DE480395C - Hydraulische Kippvorrichtung, insbesondere fuer Wagenkasten von Kraftfahrzeugen - Google Patents

Hydraulische Kippvorrichtung, insbesondere fuer Wagenkasten von Kraftfahrzeugen

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DE480395C
DE480395C DEW80798D DEW0080798D DE480395C DE 480395 C DE480395 C DE 480395C DE W80798 D DEW80798 D DE W80798D DE W0080798 D DEW0080798 D DE W0080798D DE 480395 C DE480395 C DE 480395C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60PVEHICLES ADAPTED FOR LOAD TRANSPORTATION OR TO TRANSPORT, TO CARRY, OR TO COMPRISE SPECIAL LOADS OR OBJECTS
    • B60P1/00Vehicles predominantly for transporting loads and modified to facilitate loading, consolidating the load, or unloading
    • B60P1/04Vehicles predominantly for transporting loads and modified to facilitate loading, consolidating the load, or unloading with a tipping movement of load-transporting element
    • B60P1/16Vehicles predominantly for transporting loads and modified to facilitate loading, consolidating the load, or unloading with a tipping movement of load-transporting element actuated by fluid-operated mechanisms
    • B60P1/162Vehicles predominantly for transporting loads and modified to facilitate loading, consolidating the load, or unloading with a tipping movement of load-transporting element actuated by fluid-operated mechanisms the hydraulic system itself

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Reciprocating Pumps (AREA)

Description

  • Hydraulische Kippvorrichtung, insbesondere für Wagenkasten von Kraftfahrzeugen Die Erfindung betrifft, wie das Hauptpatent 475986, eine hydraulische Kippvorrichtung, insbesondere für den Wagenkasten von Kraftfahrzeugen mit einem Druckzylinder, dessen beiden Enden mit einer ständig umlaufenden Pumpe (Zahnradpumpe) in Verbindung stehen, die mit einer ihre Druckund' Saugseite verbindenden Umlaufleitung und mit einem Schaltglied versehen ist, wobei das aus einem dreh- und verschiebbaren Schieber oder aus zwei Teilen bestehende Schaltglied zwei voneinander unabhängige Bewegungen ausführen kann, und -zwar derart, daß bei der einen Bewegung die Verbindung zwischen Saugraum und Druckraum des Zylinders über die Pumpe oder die unmittelbare Verbindung der beiden Räume hergestellt wird, dagegen bei der anderen Bewegung die Pumpenurnlaufleitung zu- oder abgeschaltet wird.
  • Diese Vorrichtung wird erfindungsgemäß dadurch verbessert, daß sie nicht mehr auf eine bestimmte Drehrichtung der Zahnradpumpe angewiesen ist, sondern auch dann wirkt, wenn infolge Änderung der Drehrichtung der Zahnradpumpe deren Druck- und Saugseiten sich vertauschen. Das ist deshalb von besonderer Bedeutung, weil bei verschiedenen Arten von Kraftfahrzeugen die Zahnradpumpe in verschiedener Weise angetrieben wird. Bei einer Gruppe von Kraftfahrzeugen dient zu diesem Antrieb ein die Zahnradpumpe von der Haupttriebwelle antreibendes Nebengetriebe, - dessen Drehsinn entgegengesetzt dem Uhrzeigersinne, in der Fahrtrichtung gesehen, verläuft. Bei der anderen Gruppe von Kraftfahrzeugen liegt dagegen der Drehsinn des Nebengetriebes, in der Fahrtrichtung gesehen, im Sinne des Uhrzeigers. Um also die Kippvorrichtung in gleicher Weise bei beiden Gruppen von Kraftfahrzeugen verwenden zu können, ist es erforderlich, ihr Steuergetriebe unabhängig von dem Drehsinn des Nebengetriebes und damit der Pumpe zu machen. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß der Drehschieber zwei um i8o° zueinander versetzte, hintereinander angeordnete Steuersegmente aufweist, die gemeinsam an jedem Steuervorgang in der Weise beteiligt sind, daß beide Segmente je zwei nach den beiden Seiten der Pumpe führende Kanäle steuern, und überdies jede Steuerfläche allein noch je einen der nach den beiden Zylinderseiten führenden Kanäle steuert. Die Folge dieser Bauweise ist, daß zur Anpassung der Steuerung an den jeweils vorhandenen Drehsinn der Zahnradpumpe nur eine Verdrehung des Steuerschiebers um i8o° erforderlich ist.
  • Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Abb. i ist eine entgegengesetzt zur Fahrtrichtung und gegen das Schieber- und Pumpengehäuse gesehene Stirnansicht des Druckzylinders. Abb. 2 ist ein Schnitt nach Linie A-A der Abb. i, gesehen in Richtung der Pfeile. Abb. 3 ist ein Schnitt nach Linie B-B der Abb. 2, gesehen in Richtung der Pfeile, wobei der Kolbenschieber auf Pumpenleerlauf steht. Abb.4 ist ein Schnitt nach der gebrochenen Linie C-C der Abb. 3, wiederum in der Pfeilrichtung gesehen, wobei jedoch der Kolbenschieber so verschoben ist, daß der Wagenkasten in seiner Hublage festgehalten wird. Abb. 5 ist ein Schnitt nach Linie D-D der Abb. 2, gesehen in Richtung .der Pfeile. Abb. 6 ist ein Schnitt nach Linie E-E der Abb. i, in der Pfeilrichtung gesehen. Abb. 7 ist eine Teildarstellung des Steuerschiebers. Abb.8 ist ein Schnitt durch den Steuerschieber nach Linie F-F der Abb_ 7. Abb. 9 ist ein Schnitt nach Linie G-G der Abb. 7. Abb. io ist eine Stirnansicht des Steuerschiebers in Abb. 7, von links gesehen. Abb. i i endlich ist ein Steuerschema, dessen Teil i ia die Steuervorgänge bei einem Drehsinn des die Zahnradpumpe antreibenden Nebengetriebes, entgegengesetzt zum Uhrzeigersinne, in der Fahrtrichtung gesehen, und dessen Teil i ib die Steuervorgänge bei einem Drehsinn. des Nebengetriebes, im Uhrzeigersinne, in der Fahrtrichtung gesehen, darstellt.
  • Wie im Hauptpatent, dient zum Heben des Wagenkastens ein Druckzylinder i mit Kolben 2 und Kolbenstange 3. Der Zylinder ist an beiden Kolbenseiten dauernd mit Druckmittel gefüllt. Das Heben des Wagenkastens geschieht, indem aus dem Zylinderraum 4, also der Saugseite Sz des Zylinders, Druckmittel abgesaugt und in den Zylinderraum 4, also den Druckraum Dz des Zylinders, überführt werden. Einige in der Längsrichtung liegende Umfangsnuten 6 an der Zylinderinnenwand begrenzen in jedem Falle die Kolbenbewegung, da, sobald der Kolben 2 bis zu diesen Nuten gelangt, durch sie eine Verbindung zwischen dem Saugraum Sz und dem Druckraum Dz des Zylinders hergestellt wird. Das in Abb. 2 rechts gezeichnete Ende des Zylinders ist durch einen Deckel 8 mit Stopfbuchse 9 für die Kolbenstange 3 abgeschlossen. Den Abschluß des anderen Zylinderendes bildet dessen Zylinderkopf Z und das Pumpengehäuse P, in dem zwei dauernd in Eingriff miteinander befindliche Zahnräder i i und 12 arbeiten. Insoweit ähnelt die Bauweise derjenigen nach dem Hauptpatent.
  • Der dreh- und verschiebbar gelagerte Steuerschieber 2i (Abb.7) ist gelagert in einer Bohrung 2o eines im Querschnitt etwa bananenförmigen Schiebergehäuses S. Er weist, im Gegensatz zu dem Steuerschieber nach dem Hauptpatent, zwei um i8o° zueinander versetzte Steuerflächen f l. und f 2 auf. Sein Stirnende (Abb. io) trägt eine T-förmige Marke g, deren einzelne Stellungen in dem, Steuerschema der Abb. i i wiederkehren. Zum leichteren Verständnis der Wirkungsweise der neuenKippvorrichtung ist es zweckmäßig, dieses Steuerschema zunächst zu erläutern: Wie bereits oben @erwäbnt, ist in dem Teilschema iia der Drehsinn des Nebengetriebes entgegengesetzt dem Ulirzeigersinne, in Fahrtrichtung gesehen, und in Abb. i ib im Uhrzeigersinne. Die beiden Reihen jedes Teilschemas i ia und i ib stellen die jeweiligen Lagen der. Steuerflächen f 1 und f 2 des Steuerschiebers 21 mit Bezug auf die in der Bohrung 2o des Schiebergehäuses s mündenden Kanäle dar, derart also, daß je zwei übereinanderliegende Einzelschemata zusammengehör'bn. In dem linken Paar nach Abb. iia hat die Steuerfläche f1 den Pumpensaugraum Sp sowohl mit dem Pumpendruckraum Dp als auch mit dem Zylinderdruckraum Dz in Verbindung gesetzt, gleichzeitig aber die Steuerfläche f2 den Zylindersaugraum Sz sowohl mit dem Pumpendruckraum_Dp als.auch dem Pumpensaugraum Sp in Verbindung gebracht. Diese Stellung entspricht dem Senken des Wagenkastens, da hierbei der Gesamtinhalt des Zylinderdruckraumes Dz in den Zylindersaugraum Sz übergeführt wird. Da die Querschnitte der Öffnungen, mit denen die von den Pumpenräumen Dp und Sp nach der Bohrung 2o des .Schiebers im Gehäuse S führenden Kanäle je gleich dem erforderlichen Gesamtquerschnitt sind, muß, damit nicht eine doppelte Öffnung, also j e eine volle Eröffnung. an beiden Steuerflächen f l- und f 2 eintritt, durch jede dieser Steuerflächen eine Drosselung bis auf den halben Eröffnungsquerschnitt stattfinden. Diese Bedingung ist, wie ohne weiteres ersichtlich, erfüllt. Bei dem mittleren Paar nach Abb. iia findet der Hub statt, da hier die Steuerfläche f l den Pumpendruckraum Dp mit dem Zylinderdruckraum Dz und die Steuerfläche f 2 den Pumpensaugraum Sp mit dem Zylindersaugraum Sz in Verbindung gebracht haben. Bei dem rechten Paar nach Abb. i ja steht der Wagenkasten auf »Halt«, d. h. es findet .ein Leerlauf der Pumpe statt. Die Steuerfläche f l- hat den Zylinderdruckraum Dz und die Steuerfläche f2 den Zylindersaugrauin Sz abgesperrt, während beide Steuerflächen f l- und f 2 eine Verbindung -zwischen .den beiden -Pumpenseiten Dp und Sp, jeweils mit halber Eröffnungsweite, bestehen lassen. Analog sind die Steuerschemata nach Abb. i ib. Wie ohne weiteres ersichtlich, ist das rechte Paar ein Spiegelbild des linken Paares nach Abb. iia, das linke Paar nach Abb. i ib ein Spiegelbild des rechten Paares nach Abb. iia, und die beiden mittleren Paare sind gleichfalls Spiegelbilder. Daraus folgt also, daß bei Änderung des Drehsinnes.des Nebengetriebes lediglich eine Verdrehung des Steuerschiebers um i8o° erforderlich ist, um die Gesamtsteuerung der Kastenkippvorrichtung dem jeweiligen Drehsinne der Pumpe anzupassen.
  • In Abb. i, 2 und 3 ist nun angenommen, daß der Wagenkasten auf »Halt«, also der Drehschieber 21 auf Pumpenleerlauf steht und das in Abb. 3 links gezeichnete Zahnrad i i sich im Sinne des Uhrzeigers, in Fahrtrichtung gesehen, und das Pumpenzahnrad i2 entgegengesetzt zum Uhrzeigersinne dreht. Die Folge ist, daß der Pumpenkanal a der Druckkanal und der Pumpenkanal b der Saugkanal ist. Der Druckkanal d steht in Verbindung mit dem Raum «l im Zylinderkopf. Von diesem führt ein Kanal a2 im Schiebergehäuse S nach dem Steuerschieber. Der Saugkanal b der Pumpe steht über den Raum b1 im Zylinderkopf Z in Verbindung mit dem nach dem Schieber führenden Kanal b3 im Schiebergehäuse S. Sowohl a2 als auch b3 führen nach beiden Flächen f1 und f2 des Steuerschiebers 21, und ihre Mündungen in der den Steuerschieber aufnehmenden Bohrung 2o sind in ihrem Querschnitt so groß, daß sie die gesamte in Umlauf zu setzende Ölmenge ungedrosselt durchlassen können.
  • Der Druckraum 5 bzw. Dz des Zylinders i steht über die Bohrung d im Zylinderkopf Z und die Bohrung dl im Schiebergehäuse S lediglich mit der Stufe f1 des Steuerschiebers 21 in Verbindung. Der Zylindersaugraum 4 bzw. Sz steht zunächst, wie im Hauptpatent, durch das den Kolben 2 durchsetzende Saugrohr 14 mit Einlaßöffnung 15 mit dem Zylinderkopf Z und ferner durch den Raum c im Zylinderkopf, die Bohrung cl und den Kanal c2 im Schiebergehäuse S mit der anderen Stufe f2 des Steuerschiebers 2i in Verbindung. Daß durch diese Anordnung der Kanäle die in Abb. i dargestellten Steuervorgänge erreicht werden können, bedarf keiner näheren Erläuterung.
  • Der Schieber ist aber wiederum nicht nur verdrehbar, sondern auch verschiebbar, damit die Hubbewegung des Kolbens 2 im Druckzylinder i nicht erst an der Umführungsnut 6 des Zylinders, sondern bereits vorher willkürlich dadurch begrenzt werden kann, daß im Pumpengehäuse ein stark gedrosselter Umlaufweg eröffnet und der Pumpendruck auf den Kolben 2 um denjenigen Betrag ermäßigt wird, der durch den so eingeschalteten gedrosselten Umlaufweg verlorengeht. Der Pumpendruck reicht dann nicht mehr aus, um den Kolben z weiterzuschieben, aber die Pumpe i 1, 12 wirkt druckhaltend im Zylinder, so daß der Kasten in demjenigen Augenblick zum Stillstand kommt, wo der Steuerschieber den Umlaufweg eröffnet. Im vorliegenden Falle wird dieser Umlaufweg gebildet durch zwei diametrale Einschnitte h im Steuerschieber (."@bb. 4, 7 und io), die bei Verschiebung des Steuerschiebers nach rechts, wie in Abb. 4 dargestellt, eine unmittelbare Verbindung zwischen dem Kanal b3, also dem Pumpensaugraum Sp, und dem Kanal a2, also. dem Pumpendruckraum Dp, herstellen. Im übrigen entspricht die Verdrehungslage des Kolbenschiebers nach Abb. 4 der Hubstellung nach Abb. i ia. .
  • Die geschilderte Bauweise hat im übrigen noch den Vorteil, daß der Steuerschieber in jeder Stellung voll entlastet ist, so daß bei einer Verschiebung des Steuerschiebers nur der ihn in seiner Ruhelage haltende Federzug und nicht mehr zu überwinden ist. In diesem Sinne wirkt auch ein Ausgleichskanal i, der mit einer unteren, verschließbaren Öffnung il versehen ist und gestattet, etwaiges vor den Steuerschieber getretene öl abzulassen (Abb.4).

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Hydraulische Kippvorrichtung, insbesondere für Wagenkasten von Kraftfahrzeugen, nach Patent 475 986, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerschieber zwei um i8o° zueinander versetzte, hintereinander angeordnete Steuersegmente aufweist, die gemeinsam an jedem Steuervorgang in der Weise beteiligt sind, daß beide Segmente je zwei nach den beiden Seiten der Pumpe führende Kanäle steuern und außerdem jedes Segment allein noch je einen der nach den beiden Zylinderseiten führenden Kanäle steuert.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanäle, die das Pumpengehäuse mit dem Gehäuse des Steuerschiebers verbinden, sich je in zwei nach den beiden Segmenten führende Zweige mit gleichen Querschnitten wie der Ausgangskanal gabeln und jedes Segment des Steuerschiebers so angeordnet ist, daß es eine Verbindung zwischen dem ihm zugeordneten Zweigkanalpaar nur mit halber Eröffnung, dagegen eine Verbindung dieses Zweigkanalpaares oder eines Einzelkanales desselben mit dem von ihm gesteuerten Zylinderkanal mit voller Eröffnung herstellen kann.
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