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Fahrzeugdach Die vorliegende Erfindung betrifft eine neue Bauart für
Fahrzeugdächer, welche bei geringem Materialaufwand große Festigkeit und Widerstandsfähigkeit
gewährleistet.
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Man baut Fahrzeugdächer ohne Ausnahme in folgender Weise: In den Stoßstellen
zwischen beiden Seitenwänden und dem Fahrzeugdach des Wagenkastens werden links
und rechts horizontale Dachträger in Fahrrichtung gelegt. Diese Dachträger (Himmelhöher)
sind auf ihrer unteren Fläche in die vertikalen Seitenwandstützen eingezapft. Oben,
zwischen beiden Dachträgern, werden über dem Wagenkastenrahmen eine größere Anzahl
gebogener sogenannter Dachspriegel quer gelegt und links und rechts mit den Dachträgern.
verzapft. In der Regel werden doppelt bis dreimal so viele Dachspriegel angewendet,
als Seitenwandstützen vorhanden sind. Sie sind aus diesem Grunde gegenüber den Seitenwandstützen
versetzt angeordnet.
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Auf die quer gelegten Dachspriegel werden die Dachbretter in Fahrtrichtung
gelegt ;und befestigt. Wenn man nun z. B. ein Dachbrett zwischen zwei Dachspriegeln
belastet, so überträgt sich die Belastung zuerst in Fahrtrichtung auf die zwei benachbarten
Dachspriegel, dann in Querrichtung über die Dachspriegel auf deren Verzapfung mit
den beiden seitlichen Dachträgern und schließlich wieder in Fahrtrichtung über die
Verzapfung der beiden seitlichen Dachträger auf die*vier anliegenden Seitenwandstützen.
Die Belastungsübertragung geht demnach einen sehr langen Weg, beansprucht eine große
Anzahl von Bauteilen und acht bis zwölf Verzapfungen.
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Gewichtsersparnis halber sollen möglichst dünne Dachbretter verwendet
werden. Da derartige Dachbretter gegen Biegung wenig widerstandsfähig sind, müssen
die Dachspriegel entsprechend eng gelegt und demnach eine verhältnismäßig große
Anzahl vorgesehen werden.
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Aus vorstehenden Überlegungen ist erkennbar, daß die bisherige Bauart
ungewöhnlich ungünstig beansprucht ist, unnötig großen Material- und Arbeitsaufwand
erfordert und trotzdem geringe Widerstandsfähigkeit besitzt.
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Die vorliegende Erfindung zeigt eine neue praktische und theoretisch
richtige Lösung der Dachkonstruktion. Sie verwendet eine geringe Anzahl quer gelegter
Tragspriegel, welche zweckmäßigerweise in der Flucht der Seitenwandstützen verlaufen
und mit diesen zusammen ein geschlossenes Bauelement bilden können (Quersparten).
In den Stoßstellen zwischen Seitenwänden und Dach werden wieder links und rechts
Längsverbindungen geführt, welche jedoch in diesem Falle nicht mehr Dachträger sind,
sondern in erster Linie den Charakter von Abstandshaltern bzw. Abschlußleisten haben
und nunmehr gering beansprucht werden. Ebenfalls in Längsrichtung werden über die
ganze Fahrzeugkastenlänge zwei bis vier Längsträger, gleichmäßig auf die Kastenbreite
verteilt, gelegt, welche in die Tragspriegel (Quersparten) eingelassen sind: über
diese Längsträger und Querspriegel
(Querspanten) werden die Dachbretter
in Querrichtung gebogen und unter Spannung befestigt. Durch die gewölbte Form der
Dachbretter wird eine ausgezeichnete Versteifung des Daches (Tonnenkonstruktion)
und große Widerstandsfähigkeit desselben erzielt. Aus diesem Grunde können sehr
dünne und deshalb leichte Bretter verwendet werden. Ebenso kann die Anzahl der Längsträger
im Vergleich zu der Anzahl der Querspriegel alter Bauart unverhältnismäßig mehr
vermindert und deren Abmessungen verringert werden. Zum Zwecke vereinfachter Ausführung
kann das Dach ferner nach allen Seiten; nach links und rechts, nach vorn und hinten,
,genau gleichmäßig gewölbt und zweckmäßig nach ein- und demselben Radius gekrümmt
sein. Wenn man ein Dachbrett zwischen zwei Längsträgern belastet, so überträgt sicli-
die Beanspruchung zuerst in Querrichtung über das tonnenförmig gewölbte Dachbrett
.auf die zwei anliegenden Längsträger und dann in Fahrtrichtung auf zwei Tragspriegel
und damit auf die Seitenwandstützen. Verzapfungen. sind dabei keine beansprucht.
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In der beiliegenden Zeichnung zeigt: AM. i einen Aufriß, Abb.2
eine Seitenansicht, Abb. 3 die Ansicht des Fahrzeugdaches von innen. _
1 sind die Seitenwandstützen, -- sind die quer gelegten Tragspriegel,
3 sind die Längsverbindungen (Dachträger), q. sind die Längsträger, 5 ist die Dachschalung,
welche in Pfeilrichtung quergelegt ist; R ist der Biegungsradius der Tragspriegel
2 und der Enden der Längsträger q.. Die Tragspriegel 2 sind mit den Längsträgern
q. an den Stoßstellen 6 zusammengefügt (geplattet) und bilden mit denselben zusammen
ein Dachgerippe. über dieses Dachgerippe sind die Bretter 5 in Pfeilrichtung gelegt.
Die Tragspriege12 und die beiden Enden der Längsträger sind nach dem gleichen Krümmungsradius
R abgebogen.
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Die vorbeschriebene Konstruktion sichert nicht nur eine ganz bedeutende
Ersparnis an Arbeitszeit, sondern auch eine wesentliche Gewichtsersparnis. Das Dach
zeigt sich ferner, von innen gesehen, als stilreine Kassettendecke von überraschend
schöner Wirkung.