DE466861C - Verfahren zur Herstellung von gegen Temperaturschwankungen widerstandsfaehigen Behaeltern aus an sich unelastischen Pechbetonsegmenten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gegen Temperaturschwankungen widerstandsfaehigen Behaeltern aus an sich unelastischen Pechbetonsegmenten

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04HBUILDINGS OR LIKE STRUCTURES FOR PARTICULAR PURPOSES; SWIMMING OR SPLASH BATHS OR POOLS; MASTS; FENCING; TENTS OR CANOPIES, IN GENERAL
    • E04H7/00Construction or assembling of bulk storage containers employing civil engineering techniques in situ or off the site
    • E04H7/02Containers for fluids or gases; Supports therefor
    • E04H7/18Containers for fluids or gases; Supports therefor mainly of concrete, e.g. reinforced concrete, or other stone-like material

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  • Structural Engineering (AREA)
  • Sealing Material Composition (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von gegen Temperaturschwankungen widerstandsfähigen Behältern aus an sich unelastischen Pechbetonsegmenten Es ist bekannt, daß man Betomnassen herstellen kann, deren Festigkeitskoeffizient größer ist als der des Zementbetons, wenn man Kies, Sand und Steinpulver mit einem Bindemittel (Hartpech), das zwar in der Hitze schmilzt, aber bei Temperaturen, denen der Beton später ausgesetzt wird, fest bleibt und nicht halbflüssig wird, heiß zusammenmischt und die Mischung dann erkalten läßt.
  • Die aus diesen betonartigen Massen hergestellten Gegenstände sind sehr widerstandsfähig gegen chemische Einflüsse und können auch höhere Temperaturen ertragen. Sie besitzen aber den Nachteil, daß sie wenig elastisch sind.
  • Handelt es sich z. B. um die Herstellung von Behältern von größeren oder unregelmäßigen Abmessungen oder von solchen, die plötzlich einem Temperaturwechsel ausgesetzt werden sollen, so kann es vorkommen, daß unter dem Einfluß der Temperaturschwankungen Risse entstehen, weil der Pechbeton zu wenig elastisch ist, um den Temperaturveränderungen folgen zu können.
  • Um nun dieses Zerreißen der Gefäße zu verhindern, werden sie nicht mehr in einem Stück gegossen, sondern aus einzelnen für sich gegossenen Segmenten zusammengesetzt. Zur Verbindung der Segmente verwendet man erfindungsgemäß ein bei den in Betracht kommenden Betriebstemperaturen plastisches Fugendichtungsmittel, das einen vollständig dichten Ab:schluß gewährleistet, aber dennoch den unelastischen Betonsegmenten ein freies Ausdehnen und Zusammenziehen gestattet.
  • Als plastische Fugendichtungsmittel wendet man natürlichen oder künstlichen Asphalt oder Bitumen oder Gemische hiervon an, die noch einen Zusatz von mineralischem Pulver, z. B. Steinpulver, das unter Umständen auch säurebeständig sein muß, erhalten können.
  • Wesentlich ist, dä.ß diese plastischen Dichtungsmittel bereits bei der tiefsten Gebrauchstemperatur der Gegenstände halbflüssig sind, d. h. daß sie nicht mehr völlig hart sind, sondein bereits anfangen, weich zu werden, und daß sie erst oberhalb der höchsten Gebrauchstemperatur schmelzen.
  • Anstatt die Behälter so herzustellen, daß man die Wandungsteile zusammenfügt und in die Verbindungsfugen das Fugendichtungsmittel einführt, kann man auch so vorgehen, daß man die zur Abdichtung benutzbaren plastischen Mittel auf die Stoßflächen der Wandungsteile unmittelbar nach deren Herstellung aufträgt. Das plastische Dichtungsmittel haftet dann so fest an der Stoßfläche, daß es zusammen mit dem Wandungsteil transportiert werden kann. Dieses vereinfacht das Zusammensetzen des Behälters, denn es genügt alsdann, die Stücke mit Bolzen aneinander anzuschließen, um unmittelbar einen abgedichteten Behälter zu erhalten, der alle Temperaturveränderungen aushält. Hierzu genügt es, auf die Stoßflächen eine Schicht von z bis 5 mm Bitumen, Pech o. dgl., für sich oder in Mischung mit einem mineralischen Pulver, aufzutragen, wobei nur notwendig ist, daß diese Massen bei der Zusammenfügung der Wandungsteile noch halbflüssig sind und auch bei: der Gebrauchstemperatur des Gefäßes halbflüssig bleiben. Diese Schicht haftet innig an dem Beton an. Nach den Erfahrungen der Erfinder genügt es, die, wie oben angegeben, mit einem Überzug versehene Stoßfläche etwa z bis i Stunde kalt stark gegen die entsprechende Fläche des benachbarten Stückes zu drücken, die erforderlichenfalls auch ihrerseits mit einem fTberzug versehen sein kann.
  • Die .erhaltenen Verbindungen sind vollk -)mmen dicht, und das Zusammenfügen des Behälters gestaltet sich somit auf die denkbar einfachste Weise. Die Wandungsstücke können auch mit Eisen armiert sein.
  • Als Beispiel für die Temperaturbereiche, die bei der Auswahl des Fugenäichtungsmittels zu berücksichtigen sind-, wird ein als Reaktionsgefäß dienender Behälter angeführt, in :dem bei Siedetemperatur des Wassers Reaktionen stattfinden sollen. Hierbei liegt also die obere Gebrauchstemperatur bei ioo°, die untere Gebrauchstemperatur richtet sich nach .der' in Frage kommenden Winterabkühlung, wenn der Behälter außer Gebrauch ist, beispielsweise bei - 15°._ Das zur Verwendung kommende Fugendichtun gsmittel müßte demnach bei - 15° bereits plastisch oder halbflüssig sein, dürfte aber bei + ioo° bzw. etwas darüber noch nicht schmelzen. Diesen Anforderungen würde beispielsweise eine Mischung genügen, .die aus r -Teil mexikanischem Bitumen mit einem Schmelzpunkt von io5 bis iio° (nach Krämer-Sarnow) mit: 1,5 Teilen feinstem Quarzmehl besteht.
  • Bei. einem Säurelagerbehälter für Rußland, der im Freien aufgestellt wird, ist die höchste Gebrauchstemperatur jeweils die höchste Tagestemperatur, während die tiefste Gebrauchstemperatur jeweils die tiefste Wintertemp.exatur ist, also z. B. die höchste Gebrauchstemperatur +45' und die tiefste Gebrauchstemperatur - 3o°. Der in diesem Falle zur Verwendung kommende Kitt müßte daher bei: - 3o° bereits weich sein und dürfte bei + 45° noch nicht schmelzen. Er könnte beispielsweise aus einer Mischung von i Teil mexikanischem Bitumen mit einem Schmelzpunkt von 5o bis 6o° (nach Krämer -S a r n o w) mit z Teilen Quarzsand! bestehen.

Claims (1)

  1. PATE NTANSL'L217CIIF: i. Verfahren zur Herstellung von gegen Temperaturschwankungen widerstandsfähigen Behältern aus an sich unelastischen Pechbetonsegmenten, idadurch gekennzeichnet, daß zur Verbindung der Segmente ein bei den in Betracht kommenden Betriebstemperaturen plastisches, aus natürlichem oder künstlichem Asphalt oder Bitumen oder einem Gemisch beider bestehendes Fugendichtungsmittel verwendet wird. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Herstellung versandfähiger, am Gebrauchsorte durch kaltes AneinandeTpxessen zu vereinigender Segmente eine oder beide Stoßflächen unmittelbar nach der Herstellung der Wandungsteile im noch warmen Zustande mit dem plastischen Fugendichtungsmittel bestrichen werden.
DEP48998D 1924-04-16 1924-10-24 Verfahren zur Herstellung von gegen Temperaturschwankungen widerstandsfaehigen Behaeltern aus an sich unelastischen Pechbetonsegmenten Expired DE466861C (de)

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