DE470397C - Vorrichtung zum Befestigen der Knaggen auf Eisenbahnschwellen mittels elektrischer Widerstandsschweissung - Google Patents
Vorrichtung zum Befestigen der Knaggen auf Eisenbahnschwellen mittels elektrischer WiderstandsschweissungInfo
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- DE470397C DE470397C DESCH79283D DESC079283D DE470397C DE 470397 C DE470397 C DE 470397C DE SCH79283 D DESCH79283 D DE SCH79283D DE SC079283 D DESC079283 D DE SC079283D DE 470397 C DE470397 C DE 470397C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23K—SOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
- B23K11/00—Resistance welding; Severing by resistance heating
- B23K11/002—Resistance welding; Severing by resistance heating specially adapted for particular articles or work
- B23K11/004—Welding of a small piece to a large or broad piece
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Machines For Laying And Maintaining Railways (AREA)
Description
Gegenstand der Erfindung ist eine Mehrfachpunktschweißmaschine, welche zum Aufschweißen
der Befestigungsknaggen auf Eisenbahnschwellen dient.
Die Befestigung der Schienen auf Eisenbahnschwellen erfolgte bisher bekanntlich derart,
daß die zwei den Schienenfuß auf die
■ ■ Schwelle pressenden Befestigungsschrauben durch rechteckige Löcher der Schwelle mittels
rechteckigen Kopfes fassen. Die Lochung schwächt aber die Schwellendecke und gibt
Veranlassung zur Rißbildung. Auch ist die Einführung der Schrauben umständlich. Wegen
der Nachteile dieser Befestigungsart hat man vorgeschlagen, auf die Schwelle Knaggen
nach Abb. 1 der Zeichnung aufzuschweißen. Hier lassen die Knaggen eine
Lücke zwischen sich, welche den Kopf der Schwellenschraube aufnimmt. In diese Lücke
ao wird der Schraubenkopf von der Seite eingeführt.
Für diese Befestigungsart sind nun acht Knaggen pro Schwelle nötig, je zwei auf jeder
Seite des Schienenfußes. Soll die Schwelle nun nicht durch das Aufbringen der Knaggen
so verteuert werden, daß der Vorteil der neuen Befestigung wieder verlorengeht, so
IÄU& das Aufschweißen mit möglichst wenig
Zeit und wenig Bedienungsarbeit der Schweißmaschine ausgeführt werden. Die für solche
Schweißarbeit als nächstliegend erscheinende Methode des Abschmelzschweißverfahrens erfüllt
diese Forderung nicht genügend. Denn die Äbschmelzschweißung ist ein manuelles Verfahren, welches während des ganzen Vorganges
Beobachtung erfordert. Da ein Schweißer nicht mehr als höchstens zwei
Stellen und auch diese nur bei günstiger Lage beobachten kann, sind für jede Schwelle
mindestens vier Schweißer nötig, wenn, was bei laufender Arbeit erforderlich, die acht
bei laufender Arbeit erforderlich, die acht Knaggen im gleichen Gang geschweißt werden
sollen. Außerdem ist eine erhebliche Zugabe an abzubrennender Höhe am Knaggen nötig, und dies erschwert ein Innehalten der
richtigen Knaggenhöhe nach der Sehweißung.
Die anstrengende Beobachtung des beim Abschmelzen entstehenden Lichtbogens ermüdet
den Schweißer und gibt Gefahr für Fehlschweißungen.
Diese Arbeitsweise erscheint also, obgleich im Anfang anscheinend einfacher, unbrauchbar.
Die Mehrfachpunktschweißmaschine nach vorliegender Erfindung hat die vorgenannten
Mängel nicht.
Die Abb. 2 bis 7 zeigen schematisch den Bau und die Arbeitsweise der neuen Maschine.
Es arbeiten, wie Abb. 2 zeigt, zwei
Maschinenkörper gemeinsam auf die Schwelle. Jeder Maschinenkörper arbeitet mit vier Elektroden
auf vier Knaggen.
Die Schwellen werden auf einer Transportvorrichtung schrittweise bewegt. Diese Transportvorrichtung
kann nach Abb. 3 und Abb. 6 aus einem Parallelkurbelsystem bestehen, welches
jedesmal die auf Schienen in entsprechende Nuten der'Schienen gelegten Schwellen
anhebt, weiter transportiert und dann auf die Unterelektroden der Maschine herabsenkt.
Natürlich können statt Parallelkurbeln hierfür auch entsprechende Kurvenscheiben wirken.
Um die Knaggen in der richtigen Lage, wie sie etwa Abb. 4 andeutet, aufzulegen, werden dieselben von Haltern, welche nach
Abb. 4 ausgespart sind, gehalten, und sie werden jedesmal von zwei bedienenden Arbeitern,
welche an beiden Enden der Schwellen stehen, in diese in Abb. 4 gezeigten Halter eingesetzt.
Die Lücken der Halter, in welche die Knaggen gesetzt sind, sind federnd, so daß
die eingesetzten Knaggen darin gehalten werden, bis sie unter die Maschine kommen.
Sobald sich die Elektroden auf die Knaggen gesenkt haben und sie in ihrer Lage festhalten,
werden durch eine damit verbundene Bewegung die Knaggenhalter abgehoben.
Hierfür sind die Halter nach Abb. 5 um Drehpunkte D drehbar angeordnet, und sie
werden durch die sich nach oben bewegenden Stützen S abgehoben. Nach Durchlaufen
der Maschine werden die Schwellen von der Transportvorrichtung entweder auf Ablegetische
oder auf Wagen abgelegt, welche sie fortbefördern. Hierbei bleiben die Halter H
abgehoben, damit die Schwellen abgelegt werden können. Diese Halteknaggen sind nun
aber zu mehreren Paaren von einer besonderen Kette getragen, welche umläuft und jedesmal eine etwa nach Abb. 6 bei A ankommende
Schwelle von neuem so faßt, daß die Knaggen eingelegt werden können.: Der
rückkehrende Teil der die Greifer// tragenden Kette beginnt nach Ablegen der Schwellen
hinter der Maschine.
Die Elektroden, welche die Knaggen fassen und schweißen, können nun parallel arbeiten
oder in Reihe geschaltet sein^ Die Reihenschaltung, etwa nach Abb. 4a, bietet
den Vorteil, daß der Teil der Schwellen zwischen je zwei eine Schraube fassenden Knaggen
als Stromleiter für den Schweißstrom dient und dadurch eine Vorwärmung dieses
Teiles der Schwellen erfolgt, welche einmal ein schnelleres Schweißen ermöglicht, andererseits
bei Verwendung hochwertigen Materials für die Knaggen, welches etwa härtbar sein könnte, durch die Wärmespeicherung
in der Schwelle ein langsames Abkühlen bewirkt unid damit eine Härtung in der Schweiß-
! zone verhindert. Der Stromweg ist also nach i Abb. 4a folgender: Strom von auf Knagge 1
1 drückender Elektrode (Pol A des Transfor-J mators) durch Knaggen 1 in die Schwelle, in
' dieser (Pfeilweg) zum Knaggen 2, von diesem ! in diese anpressendes Kontaktstück, von diesem
über punktiert angedeuteten Leiter zum Kontaktstück, welches auf Knaggen 4 drückt,
von Knaggen 4 in die Schwelle, in dieser (Pfeilweg) zum Knaggen 3, von Knaggen 3 in
die auf 3 drückende Elektrode (Pol 5 des Transformators). Knaggen 1-2 und 3-4stehen
auf der Schwelle viel näher zueinander als 1-4 und 2-3, so daß nur ein sehr kleiner
Stromteil diagonal durch die Schwelle von 1 nach 3 fließt. Diese Reihenschaltung bietet
auch den Vorteil, daß infolge der hierdurch notwendig werdenden Verwendung einer hohen
Sekundärspannung die Schweißmaschine in weitgehendem Maße .unempfindlich wird
gegen Änderungen des Oberflächenwiderstandes, die bei einem solchen Artikel wie Eisenbahnschwellen
schwer vermeidbar sind. Denn da die einzelne Schweißstelle eine Sekundärspannung
von etwa 4 bis 5 Volt erfordert, ergibt sich für vier hintereinandergeschaltete Schweißstellen eine Spannung von etwa 16 bis
20 Volt, bei welcher eine Änderung des Oberflächenwiderstandes, welche etwa 2 Volt mehr
Abfall verursacht, wenig Einfluß auf die gesamte Leistung hat.
Die selbsttätige Arbeitsweise der Maschine kommt nun wie folgt zustande:
Die oberen Elektroden. E sind nach Abb. 7 mit einem Hebelsystem gekuppelt, welches
beispielsweise bei R seinen Drehpunkt' hat und bei P den Primärschalter, welchen eine
Federwirkung o. dgl. auszuschalten bestrebt ist, in der Schältstellung sperrt. Wird nun
die Elektrode mit einem bestimmten Druck aufgepreßt, welcher bei normalem Eisen beispielsweise
etwa ι kg pro Quadratmillimeter Schweißfläche beträgt, so beginnt das Ma- .
terial unter diesem Druck gerade in der richtigen Schweißhitze bildsam zu werden.
Infolge der Bildsamkeit preßt die Elektrode die Schweißstelle zusammen, ihre Bewegung
überträgt sich auf den Sperfer bei P, und dadurch wird der Primärschalter ausgelöst, no
Eine andere Druckeinstellung, beispielsweise der kleineren, ergibt ein Ansprechen erst
bei höherer Temperatur.
Mit dieser selbsttätigen Ausschaltung ist nun die Transporfbewegung und die Elek- 1x5
trodenbewegung derart gekuppelt, daß etwa durch Zwischenschaltung eines Verzögerungsrelais
die Elektrode noch eine kurze Zeit auf dem eben geschweißten Knaggen ruht, damit
die Schweißstelle unter Druck etwas erkältet, wobei aber, auch eine Druckerhöhung
nach. .erfolgter Schweißung ,noch erfolgen
kann. Unmittelbar danach wird dann die Elektrode abgehoben, und nach Abheben der
Elektrode erfolgt ein Weiterschalten der Transporteinrichtung um die Entfernung von
einer Schwelle zur anderen, wodurch sich eine neue Schwelle auf die Unterelektroden der
Maschine legt und wieder das Aufschweißen derart beginnt, daß die Elektroden sich auf
die Knaggen senken, während gleichzeitig
ίο durch damit gekoppelte Bewegung der Strom
eingeschaltet wird. Das Aufschweißen erfolgt also bei dieser Arbeitsweise und mit dieser
Vorrichtung selbsttätig, so daß der bedienende Arbeiter nicht durch die Beobachtung
der Schweißung selbst nennenswert in Anspruch genommen wird. Es ist also möglich,
daß bei einer solchen Arbeitsweise die ganze Bedienung der Maschine durch zwei Arbeiter
erfolgen kann, denen noch Zeit für kleine
ao evtl. notwendige Nebenarbeiten bleibt, weil für das Schweißen selbst etwa eine Zeit
von s/4 bis ι Minute angesetzt werden muß.
Die Druckschweißung verlangt wenig Zugabe in Höhe der Knaggen, ergibt aber in-
s5 folge der präzisen Auslösung des Schalters
immer vollkommen genau gleiche Knaggenhöhen und ist im Ergebnis in bezug auf Festigkeit der Schweißung der Abschmelzschweißung
gleichwertig, weil ja bei beiden Methoden die Schweißung nur in der Schweißtemperatur erfolgen kann, die hier
bei der selbsttätigen Schweißung, unabhängig von der Aufmerksamkeit der Bedienung, durch
den auf die Elektroden wirkenden Druck richtig eingestellt werden kann. Die Sicherheit j
ist bei dieser Arbeitsweise- also eine wesentlich größere als bei einem manuellen Verfahren.
Dabei wird mindestens die Hälfte der Arbeitslöhne gegenüber anderen Methoden gespart.
Claims (2)
1. Vorrichtung zum Befestigen der Knaggen auf Eisenbahnschwellen mittels
elektrischer Widerstandsschweißung, gekennzeichnet durch zwei gemeinsam auf
eine Schwelle wirkende Maschinen, welchen die zu schweißenden Schwellen durch eine mit den Maschinen und mit dem
Schweißvorgang gekoppelte Transportvorrichtung derart zugeführt werden, daß die Schwellen quer zu ihrer Längsrichtung
bewegt werden, während die Schweißung aller acht Knaggen in den Pausen der Transportbewegung derart erfolgt, daß
jede der beiden Maschinen vier Knaggen gleichzeitig und mit selbsttätiger Abschaltung
nach Erreichen der Schweißhitze schweißt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslösung
der schrittweisen Transportbewegung durch die den Knaggen aufpressende Elektrode
derart erfolgt, daß die mit einstellbarem Druck auf den Knaggen wirkende Elektrode
beim Bildsamwerden des Materials in der Schweißzone eine Bewegung ausführt, die sowohl die Stromabschaltung
als auch die Auslösung der Weiterbewegung bewirkt, wobei zwischen Stromabschalten,
Abheben der Elektrode und Auslösen der Transportbewegung eine Arbeitspause
liegt, in der die Elektrode nach erfolgter Schweißung noch eine kurze Zeit unter Druck auf den Knaggen ruhen
bleibt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH79283D DE470397C (de) | 1926-06-27 | 1926-06-27 | Vorrichtung zum Befestigen der Knaggen auf Eisenbahnschwellen mittels elektrischer Widerstandsschweissung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH79283D DE470397C (de) | 1926-06-27 | 1926-06-27 | Vorrichtung zum Befestigen der Knaggen auf Eisenbahnschwellen mittels elektrischer Widerstandsschweissung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE470397C true DE470397C (de) | 1929-01-14 |
Family
ID=7441809
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH79283D Expired DE470397C (de) | 1926-06-27 | 1926-06-27 | Vorrichtung zum Befestigen der Knaggen auf Eisenbahnschwellen mittels elektrischer Widerstandsschweissung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE470397C (de) |
-
1926
- 1926-06-27 DE DESCH79283D patent/DE470397C/de not_active Expired
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