DE480681C - Vorrichtung an Tiefbohreinrichtungen zur Entlastung des Bohrturmes und zum Gestaenge- und Bohrseilgewichtsausgleich - Google Patents

Vorrichtung an Tiefbohreinrichtungen zur Entlastung des Bohrturmes und zum Gestaenge- und Bohrseilgewichtsausgleich

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DE480681C
DE480681C DEL68059D DEL0068059D DE480681C DE 480681 C DE480681 C DE 480681C DE L68059 D DEL68059 D DE L68059D DE L0068059 D DEL0068059 D DE L0068059D DE 480681 C DE480681 C DE 480681C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B19/00Handling rods, casings, tubes or the like outside the borehole, e.g. in the derrick; Apparatus for feeding the rods or cables
    • E21B19/08Apparatus for feeding the rods or cables; Apparatus for increasing or decreasing the pressure on the drilling tool; Apparatus for counterbalancing the weight of the rods
    • E21B19/084Apparatus for feeding the rods or cables; Apparatus for increasing or decreasing the pressure on the drilling tool; Apparatus for counterbalancing the weight of the rods with flexible drawing means, e.g. cables

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Description

  • Vorrichtung an Tiefbohreinrichtungen zur Entlastung des Bohrturmes und zum Gestänge- und Bohrseilgewichtsausgleich Bei Tiefbohreinrichtungen wirkt der bekannte, am Bohrkran angeordnete sogenannte Luftpuffer als Gegengewicht für die Bahrzeuglast so, daß sich die Betriebskraft für die Bohrbewegung des Bohrzeuges wesentlich verringert und beim Niedergang des Bohrzeuges das Mitreißen des Bohrkrangetriebes abgeschwächt wird. Eine federnde Wirkung kann der Luftpuffer bei seiner jetzigen Anordnung nicht ausüben.
  • Da eine Federwirkung jedoch bei Meißelbohrungen für die kräftige Schlagausübung des Bohrmeißels auf die Bohrlochsohle unerläßlich ist, sind für diesen Zweck an verschiedenen Stellen zwischen Bohrkranhebel und Bohrmeißel bekannte Federungen angeordnet, deren Einstellung auf mehr oder weniger kräftigen Meißelschlag nur durch Auswechseln der Federn zu erreichen ist; aber diese Federungen haben das ganze Bohrzeuggewicht zu tragen, wodurch der Bohrturm sehr stark ungleichmäßig belastet wird und in schwankende Bewegung kommt.
  • Der Abstellung dieser Übelstände und Erhöhung der Bohrleistung soll die vorliegende Erfindung dienen.
  • Die Abbildung zeigt einen auf dem Bohrturmkopf angeordneten Preßluftzylinder p, die in Höhe der Erdoberfläche am Bohrkabelgestell v gelagerte Kurbel a mit der Kurbelstange b am Winkelhebel c und die Winde trommel d mit dem Seil e, das über die Rollen f, g, h bis an das Bohrzeug i geleitet und daran befestigt ist. - Die Zugstange k verbindet den Winkelhebel c mit dem Bohrturmkopfhebel L (auch Seilschwinge genannt) ; der Hebel L schwingt im Lager m. Zwischen dem Hebel L und der Platte n befindet sich die Federung o; die Rolle h ist am Hebel l befestigt. -Der im Zy linder p befindliche Kolben q ist durch die Pleuelstangen r mit dem Hebel l verbunden. Durch das Rohr s wird dem Zylinder p die Preßluft zugeführt: Die Auflagen u und t sind Hubbegrenzungen für den Hebel 1.
  • Durch die Drehung der Kurbel a wird der Hebel L und das daran hängende Bohrzeug i vermittels der Zugstange k in die zum Meißelbohren erforderliche Aufundabbewegung gebracht. Der mit auf und ab gehende Kolben q im Zylinder p hat durch die im Rohrs zugeführte Preßluft dauernd einen solchen Gegendruck, daß die an der Rolle h bis hinunter zum Bohrmeißel hängenden Lasten bis auf sein für den mehr oder weniger starken Meißelschlag erforderliches Schlaggewicht so ausgeglichen werden, daß die Federung o nur mit dem Schlaggewicht belastet ist. Damit der Kolben-q im Zylinder p bei allen; Stellungen möglichst gleichen Druck behält, ist das Rohr s mit einem größeren, an sich bei Bohreinrichtungen bekannten Luftbehälter verbunden, der die bei der Aufundabbewegung des Kolbens q entstehende Ausdehnung und Zusammendrückung der Preßluft auf eine so große Preßluftmenge verteilt, daß nur ein geringer, bei der Bohrarbeit nicht bemerkbarer Spannungsunterschied auftreten kann. Durch die Feder o auf dem Hebel l kann der Hebe1Z zusammen mit der Rolle h, falls beim Hubwechsel der Kurbel a die Meißelschneide noch nicht die Bohrlochsohle berührt hat, seine Bewegung nach unten durch das Beharrungsvermögen der Gesamtlast von Bohrgestänge und Bohrwerkzeug unter Zusammendrückung der Feder o fortsetzen und hierdurch kräftige Schläge auf die Bohrlochsohle ausüben.
  • Durch die .bei der vorliegenden Erfindung sich ergebende geringe Zugkraft an der Zugstangek wird nicht nur der Bohrturm ientlastet, :sondern es werden auch die bisher auftretenden, für den Bohrturm schädlich wirkenden Schwankungen des Bohrturmes abgestellt.
  • Bei der drehenden Bohrung wird der Druck der Eigenlast des Bohrgestänges auf dieBohrlochsohle in gleicher Weise durch die Aufhängung des Bohrgestänges i am Hebel l; der durch die Preßluft im Zylinder p in Schwebestellung gehalten wird, geregelt. Ferner kann mit der vorliegenden Erfindung ohne irgendwelchen Umbau am Bohr turmkopf die eine oder andere Bohrart abwechselnd bis zu den größten Tiefen zur Anwendung kommen. Das Nachlassen des Bohrgestänges und Bohrwerkzeuges i erfolgt bei beiden Bohrarten. durch die Windetrommel d mit dem Seil e.
  • Das Bohrseil oder das Bohrgestänge wird durch die Preßluftkraftwirkung als Gegenlast in dauernder Spannung gehalten, ein Knicken des Bohrgestänges oder das Schlaffwerden des Bohrseiles wird vermieden, so daß bei der Seilbohrung der bisher für die Spannung des Bohrseiles zum Teil verbrauchte große Hub der Antriebskurbel nicht mehr erforderlich ist.
  • Diese neue Anordnung des Preßluftzylinders gibt der Bohrarbeit bei allen Bohrarten nicht nur eine sichere Handhabung und Beurteilung des Verlaufes der Bohrarbeit, weitgehende Verminderung der krummen und vom Lot abweichenden Bohrlöcher, Bohrgestänge- und Seilbrüche, sondern es. ist auch der größere Bohrfortschritt und die Schonung der ganzen Bohreinrichtung durch den gleichmäßigen Gang des Bohrers gewährleistet. Bei Gestänge- und Seilbrüchen und Gebirgsnachfall bringt der Preßluftzylinder die auf und ab gehende Bewegung des Bohrwerkzeuges selbsttätig zum Stillstand. Eine Unterbrechung in der Zylinderbohrung verhindert einen eventuell schweren Schlag des Kolbens nach oben.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung an Tiefbohreinrichtungen zur Entlastung des Bohrturmes und zum Bohrgestängegewichts- und Bohrseilgewichtsausgleich mittels Preßluftzylinders, gekennzeichnet dadurch, daß die auf dem Bohrturm verlagerte Seilschwinge mit dem einseitig beaufschlagten Kolben eines gleichfalls auf dem Bohrturm fest angeordneten Preßluftzylinders durch Pleuelstange gekuppelt ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet dadurch, daß an Stelle eines mehrere Preßluftzylinder angeordnet sind.
DEL68059D 1927-03-01 1927-03-01 Vorrichtung an Tiefbohreinrichtungen zur Entlastung des Bohrturmes und zum Gestaenge- und Bohrseilgewichtsausgleich Expired DE480681C (de)

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