DE470492C - Diesellokomotive - Google Patents
DiesellokomotiveInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61C—LOCOMOTIVES; MOTOR RAILCARS
- B61C5/00—Locomotives or motor railcars with IC engines or gas turbines
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Transportation (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Details Of Gearings (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 17. JANUAR 1929
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M470492 KLASSE 20 b GRUPPE
Diesellokomotive
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. Dezember 1926 ab
Die Erfindung bezweckt die Beseitigung von Schwierigkeiten, die sich insbesondere
bei der Konstruktion von Vollbahn-Diesellokomotiven bemerkbar gemacht haben, bei
denen der Antrieb durch einen Dieselmotor neuzeitlicher Bauart erfolgt, d.h. durch eine
schnellaufende, vielzylindrige Maschine. Die Erfahrung hat ergeben, daß für den Antrieb
von Vollbahnlokomotiven nur Dieselmotoren
ίο der gekennzeichneten Art praktisch in Frage
kommen. Der Einbau dieser langgestreckten Motoren macht insofern Schwierigkeiten, als
wegen der durch die Länge des Motors bedingten großen gegenseitigen Entfernung der
Befestigungsstellen die Biegungen und Verwindungen des Lokomotivrahmens, die sich
im Betrieb praktisch nicht vermeiden lassen und deren Vermeidung z. B-. im Interesse der
sogenannten Kurvenfühligkeit der Lokomotive
ao gar nicht einmal, erwünscht ist, sich auf den Motor übertragen und dadurch zu erheblichen
Störungen Veranlassung geben können. Diese Abhängigkeit von den Deformationen das
Hauptrahmens ist nicht nur für den Motor selbst, sondern auch für das ganze aus dem
Motor und dem die Kraft auf die Treibachsen weiterleitenden Getriebe, sei es mechanischer
oder -elektrischer Art, bedenklich, besonders aber wenn die Kraftübertragung durch
ein Zahnradwechselgetriebe vermittelt wird.
Man hat versucht, diesen Schwierigkeiten dadurch zu begegnen, daß man das Motoruntergestell
besonders kräftig ausführte und es mit dem ebenfalls möglichst kräftig gehaltenen
Lokomotivrahmen _ starr verband. Dadurch wurde ein einheitliches System von
großer Festigkeit erzielt, dem die im normalen Betrieb auftretenden äußeren Beanspruchungen
nicht mehr viel anhaben konnten. Auf diese Weise wurde auch der Motor vor schädlichen
Beanspruchungen geschützt. Diese Lösung des Problems zeigt aber 'erhebliche Nachteile.
Einmal erhöhen sich durch die schwerere Ausführung des Hauptrahmens sowie des Motorrahmens die Herstellungskosten nicht
unerheblich, zumal Dieselmotoren der handelsüblichen Bauart sich nicht ohne weiteres
für den Einbau verwenden lassen. Ferner er gibt sich eine erhebliche Gewichtserhöhung,
die recht unerwünscht ist. Schließlich aber, und das ist vielleicht das wichtigste, verliert
j der Lokomoftivrahmen durch die starre Verbindung mit dem Motor völlig seine elastische
Def ormierbarkeit und damit seine Anpassungsfähigkeit gegenüber den beim Fahren über
LTnebenheiten, beim Durchfahren von Weichen
und Kurven auftretenden Stößen, Biegungsund Verwindungsbeanspruchungen sowie
anderen äußeren Betriebseinflüssen.
Die Erfindung löst nun die gekennzeichnete Aufgabe unter Wahrung der Deformierbarkeit
des Hauptrahmens und Vermeidung der den bisher bekannten Lösungen an-
; haftenden Übelstände dadurch, daß sie einen besonderen Hilfsrahmen vorsieht, der den
Dieselmotor unmittelbar trägt und seinerseits sich nur an einzelnen voneinander entfernt
\ liegenden Punkten derart auf den Haupt-
rahmen aufstützt, daß der Hilfsrahmen sich diesem gegenüber in wagerechter Richtung
verschieben kann, wobei die Verbindung der beiden Rahmen nur an einer Stelle eine unverschiebbare
ist. Die Lagerung des mit dem Motor meist unmittelbar gekuppelten Getriebes erfolgt dabei durch Vermittlung der
den Antrieb auf die Treibachsen der Lokomotive übertragenden Blindwelle, die das ganze
ίο Getriebe trägt, wobei nur noch eine Sicherung gegen Kippen um die Achse der Blindwelle
erforderlich ist, die durch zwei beispielsweise am Hilfsrahmen vorgesehene, eine Verschiebimg
des Getriebegehäuses in wagerechter Richtung zulassende Stützpunkte erreicht
wird. Die Lagerung des Hilfsrahmens am Hauptrahmen kann ebenfalls durch Vermittlung
der BlindweEe und seine Abstützung im übrigen gleichfalls mittels von 'eine Ver-Schiebung
in wagerechter Ebene zulassenden Stützpunkten, des Hauptrahmens erfolgen. Die
Benutzung der BEndwelle für die Abstützung des Hilfsrahmens bzw. des Getriebes bietet
den Vorteil, daß von den Kupplungsstangen oder Treibrädern her nachteilige Beanspruchungen
auf das Antriebsaggregat nicht übertragen werden.
Eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung in Anwendung auf eine DieseUokomotive
mit Zahnradwechselgetriebe veranschaulicht die Zeichnung, die in
Abb. ι eine schematische, in
Abb. 2 eine mehr konstruktiv gehaltene Darstellung der betreffenden Lokomotive in Seitenansicht und teilweisem Schnitt zeigt, während
Abb. ι eine schematische, in
Abb. 2 eine mehr konstruktiv gehaltene Darstellung der betreffenden Lokomotive in Seitenansicht und teilweisem Schnitt zeigt, während
Abb. 3 die Lokomotive von vorn gesehen darstellt.
Auf dem sich auf 'die Achsen 1 stützenden Hauptrahmen 2 der Lokomotive ist in der
Nähe, zweckmäßig unmittelbar über einem der Querträger 13, eine Auflage 3 angebracht,
die sich quer über die ganze Breite des Rahmens erstrecken kann. Auf diese Auflage
3 stützt sich der Hilfsrahmen 4 derart auf, daß er sich in wagerechter Richtung
auf ihr verschieben kann. Auf dem Hilfst rahmen ruht der Verbrennungsmotor 5, der
mit dem Hilfsrahmen 4 auf der einen, dem Getriebe 8 zugekehrten Seite bei 6 starr verbunden
ist, während er im übrigen ähnlich wie der Hilfsrahmen 4 auf dem Hauptrahmen
2 so aufruht, daß er sich ihmgegeniüber in wagerechter Richtung frei verschieben
kann.
Die Welle des Motors 5 steht durch eine Kupplung 7 mit der Hauptwelle des Zahnradgetriebes 8 in Verbindung. Das Getriebe
ist in ein Gehäuse eingeschlossen, das mit seitlichen Vorsprängen auf Stützpunkten 10, 10
des Hilfsrahmens 4 auf ruht. Außerdem ist
das Getriebegehäuse in dem Hilfsrahmen durch die Blindwelle 9 verbunden, die sowohl
im Getriebegehäuse wie auch im Hilfsr rahmen 4 und außerdem im Hauptrahmen 2 gelagert ist, derart, daß die Verbindung sowohl
des Getriebegehäuses wie auch des Hilfsrahmens 4 mit dem Hauptrahmen eine gelenkige ist.
Da der Hilfsrahmen 4 nur an einer Stelle, nämlich bei 9, unverrückbar, dabei aber drehbar
mit dem Hauptrahmen verbunden ist, während er sich (im übrigen frei gegen den Hauptrahmen verschieben kann, macht er
irgendwelche Verlagerungen !und Verwindüngen
des Hauptrahmens nicht mit und nimmt auch keine Kräfte auf. Ferner ist es unmöglich, daß, abgesehen von den GewichtsF-kräften,
irgendwelche Beanspruchungen vom Antriebsmotor wie auch vom Getriebe in den Rahmen gelangen können. Dies gilt auch für
die bei der Kraftübertragung von der Blindwelle 9 auf die Radachsen 1 auftretenden
Kräfte. Dies wird ohne weiteres ersichtlich, wenn man die Blindwelle 9 als zum Rahmen
gehörig betrachtet, was wegen der festen Lagerung im Rahmen 2 Ohne weiteres zulässig
ist. Es leuchtet dann ohne weiteres ein, daß die auftretenden Kurbelkräfte und ihre Rückwirkung im Rahmen 2 auf das
Getriebe 8 keinen Einfluß haben.
Claims (6)
- Patentansprüche:; i.'Diesellokomotive mit langgestrecktem, ■ vielzylindrigem Motor üblicher Bauart, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor (5) auf einem besonderen Hilfsrahmen (4) ruht, der an einzelnen voneinander entfernt liegenden Punkten auf dem Hauptrahmen (2) abgestützt ist, und der Hilfsrahmen (4) an der einen Stelle (9) in wagerechter Ebene unverschiebbar mit dem Hauptjrahmen (2) verbunden ist, während an den übrigen Stützpunkten (3) der Hilfsrahmen (4) gegenüber dem Hauptrahmen (2) in wagerechter Ebene verschiebbar ist.
- 2. Diesellokomotive nach Anspruch 1 mit Kraftübertragung durch Getriebe auf eine Blindwelle, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsrahmen (4) auf der Getriebeseite durch Vermittlung der Blindwelle (9) schwingbar am Hauptrahmen (2) gelagert ist.
- 3. Diesellokomotive nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse des mit dem Motor gekuppelten Getriebes (8) nur durch Vermittlung der den Antrieb auf die Treibachsen übertragenden Blindwelle (9) am Hauptrahmen gelagert, im übrigen aber nur in' zweiein Kippen um die Blindwelle verhinderndem Punkten (io) abgestützt ist.
- 4. Diesellokomotive nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebegehäuse (8) sich in zwei seitlich der BlindweEe (9) liegenden Punkten (10^ auf dem Hilfsrahmen abstützt.
- 5. Diesellokomotive nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor (5) auf dem dem Getriebe (8) zugekehrten Ende starr mit dem Hilfsrahmen (4) verbunden ist und auf dem anderen Ende so aufruht, daß der Motor in wagerechter Ebene auf dem Hilfsrahmen (4) verschiebbar ist.
- 6. Diesellokomotive nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung des Hilfsrahmens (4) mit dem Hauptrahmen (2) über den Querversteifungen (13) des letzteren erfolgt.Hierau 1 Blatt Zeichnungen. CKiliirCKT
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH109389D DE470492C (de) | 1926-12-24 | 1926-12-24 | Diesellokomotive |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH109389D DE470492C (de) | 1926-12-24 | 1926-12-24 | Diesellokomotive |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE470492C true DE470492C (de) | 1929-01-17 |
Family
ID=7170796
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH109389D Expired DE470492C (de) | 1926-12-24 | 1926-12-24 | Diesellokomotive |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE470492C (de) |
-
1926
- 1926-12-24 DE DEH109389D patent/DE470492C/de not_active Expired
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