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mit Klaviatur arbeitende Lesevorrichtung für Kartenschlagmaschinen,
bei der jede der zu den Nadeln einer Kartenschlagmaschine führenden Schnüre mit
einer quer zur Schnurzugrichtung ablenkbaren, mit mitnehmervorsprüngen versehenen
Stange verbunden ist Um das mühsame und kostspielige Levieren zu vermeiden, hat
man schon Einrichtungen vorgeschlagen, die es gestatten sollen, mittels einer Klaviatur
das Einlesen der Lochstempel an Jacquardkartenschla.gmaschinen zu bewirken.
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Hierbei war die Klaviatur meist an der Kartenschlagmaschine selbst
angebracht, so daß diese Maschinen besonders ausgebildet werden mußten und gleichwohl
nur eine geringe Anzahl von Tasten vorgesehen werden konnte. Man hat aber auch schon
besondere Einlesevorrichtungen vorgeschlagen, hei denen die aus einer Kartenschlagmaschine
gewöhnlicher Art herausführenden Schnüre mit je einer längsverschieblichen Stange
der Einlesevorrichtung verbunden wurden und durch Niederdrücken der Tasten eine
entsprechende Längsverschiebung der Stange und der Schnur hervorgebracht wurde.
Auch die Einrichtungen letztgenannter Art besitzen den Nachteil, daß sie noch umfangreiche
Vorrichtungen mit vielen Teilen darstellen, die dementsprechend leicht Betriebsstörungen
unterworfen sind.
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Gemäß der Erfindung ist es gelungen, mit einer äußerst einfachen,
nur wenige Teile benötigenden, also wenig Raum erfordernden Vorrichtung, die als
Zusatzeinrichtung an Leviervorrichtungen gedacht ist, jedes Muster sehr rasch auf
die Jacquardkartenschlagmaschine zu übertragen, wobei eine beliebig große Anzahl
von Tasten (i ooo und mehr-) verwendet werden kann, nämlich ebenso viele Tasten
als die zu schlagende Jacquardkarte für die Breite des :Musters Nadeln zu beeinflussen
hat.
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Die neue Vorrichtung bietet den an sich bekannten Vorteil, daß sie
die Einstellung jeder Schußreihe des Musters nach der Patrone vor dem Schlagen der
Karte in übersichtlichster Weise im ganzen zu prüfen und gegebenenfalls zu berichtigen
erlaubt. Als weiteren, sehr wichtigen Vorteil bietet die Erfindung noch die Möglichkeit,
die Tastatur so zu bedienen, daß weniger als die Hälfte der für eine Schußreihe
des Musters erforderlichen Tasten bedient werden muß.
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Im wesentlichen besteht die Erfindung darin, daß die zu den Nadeln
einer Kartenschlagmaschine gewöhnlicher Art führenden Schnüre, welche mittels je
einer Taste der Klaviatur quer zur Zugrichtung verlagert werden, derart mit Mitnehmervorsprüngen
ausgestattet und einer so gestalteten Verschiebeeinrichtung zugeordnet sind. daß
nur den verlagerten Stangen, deren Vorsprünge sich im Wege der Verschiebevorrichtung,
vorzugsweise
einer entsprechend geformten Platte, befinden, mitgenommen
werden, um dann die Verschiebung dieser Platte o. dgl. durch die Stangen und Schnüre
auf die Kartenschlagmaschine zu übertragen.
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Auf diese Weise ist die Möglichkeit gegeben, die Auslösevorrichtung
mit denkbar wenigen Teilen und daher besonders betriebssicher zu bauen.
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Das in der Zeichnung in schematischer Weise veranschaulichte Ausführungsbeispiel
möge die Vorrichtung und deren Wirkung näher erläutern.
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Abb. t zeigt eine schematische @Seitenansicht der hauptsächlichsten
Teile.
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Abb. 2 zeigt ebenfalls in Seitenansicht Einzelheiten in größerem Maßstab.
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Abb. 3 ist ein Schnitt nach Line A-B der Abb. 2 ebenfalls in größerem
Maßstab.
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a ist die Kartenschlagmaschine. b sind die in bekannter Weise aus
ihr herausgeführten Schnüre. Die freien Enden dieser Schnüre sind an Stangen c befestigt,
die längsverschiebbar und mittels je einer Taste d anhebbar sind. Die Tasten d sind
um Gelenke oder Gelenkstangen e auf feststehenden Böckchen f oder einem entsprechenden
Rahmen schwingbar. Die Schwingbewegung ist durch entsprechende Anschläge begrenzt,
so daß die Tasten entweder die Stellung der in Abb.2 mit d bezeichneten Tasten oder
die Stellung der in Abb.2 mit d' bezeichneten Tasten einnehmen können. An den schwingbaren
Tasten sind Zugstangen g aasgelenkt, welche um die Stangen c mittels Führungsstiften
h o. dgl. herumgreifen, wie besonders aus Abb. 3 ersichtlich ist.
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Die Stangen c sind durch entsprechende Schlitze h einer gemeinsamen
Plattei hindurchgeführt und tragen seitliche Vorsprünge, z. B. Stifte m. Die Schlitze
h sind, wie Abb. 4 zeigt, in ihrem oberen Teil enger als in ihrem unteren Teil.
Die Stifte m der im unteren Teil der Schlitze k liegenden Stangen c können durch
die Erweiterungen der Schlitze ungehindert hin und her gehen. Ist jedoch eine Stange
angehoben, wie die in Abb.2 und 4 mit c" bezeichnete Stange, dann kommt ihr Stift
m vor die Begrenzungswand des engen Teiles des Schlitzes und verhindert eine Längsverschiebung
der Stange gegenüber der Platte i in der einen Richtung.
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.Bei der Benutzung der neuen Vorrichtung wird das in üblicher Weise
in einer Patrone niedergelegte Muster auf den Tasten d abgetastet, d. h. je nach
dem Muster werden die Tasten d entweder in der einen Endstellung gelassen oder in
die andere Endstellung umgelegt, wobei jeweils die zugehörige Stange c in die Stellung
c' angehoben wird. Ist so eine Schußreihe des Musters durch entsprechende Einstellung
der Tasten d und Stangen c festgelegt, so wird mittels irgendeiner nicht gezeichneten
Vorrichtung die Platte i in die durch strichpunktierte Linien angedeutete Stellung!'
verschoben. Hierbei werden die Stifte m der angehobenen Stangen c von der Platte
mitgenommen und ziehen an den Schnüren b der Kartenschlagmaschine, während die anderen
Stangen c und Schnüre b unbeeinfiußt bleiben. Dadurch wird das Muster in. bekannter
Weise auf die Kartenschlagmaschine übertragen und beim nächsten Niedergang der Nadeln
der Kartenschlagmaschine die entsprechende Karte fertiggestellt.
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Sodann werden die Tasten entsprechend der nächstfolgenden Schußreihe
der Patrone neu eingestellt und die vorhin erläuterten Vorgänge wiederholt.
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Den Tasten ist vor allem deshalb eine Kippbewegung an Stelle der sonst
bei Tastenbewegung gebräuchlichen Aufundabbewegung gegeben, damit die Stellung der
einzelnen Tasten besser nachgeprüft werden kann. Das Feststellen der nichtgedrückten
Tasten erfolgt mittels Rasten u. dgl.
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An Stellen des Musters, wo nur wenig Tasten umgestellt werden müssen,
kann mit der neuen Vorrichtung überaus schnell gearbeitet werden, ebenso aber auch
an Stellen, wo fast alle Tasten umgestellt werden müssen; denn man kann hierbei
Lineale zum Umkippen der Tasten verwenden, von denen dann nur wenige dem Muster
entsprechend umgestellt werden müssen.
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Zur Verschiebung der Platte i wird ein nicht gezeichneter Handhebel
mit entsprechender Bewegungsübertragung .benutzt. Die Bewegungsübertragung von den
Tasten auf die Stangen c könnte auch in irgendeiner anderen Weise als mittels der
gezeichneten, besonders einfachen Einrichtung erfolgen.