DE470585C - Vorrichtung zum Bespruehen frisch bedruckter Bogen mit fluessigem Wachs oder Paraffin - Google Patents

Vorrichtung zum Bespruehen frisch bedruckter Bogen mit fluessigem Wachs oder Paraffin

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DE470585C
DE470585C DEG67316D DEG0067316D DE470585C DE 470585 C DE470585 C DE 470585C DE G67316 D DEG67316 D DE G67316D DE G0067316 D DEG0067316 D DE G0067316D DE 470585 C DE470585 C DE 470585C
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    • B41F23/08Print finishing devices, e.g. for glossing prints

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

  • Vorrichtung zum Besprühen frisch bedruckter Bogen mit flüssigem Wachs oder Paraffin Die Erfindung bezieht sich auf eine Spritzvorrichtung, um frisch bedruckte Bogen mit einer feinen Haut geschmolzenen Wachses oder Paraffins zu bedecken; diese Schicht verhindert nach der sofortigen Erkaltung ein Abklatschen der Druckfarbe eines Bogens auf einen anderen beim Aufstapeln der Bogen.
  • Das Verfahren, auf solche Weise das Abklatschen aufeinander gestapelter Bogen zu verhindern, ist bekannt.
  • Die nachstehend beschriebene Vorrichtung wirkt in der Weise, da.ß mittels einzelner nebeneinander-aufgereihter Düsen der Sprühhauch, der durch Aufgreifen des geschmolzenen Wachses oder Paraffins mittels Schöpfräder und durch Fortblasen des aufgegriffenen Wachses mittels Preßluftstromes erzeugt wird; so auf den Druckbogen überführt wird, daß die Sprühhauchströme der nebeneinander angeordneten Düsen einander teilweise überdecken.
  • Die bisher verwendeten Sprühvorrichtungen arbeiteten nun nicht wirtschaftlich; sie versprühten das geschmolzene Wachs oder Paraffin sehr im Druckraum und vergaudeten dadurch unnütz das geschmolzene Wachs bzw. Paraffin.
  • Die vorliegende Spritzvorrichtung dagegen wirkt nur gegen den darunterliegenden, unter der Vorrichtung liegenden Druckbogen, verhindert also ein Versprühen in dem Druckraum. Auch ist sie so eingerichtet, daß überschüssiges, der Vorrichtung zugeführtes flüssiges Wachs oder Paraffin aus dem Trog der Vorrichtung abgeführt und dem Sammielschmelzgefäß wieder zugeführt wird. Ferner können die einzelnen nebeneinanderliegenden Düsenkörper nach Belieben außer Betrieb gesetzt werden; auch können die Schöpfräder für das geschmolzene Wachs oder Paraffin in beliebigen, auch regelbaren Zeiträumen, z. B. während des Neueinlegens von zu bedruckenden Bogen in die Druckpresse, außer Betrieb gesetzt werden.
  • Die Vorrichtung ist auf der Zeichnung veranschaulicht, und zwar stellen dar: Abb. r einen Querschnitt durch die Spritzvorrichtung nach der Schnittlinie i-i in Abb. z, Abb. z linkerhand eine Reihe von Spritzdüsenkörpern von der Vorderseite und rechterhand Düsenkörper mit abgenommenen Spritzplatten, Abb.3 in Vorderansicht und verkleinertem Maßstab die gesamte Spritzvorrichtung, Abb. q. in vergrößertem Maßstab eine Draufsicht der das geschmolzene Wachs oder Paraffin in die Spritzdüse überführenden Fördervorrichtung, Abb. 5 ebenfalls in vergrößertem Maßstab den Antrieb der das geschmolzene Paraffin fördernden Pumpe in Ansicht und Abb. 6 die Verteilung des Sprühhauches auf dem bedruckten Papierbogen.
  • In einem ortsfest gelagerten, Trog 6 sind auf einer in Lagern 7 geführten Welle 17 die Schöpfräder i aufgekeilt, die in das Becken ?- tauchen und bei der Drehung der Welle 17 (irn Sinne des Pfeiles (Abb. i) das geschmolzene Wachs oder Paraffin aus dem Becken 2 herausschöpfen und dem Düsenkörper zuführen. Hinter dem Tauchbecken 2 und von diesem durch einen Überlauf 9 getrennt, ist ein Sammelbecken 8 angelegt, das das überschüssige Wachs aufnimmt und dieses durch eine Rohrleitung 23 wieder in das erwärmte Sammelgefäß 22 (Abb. 3) abführt.
  • ig sind Heizvorrichtungen beliebiger Art, um den Trog 6 und das in, dem Tauchbecken 2 und dem Sammelbecken 8 befindliche Wachs oder Paraffin flüssig zu .erhalten.
  • Der Trog 6 trägt auf seiner Oberseite das Zuführungsrohr io für die Preßluft. Auf der Oberseite des Troges 6 sind eine Anzahl Düsenkörper 12 nebeneinander aufgereüft, deren jeder einen Preßluftkanal q. besitzt. Das Rohr i o hat 'Öffnungen i i, durch die f reßluft aus dem- -Rohr io in den Kanal q. der Düsenkörper 12 eintreten kann. Vor der vorderen Öffnung des Kanals q. ist eine Platte 15 (Abb. 2) mit U-förmigen Schlitzen angeord- . net und davor die Deckplatte 16. Die Unterkante der Deckplatte 16 ist mit Öffnungen versehen, die mit den Schlitzen in- der Platte 15 in einer Flucht liegen; in diesen so. geschaffenen Raum mündet ein Kanal 5 des Düsenkörpers 12. Dieser hat an seiner inneren, dem Schöpfrad i zu gelegenen Seite eine Kratzkante 13, die auf dem Schöpfrad i reitet und durch ihre Kratzwirkung Wachs von -dem Schöpfrad in die Tasche 5a des Düsenkörpers 12 bringt. Beim Durchströmen der Preßluft durch den Kanal q. wird .eine Saugwirkung in der Tasche 5d und dem Kanal 5 hervorgerufen, so daß das geschöpfte Wachs hinter die Düsenplatte 16 tritt und von dort durch den aus dem Kanal q. austretenden Preßluftstrorn fortgerissen wird.
  • Der Düsenkörper 12 ist durch eine Feder 14 belastet. Wird er in die Höhe geschwungen, also von dem Schöpfrad i abgehoben, so ist auch die Öffnung i i des Preßluftröhres io verschlossen, und @es kann Preßluft nicht zu dem Kanal q. gelangen.
  • Dadurch, daß die einzelnen Düsenkörper 12 über je ;einem Schöpfrad i vorgesehen sind, und diese Düsenkörper 12 uns.chwenkbar sind, wird ein sparsamer Verbrauch von flüssigem Wachs oder Paraffin herbeigeführt.
  • Das flüssige Wachs wird aus dem Schmelzund- Sammelgefäß 22, in gern es verflüssigt wird, mittels -einer Pumpe 24. in die Rohrleitung 21 und von. dort in den Trog 6 bzw. das Becken 2 übergeführt. Die Pumpe 24 wird von dem Kurbelzapfen 35 (Abb. ¢) der Wehe 25 angetrieben. Der Kurbelzapfen 35 greift in einen Schlitz 36 zwischen den durch eine Feder zusammengehaltenen Armen 37 (Abb. 5) ein. Die Arme 37 sind mit dem Kolben 38 der Pumpe 24 verbunden. Die Federarme 37 können bei zufälligem Anhalten des Kolbens nachgeben, so daß an diesem Teil der Fördervorrichtung für das flüssige Wachs nichts zerstört wird.
  • Um die Welle 17, auf der die Schöpfräder i sitzen, zu :drehen, damit diese das Wachs an die Kratzkante 13 des Düsenkörpers 12 abgeben, aber auch, um die Welle 17, beispielsweise wenn eine Pause beim Einlegen neuer Druckbogen eintritt öder in regelmäßig wiederkehrenden Pausen, stillsetzen zu können, ist die in Abb. 3 und q. dargestellte Einrichtung getroffen. Die Welle 17 wird von dem Zahnrad 31 angetrieben. Die Antriebswelle 25 (Abb. 3 und q,), die stetig durch ein Kettenrad 26 angetrieben wird, trägt das Kegelräderpaar 27, das das Reibgetriebe 28, 29 treibt. Von diesem ist die Reibscheibe 29 in der Achsrichtung verschiebbar auf seiner Welle 3o, die durch das Zahnrad 31 die Welle 17 treibt. Die Geschwindigkeit der Welle 17 und damit der Schöpfräder i bestimmt die Menge -des abgestreiften Wachses und kann dadurch geändert und geregelt werden, daß die Reibscheibe 28 des Getriebes 28, 29 der Welle 30 genähert oder von ihr entfernt wird.
  • Die Reibscheibe 29 wird durch eine Feder 32 gegen die Reibscheibe 28 angedrückt. Um aber den Antrieb der Welle 30 und dangt der Welle 17 in regelmäßigen Zeitabschnitten aufzuheben, ist auf der Welle 25 ein Kamm 33 angeordnet, der den Kuppelhebel 3 iu beeinflußt und damit die Reibscheibe 29 von der Reibscheibe 28 abhebt und -dadurch die Welle 3o, das Zahnrad-31 und die Welle 17 stillsetzt. Während des Stillstandes der Welle 17 kann dann auch Wachs oder Paraffin aus der Spritzvorrichtung nicht fortgespritzt werden. Dieser Stillstand kann mit .der Pause zusammenfallen, während der das Abliefern eines bedruckten :Bogens von .der Druckpresse stattfindet. Der Kamm 33 ist mit einem einstellbaren Flansch 34 versehen, so daß die Zeit .des Stillstandes der Welle 17 _ 'beliebig bestimmt werden kann.
  • Die Wirkungsweise der Spritzvorrichtung ist folgende: Die durch den Kanal q. der Düsenkörper 12 hindurchströmende Druckluft treibt die von den Schöpfrädern i mittels der Kratzkante 13 abgekratzte flüssige Wachsmasse unter Vermittlung :des Sdügkactals 5 - an den. Düsenplatten 15, 16 :entlang nach unten. Die nach unten getriebenen Sprühstrahlen benachbarter Düsenkörper 12 überdecken teilweise einander, wie in Abb. 6 dargestellt ist. Um irgendeinen Sprühstrahl zu unterbrechen, kann der entsprechende Düsenkörper 12 unter Spannung der Feder 14 aufwärts gegen die Luftleitung i o gedreht werden, wodurch eine sofortige Unterbrechung der Tätigkeit dieses Düsenkörpers herbeigeführt wird. Eine zeitweise Unterbrechung sämtlicher Sprühstrahlen wird dadurch herbeigeführt, daß die Drehung der Welle 3o durch den Kamm 33, 34 unterbrochen wird. Eine gänzliche Unterbrechung der Sprühstrahlen kann dadurch herbeigeführt werden, daß man das Kettenrad 2Ü auf der Welle 25 nicht mehr antreibt, wodurch dann auch die Pumpe 24 stillgesetzt wird, so daß kein Wachs oder Paraffin aus dem Behälter 22 nach dem Trog 6 befördert wird. Die Menge des geförderten Wachses wird dadurch geregelt oder verändert, daß man die Reibscheibe 28 des Reibgetriebes 28, 29 der Welle 3o nähert oder von dieser entfernt.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Besprühen frisch bedruckter Bogen mit flüssigem Wachs oder Paraffin, dadurch gekennzeichnet, daßoberhalb des Druckbogens ein vorn einem heizbaren Sammelgefäß (22) mit flüssigem Wachs oder Paraffin gespeister Trog (6) angeordnet ist, aus dessen Becken (2) mittels umlaufender Schöpfräder (i) das flüssige Wachs oder Paraffin geschöpft und dann durch einen Preßluftstrahl auf den Bogen aufgespritzt wird, wobei für jedes Schöpfrad (i) ein besonderer von der Preßluftzuleitung abschaltbarer Düsenkörper (12) vorgesehen ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Trog (6) mit dem Sammelgefäß (22) durch eine Umlaufleitung in Verbindung steht.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Schöpfräder (i) und die sie überdeckenden Düsenkörper (12) in solchen Abständen nebeneinander angeordnet sind, daß die Sprühstrahlen des flüssigen Paraffins öder Wachses der :einzelnen, nebeneinanderliegenden Düsen einander teilweise überdecken. q..
  4. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Pre.ßluftkanal (4) jedes Düsenkörpers (12) an seinem vorderen Ende durch eine Düse bildende Platten (15, 16) abgedeckt ist und an seinem hinteren Ende so mit der Preß: luftzuleitung ( i o) in Verbindung steht, daß die Druckluft aus der Zuleitung (i0) durch einen Schlitz in den Preßluftl:anal (4) treten kann, während bei hochgeklapptem Düsenkörper (12) die Schlitzöffnung der Zuleitung (io) abgeschlossen ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Düsenkörper (12) an der inneren -unteren Seite eine Kratzkante (13) besitzt, die von dein Umfang des Schöpfrades (i) das von diesem geschöpfte Wachs abkratzt, so daß es durch die Saugwirkung des Druckluftstromes durch einen Ansaugkanal (5) des Düsenkörpers hindurch dessen Düse zugeführt wird.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb der Schöpfräderwelle (17) durch ein Reibrädergetriebe (29, 28) mit verschiebbarem Antriebsrad (28) geregelt und verändert wird.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch i und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehung der Schöpfradantriebswelle (17) durch eine Kammscheibe (33, 34) in Verbindung mit einer Kupplung in regelmäßigen wählbaren Zwischenräumen unterbrochen wird. B. Vorrichtung nach Anspruch i, bei der das flüssige Wachs oder Paraffin durch eine Pumpe aus dem Sammelbehälter (22) in den Trog (6) überführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der den Antrieb der Pumpe (24) bewirkende Kurbelzapfen (35) in einem zwischen federnd zusammengehaltenen Armen (37) gebildeten Schlitz (36) spielt, um bei zufälligem Festhalten -des Pumpenkolbens das freie Spiel des Kurbelzapfens (35) in dem Schlitz ,(36) zu ermöglichen und dadurch ein Zerstören der Antriebsteile zu vermeiden.
DEG67316D 1925-09-29 1926-05-13 Vorrichtung zum Bespruehen frisch bedruckter Bogen mit fluessigem Wachs oder Paraffin Expired DE470585C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19627460A1 (de) * 1995-11-02 1997-05-07 Heidelberger Druckmasch Ag Puderdusche
US5746131A (en) * 1995-11-02 1998-05-05 Heidelberger Druckmaschinen Ag Powder sprayer
US6935693B2 (en) 2002-03-22 2005-08-30 Milsco Manufacturing, A Unit Of Jason Incorporated Seat suspension

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DE19627460A1 (de) * 1995-11-02 1997-05-07 Heidelberger Druckmasch Ag Puderdusche
US5746131A (en) * 1995-11-02 1998-05-05 Heidelberger Druckmaschinen Ag Powder sprayer
US6935693B2 (en) 2002-03-22 2005-08-30 Milsco Manufacturing, A Unit Of Jason Incorporated Seat suspension

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