DE465976C - Maschine zum Herstellen von druckfertigen, halbzylindrischen Stereotypplatten - Google Patents

Maschine zum Herstellen von druckfertigen, halbzylindrischen Stereotypplatten

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DE465976C
DE465976C DEW70831D DEW0070831D DE465976C DE 465976 C DE465976 C DE 465976C DE W70831 D DEW70831 D DE W70831D DE W0070831 D DEW0070831 D DE W0070831D DE 465976 C DE465976 C DE 465976C
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casting
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41DAPPARATUS FOR THE MECHANICAL REPRODUCTION OF PRINTING SURFACES FOR STEREOTYPE PRINTING; SHAPING ELASTIC OR DEFORMABLE MATERIAL TO FORM PRINTING SURFACES
    • B41D3/00Casting stereotype plates; Machines, moulds, or devices therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Casting Devices For Molds (AREA)

Description

  • Maschine zum Herstellen von druckfertigen, halbzylindrischen Stereotypplatten Bei Maschinen zum Gießen und Zurichten von halbzylindrischen Stereotypplatten, die mit einem um seine Achse drehbaren Gießkern und einer halbzylindrischen Gießschale arbeiten, ist es bekannt, mit dein Gießkern ein Werkzeug zu verbinden, das die Platte an der Innen-, also an der der Druckfläche entgegengesetzten Seite während oder nach dem Entfernen der Platte aus der Gießforen abschlichtet. Da das Abschlichten eine gewisse Beanspruchung der Platte zur Folge hat. so liegt bei dieser bekannten Arbeitsweise die Gefahr einer Beschädigung der Platte vor, ganz besonders dann, wenn das Abschlichten erst nach Entfernen der Platte aus der Gießform erfolgt.
  • Gemäß .der Erfindung wird zur Beseitigung dieser Gefahr die Platte unmittelbar nach dem Erstarren in der Form, also ohne jede Lagenveränderung der Platte, abgeschlichtet; da sich hierbei der Gießkern dreht, wird die Platte nach der Erfindung während des Abschlichtens von einer Stange festgehalten, die an der dem Einguß gegenüberliegenden Gießschalenkante lösbar befestigt ist und nach erfolgtem Abschlichten ausweicht, um die Platte austreten zu lassen.
  • Vor dem Abschlichten der Platte wird nach vorherigem Anheben des Gießtrichters durch Einrücken einer Kreissäge der Anguß abgesägt.
  • Um die fertig bearbeitete Platte aus der Form herauszufördern, ist an dem Gießkern ein Vorsprung oder Zapfen vorgesehen, der bei der Drehung des Gießkerns nach dem Schlichten an der Eingußseite gegen die Plattenkante trifft und die Platte vor sich her aus der Form schiebt.
  • Auf den Zeichnungen stellen dar Abb. i eine Aufsicht auf eine Vorrichtung zum Fertignachen von Stereotypplatten nach der Erfindung, Abb. a eine Seitenansicht in der Richtung des Pfeiles a der Abb. i.
  • Abb.3 eine Aufsicht eines Seitenteils der Maschine in der Richtung des Pfeiles 3 in der Abb. 2, Abb. ¢ eine Seitenansicht in der Richtung des Pfeiles q. der Abb. a, Abb. 5 einen Schnitt nach der Linie 5-5 der Abb. i, Abb.6 eine Seitenansicht in der Richtung des Pfeiles 6 der Abb. 5, Abb.7 eine Aufsicht auf die Säge und deren Antriebsvorrichtung in der Richtung des Pfeiles 7 der Abb. i, Abb. 8 eine Seitenansicht der Scheibe zum Regeln des Öffnens und Schließens des Gießtrichters, Abb. 9 einen Schnitt nach der Linie 9-9 der Abb. i durch den inneren Teil der Gießform und durch die unterhalb des Gießtrichters liegende Vorrichtung zum Bewegen der Säge, Abb. .i o eine gleiche Darstellung, bei der einige Teile fortgelassen und der Gießtrichter in seiner offenen Stellung veranschaulicht ist.
  • Abb. i i und 12 in vergrößertem Maßstabe die entgegengesetzten Seitenkanten der Gießform mit der Matrize und der Gießplatte, Abb. 13 eine gleiche Darstellung wie Abb. io, jedoch die Teile in der Stellung zum Schaben der Innenseite der Platte, Abb. 14 die gleichen Teile in der Stellung, wenn der Kern eine halbe Umdrehung gemacht hat und das Herausbefördern der, gegossenen Platte beginnt, und Abb. 15 die gleichen Teile mit der schon teilweise herausbeförderten Platte.
  • Es ist nicht beabsichtigt, eine vollkommen selbsttätig arbeitende Vorrichtung zum Gießen von Stereotypplatten mit der höchsten Leistung zu schaffen; vielmehr sollen durch die Erfindung die Kosten und die Unübersichtlichkeit der bisherigen Vorrichtungen zum Gießen und Fertigmachen von halbzylindrischen Stereotypplatten wie auch der von einer solchen Vorrichtung in Anspruch genommene Raum verringert werden. Die Vorrichtung nach der Erfindung ist zur Verwendung in großen Anlagen bestimmt, wobei sowohl Anlagekosten wie auch der erforderliche Raumbedarf erheblich verringert werden.
  • Die Gießvorrichtung ruht auf einem Rahmen 9, der eine dauernd in Drehung befindliche Antriebswelle io trägt. Diese trägt einen Kupplungsteil i i (Abb. 6), der auf der Welle io durch Feder und Nut gleitbar angeordnet ist und durch einen Kupplungshebel 12 von Hand derart bewegt werden kann, daß er sich mit einer Schnecke 13 kuppelt, die auf der Welle i o lose drehbar angeordnet ist. Die Schnecke 13 greift in -ein Schneckenrad 14 auf der Welle 2o ein und bewegt diese um eine volle Umdrehung, wonach der Kupplungshebel 12 unter dem Einfluß seines Gewichts abwärts schwingt und den Kupplungsteil i i entkuppelt, so daß die Welle 2o stillsteht. Der Kupplungshebel 12 bat zu diesem Zweck -eine Rolle 15, die sich an einer unrunden Scheibe 16 auf der Welle 2o abwälzt. Die Scheibe 16 hat eine Vertiefung i 7, in die die Rolle 15 am Ende einer vollen Umdrehung einfällt, so daß dann das Schnekkenrad 14 und damit die Welle 20 Stillgesetzt wird.
  • Die Welle 20 trägt den . Kern der Plattengießmaschine. Die Kernwelle 2o ist in Lagern des Rahmens 9 der Gießmaschine gelagert. Der Rahmen 9 hat eine feststehende Schale 21 zur Aufnahme der Matrize M für die Stereotypplatte B. Die andere Seite der Gießform besteht aus dem Kern 22, der auf der Welle 2o befestigt ist und sich mit ihr dreht. Die Gießschale 21 und der Kern 22 haben Hohlräume 23, in die in bekannter Weise Kühlwasser eingeführt wird.
  • An dem Kern 22 sitzt ein Ansatz 61 (Abb. 9 bis 15), der radial. ein Schabemesser 62 trägt, um die Rippen an der Innenseite der gegossenen Stereotypplatte zu schaben, so daß diese .eine genaue halbzylindrische Gestalt erhält. Der Kern 22 ist an seinem Mantel nahe der dem A bguß entgegengesetzten Kante mit einem oder mehreren Stiften oder Vorsprüngen 63 zum Herausbefördern der Platte ausgestattet. An der dem Anguß gegenüberliegenden Kante hat der Kern. 22 außerdem eine Aussparung 34 (Abb. i i) zur Aufnahme eines Abschlußmittels für den Gußraum. Die Stifte 63 sind beim Gießen in die Platte eingebettet und dienen dazu, zeitweilig die Platte zu halten, damit Sie sich mit dem Kern 22 dreht.
  • Die aus der Gießschale 2 i und dem Gießkern 22 zusammengesetzte halbzylindrische Gießform wird seitlich durch zwei Halbringe i9 (Abb. 5) abgeschlossen, die an ihren inneren Enden kleine Aussparungen zur Aufnahme der Kanten der Matrize M aufweisen. Die Gießform wird an dem einen Ende durch eine Stange 25 geschlossen, die auf einer längs der Gießform laufenden Scharnierwelle 26 drehbar ist. Die Stange 25 hat eine längliche Einkerbung 27 (Abb. i i) für die Vorderkante der Matrize. Die Welle 26 dreht sich in Lagern, die von Haltern getragen werden, die an der Gießschale 2i befestigt sind. Die Welle 26 steht unter dem Einfluß einer Feder 28, so daß die Stange 25 federnd in der geöffneten Stellung, also von der Kante der Gießform abgeschwungen, gehalten wird, wie dies in Abb. 15 veranschaulicht ist. Auf der Welle 26 sitzt ein Handgriff 24 (Abb. 2 und 3), mit dessen Hilfe die Stange 25 in ihre Schließstellung gebracht wird. Über der Welle 26 ist eine Achse 29 für den oberen Verschluß 33 der Gießform angeordnet mit einer Feder 3o, die sich um einen Stift 31 an dem mit der Stange 25 beweglichen Vorsprung 32 legt. Die Feder 30 drückt den Verschluß 33 für die Gießform nieder. Der Verschluß 33 ist derart geformt, daß er die Stange 25 deckt und die Gießform an diesem Ende vollkommen abschließt. Er wird von der Feder 30, unabhängig von der die Welle 26 beeinflussenden Feder 28, herabgedrückt, so daß der Verschluß 33 in der Abschlußstellung. nachgiebig auf die Stange 25 gedrückt wird (Abb. 9 und i o).
  • Die Stange 25 wird von einem Paar Sperrhebel 65 (Abb.4) festgehalten, die um Bolzen 66 drehbar sind und an ihren Enden Kerben haben, um finit Vorsprüngen 71 - an den Enden der Stange 25 in Eingriff treten zu können,. Die Hebel 65 sind durch Federn 64 derart belastet, daß sie mit ihren Enden gegen die Enden der Stange 25 gedrückt werden. Die Enden der Hebel 65 und die Enden der Stange 25 sind derart abgeschrägt, daß sie selbsttätig miteinander - in Eingriff treten können. Die anderen Enden der Hebel 65 sind durch Lenker 67 mit einem zweiarmigen Hebel 69 verbunden, der auf einem Bolzen 7 o befestigt ist. Auf der Kernwelle 2o ist eine Hubscheibe 7 ; (Abb. 2 bis 4;' zum Auslösen der die Stange 25 festhaltenden Hebel 65 angeordnet. Am Ende einer Umdrehung der Welle ao verschiebt die Hubscheibe 77 eine Rolle 78 an einem bei 84 (Abb. 2 und ; r drehbaren Hebel 79. Dieser wirkt durch einen Lenker So auf einen Winkelhebel 81, der durch eine Verbindungsstange 82 mit einem der zum Sperren und Festhalten der Stange 25 dienenden Hebel 65 in Verbindung steht. Der andere Hakenhebel 65 wird durch die Verbindungsteile 67, 69, 70 in genau der gleichen Weise bewegt.
  • Die Stange 2 5 wird durch die hakenförmigen Hebel 65 festgehalten, um eine Bewegung der gegossenen Platte zu verhindern, während sie geschabt wird. Die Hubscheibe 7 7 ist so angeordnet, daß die Stange 25 freigegeben wird, sobald der Kern 22 eine halbe Umdrehung zum Zweck des Schabens zurückgelegt hat; dann bietet die Stange 25 keinen weiteren Widerstand gegen das Herausbefördern der -gegossenen Platte bei der weiteren Drehung des Kerns.
  • Die andere geradlinige Seite der Gießform hat einen drehbar angeordneten trichterartigen Verschluß 35, der eine längslaufende Kerbe 36 zur Aufnahme der oberen geraden Kante der Matrize aufweist.
  • Um verschiedene der bereits beschriebenen Teile zu bewegen, ist ein Handgriff 37 auf einer quer zur Kernwelle 20 liegenden, von dem Gießmaschinenrahmen getragenen Welle 38 angeordnet. Auf dieser sind ein Antriebszahnrad 39 und eine Hubscheibe 4o befestigt. Die Hubscheibe 4o kann eine Führungsnut 41 (Abb.8) aufweisen, die zwei gleichgebildete Enden hat. In der tut 4.1 liegt eine Rolle oder ein Vorsprung 42 eines Hebels 43, dessen anderes Ende mit einer Stange 4.¢ verbunden ist, die an einem auf der Welle 46 befestigten Arm 45 gelenkig angreift (Abb. 9). Auf der Welle 46 sitzen zwei Arme 47, die den trichterartigen Verschluß 35 tragen.
  • Durch Drehen des Handgriffes 37 aus seiner einen Endstellung in die andere wird die Hubscheibe 4o derart gedreht, daß die Rolle 4a zunächst nach außen verschoben wird und dann für ein Drittel der Umdrehung in dieser Stellung verbleibt, um darauf wieder am Ende des Hubes nach innen bewegt zu werden. Infolgedessen schwingt der trichterartige Verschluß 35 zunächst fort von der Gießschale 21, bleibt dann in Ruhestellung, um dann wieder vorwärts zu schwingen und die Gießform zu schließen. Wenn die Hubscheibe 4o aus der letzten Stellung sich wieder in die erste, vorher angedeutete Stellung zurückbewegt, so ergibt sich dann die gleiche Folge von Bewegungen des Gießtrichters 35. Die Teile 40, 35 werden also durch Drehen des Handgriffes 37 aus der einen äußersten Endstellung in die andere und umgekehrt bewegt, wobei sie dann in der äußersten Endstellung bleiben, so daß sie bei der nächsten Bewegung des Handgriffes 37 um denselben Bogen, jedoch in entgegengesetzter Richtung, zurückgedreht werden können. Dies hat in beiden Fällen dieselbe Wirkung hinsichtlich der Bewegung des Gießtrichters 35. Durch die Bewegung des Handgriffes 37 wird auch das Triebrad 39 hin und her bewegt. Diese> hat Zähne, in die die Glieder einer Kette 49 (Abb. 7) einfassen. Diese wird über Leitbleche 5o an ihren Enden geführt und bewegt bei jeder Drehbewegung des Zahnrades 39 einen Sägenwagen 51, der mit der Kette 49 verbunden ist, und zwar in einer geradlinigen Bahn, deren Länge gleich der Abwicklung des Zahnrades 39 ist. Der Wagen 51 hat die Form eines Schlittens, der waagerecht auf den geneigten Führungen 52 an der Rückseite der Gießschale 21 gleitet ,',Abb. 1o).
  • Der Wagen 51 trägt drei geneigte Wellen, nämlich eine Welle 53 für die Säge 6o und zwei Triebwellen 54. Auf jeder Triebwelle 54 sitzt eine Riemenscheibe 55.. Ein Riemen 56 läuft über die Scheiben 55 und ebenso au(-li über eine Riemenscheibe auf der Welle 53.
  • Der Riemen 56 (Abb. i) wird durch eine Riemenscheibe 57 angetrieben, die auf einer Welle 58 sitzt, die dauernd durch die Zahnradübersetzung 59 von der Hauptantriebswelle i o angetrieben wird, so daß also der Riemen 56 dauernd in der gleichen Richtung umläuft. Auf der Sägenwelle 53 sitzt ein Kreissägeblatt 6o. Diese Säge ist zum Zurechtschneiden der Stereotypplatte bestimmt und wirkt in der Weise, daß sie bei ihrer Drehung in der einen oder anderen Richtung den Anguß von der Platte abschneidet. Die Teile sind in ihrer Bewegung derart abgestimmt, daß die Säge in die Platte- dann eingreift, wenn der Gießtrichter 35 durch die Hubscheibe 4o angehoben ist; wenn die Säge 6o die Platte verläßt, so geht der Gießtrichter 35 durch den Einfluß seiner Hubscheibe 40 wieder in die ursprüngliche Schließstellung zurück. Die verschiedenen Teile werden dann stillgesetzt, mit der Ausnahme, daß die Säge 6o sich dauernd weiterdreht. Es findet nun keine weitere Einwirkung statt, bis der Handgriff 37 wieder zurückgelegt ist, worauf dann die Teile sich in entgegengesetzter Richtung bewegen und der- Anguß von der folgenden Stereotypplatte abschneiden. Diese Hilfsmittel zum Fertigmachen der Platte sind also an der Gießform angebracht und wirken auf die gegossene Platte ein, während diese sich noch in der Form_ , in der sie gegossen worden ist, befindet.
  • Die beschriebene Vorrichtung wirkt in folgender Weise: Wenn die Stange 25 in der Stellung nach Abb. 15 und der Kern 22 in seiner Ruhestellung nach Abb. 5 sind, wenn der Gießtrichter 35 geschlossen und die Gießform leer ist, wird dann die Matrize M von der hink -en Seite mit ihrer Vorderkante eingeführt, wobei die Seitenkanten der Matrize unter die entsprechend ausgeschnittenen Ringe i9 greifen. Die Matrize wird nun unter diesen Ringen i 9 vorwärts geschoben, bis ihre Vorderkante in die Kerbe 36 am G_ ießtrichter 35 einläuft. Die Matrize M liegt dann genau an der Schale 21 der Gießform an. Die Matrize wird also lose, aber genau passend, an diesen drei Kanten in der Gießform festgehalten; die Matrize ist dabei so weit abgedeckt, daß es unmöglich ist, daß flüssiges Metall um die Matrize M herumfließen und sich hinter die Matrize setzen kann. Nachdem diese so eingeführt ist, wird die Stange 25 geschlossen und gegen die hintere Kante der Matrize gelegt, und zwar durch Drehen des Handgriffes 24. Die Abschlußleiste 33 für die Gießform schließt sich dann gleichzeitig. Die selbsttätige Sperrung erfolgt durch die Sperrhebel 65.
  • Nachdem das Gießmetall durch die Schnauze 9o (Abt. 9) eingegossen und genügend abgekühlt ist, wird der Handgriff 37 aus der einen Endstellung in die andere gedreht. Dadurch wird der Gießtrichter 3 5 angehoben und die Säge 6o längs der Kante der Gießschale 21 entlangbewegt, um den Anguß abzuschneiden, worauf dann schließlich der Gießtrichter 35 wieder in seine Stellung zurückgeht. Nunmehr wird der An-Iaßhebel i 2 angehoben und die Antriebswelle io mit der Welle 20 des Kerns 22 der Gießform verbunden. Infolgedessen dreht sich nunmehr der Kern 22 aus der Gießstellung der Abb.9 und io heraus. Die erste Wirkung dieser Drehung besteht darin, daß die Stifte 63 an dem Kern 22 sich in der Platte weiterbewegen (Abt. 13) und dadurch schmale Nuten in der Rückseite der gegossenen Stereotypplatte erzeugen. Gleichzeitig hebt die Kante des Kerns 22 die Formverschlußleiste 33 an, und zwar entgegen der Wirkung der Feder 30, wie .in Abb. 13 angedeutet ist. Das am Kern 22 sitzende Messer 62 schabt nun die Rippen an der Innenseite der -Stereotypplatte derart, daß diese genau auf den Formzylinder der Rotationsdruckmaschine paßt, auf dem sie befestigt werden soll; diese Schabwirkung wird bei einer halben Umdrehung des Kerns erzielt. Während des Schabens der Platte bleibt die geöffnete Verschlußleiste 33 der Gießform in der Offenstellung (Abb.13). Wenn die halbe Umdrehung des Kerns 22 vollendet ist, kommen die Stifte 63 in die Stellung der Abb. 14. Dabei treffen sie gegen die eben abgesägte hintere Kante der S'tereotypplatte. In diesem Augenblick wirkt die Hubscheibe 77 derart, daß die Stange 25 durch Zurückziehen der Sperrhebel 65 freigegeben wird. Infolgedessen hat die weitere Drehung des Kerns 22 den Erfolg, daß die Platte in kreisförmiger Richtung aus der Form herausbefördert wird, wobei die Stange 25 in die aus der Abb. 15 ersichtliche Lage gebracht wird. Wenn die Umdrehung des Kerns 22 vollendet ist, sind die Platte und die Matrize aus der Gießform herausbefördert. Die Matrize M geht hierbei mit der Platte infolge des gegenseitigen Eingriffs der erhabenen und vertieften Oberfläche mit. Der Maschinenführer nimmt dann die Matrize und Platte ab. Der Kern gelangt dann wieder in seine ursprüngliche Stellung nach Abb.9. Man nimmt nun dieselbe Matrize oder eine neue, falls dies gewünscht wird, und führt sie wieder in die Gießform in derselben Weise ein, wie dies vorhin beschrieben ist, schlägt die Stange 25 nieder und schließt die Verschlußleisbe 33. Die Stange 25 ist dann selbsttätig gesperrt, da die Hubscheibe 77 an der Rolle 78 vorbeigegangen ist.
  • Hieraus ergibt sich, dab zwar die vorliegende Gießvorrichtung mehr Aufmerksamkeit auf s.eiten der Bedienung verlangt wie eine vollkommen selbsttätige Vorrichtung, daß sie aber andererseits doch sehr viel geringere Kosten verursacht und die Gesamtanlage wesentlich verbilligt, da sie nur die Kosten der einfachen Gießvorrichtung in nur geringem Maße erhöht und doch Hilfsmittel zum Fertigmacher und zum Herausbefördern der fertigen Platte vorsieht. Die Erfindung erreicht diese Wirkungen mit dem geringsten Aufwand von Vorrichtungsteilen. Infolgedessen sind die Anlagekosten der Vorrichtung sehr niedrig und ebenso die Kosten der Unterhaltung. Dadurch, daß die Platte in ein und derselben Kammer gegossen und geschabt wird, wird nicht nur die Zahl der benutzten Vorrichtungsteile verringert, sondern es wird auch die bisher vorhandene Notwendigkeit beseitigt, die Platte aus der Gießform herauszunehmen und wegzub,efördern. Da die Matrize von der Platte nicht fortbewegt wird, so verhindert diese Matrize eine Beschädigung der Platte während des Schabens.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Maschine zum Herstellen von druckfertigen, halbzylindrischen Stereotypplatten, bei der der um seine Achse drehbare Gießkern ein zum Abscl-lichten der Platte dienendes Werkzeug trägt, dadurch gekennzeichnet, daß die gegossene Platte in der Gießform (21, 22) festgehalten und in dieser Lage durch Drehen des in seiner Lage gegenüber der Gießschale (21) verbleibenden Gießkerns (22) an der Innenseite abgeschlichtet wird.
  2. 2. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zum Festhalten der gegossenen Platte in der Gießform beim Drehen des Gießkerns (22) eine Stange (25) dient, die an der dem Einguß gegenüberliegenden Gießschalenkante abnehmbar befestigt ist.
  3. 3. Maschine nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der neben der Eingußöffnung liegenden Seite der Gießschale (21 ) eine Kreissäge (6o) hin und her verschiebbar angeordnet isst, die vor der Drehung des Gießkerns (2 i) den Anguß der in der Gießform liegenden Stereotypplatte abschneidet. q..
  4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß vor Inwirkungtreten der Kreissäge (6o) durch den diese einrückenden Hebel (37) der Gießtrichter (35) angehoben wird, der sich nach erfolgtem Absägen des Angusses wieder in seine Arbeitsstellung senkt.
  5. 5. Maschine nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Gießkern (22) mit einem Vorsprung (63) in einer derartigen Stellung ausgerüstet ist, daß dieser nach Vollendung des Abschlichtens der Innenseite der gegossenen Platte an sie .antrifft und sie aus der Gießform herausbefördert.
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