DE480378C - Verfahren der Leimgewinnung aus chromgaren Lederabfaellen - Google Patents

Verfahren der Leimgewinnung aus chromgaren Lederabfaellen

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DE480378C
DE480378C DEST43803D DEST043803D DE480378C DE 480378 C DE480378 C DE 480378C DE ST43803 D DEST43803 D DE ST43803D DE ST043803 D DEST043803 D DE ST043803D DE 480378 C DE480378 C DE 480378C
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09HPREPARATION OF GLUE OR GELATINE
    • C09H1/00Pretreatment of collagen-containing raw materials for the manufacture of glue
    • C09H1/04Pretreatment of collagen-containing raw materials for the manufacture of glue of hides, hoofs, or leather scrap

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren der Leimgewinnung aus chromgaren Lederabfällen Das wesentliche Material an chromgaren Lederabfällen für die Leimbereitung bilden die Falzspäne, d. i. ein Material aus feinen Spänen verschiedenster Dicke und Länge, vermischt mit staubförmigem Material.
  • Die Verarbeitung dieser Falzspäne nach den verschiedenen Entgerbungsverfahren bietet in den benötigten technischen Maßnahmen, welche wesentlich jedesmal mit einer gründlichen Waschung verbunden sein müssen, ganz erhebliche Schwierigkeiten. Diese bestehen in der Notwendigkeit des Arbeitens in starken Wasserverdünnungen der Späne und demzufolge übermäßigem nutzlosen Chemikalienverbrauch. Ferner führen die vielfachen Waschungen, wesentlich durch sehr unvollständiges Dekantieren, zu erheblichen Substanzverlusten an Leimmaterial bei nur unvollständigem Auswaschen. Bei Löseprozessen des Chroms wird dieses zudem in solch starker Verdünnung gewonnen, daß eine Wiedergewinnung oder Wiederverwendung als Gerbbrühe nicht in Frage kommt. Da die Chromspäne zudem leicht zu Verknotungen neigen unter Bildung von mehr oder weniger dicken Klumpen, welche einem Eindringen von Chemikalien stark widerstehen, entziehen sich Teile der Späne leicht dem Entgerbungsverfahren.
  • Es wurde nun gefunden, daß alle diese Übelstände und Schwierigkeiten dann beseitigt werden, wenn man die Späne vor jeder Operation in dünne Platten preßt. In diesen Platten ist der Lederstaub in die gröberen Späne so eingebettet, daß er gut haften bleibt. Die vollkommen gleichmäßige Stärke des Materials ermöglicht auch gleichmäßige Einwirkung von Chemikalien. Da dabei für jede Operation die Späne in einer dem Ausgangsmaterial fast gleichen Feuchte von nur etwa ; o % vorliegen und nicht wie bisher in starker Wasseranschwemmung, kann weit konzentrierter gearbeitet werden, wodurch zugleich ganz erhebliche Ersparnisse an Chemikalien möglich sind.
  • Für Waschprozesse liegen jedesmal auch nur Preßlinge vor, aus denen durch den Preßproze2 schon der weitaus größte Teil der Mutterlauge entfernt ist, so daß sich das restliche Auswaschen recht einfach und schnell vollzieht bei weit höherer Vollständigkeit. Die Chrombrühen werden bei dem hier möglichen Anreicherungssystem fast restlos und in solch konz. Form gewonnen, daß sie nach Einstellen mit Soda alsbald wieder als Gerbbrühen verwendet werden können: Es bedeutet dieses einen ganz erheblichen wirtschaftlichen Nutzen, der die Kosten der Pressungen mehr wie deckt, ganz abgesehen von der ganz wesentlichen Erleichterung der ganzen Arbeit bei vollkommenerem Erfolge der Entgerbungsverfahren.
  • Es wurde weiter gefunden, daß das wiederholte Pressen infolge Zerfalles der Preßlinge nach den einzelnen Manipulationen dann vermieden wird, wenn man den Spänen vor der ersten Pressung langfäserige indifferente Stoffe zusetzt. Es. liegen dann für Durchführung der Verfahren mehr oder weniger große dünne Lederlappen vor, deren Bearbeitung keinerlei mechanische Schwierigkeiten mehr bietet, verbunden mit den vorgekennzeichneten neuen wirtschaftlichen Effekten gegenüber der Verarbeitung der Chromlederfalzspäne, wie sie in den Fabriken anfallen und wie sie bisher zur Verarbeitung gelangten.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren der Leimgewinnung aus chromgaren Lederabfällen, dadurch gekennzeichnet, daß die Chromfalzspäne vor den einzelnen Arbeitsgängen bei den bekannten Entgerbun:gsverfahren zu dünnen Platten gepreßt werden.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten in der Weise hergestellt werden, daß in die zu pressenden Späne mechanische Bindemittel, z. B. Fasern, eingelegt werden.
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