Motorritzel b auf der im
Senksinne gesperrten Ankerwelle α abrollen. Ist die Last nicht durchziehend oder soll der
leere Haken gesenkt werden, so ist im Zustande des sanften Nachgebens des Handzuges
das Handrad η zwangläufig im Senlcsinne von Hand zu drehen. Derselbe Vorgang
spielt sich, wie eben beschrieben, ab, nur mit dem Unterschied, daß jetzt nicht die
Last, sondern der Haspelzug wirkt. Selbstverständlich darf das Nachlassen des Bremsban
des g nur so weit geschehen, daß nicht der Sperrkegel k mit den Sperrzähnen / in Eingriff
kommt. Hat die Last oder der leere Haken die gewünschte Senktiefe erreicht, dann
läßt man das Zugorgan der Sperrklinke k los, worauf diese selbsttätig in die Sperrzähne /
einfällt.
2. Elektrischer Betrieb.
Das elektrische Heben wird eingeleitet durch Bewegen der Steuerscheibe Ci1 mittels der
Zugschnur »Heben«. Hierdurch bekommt der Kontroller durch die Räderübersetzung et
und Z1 sofort Kontakt und der Motor Strom,
weil die Begrenzung der Aussparung H1 des
Rades fx gegen die Nase des Zapfens g1
drückt und diesen dreht. Ist der Motor dadurch erst gerade etwas auf Touren, dann werden erst durch die oval geformten
Lüftungsscheiben ^1 und b„ die
Lappen 2 der Bremsbacken w gleichzeitig auseinandergespreizt und somit die Sperradbackenbremse
gelüftet. Hierdurch wird beim Anheben einer Last aus der Schwebe ein plötzliches Absacken derselben vermieden.
Die Ankerwelle σ dreht sich im Sinne des Hebens, wobei das Sperrad q unter den Sperrklinken
hinweggleitet und das Motorritzel b die Planetenräder c mitnimmt, die sich an der
im Senksinne gesperrten Innenverzahnung e abrollen, wodurch während des elektrischen
Hebens das Haspelrad η stillsteht. Die höchste Hakenstellung wird selbsttätig durch
den mechanischen Spindelendausschalter begrenzt und bei einem großen Nachlaufweg
des gehobenen leeren Hakens der Motor selbsttätig auf »Senken« eingestellt.
Soll elektrisch gesenkt werden, dann wird die Steuerscheibe J1 auf »Senken« gedreht,
wodurch diesmal wieder durch die ovalen Scheiben ^1 und b2 die Sperradbackenbremse
sofort gelüftet wird, bevor der Kontroller Kontakt und der Motor Strom bekommt, weil
durch die Aussparung A1 das lose Rad ft eine
ganze Viertelumdrehung leer mitmachen kann und dann erst den Zapfen ^1 der Kontrollerwalze
mitdreht. Hierdurch ist der Fall gegeben, daß durchziehende Lasten stets stromlos
gesenkt werden müssen, bevor der Motor Strom bekommt, was bei starken Betrieben eine große Stromersparnis bedeutet. Der
weitere Vorgang spielt sich dann genau so ab, wie bereits beim »Senken von Hand« beschrieben.
Claims (2)
1. Elektroflaschenzug mit Hilfshandantrieb,
dadurch gekennzeichnet, daß beide Antriebe unmittelbar auf die Planetenräder (c) arbeiten, während der Planetenradträger
mit den Antriebsrädern der Trommel in Verbindung steht, wobei während des Hebens das Sonnenrad (b) und
die Innenverzahnung (c) nur im Senksinne gesperrt sind.
2. Elektroflaschenzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kontroller
mit der auf die Motorwelle wirkenden Bremse derart in Verbindung steht, daß beim Heben durch Motorkraft
zuerst der Motor eingeschaltet und dann erst die Bremse gelüftet wird, dagegen beim Senken zuerst die Bremse gelüftet
und dann erst der Motor eingeschaltet wird, während beim Heben von Hand eine Lüftung der Bremse nicht erfolgt, beim
Senken jedoch die Sperrklinke (k) aus der mit Sperrzähnen (/) versehenen Innenverzahnung
(e) ausgelöst und gleichzeitig das loseBremsband (g) für schnelles oder langsames
Senken der Last entsprechend angezogen oder die Sperradbackenbremse gelüftet wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP52720D DE464193C (de) | 1926-04-22 | 1926-04-22 | Elektroflaschenzug mit Hilfshandantrieb |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE464193C true DE464193C (de) | 1928-08-15 |
Family
ID=7385937
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEP52720D Expired DE464193C (de) | 1926-04-22 | 1926-04-22 | Elektroflaschenzug mit Hilfshandantrieb |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE464193C (de) |
-
1926
- 1926-04-22 DE DEP52720D patent/DE464193C/de not_active Expired
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