DE480489C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kohlenwassergas - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kohlenwassergas

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DE480489C
DE480489C DEM96935D DEM0096935D DE480489C DE 480489 C DE480489 C DE 480489C DE M96935 D DEM96935 D DE M96935D DE M0096935 D DEM0096935 D DE M0096935D DE 480489 C DE480489 C DE 480489C
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J3/00Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Industrial Gases (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kohlenwassergas Die Einrichtungen zur Durchführung des sogenannten Doppelgasprozesses der Steinkohlenwassergasbereitung in ihrer heutigen Ausführung arbeiten alle in der Weise, wie aus der Abb. r verständlich wird. Die bei N eintretende Luft beim Blasen durchstreicht den Generator unter Bildung von Blasegas nach einem Körper, dessen senkrechter Schnitt durch A, B, H, Q und C B,-J, R gekennzeichnet ist, weil die überstehende Brennstoffsäule in der Retorte L ein Durchdringen nach der Schnitdix& A, C zu unmöglich macht oder, anders gefaßt, ein Körper, dessen senkrechter Schnitt durch A, B, C angedeutet ist, wird nicht heißgeblasen. Das Blasegas entweicht bei 0.
  • Beim Gasen muß der bei M eintretende Dampf bzw. der daraus sich entwickelnde Wassergasstrom mit seiner Hauptmenge den Weg der Schnittfiguren D, E, H, B und G, F, B, J nehmen. Dies geschieht deshalb, weil der Kokskuchen wegen der in der Regel konischen Gestalt der Retorte von deren Wand abgerückt ist und dadurch den offenen Ringkanal, der im Querschnitt durch D, E und F, G bestimmt ist, bildet. Eine ganz unbedeutende Menge geht durch den SchnittE,B,F, weil der hier sehr dichte Brennstoffkuchen dem Gasgange einen zu großen Widerstand entgegensetzt, sofern nicht in die Retorte eine Scheidewand eingezogen wird, die den Gasgang im Interesse einer besseren Entgasung unterteilt. Auf alle Fälle werden die Schnittfiguren D, Q, H und G, T, R durch den Gaseprozeß kaum berührt und demzufolge auch nicht abgekühlt.
  • Die Folge ist eine ganze Reihe unangenehmer Erscheinungen, die einen glatten Generatorgang stark beeinträchtigen, wenn nicht gar unmöglich machen. Die Randzone D, H, Q und G, T, R wird, da nur eine mangelhafte Abkühlung während des Gasens erfolgt, stark überhitzt. Dies veranlaßt Randfeuer und Schlackenansatz an der Generatorwand, der weiterhin zur Brückenbildung führt. Der Generatorkern E, F, B bleibt schwarz. Unentgastes Material gleitet hier aus der Retorte ab. Anstatt der angestrebten Beendigung der Entgasung spätestens auf der Trenn-Linie D, G setzt sich diese tatsächlich bis beinahe auf den Rost in der Trennlinie E,-B, F fort. Wertvolle Kohlenwasserstoffe werden so während des Blasens, das gewissermaßen eine Außenbeheizung des Materials im Korn E, B, F darstellt, an das Blasegas verloren und hier in Gase geringer Wärmekonzentration zerschlagen, d. h. sie gehen dem eigentlichen Gaseprozeß, dem sie eine Heizwerterhöhung bringen sollten, verloren. Ein ganz besonderer Nachteil ist aber der, daß, wie aus dem Gesagten unter Abb. z folgt, der Ouerschnitt des Generators zur Gaserzeugung nur teilweise ausgenutzt wird, mit anderen Worten, die Leistung gegenüber Wassergasgeneratoren auf den Quadratmeter Generatorquerschnitt erheblich geringer ist.
  • Auf Grund der Erfindung wird nun die Kokssäule in der Retorte L (Abb. a) unten abgebrochen und zwischen diesem Ende der Kokssäule und der eigentlichen Generatorkoksfüllung ein über den ganzen Querschnitt des Generators sich erstreckender Zwischenraum ungefähr nach der Schnittfigur 0, D, O, R geschaffen, dadurch, daß eine wassergekühlte, mit Zähnen oder Schaufeln versehene Koksanhalte-, Brech- und Transportwalze durch Stopfbüchsen in horizontaler Richtung durch das untere Ende der Retorte geführt wird. An sich bekannt ist, es, bei Gaserzeugern mit übereinander angeordneten Schächten den Brennstoff im oberen Schacht abzustützen und durch Schieber o. dgl. dem unteren' Schacht nach Bedarf zuzuführen. Die Kokswalze nach unserer Erfindung wird mit größerer oder geringerer Geschwindigkeit gedreht oder in hin und her schwingende Bewegung versetzt. Auf diese Weise wird der Kokskuchen aufgehalten und nach Bedarf in kleinere Stücke zerbrochen und damit der Generatorquerschnitt gleichmäßig beschickt. Der freie Raum ungefähr nach G, D, Q" R (Abb. a)" dessen Aufrechterhaltung man durch die Einregulierung der Drehgeschwindigkeit der Walze in der Hand hat, ermöglicht es, alle die Unzuträglichkeiten, die sich aus der bisherigen Arbeitsweise ergeben haben, zu überwinden, d. h. der ganze Generatorquerschnitt wird gleichmäßig durch den Wind beim Blasen bestrichen und somit die ganze Generatorfüllung gleichmäßig beheizt, so daß beim Gasen ebenso die ganze Generatorfüllung an der Gaserzeugung teilnimmt. Ungarer Koks gelangt nicht mehr in den Bereich der Blasegase. Es wird also auf diese Weise ein Höchstmaß von Leistung und Heizwert aus der Kohle herausgeholt.
  • Es gestattet diese Vorrichtung aber auch die Lösung des Problems der Koksentnahme bei der Starkgaserzeugung im Doppelgasprozeß. Teilt man die Retorte S (vgl. Abb. 3) unterhalb -der Koksbrechwalze hosenartig in zwei Abführungskanäle T und U, deren Achsen je einen genügend großen Winkel mit der Retorte bilden, um ein sicheres Abgleiten des abgebrochenen Kolcses zu gewährleisten, so kann man den einen Förderkanal T zur kontinuierlichen Abfiibrung des zu entnehmenden Kokses und den anderen, U, zur kontinuierlichen Beschickung des Generators verwenden. Das im Generator V erzeugte Wassergas entgast mit seiner fühlbaren Wärme wie bisher diese Retorte S. Ordnet man dabei die Koksbrechwalze W so an, daß ihre horizontale Achse in die Schnittebene durch Retortenachse und Überschneidung der beiden Kanalschenkel T und U zu liegen kommt, so kann man j e nach Wahl der Drehrichtung der Brechwalze W entweder den ganzen Koks dem Generator oder aber dem Koksentnahmeschenkel T zuführen. Durch periodischen Polwechsel z. B. des die Brechwalze W antreibenden Motors kann man die Gesamtkoksmasse in einem beliebigen Verhältnis nach der einen oder anderen Richtung hin verteilen. Man kann auch mehrere der beschriebenen Retorten um den Generator herum anordnen, wie dies in Abb. 4 in der Draufsicht dargestellt ist. Hier ist x der Generator, um den die Retorten y in beliebiger Anzahl mit ihren Kanalschenkeln z1 zur Abführung des Kokses nach dem Generator x und den Kanalschenkeln z2 zur Koksentnahme angeordnet sind.
  • Die hosenartige Abführung des Kokses aus der Schwelretorte nach zwei Richtungen ist auch von anderer Seite schon beschrieben worden. Neu ist aber das regelnde Organ der gekühlten Koksbrechwalze, das erst die richtige Mengenverteilung nach der einen oder anderen.Richtung ermöglicht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Kohleneassergas mit Wassergaserzeugung im Wechselbetrieb und Entgasung durch Spülen mit dem erzeugten Wassergas, dadurch gekennzeichnet, daß der Brennstoff im Entgasungsschacht durch eine umlaufende Walze abgestützt wird, die jeweils nur so viel Koks unter Zerkleinerung desselben nach dem Vergasungsschacht fördert, daß zwischen den beiden Brennstoffüllungen ein Raum für den freien Durchgang der Gase verbleibt. a. Gaserzeuger nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der umlaufenden Walze im Entgasungsschacht zwei Förderkanäle angeordnet sind, von denen der eine zur Koksaustragung dienen kann, während der andere Koks zum Vergaser führt. 3. Gaserzeugungsanlage nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehrere Entgasungsschächte um den Vergaser angeordnet sind.
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