DE475595C - Pressgussmaschine mit elektrisch beheiztem Schmelztiegel und einer im geschmolzenen Metall des Tiegels selbst angeordneten Kolbenpumpe, durch deren Betaetigung das fluessige Metall in die Spritzform gedrueckt und nach Fuellen der Spritzform in den Schmelztiegel zurueckgedrueckt wird - Google Patents
Pressgussmaschine mit elektrisch beheiztem Schmelztiegel und einer im geschmolzenen Metall des Tiegels selbst angeordneten Kolbenpumpe, durch deren Betaetigung das fluessige Metall in die Spritzform gedrueckt und nach Fuellen der Spritzform in den Schmelztiegel zurueckgedrueckt wirdInfo
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Description
- Preßgußmaschine mit elektrisch beheiztem Schmelztiegel und einer im geschmolzenen Metall des Tiegels selbst angeordneten Kolbenpumpe, durch deren Betätigung das flüssige Metall in die Spritzform gedrückt und nach Füllen der Spritzform in den Schlneiztiegel zurückgedrückt wird Die Preßgußmaschine nach vorliegender Erfindung besteht aus einem Schmelzgefäß (Eisen i von besonderer Gestalt, welches in seinen Längswänden belitebig viel durchgehende Bohrungen besitzt, in die unter dem Warenzeichen »Neo-Silit« geschützte Heizstäbe oder anderes Widerstandsmaterial zur elektrischen Heizung eingesetzt werden. Die Temperatur des Metallbades wird durch Ab- und Zuschalten von Silitstäben gemacht.
- Das Schmelzgefäß erhält feuerfeste Auskleidung, auch feuerfeste Abdeckung und entsprechende Umkleidung als Strahlungsschutz.
- Der Deckel des Schmelzgefäßes (zweckmäßig ebenfalls aus Gußeisen) wird durch mehrere Schrauben fest mit dem Schmelzgefä:.', verschraubt. Der Zylinder wird zwischen Schmelzgefäß und Deckel in dafür vorgesehenen Ausdrehungen genau zentriert und mittels der Deckelbefestigungsschrauben eingespannt. Der Zylinder ist von einer Wärme schlecht leitenden Schicht umgeben, deren Stärke eine Regelung der Temperatur des Zylinders ermöglicht. Isoliermantel sowie Zylinder können aus Schamotte, Graphit, durch das Wortzeichen : Neo-Silit« geschützte Massen, Porzellan oder anderen keramischen Erzeugnissen hergestellt sein, auch können Zylinder aus Eisen und Metallegierungen Verwendung finden. Bei a findet der Einfluß des Schmelzgutes zum Zylinder, bei b sein Austritt zur Form statt (Abb. 2).
- Ein Kolben kann den ganzen Zylinderraum bestreichen. Die Kolbenstange ist am oberen Ende mit einer Stopfbüchse abgedichtet.
- Im unteren Teil des Zylinders sitzen zwei Schieber c und d (Abb. z). Der Kolben sowie die Schieber sind beide beweglich und in bestimmter Stellung feststellbar und werden s,elb.sttätig du_ch FedernH, Ni, H2 in die richtige Lage gebracht.
- Der Kolben kann, wie auch der Zylinder, aus Eisen oder Metallegierungen oder auch aus Schamotte, Graphit, unter dem Warenzeichen ,. Neo-Silit« bekannten Erzeugnissen, Porzellan oder anderen keramischen Erdmassen hergestellt sein. Da nun die letztgenannten Produkte keine geeignete Oberfläche haben, müßten sie galvanisch oder nach anderen geeigneten Verfahren metallisiert werden.
- Bei C ist eine Bohrung für ein Luft- oder Gasventil vorgesehen. Das Ventil wird so angeschraubt, daß beim Abwärtsgang des Kolbens eine Kugel (Ventilverschluß) zurückgedrückt wird, wodurch sich das Ventil öffnet. Luft oder ein neutrales Gas, wie Kohlensäure oder Stickstoff, strömt nun im den Zylinder. Hierdurch gelingt es, eine unmittelbare Berührung des Schmelzgutes mit dem Kolben und ein Festkliemmen des Kolbens zu vermeiden, das anderenfalls dadurch zustande' kommt, .daß flüssiges Metall zwischen Kolben und Zylinderwand eindringt und dort .erkaltet. Es wirkt also auf das Schmelzgut im Zylinder ein mechanisch ausgeübter Druck durch Vermittlung eines Gases.
- Der Betrieb wird nun wie folgt geführt: Mittels elektrischer Energie bringt man das im Schmelzgefäß befindliche Metall zum Schmelzen. Ist die richtige Temperatur, welche durch ein Einfüllo.ch mit Pyrometer festgestellt wird, erreicht, so bewegt man zunächst den Hebel G nach unten und öffnet dadurch die Öffnung u, die das Schmielzgut in den Zylinder einströmen läßt. Hierauf wird Hebel Cr losgelassen, und die Feder H; zieht ihn in seine Anfangsstedlumg zurück, wodurch Öffnung a wieder geschlossen wird. Dann wird HebeIJ nach unten gedrückt, der durch Vermittlung der Stange S den Hebel 1( nach unten mitnimmt, sobald die Stellmutter M auf Hebel K aufliegt. Durch das Hinunterdrücken dies Hebels I( wird die Öffnung b nach unten frei, und das Material wird bei weiterem `ätederdrücken des Kolbens in die Form gespritzt. Durch die weitere Abwärtsbewegung des Hebels J wird hierbei die FederH so lange gespannt, bis ihre Kraft diejenige der Feder H.# überwindet und nun der Hebel Cr wieder nach' unten mitgenommen wird Dadurch wird Öffnung a wieder frei, und das überschüssige Material, wird durch den Kolben in den Schmelztiegel zurückge--drückt. Nach dem Pressen 2 eht der Kolben unter der Wirkung von FedrerH. in seine Anfangsstellung zurück, ebenso d(@r Hebel durch die Wirkung der Feder H" das Ventil (Kugel) schließt sich wieder, während das im Zylinder unter Druck stehende Gas durch die Formidüs,enöffnung entweicht. Es kann aber auch im oberen Teil des Zylinders ein Ablaßventil für dieses Gas beschaffen werden.
- Die Schaltung des Ventils zur Einführung des inerten Gasces in den mit Wärmesolatiousschicht umschlossenen Pumpenzylinder ist in. den Abb. 3 bis 5 im vergrößerten Schnitt durch. den Pumpenzylinder in verschiedenen Stellungen veranschaulicht.
- Gemäß diesen Abbildungen ist i der Preßzylinder, 2 das Isolierrrohr des Zylinders, 3 der Preßkolben, 3- die Preßkolbenstange, 4 die Verschlußkugel der Ventilöffnul@g, 5 die Druckspiralfeder für den Alyschluß, der Ventilkugel, 6 die Gasausströmöffnung, 7 der Gasbehälter, 8 die Ausilußdüse zur Form am unteren Ende des Zylinders und 9 die Einlaßdüse.
- Die Wirkungsweise ist folgende: Beim Niederdrücl#qen des Preßkolbens 3 wird zuerst das Gasausströmloch 6 geschlossen. Alsdann wird die Kugel 4 zurückgledrückt, so daß das komprimierte Gas durch die VentilÖffnung hindurchströmt. Beim Weitergehen des Kolbens wird das im Zylinder eingedrückte Gas, welches auf .die Metallsäule abkühlend wirkt, zu einem Luftpolster zusammengepreßt. Alsdann öffnet sich die MetaPausflußdüse F selbsttätig, und das flüssige Metall wird in die Form gespritzt. Beim Rückkehren schließt sich die Ausflußd'üse selbsttätig. Es öffnet sich die Metallleintrittsdüse 9, und der Zylinder füllt sich mit flüssigem Metall. Sobald der Kolben 3 über die Kugel lvnw eggeglitt@en ist, drückt die Spiralciruckfeder 5 auf die X-vgel: q- und schließt das Gasventil ab. Beim weiteren Hochgehen des Kolbens wird das Gasausflußloch 6 geöffnet, durch welches das Gas ungehindert entweichen kann, und der Zylinder für Einströmen des Metalls freigegeben.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Preßgußmaschin@e mit elektrisch beheiztem Schmelztiegel und einer im geschmolzenen Metall des Tiegels selbst angeordnetem Kolbenpumpe, durch deren Betätigung das flüssige Metall in die Spritzform gedrückt und nach Füllen der Spritzform in den Schmelztiegel zurückgedrückt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der aus Metall bestehende Pumpenzylinder sowohl durch eine ihn umschließende und von dem Schmelzbad trennende Wärmeisolat:iousschicht wie auch durch ein bei jedem Pumpenhub zwischen dem flüssigen Metall und dem Kolben -eingeführtes inertes Gas derart gegen. Wärmea ufnahme geschützt wird, daß seine Temperatur stets unterhalb derjenigen der verflüssigten Schmelze bleibt. z. Preßgußmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Einführung des inerten Gases in den mit einer Wä@meisalatonsschicht umschlossenen Pumpenzylinder durch ein im oberen Teil des Zylindermantels- angeordnetes Selbstschlußventil stattfindet, welches bei Beginn des Niederganges des Pumpenkolbens geöffnet wird, so daß sich zwischen Kolbenfläche jund flüssigem Metall ein gleichzeitig die Zylinderwandhuigen kühlendes GasIdssen bildet.
Priority Applications (1)
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| DEW69548D DE475595C (de) | 1925-06-04 | 1925-06-04 | Pressgussmaschine mit elektrisch beheiztem Schmelztiegel und einer im geschmolzenen Metall des Tiegels selbst angeordneten Kolbenpumpe, durch deren Betaetigung das fluessige Metall in die Spritzform gedrueckt und nach Fuellen der Spritzform in den Schmelztiegel zurueckgedrueckt wird |
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| DE475595C true DE475595C (de) | 1929-04-29 |
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ID=7608413
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE475595C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE743040C (de) * | 1941-10-16 | 1943-12-16 | August Moessner | Pressstempel fuer Pressgiessmaschine |
| DE745583C (de) * | 1940-08-08 | 1944-03-16 | Erhard Mueller Dipl Ing | Spritzgiessmaschine mit Kolbendruck |
| FR2415505A1 (fr) * | 1978-01-25 | 1979-08-24 | Npo Techn Metalite | Procede de coulee sous pression de metaux et d'autres matieres et appareil pour sa mise oeuvre |
-
1925
- 1925-06-04 DE DEW69548D patent/DE475595C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE745583C (de) * | 1940-08-08 | 1944-03-16 | Erhard Mueller Dipl Ing | Spritzgiessmaschine mit Kolbendruck |
| DE743040C (de) * | 1941-10-16 | 1943-12-16 | August Moessner | Pressstempel fuer Pressgiessmaschine |
| FR2415505A1 (fr) * | 1978-01-25 | 1979-08-24 | Npo Techn Metalite | Procede de coulee sous pression de metaux et d'autres matieres et appareil pour sa mise oeuvre |
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