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Haarweller mit einem ausschwenkbaren Bügel Gegenstand der Erfindung
ist ein Haarweller, bei dem die zu wellenden Haare durch einen Bügel über eine untergeschobene
Zunge gelegt und in dieser Lage bis zum Trocknen festgehalten werden. Es sind bereits
Weller dieser Art bekannt, bei denen die Zunge mit einem Flüssigkeit aufsaugenden
porösen Stoff umgeben ist, der jedoch durch die Absonderungen des Haares sehr bald
verstopft wird und damit seine Aufsaugfähigkeit für Flüssigkeiten verliert und niemals
die Mengen Flüssigkeit aufnehmen kann, die zur Erzeugung länger haltender Haarwellen
erforderlich sind.
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Dieser Nachteil wird der Erfindung gemäß dadurch behoben, daß die
Zunge auf ihren Seitenflächen mit einer oder mehreren flachen Vertiefungen versehen
ist, die miteinander durch Öffnungen verbunden sind und auf deren Grund Querrippen
vorgesehen sind.
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Infolge der Größe der Vertiefungen können in denselben Flüssigkeit
aufsaugende Stoffe angebracht werden, welche das Festhalten der Flüssigkeit erhöhen,
ohne das Einführen der Zunge quer zur Längsrichtung der Haare zu beeinträchtigen.
Durch die Erfindung wird der Fortschritt erreicht, daß in den Vertiefungen eine
reichliche Menge Flüssigkeit zum Befeuchten der Haare für die Erzeugung der Haarwellen
aufgespeichert werden kann.
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Es sind zwar auch schon Kämme bekannt, bei denen in den Ecken der
Zähne Rillen zur Aufnahme von Flüssigkeit eingeprägt sind. Diese an den Ecken angebrachten
Rillen können jedoch für sich allein niemals zum Halten der Flüssigkeit dienen,
da beim Einführen des Kammes in, die Haare diese sich um die Ecken legen und die
Flüssigkeit dabei abgestreift wird.
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Bei der Anordnung gemäß der Erfindung sind die Vertiefungen in die
breiten Flächen der Zunge gelegt, so daß beim Einführen derselben in die Haare die
Vertiefungen mit dem Haar überhaupt nicht in Berührung kommen. Erst wenn sich die
Zunge mit dem Bügel an der richtigen Stelle befindet und der Haarweher geschlossen
wird, kommen die Haare mit der Flüssigkeit in den Vertiefungen in Berührung, so
daß die Flüssigkeit nur an den zu wellenden Stellen der Haare mit diesen in Verbindung
tritt.
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Die bei diesen Kämmen vorgesehenen Rillen und Löcher sollen lediglich
zur Aufnahme der die Feuchtigkeit aufnehmenden Fäden dienen, die allein Träger der
Flüssigkeit sind. Da die Fäden im wesentlichen an den Ecken der Zähne liegen, go
geben sie einen erheblichen Teil der Flüssigkeit schon beim Einschieben des Kammes
durch sofortige Berührung mit dem Haar an dieses ab, und nur ein kleiner Teil kommt
bis nahe an den Haarboden. Die Verteilung der Flüssigkeit ist infolgedessen sehr
ungleichmäßig, so daß die Zähne eines solchen Kammes, bei einem Haarweller angewandt,
den gewünschten Zweck nicht zu erreichen gestatten. -
In
der Zeichnung ist der trfindungsgegenstand in zwei Ausführungsbeispielen dargestellt,
und zwar zeigt ihn Abb. i in Seitenansicht, Abb. 2 in Draufsicht, a Abb.3 im Querschnitt
in vergrößertem Maßstabe nach der Linie A -B der Abb. i, Abb. q. im Längsschnitt
durch eine der Vertiefungen der Zunge.
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Die beiden Seitenteile i, i des aus Celluloid, Horn o. dgl. bestehenden
Bügels sind an beiden Enden 2 aufgebogen und an dem einen Ende durch den Gelenkstift
3 und am anderen Ende durch den Auflagerstift q: miteinander verbunden. Zwischen
den beiden Seitenteilen i, i bewegt sich um den Stift 3 dreh- und verschiebbar die
mit Schlitz 6 versehene Zunge 5, welche sich in eingeklapptem Zustande unten auf
den Stift q. und oben gegen den aufgebogenen Bügel e legt.
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Die Zunge 5- hat auf beiden flachen Seiten eine oder mehrere Vertiefungen
7, 8, welche auf dem Grunde mit Querrippen 9 oder, wie in der Abb. i rechts dargestellt
ist, mit Kreuz- und Querrippen 9, 1o versehen sind. Die Vertiefungen 7, 8 der einen
Seite der Zunge sind mit denen der anderen Seite durch Öffnungen i i verbunden,
durch die -gegebenenfalls die Flüssigkeit aufsaugender Stoff, Fäden o. dgl. 12 gezogen
ryerden können, die in die Vertiefungen 7, 8 der Zunge 5 so eingelegt werden, daß
sie nicht über die Oberfläche der Zunge hervortreten. Im Falle der Verschmutzung
können die Fäden leicht ausgewechselt und durch neue ersetzt werden. Bei Benutzung
des Haarwellers wird der Bügel i . um Stift 3 herausgeklappt und die Zunge 5 in
die zum Wellen des Haares benutzte Flüssigkeit so lange eingetaucht, bis die Vertiefungen
und Öffnungen bzw. die Fäden sich vollgesaugt haben. Alsdann wird die Zunge in das
Haar geschoben und zwischen Zunge und Bügel eingeklemmt. Der Bügel wird in dem Schlitz
6 verschoben, so daß er mit dem anderen Ende sich über die Zungenspitze schiebt
und in. dieser Lage gesichert ist. Die in den Vertiefungen und Öffnungen bzw. den
Fäden befindliche Flüssigkeit teilt sich den eingelegten Haarsträhnen mit, so daß
diese nach dem Trocknen die gewünschte Wellenform behalten.