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Kupplung für Perforiermaschinen Gegenstand der Erfindung ist eine
Kupplung zum mechanischen Antrieb von Perforiermaschinen, mit denen Papier oder
Karton verarbeitet wird. Kupplungen dieser Art werden in bekannter Weise mit der
Hand oder dem Fuß eingeschaltet und ebenso oder selbsttätig ausgeschaltet. Bekannte
Ausführungen sind die sogenannten Bolzen- oder Stiftkupplungen und verschiedene
Reibungskupplungen. Bei mäßiger Beanspruchung genügen diese beiden Kupplungsarten
meist, bei höherer zeigen sich dagegen Nachteile. In den Bolzenkupplungen schlagen
bei schnellerem Gang der Maschine bzw. größerer Umdrehungszahl der Antriebsscheiben
die Bolzen mit solcher Heftigkeit aneinander, daß sich häufig Beschädigungen und
Störungen der Maschine ergeben. Die Reibungskupplungen aber werden bei oft hintereinander
stattfindenden Einschaltungen, die sich z. B. bei Einzelschnittarbeiten auf Perforiermaschinen
etwa sechzigmal in der Minute wiederholen können, so heiß, daß sie nach -einiger
Zeit versagen, oder daß die Maschine, um das zu verhüten, vorübergehend stillgesetzt
werden muß. Ferner erfordert das fortgesetzte Ein- und Ausrücken sehr viel Friktionsmaterial,
und diese Unzulänglichkeiten steigern sich noch bedeutend, wenn von der Maschine
hohe Durchschlagskraft verlangt wird.
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Die nachstehend beschriebene Schwingkupplung hat die erwähnten Nachteile
nicht. Sie kann sehr schnell laufen, weil die kuppelnden Teile beim Einrücken eine
Gescfiwindigkeitsabnahme erfahren und demzufolge stoßfrei eingeschaltet werden.
Auch aus ununterbrochener Ein- und Ausschaltung ist ein Heißwerden nicht zu befürchten,
weil die in ihr arbeitenden Elemente keine anreibende (Friktions-) Tätigkeit verrichten.
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Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
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Abb. i veranschaulicht die Schwingkupplung im Aufriß beim Arbeiten;
der untere Teil ist teilweise im Schnitt dargestellt. Oberhalb der Kupplung ist
ein Stück Perforiermaschine sichtbar.
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Abb. -2 zeigt sie beim Arbeiten in einer Perforiermaschine im Seitenriß:
hier ist der obere Teil der Maschine im Schnitt dargestellt. Die Stellung der Kupplung,
die der höchsten Lage des Schneidwerkzeuges entspricht, ist stark, die, die der
tiefsten entspricht, strichpunktiert gezeichnet.
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Abb.3 zeigt die Kupplung im ausgerückten Zustande im Aufriß.
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Abb. q., 5 und 6 stellen wichtige Teile der Kupplung dar.
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Der Antrieb der Maschine erfolgt durch die Antriebsriemenscheibe i,
die auf der Welle 2 festsitzt. Die Welle z dreht sich in dem Lager 3, das mit -
dem Perforiermaschinenfuß q. fest verbunden ist. Auf der Welle 2 sitzt gegenüber
der Antriebsriemenscheibe die Kurbel 5 mit dem Kurbelzapfen 6. Dieser treibt durch
die Zugstange 7 den Bolzen 8, der in dem Schwinghebel 9 festsitzt. Der Schwinghebel
9 ist in Abb. 4 im Grund-und
Aufriß besonders herausgezeichnet.
Er wird durch den Bolzen 8 in dauernde schwingende Bewegung versetzt, wie das die
in Abb.2 und 3 gezeichneten Pfeile andeuten.
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Die starkgezeichnete Stellung in Abb. 2 entspricht dem tiefsten Stande
des Schwinghebels 9 und dem höchsten des Schneidwerkzeuges, die strichpunktierte
dem höchsten Stande des Schwinghebels 9 und dem tiefsten des Schneidwerkzeuges.
Im Schwinghebel 9 beweglich lagert der Bolzen i o. Mit ihm ist an der einen Seite
die Kupplungsklinke i i, auf der anderen Seite die Leitklinke 12, die die gleiche
Form wie die erstere hat, fest verstiftet. An der Nabe des Schwinghebels 9 befindet
sich der feste Ansatz 13. In gekuppeltem Zustande schließt die Kupplungsklinke i
i zusammen mit dem Ansatz 13 den Kupplungsnocken 14 fest ein, so wie das in Abb.
q. dargestellt ist. Der Kupplungsnocken 1¢ sitzt auf einer Nabe 15 und ist mit ihr
fest verbunden. In Abb. 5 ist die Nabe 15 mit dem Kupplungsnocken 1 4. dargestellt.
Dieser und die mit ihm fest verbundene Nabe 15, die ihrerseits mit der Welle 16
verstiftet ist, machen dabei die Schwingbewegung des Hebels 9 mit. Die Welle 16
überträgt in bekannter Weise die Bewegung über die exzentrischen Ansätze 17 und
die Zugstangen 18 auf das Kopfstück 19, das sich hebt und senkt, wie es die Pfeile
am Kopfstück i9 (Abb. 2) zeigen. Mit dem Kopfstück hebt und senkt sich das Schneidwerkzeug
2o. Soll die Kupplung gelöst werden, dann wird der im Fuß, q. der Maschine gelagerte
Bolzen 21 mit dem Auflaufstück 22 unter die Leitklinke 12 geschoben.
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Dadurch wird die Leitklinke 12 und mit ihr die Kupplungsklinke i i
ausgehoben. Die Kupplung ist dann ausgeschaltet, denn die Kupplungsklinke i i gleitet
über den Kupplungsnocken 1 ¢ hinweg, ohne ihn in Bewegung zu setzen. Die Bewegung
des Auflaufstückes 22 kann durch verschiedene Einrichtungen erfolgen, und zwar mit
dem Fuße, der Hand oder selbsttätig. Das Einschalten der Kupplung erfolgt durch
seitliches Verschieben des Auflaufstückes 22 in der Pfeilrichtung, wie die Abb.
i zeigt. Die Leitklinke 12 und die mit ihr durch den Bolzen i o fest verbundene
Kupplungsklinke z i fallen beim Einschalten aus der in Abb. 2 strichpunktiert gezeichneten
in die starklinig gezeichnete Stellung, herunter, wenn sich der Schwinghebel 9 in
der tiefsten Stellung befindet. Die Kupplungsklinke i i setzt sich bei einer in
dieser Stellung der Kurbel 5 erheblich verminderten Geschwindigkeit des Schwinghebels
9 vor den Kupplungsnocken 14 und bewegt, wie schon erwähnt, durch ihn die Welle
16 und damit die Zugstange 18, die ihrerseits den Balken i9 und damit das Schneidwerkzeug
in Bewegung setzt.