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Vorrichtung zur Massenherstellung von nahtlosen Ringen aus Kunstharz
und ähnlichen Stoffen Die Massenherstellung von Ringen aus Kunstharz und ähnlichen
Stoffen erfolgt bisher so, daß entweder ein schraubenförmiges Gebilde hergestellt
wird, dessen einzelne Windungen nach dem Aufschneiden je einen Ring ergeben, oder
man gießt einen Hohlzylinder, der in einzelne Ringe geschnitten wird, die dann einzeln
abgedreht, poliert und anderweitig bearbeitet werden müssen. Bei dem ersteren Verfahren
ist der Nachteil vorhanden, daß jeder Ring einen Spalt hat. Bei dem zweiten Verfahren
hingegen geht durch die Bearbeitung sehr viel wertvolles Material verloren. Werden
aber die Ringe einzeln gegossen, so entsteht meist innerhalb des Ringes ein Grat,
der sich nur umständlich und durch Nachbearbeiten eines jeden einzelnen Ringes beseitigen
läßt.
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Die Erfindung betrifft nun eine Vorrichtung zur Massenherstellung
von nahtlosen Ringen aus Kunstharz und ähnlichen Stoffen mit einem sich nur an leicht
zugänglichen Stellen bildenden, in Schleif- und Poliertrommeln leicht entfernbaren
Formgrat. Erfindungsgemäß besteht diese Vorrichtung aus einer Gießform, deren Teilnaht,
senkrecht zur Ringebene verlaufend, in den mittleren Umfang der Ringformen verlegt
ist.
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Eine der Erfindung gemäß ausgebildete Vorrichtung ist in der Zeichnung
als Ausführbeispiel dargestellt, und zwar zeigen: Abb. i die Gießform im Vertikalmittelschnitt
Abb. 2 einen anderen, um 9o° zu Abb. i versetzten Vertikalmittelschnitt, Abb. 3
eine Ansicht der Gießform von oben gesehen, Abb. 4. die äußere und die innere Hülse
der Gießform im Querschnitt und im auseinandergenommenen Zustande, Abb. 5 die zum
Gießen fertig zusammengestellten Hülsen im Querschnitt und Abb. 6 einen Satz der
in der dargestellten Gießform gegossenen Ringe im Mittelschnitt. Die aus Rotguß,
Eisen, Aluminium o. dgl.
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Material hergestellte Gießform besteht im wesentlichen aus der inneren
Hülse i und aus der äußeren Hülse z. Beide Hülsen können je nach der Form der herzustellenden
Ringe im zylindrischen oder auch im ovalen oder mehreckigen (Querschnitt gehalten
sein: Die dicht aneinanderliegenden Mantelflächen 3 der beiden Hülsen bilden die
kreisförmige Teilnaht der Ringformen und haben in kleinen Abständen eine größere
Anzahl ringförmiger Ausdrehüngen ¢a und ¢b, die sich bei richtig zusammengesetzten
Hülsen zu einer größeren Anzahl übereinandergelagerter Ringformen R ergänzen. Die
Querschnittform' der Ringformen kann dabei rund, oval oder eckig gewählt werden.
Damit die geteilten Ringformen auch unbedingt zuverlässig in die richtige Lage zueinander
kommen, werden an der äußeren Hülse 2 mehrere Paßstifte 5 vorgesehen, die in dazu
passende Bohrungen 6 der inneren Hülse greifen. Außerdem hat die
innere
Hülse ein abgesetztes Ende 7, dessen Absetzung mit der unteren Kante der äußeren
Hülse in gleicher Ebene liegt und beim Aufsetzen der Hülsen auf das Fundament 8
der Gießform die richtige Lage der Ringformen gewährleistet. Die einzelnen Ringformen
R sind durch einen lotrechten Gießkanal 9 und einen ebensolchen Luft- oder Steigeschacht
io verbunden. Beide Kanäle 9 und io liegen im Bereiche der Teilnaht und werden durch
in die Mantelflächen 3 der Hülsen eingelassene Nuten gebildet, die nach oben bis
zum Ende der Hülsen durchgeführt und hier mit trichterförmigen Erweiterungen ii
versehen sind. Durch die Lage der Kanäle 9 und io in der Teilnaht wird also ebenfalls
eine leicht zugängliche Bearbeitungsstelle geschaffen, die stets nur ein Nachbearbeiten
der gegossenen Ringe in einer Schleif- oder Poliertrommel erforderlich macht.
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Damit nun die Hülsen bei gefüllten Ringformen nach dem Erhärten der
gegossenen Ringe leicht entfernt werden können sind die beiden Hülsen geteilt. Die
Teilung 1.2 der äußeren Hülse ist diametral ausgeführt, wobei diese Hülse im zusammengesetzten
Zustande mit Hilfe eines mit einer Druckschraube 13
versehenen Preßringes
14 zusammengehalten wird. Bei längeren Hülsen können auch zwei oder mehr solcher
Preßringe vorgesehen werden, die sich dann auch -wie Schellen auseinanderklappbar
einrichten lassen.
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Die -innere Hülse i ist an den Stellen 15 und 16 zweimal parallel
geteilt, so daß sie in vier Segmente ja, 1b, je und id zerfällt. Infolge der parallelen
Teilung lassen sich die Segmente ja und ib zentrisch nach innen verschieben und
nach oben herausheben, wonach auch die beiden anderen Segmente ic und id nach innen
geschoben und nach oben herausgehoben werden können. Jedes dieser einzelnen Segmente
ist durch Paßstifte 5 in der äußeren Hülse 2 geführt, wobei die Paßstifte so weit
nach innen aus .der Hülse 2 hervorstehen, daß die Segmente erst dann nach oben gehoben
werden können, wenn sie vollständig von den gegossenen Ringen freigehen. Hierdurch
wird Eine Beschädigung der Ringe durch die Segmente tunlichst vermieden.
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Die aus den vier .Segmenten gebildete innere Hülse i kann. -durch
zwei an den Hülsenenden aufgesetzte Konusse 17 und i 8 fest und dicht gegen die
sie umfassende äußere Hülse :2 gepreßt werden. Zur Erreichung dieses Zweckes ist
der untere, mit Stiften z9 -in Nuten 2o des Fundaments 8 geführte und somit gegen
Drehen gesicherte Kanus 17 mit einer Gewindespindel 2i verbunden, die zentrisch
durch die Gießform hindurchgeführt wird .und über die sich der andere Konus 18 schielten
und durch eine Flügelmutter 22 festpressen läßt. Die Steigung der Konusse ist so
gewählt, daß sie sich leicht wieder von den innen abgeschrägten Enden der inneren
Hülse abheben lassen. Auch können die Konusse zu diesem Zweck finit Kugeldruckringen
ausgerüstet werden.
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Die Handhabung der vorbeschriebenen Gießform beim Gießen von Ringen
ist nun folgende: Die Gießform wird gemäß dein Darstellungsbeispiel in der Zeichnung
zusammengestellt und durch eine Flamme oder in einem Ofen vorgewärmt. Als Vorwärmetemperatur
genügt hierbei bei entsprechend zusammengesetztem Material auch Handwärme. Hierauf
wird das flüssige Material in den Gießkanal 9 eingefüllt, bis es aus dem Luft- oder
Steigekanal wieder austritt. Nachdem die Gießform allmählich wieder abgekühlt ist
und die gegossenen Ringe' erhärtet sind, wird die Flügelmutter 22 abgeschraubt,
so daß sich der obere Konus 18 abheben läßt, während der untere Konus 17. nach unten
auf die Tischfläche 23 der Gießform fällt. Jetzt können die Semente ja und 1b der
inneren Hülse zentrisch nach innen verschoben werden, was zweckmäßig so bewerkstelligt
wird, daß eine mit -zwei Stiften 24 versehene Zange mit diesen Stiften durch diametral
in dem Fundament 8 angebrachte Bohrungen 25 greift, wobei die Stifte 24 gleichmäßig
gegen den Fortsatz 7 der Segmente drücken, während derselbe Druck an dem - oberen
Fortsatz 26 der Segmente mit einer Hand ausgeübt werden kann. Sobald die Segmente
ja und 1b dann von den Paßstiften 5 frei sind, lassen sie sich nach -oben herausheben.
In der gleichen Weise werden die anderen beiden Segmente ia und id herausgenommen.
Hierauf wird die übrige Form aus dem Fundament 8 herausgehoben und von dem Preßring
14 befreit, so daß sich auch .die äußere Hülse 2 entfernen läßt und die fertigen
Ringe 27 in der gemäß Abb. 6 dargestellten Form entnommen werden können. Natürlich
können statt der zehn dargestellten Ringe weit mehr in einer einzigen Form gegossen
werden. Die Ringe sind nun noch durch die Einguß- und Steigekanalfüllüngen 28 verbunden.
Diese bilden den einzigen und sehr geringen Materialverlust und werden beim Trennen
der Ringe herausgeschnitten. Die dann noch an dieser Stelle verbleibende kleine
Unebenheit wird dann samt dem im mittleren Ringdurchmesser evtl. vorhandenen Grad
29 in einer rotierenden Schleif- oder Poliertrommel, in welche die getrennten Ringe
27 gefüllt werden, gänzlich entfernt und geglättet, so daß eine weitere Bearbeitung
der Ringe nicht nötig ist.
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Zu der praktischen ,Ausführung der Gießform ist noch zu bemerken,
daß die Konusse
17 und 18 auch durch Hebelvorrichtungen in
die innere Hülse hineingepreßt werden können und daß sich bei langen Hülsen auch
in deren Längsmitte noch ein solcher Preßkonus vorsehen läßt. Weiterhin kann die
äußere Hülse -2 auch an der einen Seite mit Scharitieren ausgerüstet und auseinanderklappbar
eingerichtet sein, so daß sich der Preßring 14 durch eine einfachere Zusammenschließvorrichtung
an der äußeren Hülse ersetzen läßt.