DE468629C - Kurzwellen-Roehrensender - Google Patents
Kurzwellen-RoehrensenderInfo
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- H03B—GENERATION OF OSCILLATIONS, DIRECTLY OR BY FREQUENCY-CHANGING, BY CIRCUITS EMPLOYING ACTIVE ELEMENTS WHICH OPERATE IN A NON-SWITCHING MANNER; GENERATION OF NOISE BY SUCH CIRCUITS
- H03B5/00—Generation of oscillations using amplifier with regenerative feedback from output to input
- H03B5/30—Generation of oscillations using amplifier with regenerative feedback from output to input with frequency-determining element being electromechanical resonator
- H03B5/32—Generation of oscillations using amplifier with regenerative feedback from output to input with frequency-determining element being electromechanical resonator being a piezoelectric resonator
- H03B5/34—Generation of oscillations using amplifier with regenerative feedback from output to input with frequency-determining element being electromechanical resonator being a piezoelectric resonator active element in amplifier being vacuum tube
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung für Kurzwellensendegeräte,
die neuerdings im drahtlosen Nachrichtenverkehr eine immer größer werdende Bedeutung
erhalten. Der besondere Vorteil derartiger Geräte liegt bekanntlich in der Größe der erzielbaren
Reichweiten bei Anwendung äußerst geringer Energiemengen und in der dadurch bedingten Einfachheit des konstruktiven Aufbaues
sowie geringen Gewichtes der Geräte. Daher kommen derartige Kurzwellengeräte in erster Linie in Frage für tragbare Stationen
und für alle Fälle, bei denen geringes Gewicht gefordert ist, wie zur Verwendung in
Flugzeugen u. dgl. Derartige Verwendungszwecke bringen es nun in den meisten, praktischen
Fällen von selbst mit sich, daß auch die Bedienung des Gerätes, die meistenteils
von nicht geschultem Personal vorzunehmen ist, sich möglichst (einfach gestalten muß.
Die einfachst mögliche Bedienung ist nun gegeben durch die Forderung des sogenannten
»Einknopfsenders«, worunter ein Gerät verstanden werden soll, bei dem die Bedienung,
d.h. insbesondere die Abstimmung auf die gewünschte Betriebswellenlänge sich mit Hilfe
eines einzigen Bedienungselementes vornehmen läßt.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist es nun, ein den vorstehenden Forderungen
gerecht werdendes Kurzwellengerät zu schaffen. Erfindungsgemäß wird dies dadurch,
erreicht, daß zur Steuerung des Senders ein piezoelektrischer Resonator verwandt wird und
daß der durch den Resonator gesteuerte Röhrenschwingungskreis bzw. der mit diesem ge- '
kuppelte Nutz- (Antennen-) Kreis aperiodisch ausgebildet ist, während die für die einzelnen
Betriebswellenlängen vorgesehenen Piezokristalle mit unverwechselbaren Anschlußvorrichtungen
versehen sind, durch die beim Einführen des betreffenden Kristalls die für die betreffenden
Wellenlängen nötigen Schaltänderungen, wie Wählen der betreffenden Kopplungen usw., selbsttätig vorgenommen werden.
Durch die beiliegende, eine beispielsweise praktische Ausführungsform veranschaulichende
Abbildung wird das Wesen des Erfindungsgegenstandes noch näher erläutert. 1
stellt in der Abbildung eine Dreielektrodenröhre mit der üblichen Kathode 2, Gittersteuerelektrode
3 und Anode 4 dar. Zur Steuerung der Röhre ist ein Piezooszdllator,
beispielsweise ein Quarzkristall 5, vorgesehen, der zwischen Gitter und Kathode der Röhre
angeschlossen ist und der infolge der Rückführung von Schwingungsenergie aus dem
Anodenkreis in den Gitterkreis vermittels der inneren Röhrenkapazität Gitter-Anode zu
Schwingungen seiner Eigenperiode äußerst konstanter Frequenz angeregt wird. In manchen
Fällen nun, insbesondere bei Wellenlän-
gen von über 200 m, erweist sich die durch die innere Röhrenrückkopplung rückgeführte
Steuerenergie als zu gering, um den Quarzkristall in Eigenschwingungen zu erhalten,
und man muß daher in allen diesen Fällen noch eine zusätzliche Rückkopplung, zweckmäßigerweise
eine induktive Rückkopplung, zwischen Anodenkreis und Gitterkreis vorsehen, um den Elektroden des Quarzkristalls
die zur Aufrechterhaltung seiner Schwingungen nötige Steuerspannung zuzuführen. Zu
diesem Zwecke dient in der Abbildung die Spule 6 im Gitterkreis in Serie mit dem Kristall
5, die mit der Anodenkreisspule 7 durch induktive Kopplung eine zusätzliche Rückkopplung
schafft. Der Anodenkreis ist dabei aperiodisch ausgebildet, d. h. er enthält lediglich
die Induktionsspule 7, während der mit der Spule 7 gekoppelte Antennenkreis, bestehend
aus Kopplungsspule 8, Antennenabstimmkapazität 9 und der Dipolantenne 1 o-1 o, abstimmbar ausgestaltet ist. Man erhält dadurch
bereits teilweise die geforderte einfache Bedienung mittels eines einzigen Abstimmelementes,
nämlich in vorliegendem Falle des veränderlichen Kondensators 9. Umgekehrt kann natürlicherweise auch der Anodenkreis
der Röhre abgestimmt und entsprechend der Antennenkreis aperiodisch ausgestaltet sein,
wodurch an den beschriebenen Verhältnissen nichts geändert wird. 11 bedeutet eine Anodenbatterie,
12 einen parallel dazu geschalteten ,Überbrückungskondensator für die Hochfrequenzschwingungen.
3·5· Die Größe der erforderlichen zusätzlichen Rückkopplung ist nun bekanntlich abhängig
von der Wellenlänge. Innerhalb eines bestimmten Wellenbereiches genügt dabei praktisch
leine bestimmte Zusatzrückkopplung, die
bei Einführung eines betreffenden Quarzkristalls, der mit einer oder mehreren unverwechselbaren
Steckvorrichtungen versehen ist, durch entsprechende Einschaltung eines Teiles
der Spule 6 vom Werte Null bis zu einem maximal erforderlichen Werte gewählt wird.
In der Abbildung ist dabei die Spule 6 in zwei Stufen unterteilt. Die Fassungen des
Kristalls 5 sind mit einer unverwechselbaren Steckervorrichtung, wie es beispielsweise bei
den bekannten Schmelzsicherungen nach dem Diazedsystem der Fall ist, versehen, so daß
beim Einführen des betreffenden Kristalls der entsprechende Teil der Spule 6 entsprechend
dem gewünschten Grade der Rückkopplung von selbst ohne Hinzutun des Bedienenden
gewählt wird.
An Stelle der in der Abbildung gezeichneten induktiven Rückkopplung kann !natürlicherweise
auch jede andere an sich bekannte Rückkopplungsart, beispielsweise eine rein kapazitive
Rückkopplung, vorgesehen sein, die dann gleichfalls durch die unverwechselbare Steckvorrichtung, beispielsweise durch An-
und Abschalten verschiedener fester Einzelkapazitäten, entsprechend gewählt wird.
Die Kopplung zwischen dem Anodenschwingungskreis und dem Antennenkreis, in der
Abbildung zwischen den Spulen 7 und 8, kann fernerhin praktisch über einen großen Wellenbereich
konstant gelassen werden. Soll jedoch auch dieser Bereich überschritten werden, was nur in Ausnahmefällen gefordert
sein dürfte, so kann weiterhin erfindungsgemäß die mit der Fassung des Quarzkristalls
kombinierte unverwechselbare Steckervorrichtung dahingehend erweitert werden, daß, ähnlich
wie bei dem besprochenen Falle der Auswahl der Rückkopplungsspule 6, gleichzeitig
auch ein entsprechender Teil der Spule 7 bzw. auch der Spule 8 zur Erzielung der nötigen
günstigen Antennenkopplung entsprechend ausgewählt wird.
Handelt es sich fernerhin außer den bereits behandelten Erfordernissen noch darum, mit
ein und demselben Gerät in Verbindung mit verschieden gedämpften Antennen zu arbeiten,
wie es beispielsweise auch beim Arbeiten über verschiedene Gelände von sehr verschiedener
Beschaffenheit der Bodenoberflächen vorkommen kann, so ist es mit Rücksicht auf diesen
Umstand erforderlich, entweder gleichfalls verschieden große Rückkopplungen sowie Antennenkopplungen
zu verwenden oder die Lage beider Spulen gegenüber der Antennenspule zu verändern. Mit Rücksicht auf die
den Ausgangspunkt der vorliegenden Erfindung bildende einfache Bedienung und auf
den Umstand, daß die Rückkopplungsspule bereits in Abhängigkeit von der Wellenlänge
beim Einführen des' entsprechenden Quarzkristalls in ihrer Größe gewählt ist, wird
weiterhin erfindungsgemäß, falls es sich darum handelt, das Gerät bei verschiedenen
Äntennenverhältnisseai arbeiten zu lassen, der
zweite Weg eingeschlagen und die aperjodische Antennerikopplungsspule 7 sowie die
Rückkopplungsspule 6 gemeinsam miteinander gegenüber der Antennenspule 8 durch einen
einzigen Handgriff in die der vorgesehenen Antenne entsprechende Kopplungslage gebracht.
Zu diesem Zwecke sind vorzugsweise die beiden Spulen 6 und 7 fest zueinander1
angeordnet, beispielsweise auf ein und demselben Spulenträger übereinander angeordnet.
Durch ein die erfindungsgemäßen Merkmale enthaltendes Kurzwellengerät ist es, wie
aus den vorstehenden Ausführungen hervorgeht, in höchst einfacher Weise möglich, einen
Betrieb mittels verschiedenen Wellen bei schnellstem Wechsel der Betriebswellenlänge
und bei höchst einfacher Bedienung mittels nur eines einzigen Abstimmknopfes bzw- in
dem selten vorkommenden Falle eines Überganges auf eine Antenne anderer Dämpfung
durch einfaches zusätzliches Betätigen eines weiteren Schalters vorzunehmen. Dies ist besonders
dann von großem Vorteil, wenn zur Wahrung des Telegrammgeheimnisses ein häufiger Wellenwechsel vorgenommen werden
soll. Es ist zu diesem Zwecke immer nur der mit der betreffenden Welle bezeichnete
Quarzkristall ohne besondere Vorsicht in die Fassung einzusetzen, wodurch automatisch
die nötigen Schaltänderungen, wie Rückkopplung, Antennenkopplung u. dgl., vorgenommen
werden und darauf die Abstimmung des Gerätes durch Nachstimmen des Kondensators 9 auf die neue Betriebswelle vorzunehmen,
so daß durch eine derartige, der Erfindung zugrunde liegende Kurzwelleneinrichtung
die erwähnten Forderungen des sogenannten »Einknopfsenders« in vollem Maße erfüllt werden.
Nach einem weiteren Gegenstand der Erfindung wird es ermöglicht, auch größere
Schwingungsenergiemengen, als mit einer einzigen Röhre zu erzeugen sind, unter Beibehaltung
der einfachen Einknopfbedienung zu erzeugen. Zu diesem Zwecke eignet sich im
Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung, insbesondere eine bekannte Schaltungseinrichtung
zur Verstärkung der Schwingungsleistung bei quarzgesteuerten Röhrensendern, die darin besteht, daß mehrere parallel geschaltete
Röhren, die sämtlich auf ein und denselben S chwingungs erzeugerkreis einwirken,
durch einen gemeinsamen Quarzkristall gesteuert werden. Die Leistungssteigerung ist bei derartigen Anordnungen bedingt durch
die entsprechende Höhe des Gesamtemissionsstromes im Gegensatz zu der bei Röhrensendern
üblichen Praxis, die Leistung durch Vergrößerung der Röhre und insbesondere die Vergrößerung der Anodenspannung zu erzielen,
was jedoch bei Quarzkristallen infolge der dadurch entsprechend erhöhten Steuerspannung
an den Elektroden des Kristalls sich nicht ermöglichen läßt, da bekanntlich
Kristalle schon bei verhältnismäßig sehr geringer Überlastung, insbesondere bei Überschreitung
der zulässigen Spannung, zerstört werden. Man hat daher bisher, wenn es sich um die Erzeugung größerer Energien handelt,
als infolge der beschränkten Belastfähigkeit eines Quarzes durch direkte Steuerung einer
Röhre erhalten werden konnte (bisher ist man über die direkte Erzeugung von etwa
S bis 10 Watt Schwingungsleistung nicht hinausgekommen), eine Kaskadenverstärkung
der geringen, durch den Quarzsender gesteuerten Schwingungsenergie bis auf den gewünschten,
zur endgültigen Verwendung gelangenden
Betrag der Nutzenergie vorgenommen. Da jedoch diese Zwischenverstärkerstufen zweckmäßigerweise wiederum abgestimmte
Kreise (enthalten, so widerspricht dies vollkommen der Forderung des der Erfindung zugründe
liegenden Einknopfsenders, die demnach nur durch die im vorstehenden erwähnte Parallelanordnung mehrerer Röhren mit verhältnismäßig
geringer, für die Betriebssicherheit des Quarzes eine genügende Gewähr bietender Anodenspannung arbeiten, praktisch
erfüllt werden kann.
Die Erfindung ist natürlicherweise nicht auf diese spezielle, in der Abbildung dargestellte
Kurzwellenschaltung beschränkt, sondem läßt sich in sinngerechter Weise auf jegliche
Kurzwellenschaltanordnung anwenden. Beispielsweise kann bei der angegebenen
Schaltung der Kristall an Stelle zwischen Gitter und Kathode zwischen Anode und Gitter
angeordnet sein.
Claims (6)
1. Kurzwellen-Röhrensender mit einem einzigen Abstimmelement, dadurch gekennzeichnet,
daß der Röhrenkreis oder der angekoppelte Nutz- (Antennen-; Kreis aperiodisch ausgestaltet ist und daß die
Steuerung des Senders durch piezoelektrische Resonatoren (Quarzkristalle) erfolgt,
die mit unverwechselbaren Anschlußvorrichtungen derart versehen sind, daß
durch das Einführen eines die gewünschte Betriebswelle besitzenden Resonators gleichzeitig die für die betreffende Welle
nötigen Schaltänderungen erfolgen.
2. Kurzwellen-Röhrensender nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß
durch das Einführen des die gewünschte Betriebswellenlänge besitzenden Piezoresonators
vermittels mit demselben verbundener unverwechselbarer Steckvorrichtungen die für die betreffende Welle nötige
Einstellung der Rückkopplung erfolgt.
3. Kurzwellen-Röhrensender nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einstellung des Rückkopplungsgrades durch Einschalten eines bestimmten Teiles einer festen Rückkopplungsspule erfolgt.
4. Kurzwellen-Röhr ens ender nach Anspruch
ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß durch das Einführen des die gewünschte
Betriebs wellenlänge besitzenden Piezoresonators vermittels einer mit diesem unverwechselbaren verbundenen Steckvorrichtung
die Einstellung des für die betreffende Welle günstigsten Antennenkopplungsgrades
erfolgt.
5. Kurzwellen-Röhrensender nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wahl des Antennenkopplungsgrades durch Einschalten eines bestimmten Teiles einer
festen Kopplungsspule erfolgt.
6. Kurzwellen-Röhrensender nach Anspruch ι bis 5, gekennzeichnet durch die
Verwendung mehrerer durch einen gemeinsamen Quarzkristall gesteuerter und parallel
auf einem gemeinsamen Schwingungskreis arbeitender Röhren zwecks Steigerung der erzeugten Schwingungsenergie.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL70385D DE468629C (de) | 1927-12-06 | 1927-12-06 | Kurzwellen-Roehrensender |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL70385D DE468629C (de) | 1927-12-06 | 1927-12-06 | Kurzwellen-Roehrensender |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE468629C true DE468629C (de) | 1928-11-19 |
Family
ID=7282529
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL70385D Expired DE468629C (de) | 1927-12-06 | 1927-12-06 | Kurzwellen-Roehrensender |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE468629C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4543581A (en) * | 1981-07-10 | 1985-09-24 | Budapesti Radiotechnikai Gyar | Antenna arrangement for personal radio transceivers |
-
1927
- 1927-12-06 DE DEL70385D patent/DE468629C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4543581A (en) * | 1981-07-10 | 1985-09-24 | Budapesti Radiotechnikai Gyar | Antenna arrangement for personal radio transceivers |
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