DE478954C - - Google Patents

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DE478954C
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Germany
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sieves
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B11/00Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses
    • B30B11/22Extrusion presses; Dies therefor
    • B30B11/221Extrusion presses; Dies therefor extrusion dies

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Formation And Processing Of Food Products (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 8. JULI 1929
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 23 f GRUPPE 1
W 78066 Vl\23f Tag der Bekanntmachung über die Krteilung des Patents: 20 Juni ig2g
Dr. Adolf Welter in Krefeld-Rheinhafen
Mundstück für Strangpressen zum Verpressen halbfester oder fester, plastischer Massen
durch Siebplatten
Zusatz zum Patent 477 699
Patentiert im Deutschen Reiche vom 31. Dezember 1927 ab Das Hauptpatent hat angefangen am 12. Februar 1927.
Das Hauptpatent betrifft ein Mundstück für Strangpressen, bei dem dünne Metallbleche mit feinen Öffnungen bis zu etwa 0,4 mm hinab versehen und in geeigneter Weise versteift werden, so daß die zu verpressende Masse keine langen Bohrungen oder Kanäle, sondern nur kurze, gewünschtenfalls konisch gestaltete Bohrungen zu durchlaufen hat und sich der erforderliche Preßdruck sehr vermindert. Man braucht dann die in Frage kommenden plastischen Massen nicht mehr unter hydraulischem Druck zu verpressen, sondern kann sie mittels gewöhnlicher Strangpressen in ununterbrochenem Arbeitsgang verarbeiten. Der Erfinder hat nun ermittelt, daß
!5 man mit dem Durchmesser der Preßöffnungen noch viel mehr heruntergehen kann, nämlich bis auf etwa 0,05 (ein Zwanzigstel) Millimeter, und daß man ausser den erst in Aussicht genommenen Massen, nämlich Seife oder Mehlnudeln, ganz allgemein, alle halbfesten und festen plastischen Massen, die genügend homogen sind, durch Siebplatten von etwa 1Z4 bis höchstens 2 mm Dicke verpressen kann, deren Löcher höchstens 2 mm lichte Weite haben, aber nach unten so eng sein können wie irgend möglich.
Man hat nun zwar schon Mehlnudeln mit einem Durchmesser bis zu 0,8 mm herunter durch Pressen erzeugt, aber man gebrauchte dazu bei Verwendung hydraulischer Pressen einen Druck von 300 Atmosphären, da die engen Preßkanäle dem Durchgang der Masse einen außerordentlich großen Widerstand entgegensetzten. Daß man diesem Übelstand durch Verkleinerung der Plattendicke abhelfen könnte, ließ sich um so weniger voraussehen, als man nicht erwarten konnte, daß diese Verminderung den Druck so stark herabsetzen würde, daß man statt hydraulischer Pressen nun mit einfachen, zudem noch ununterbrochen arbeitenden Strangpressen auskommen würde. Auch schien es undenkbar, daß man hierbei jede, noch so dünne Bohrung würde benutzen können. Und ebenso ließ ein dritter Vorzug der zu verwendenden Vorrichtung sich nicht voraussehen, nämlich, daß die Reinigung der Platten bei etwaigen Verstopfungen sich bei so kurzen Kanälen einfach durch Ausschwenken in einem Lösungsmittel, z. B. Wasser, vollziehen ließe und das bisherige umständliche und zeitraubende Durchstoßen feiner Drähte durch die einzelnen Bohrungen überflüssig werden würde.
In der Praxis kann man z. B. Platten von 1I1 mm Dicke mit Löchern von 0,05 mm Durchmesser versehen, die man in an sich bekannter Weise durch Bohren, Stanzen, Schlagen oder mittels des Durchschlagens elektrischer Funken erhält und die man konisch ausbohrt. Selbst bei Löchern von 0,5 bis 0,7 mm Durchmesser kann man auf 10 χ 19 cm Flächenraum 2500
bis 5000 solcher öffnungen, also auf 1 cm2 25 bis 50, davon anbringen und so trotz feinster öffnungen einen sehr großen freien Querschnitt und eine Leistungsfähigkeit der Presse von 500 bis 1000 kg in der Stunde erzielen, während man bis jetzt, unter einem erheblich größeren Kraftaufwand, nur etwa 60 bis 100 kg bis 0,8 mm feiner Nudeln in der Stunde erzielt.
Es hat sich nun in ebenso überraschender
to Weise gezeigt, daß man an Stelle von Metallplatten auch Metallsiebe verwenden kann, so daß selbst das Bohren wegfällt, weil man durch eine geeignete Webart Löcher von 0,4 bis höchstens 2 mm in bekannter Weise erhalten kann.
Besonders für nicht allzu feste, plastische Massen besitzen diese gewebten Siebe den gebohrten Blechen gegenüber viele wirtschaftliche Vorteile.
Die Platten oder Siebe können in der aus den
beiden ersterwähnten Patenten ersichtlichen Art und Weise durch Gitterplatten, Stangen, Bänder o. dgl. versteift und gegen Ausbiegen gesichert werden.
Die hier beschriebene Vorrichtung kann zum Verpressen aller genügend homogener, halbfester und fester, plastischer Massen dienen, wie z. B. von Seife, Leim, Gelatine, Gummi, Schokolade
o. dgl. Das Verfahren wird nicht in Anwendung auf Flüssigkeiten beansprucht, insbesondere nicht zum Verpressen von flüssiger Seife oder von Kunstseide, die man bisher schon durch feine Düsen verspritzt hat und wobei es nicht darauf ankam, plastische (also nicht flüssige) Massen zu verpressen, sondern Flüssigkeitsstrahlen zu erzeugen, die erst außerhalb der Preßplatten erstarren sollten.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Mundstück für Strangpressen nach Patent 477 699 zum Verpressen halbfester oder fester, plastischer Massen durch feine Siebe, dadurch gekennzeichnet, daß man den Siebplatten eine Dicke von höchstens 2 mm gibt und mit dem Durchmesser der — nötigenfalls konisch gestalteten — Preßöffnungen nicht über 2 mm hinausgeht.
2. Mundstück für Strangpressen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man den einzelnen Drähten in diesem Gewebe einen Abstand von höchstens 2 mm gibt und mit der Stärke der Siebe nicht über 2 mm hinausgeht.
4**' X
ΒΓΠ1 IN OFORUCKT IN t»F K
Ergänzungsblatt zur Patentschrift 478 954 Klasse 23 f Gruppe 1.
Gemäß der am 1. April 1932 eingegangenen Verzichterklärung ist auf Anspruch 2 verzichtet v.orden.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0039647A1 (de) * 1980-05-06 1981-11-11 Clextral Vorrichtung zur Herstellung von Tabakfasern

Cited By (1)

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