DE467986C - Selbsttaetig wirkende Waage zum Kontrollieren der Lieferung von OEffnungs- und Schlagmaschinen fuer Textilwaren - Google Patents
Selbsttaetig wirkende Waage zum Kontrollieren der Lieferung von OEffnungs- und Schlagmaschinen fuer TextilwarenInfo
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Description
Bei öffnungs- und Schlagmaschinen ist es von größter Wichtigkeit, Wickel von bestimmtem
Gewicht zu erhalten, das einer bestimmten Wickellänge entspricht, um dadurch zu vermeiden, daß größere Unterschiede in
der Numerierung eintreten, welche sowohl Unregelmäßigkeiten im Betrieb als auch des
verarbeiteten Gespinstes zur Folge haben. Wickel, die teils zu schwer, teils zu leicht
sind, wirken stets nachteilig auf den ordentlichen Gang der Maschinen, auf welchen sie
weiter verarbeitet werden.
Die bekannten Lieferungsregler, mit denen die öffnungs- und Schlagmaschinen ausgestattet
sind, arbeiten unzuverlässig, weil das Abwiegen und Aufschreiben der einzelnen Wickel .sowie das danach zu richtende Einstellen
des Reglers meist unbeaufsichtigten Arbeitern überlassen werden. In größeren Spinnereien, wo im Verhältnis zu den Maschinen
die ZaW der Waagen gering ist und wo infolgedessen die Arbeiter jedesmal ihren Posten verlassen müssen, um die Wickel einzeln
abzuwiegen, wind die Kontrolle derselben praktisch unmöglich.
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist die an der Öffnungs- und Schlagmaschine bereits
vorhandene, zur Aufnahme des fertigen Wikkels
während der Inangriffnahme des nächstfolgenden Wickels bestimmte Mulde als Schale einer selbstanzeigenden oder registrierenden
Waage ausgebildet. Dabei besteht eine derartige Verbindung der Maschine mit der Waage, daß dieselbe beim Intätigkeittreten
der Preßkopfzahnstangen durch Auslösen einer an sich bekannten Entlastungsvorrichtung
selbsttätig in Arbeitsstellung gebracht und nach dem Entfernen des fertigen Wickels
aus der Waageschale beim Aufwärtsgehen der Preßkopfzahnstangen wieder verriegelt wird.
Bei an sich bekannter Verbindung der Waage mit einer Registriervorrichtung kann die
Einrichtung dann derart ausgebildet werden, daß der Schreibstift beim Niedergehen der
Preßkopfzahnstangen gegen die Trommel gedrückt wird.
Die Zeichnung veranschaulicht eine beispielsweise Aus'führungsform des Erfindungsgegenstandes. Es zeigen
Abb. ι die Einrichtung im Aufriß, Abb. 2 die Einrichtung in Seitenansicht,
Abb. 3 einen Schnitt gemäß der Linie A-B aus Abb. 1,
Abb. 4 einen Schnitt durch die Einrichtung gemäß der Linie C-D aus Abb. 1, in welcher
sich die Preßkopfzahnstangen in gehobener Lage befinden,
Abb. 5 denselben Schnitt wie Abb. 4, aber mit gesenkten Preßkopfzahnstangen,
Abb. 6 einen Schnitt durch die Registriervorrichtung gemäß der Linie E-F aus Abb. 2,
Abb. 7 eine in größerem Maßstab als die vorhergehenden Abbildungen gezeichnete Teilansicht
des Registriertrommelantriebes,
Abb. 8 einen Schnitt durch diesen Antrieb gemäß der Linie G-H aus Abb. 2.
Die Mulde ι, welche vor der Aufwickelvorrichtung
angeordnet ist (Abb. i), und in welche der fertige Wickel 2 während der Bildung
des nächstfolgenden Wickels gelegt wird, ruht auf den beiden durch den Verbindungsbalfcen
3 vereinigten senkrechten Stützen 4. In der Mitte des Balkens 3 ist die Schneide 5 angeordnet, welche auf der am
Balken 6 befestigten Pfanne 7 auf ruht. Der ίο Balken 6 ist einerseits an dein festen Gestell 8
drehbar gelagert und andererseits mittels des Gehänges 9 mit dem Hebel 10 gelenkig verbunden,
welcher mit seiner Schneide 11 um den festen Stützpunkt 12 schwingt.
Der Hebel 10 wirkt mit seinem dem Gehänge 9 entgegengesetzten Ende auf die senkrechte
Stange 13, die in den am Säulengestell 14 befestigten Konsollagern 15 geführt ist
(Abb. 2). Zwischen idem oberen und dem mittleren Konsollager ist die Hülse 16 eingeschoben,
in welcher eine bei der Aufwärtsbewegung der Stange 13 sich zusammendrükkende
Spiralfeder 17 eingeschlossen ist. Auf der Stange 13 sitzt der Zeiger 18, der sich
längs des Schlitzes 19 der Hülse 16 vor der dort angebrachten Skala 20 bewegt.
An Stelle der aus den Teilen 17, 18, 19, 20
■ bestehenden Faderwaage kann j ede andere das
Gewicht anzeigende Vorrichtung angeordnet werden.
Der Waagebalken 10 wird in der Ruhelage
durch den im Lager 21 des Masdhinengestelles drehbar angeordneten Haken 22 (Abb. 1, 4
und 5) gehalten, der den einen Arm eines Winkelhebels bildet, an dessen anderem Arm
23 ein Zahnradsegment 24 angelenkt ist. In ■der Ruhestellung der Waage liegt das Zahnradsegment
24 auf der Antriebswelle 25 der Preßkopf stangen 26 auf (Abb. 4). Bei der
Abwärtsbewegung !derselben (Abb. 5) greift der Zapfen 27 der fest auf der Welle 25
sitzenden Scheibe 28 in das Zahnradsegment
24 ein (Abb. 5), so daß dieses angehoben wird und der hierdurch ausgeschwenkte Haken
22 den Waagebalken 10 freigibt. Dagegen übt der Zapfen 27 bei der durch den
Wickelungsvorgang beidingten Aufwärtsbewegung der Preßkopf Zahnstangen 26 keine Wirkung
auf den Haken 22 aus. Eine weitere Scheibe 29 sitzt fest auf der Welle 25 und trägt einen Zapfen 30 (Abb. 3),
der das freie Ende des um den Drehzapfen 31 des Maschinengestelles schwingenden Hebels
32 trifft, wenn die Zahnstangen beim Wicke-SS lungsvorgang einer Walze ihre Aufwärtsbewegung
ausgeführt haben. Hierauf hebt der Hebel 32 den Hebel 10, um ihn wieder auf
den Haken 22 zu setzen, fällt dann unter dem Einflüsse des Gegengewichtes 33 in seine
Ausgangsstellung zurück.
Der Registrierapparat der Waage besteht aus der Trommel 34, die lose drehbar auf der
Stange 13 gelagert ist, derselben aber in ihrer Längsbewegung folgt. Dem Mantel dieser
Trommel gegenüber befindet sich der auf dem Säulengestell 14 in einer Führung horizontal
verschiebbar gelagerte Schreibstift 35 (Abb. 2 und 6), welcher gewöhnlich von dem Trommelmantel absteht, aber durch die gelenkig
miteinander verbundenen Hebel 36, 37 und 38 gegen diesen bewegt werden kann. Dieses
Hebelgestänge tritt in Tätigkeit unter der Einwirkung.des auf der Scheibe 39 der Welle
25 sitzenden Zapfens 40 (Abb. 2), wenn sich die Zahnstangen 26 nach abwärts bewegen,
und wird durch die Gegenfeder 41 in die Ausgangsstellung zurückgebracht.
Die untere Deckelfläche der Trommel 34 trägt ein Schaltrad 42 (Abb. 2, 7 und 8). In
dieses greift die Schaltklinke 43 des Winkelhebeis 44, der in einem mit der Stange 13 fest
verbundenen Ringstück drehbar gelagert ist und dessen anderer mit dem einstellbaren Gegengewicht
45 belasteter Hebelarm in eine passende Aussparung des an der Säule 14
festgeklemmten Stellringes 46 hineingreift. Da durch Senkung der Stange 13 der Winkelhebel
44 um seine Lagerung im Stellring 46 gedreht wird, so dreht sich der die Sperrklinke
43 tragende Arm des Winkelhebels um dessen Achse, so daß durch die Vorwärtsbewegung
der Schaltklinke 43 eine Drehung des Schaltrades 42 um einen Zahn bewirkt wird. Zur Verhinderung des Rückwärtsdrehens ist
eine Sperrklinke 48 angeordnet, deren dauernder Eingriff in das Schaltrad 42 durch die
Feder 47 gesichert ist.
Der Arbeitsvorgang des Erfindungsgegenstandes ist folgender:
Bei dem wähend des Wickelvorganges erfolgenden Aufwärtsgehen der Preßkopfstangen
26 wird die Wägevorrichtung in der weiter unten beschriebenen Weise stillgesetzt
(entlastet) (Abb. 4). Nach Beendigung des Widkelvorganges werden die Preßkopfstangen
durch die bei allen öffnungs- und Schlagmaschinen übliche, durch Fußhebel zu betätigende
Bremsvorrichtung in gehobener Stellung gehalten, worauf der fertige Wickel 2
aus der Wickelvorrichtung herausgenommen und in die Waageschale 1 gelegt wird. Alsdann
wird eine Spule für den nächstfolgenden Wickel in die Wickelvorrichtung eingesetzt
und die Preßkopf stangen 26 werden heruntergelassen,· die nun in ihre tiefste Lage kornmen
(Abb. 5)· Dabei kommt infolge der Drehung der Welle 25 im Sinne des in Abb. 5
angegebenen Pfeiles der Zapfen 27 in Eingriff mit dem Zahnradsegment 24, wodurch
dieses angehoben und durch Ausschwenken des Hakens 22 der Hebelbalken 10 ausgelöst
und somit die Waage selbsttätig freigegeben
wird. Die am freien Ende des Hebelbalkens io infolge der Belastung der Waage auftretende
Kraft wird durch die Stange 13 auf die Feder 17 übertragen (Abb. 2). Der Ausschlag
des mit dieser verbundenen Zeigers 18 gibt auf der Skala 20 sofort die Gewichtszahl
an. Gleichzeitig beim Niedergehen der Preßkopfstangen stößt der Zapfen 40 auf den
Winkelhebel 38 (Abb. 2), wodurch der Schreibstift 35 gegen die Registriertrommel
42 zum Aufzeichnen der Gewichtsschaulinie geführt wird.
Infolge des Wickelvorganges nimmt der Durchmesser des neuen Wickels immer mehr
zu, die Preßkopfstangen werden gehoben, so daß die Waage wieder arretiert wird und der
gewogene Wickel aus der Lastschale 1 herausgenommen werden kann. Die Arretierung
des Waagebalkens geschieht dabei in nachstehender Weise: Bei der infolge der Aufwärtsbewegung
der Zahnstangen 26 in dem in Abb. 3 angegebenen Sinne stattfindenden Drehung des Zapfens 30 der Scheibe 29 wird
bereits am Amfang der Bildung eines neuen Wickels das Ende 33 des Hebels 32 und
damit auch der in seinem Bereich befindliche Arm des Waagebalkens 10 angehoben. Bald
darauf stößt bei der Drehung der Scheibe 28 in dem in Abb. 4 angegebenen Sinne der Zapfen
27 das Zahnradsegment 24 von der Welle 25 fort, so daß sich der Hebelarm 23 senkt
und der Haken 22 unter den angehobenen Arm des Waagebalkens ro faßt und diesen verriegelt. Bei der Arretierung des Waagebalkens
10 senkt sich die Stange 13 und wirkt in ihrer Abwärtsbewegung auf den Winkelhebel
44 (Abb. 7 und 8), wodurch sich die Schaltklinke 43 verschiebt und dem mit der Registriertrommel 34 verbundenen Schaltrad
42 eine Drehung um eine Zahnbreite erteilt. Die Trommel 34, welche diese Bewegung mitmacht,
ist auf diese Weise zur Aufnahme einer weiteren Gewichtsaufzeichnung bereit. Alsdann beginnt das Spiel von neuem.
Claims (4)
- 45 Patentansprüche:ι. Selbsttätig wirkende Waage zum Kontrollieren der Lieferung von Öffr nungs- und Schlagmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß die an der Öffnungsund Schlagmaschine bereits vorhandene, zur Aufnahme des fertigen Wickels während der in Angriffnahme des nächstfolgenden Wickels bestimmte Mulde (1) die Schale einer selbstanzeigenden oder registrierenden Waage bildet.
- 2. Selbsttätig wirkende Waage zum Kontrollieren der Lieferung von Öffnungs- und Schlagmaschinen nach An- 6c Spruch i, gekennzeichnet durch eine derartige Verbindung der Maschine mit der »Waage, daß dieselbe beim Intätigkeittreten der Preßkopfzahnstangen (26) durch Auslösen einer an sich bekannten Ent- Sk lastungsvorrichtungselbsttätigin Ar-beitsstellung gebracht wird und nach dem Entfernen des fertigen Wickels aus der Wäageschale beim Aufwärtsgehen der Preßkopfzahnstangen wieder verriegelt wird.
- 3. Selbsttätig wirkende Waage nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch einen Hebel (32), der durch die zu Beginn der Bildung eines neuen Wickels erfolgende Auf wärtsbewegungder Preßkopfzahnstangen (26) derart gesteuert wird, daß eine sichere Verriegelung des Waagebalkensystems (10, 9, 6) vermittels der Entlastungsvorrichtung (22) erfolgt.
- 4. Selbsttätig wirkende Waage nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei an sich bekannter Verbindung der Waage mit einer Registriervorrichtung der Schreibstift (35) beim Niedergehen der Preßkopfzahnstangen (26) gegen die Trommel (34) gedrückt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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