DE471004C - Speisevorrichtung fuer Pilgerschrittwalzwerke - Google Patents

Speisevorrichtung fuer Pilgerschrittwalzwerke

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DE471004C
DE471004C DESCH82089D DESC082089D DE471004C DE 471004 C DE471004 C DE 471004C DE SCH82089 D DESCH82089 D DE SCH82089D DE SC082089 D DESC082089 D DE SC082089D DE 471004 C DE471004 C DE 471004C
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DE
Germany
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air
brake
rolling mills
liquid
shut
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Expired
Application number
DESCH82089D
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Schloemann AG
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Schloemann AG
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B21/00Pilgrim-step tube-rolling, i.e. pilger mills
    • B21B21/04Pilgrim-step feeding mechanisms

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

  • Speisevorrichtung für Pilgerschrittwalzwerke Bei den Speisevorrichtungen für Pilgerschrittwalzwerke spielt bekanntlich das Abbremsen und das Aufnehmen des Stoßes der durch die Antriebskraft sehr schnell zwischen die Arbeitswalzen einzufahrenden Massen, bestehend aus Hohlblock, Dornstange, KuppelmufEe, Antriebskolben und Drallvorrichtung, eine große Rolle. Als Bremsmittel werden Flüssigkeiten oder Luft in Verbindung mit den verschiedensten Vorrichtungen verwendet. Bei der Flüssigkeitsbremse wird durch das Abdrosseln, also durch Vernichtung der aufgespeicherten Arbeit, die Flüssigkeit auf die Dauer sehr heiß, so daß eine besondere Kühlvorrichtung vorgesehen werden muß. Bei der Luftbremse werden durch das rasche Verdichten der Luft diese und die Umfassungswände des Verdichtungsraumes ebenfalls recht heiß. Die verdichtete Luft wird entweder ins Freie abgeleitet oder durch Rohre nach denn Druckluftbehälter, der die Antriebskraft für das Vorschnellen. der Speisevorrichtung liefert, zurückgeführt. Durch den allmählich wärmer werdenden und in seinen Abmessungen festliegend begrenzten Verdichtungsraum werden die aufeinanderfolgenden, zu neuer Verdichtungsarbeit einströmenden Luftmengen sofort erwärmt. Infolge der Erwärmung wird das spezifische Gewicht dieser Luft immer geringer, das zu verdichtende Luftgewicht immer kleiner, so daß der Bremsweg- ebenfalls immer kleiner und der Verdichtungsdruck größer wird, als urspiünglich beabsichtigt war. Abgesehen von den Luftverlusten durch die Stopfbüchse und abgesehen von dem Umstellen des Bremsweges bei verschiedenen Rohrabmessungen müssen daher die Luftmengen für die Verdichtungsarbeit fortgesetzt den wechselnden Temperaturen entsprechend geändert werden.
  • Besteht erfindungsgemäß die Bremse aus einem in einem Kessel eingeschlossenen Luftkissen, das mit dem Bremszylinder des Vorholgestänges durch ein in den Luftkessel reichendes und die Luft abschließendes Flüssigkeitsgestänge in Verbindung steht, dann liegt die Breanskraft und der Bremsweg sicher fest, ohne durch Wärmeentwicklung beeinflußt zu werden. Das eingeschlossene Lufthzssen nimmt durch Verdichtung die Bremsarbeit auf und gibt durch Ausdehnung die aufgenommene Arbeit nutzbringend wieder unmittelbar an das Gestänge zurück. Da die Flüssigkeit und die Luft stets eingeschlossen bleiben, geht die beim Vorwärtsgang der Vorrichtung, also bei der Verdichtung der Luft entstehende Wärme in die obere Schicht der Flüssigkeit und in die Umfassungswände, aus welchem sie wieder beim Rückwärtsgang der Vorrichtung, also bei der Ausdehnung der Luft durch Arbeitsleistung aufgezehrt und nutzbar gemacht wird, so daß weder die Flüssigkeit noch die Luft noch der Verdichtungsraum auf die Dauer heiß werden. Durch Verändern des Mengenverhältnisses zwischen Flüssigkeit und Luft durch ,einfaches Zu- und Abführen von Flüssigkeit oder Ab- und Zuleiten von Luft können der Bremsweg und die Bremskraft jederzeit verstellbar gemacht werden, um sie den verschiedenen Rohrabmessungen und Betriebserfordernissen anzupassen. Ein weiterer Vorteil dieser Anordnung besteht darin, daß die Stopfbüchsen des Verdichtungsraumes stets nur mit der Flüssigkeit in Berührung kommen und somit ein besseres Dichthalten auf längere Zeit gewährleisten, als wenn sge gegen Luft, die fortgesetzt heiß wird, abzudichten hätten.
  • Die Zeichnung stellt den Längenschnitt der Speisevorrichtung dar. Die Hauptteile sind der Druckluftzylinder a, der Kolben b, die Kolbenstange c mit ihrer Verlängerung d, die Kuppehnuffee, die Dornstange f, der Hohlblock g mit dem bereits zum Rohr gewalzten Stückh, die Drallspindel i, die DraUmutter h, das Sperrad 1, die Sperrklinke m, der Bremszylinder n mit dem Flüssigkeitsraum o, der Kessel p mit dem Luftraum g, das Absperrventil für Druckluft r, das Absperrventil für Flüssigkeit s, das Absperrventil für die Bremsluft t, der verschiebbare Rahmen u. Diese Teile dienen dazu, die eigenartig geformten Walzen V des Pilgerschrittwalzwerkes zu speisen, d. h. den Hohlblock g richtig in die Walzen .einzuführen, damit er zu einem Rohr ausgewalzt wird.
  • Zum Inbetriebsetzen der Vorrichtung wird der Raum o des Bremszylinders n mit Flüssigkeit, der Raum q des Kessels p mit Luft beliebiger Spannung gefüllt, und in. den Innenraum des Druckluftzylinders a links vom Kolben b läßt man durch das Absperrventilr Druckluft einströmen. Die Walzen V sind in einer Stellung gezeichnet, in der sie infolge ihrer Umdrehung die Teile b, c, d, e, f, g, lt und i nach links drücken, bis die Kanten tv der Walzen die Kanten x des Hohlblockes verlassen haben. Dann schnellt der auf dem Kolben b lastende Luftdruck die vorgenannten Teile b bis h und i sehr rasch nach rechts in die von den Walzen freigegebene öffnung, damit die weiterdrehenden. Walzen V wieder neuen Stoff finden, der zu einem Rohr geformt werden soll. Durch das Vorschnellen der bewegten Teile wird in diesen eine erhebliche Arbeit aufgespeichert, die auf einem bestimmten. Weg am Ende abgebremst und aufgefangen werden muß, damit keine Teile des Walzwerkes oder der Hohlblock beschädigt werden. Dieses Abbremsen und Auffangen geschieht nach der Erfindung wie folgt: Die Ringfläche zwischen der Kolbenstange c und der Verlängerungd drückt bei der Bewegung nach rechts die im Bremszylinder ta befindliche Flüssigkeit o in den Kessel p@ und verdichtet dabei die eingeschlossene Luft g. Die auf diese Weise verdichtete Luft bringt die nach rechts geschnellten Teile nach einem bestimmten Bremsweg zur Ruhe und nimmt den Stoß elastisch auf. Die durch das Verdichten der Luft entstehende Wärme geht zum Teil in die Oberfläche der Flüssigkeit und in die Umfassungswände des Kessels p. Bein Verschieben der Teile b, c, d, e, f, g, h und i nach links durch die Walzen V drückt die verdichtete Luft wieder auf die vorgenannte Ringfläche, nimmt dabei bei ihrer Ausdehnung die vorher in die Oberfläche der Flüssigkeit und in die Umfassungswände gegangene Wärme wieder auf; sie gibt somit die vorher durch die Verdichtung aufgenommene Arbeit restlos zurück, indem sie die durch die Walzen V zu leistende Arbeit zum Zurückschieben der Teile b, c, d, e, 1, g, h wnd i nützlich unterstützt. Da die bei der Verdichtung der Luft entstehende Wärme wieder nutzbar gemacht und verbraucht wird, steigt die Temperatur der immer eingeschlossenen Luft g, der immer eingeschlossenen Flüssigkeit o und der Umfassungswände des Verdichtungsraumes nicht dauernd wie bei den bekannten Vorrichtungen. Der neue technische Fortschritt ist somit erwiesen.. Durch das Absperrventils für Flüssigkeit und durch das Absperrventil l für die Bremsluft können durch einfaches Zu- und Abführen von Flüssigkeit oder Zu- und Abführen von Luft jederzeit leicht die Größe des Bremsweges sowie die der Bremskraft verstellt werden, wenn der Betrieb des Walzwerkes es erfordert.
  • Zur Vervollständigung soll noch die Wirkung der an sich bekannten Drallspindeli erwähnt werden. Beim AuswaIzen des Hohlblockes g zu einem Rohr h müssen diese bei jedem neuen Einschieben nach rechts in die Walzen tun etwa 9o° gedreht werden, damit die Walznaht verschwindet und das Rohr gleichmäßig rund wird. Das wird dadurch erreicht, daß beim Bewegen der Drallspindel i nach links die mit dem Sperrad l verbundene DrallmutteT k um 9o° verdreht wird, dagegen bei der Bewegung der Drallspindell nach rechts durch die Sperrklinke m gegen eine Verdrehung festgehalten wird, wodurch. die Drallspindel i und der Hohlblock g mit denn Rohr k gezwungen sind, sich in der Längsachse um 9o° zu drehen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Speisevorrichtung für Pilgerschrittwalzwerke mit Bremse, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremse aus einem in einem Kessel (p) :eingeschlossenen Luftkissen (g) besteht, das mit dem Bremszylinder (n) des Vorholgestänges (c, d) durch ein in den Luftkessel (p) reichendes und die Luft (p) abschließendes Flüssigkeitsgestänge (o) derartig in Verbindung steht, daß jegliche Drosselwirkung vermieden wird.
  2. 2. Speisevorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch Verändern der Luftmenge (g) mittels eines Absperrventils (t) und Verändern der Wassennenge (o) mittels eines Absperrventils (s), gemeinsam oder einzeln, der Bremsweg und der Bremsdruck verstellbar sind.
DESCH82089D 1927-03-19 1927-03-19 Speisevorrichtung fuer Pilgerschrittwalzwerke Expired DE471004C (de)

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DESCH82089D DE471004C (de) 1927-03-19 1927-03-19 Speisevorrichtung fuer Pilgerschrittwalzwerke

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DE471004C true DE471004C (de) 1929-02-09

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ID=7442434

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DE (1) DE471004C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE939502C (de) * 1952-01-10 1956-02-23 Mannesmann Ag Einrichtung zum Sperren und Laengslagern der Drallspindel in Pilgerschrittwalzwerken

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE939502C (de) * 1952-01-10 1956-02-23 Mannesmann Ag Einrichtung zum Sperren und Laengslagern der Drallspindel in Pilgerschrittwalzwerken

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