DE480928C - Elektromagnetische Kupplung - Google Patents
Elektromagnetische KupplungInfo
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Description
- Elektromagnetische Kupplung Die Erfindung bezieht sich auf elektromagnetische Kupplungen mit- einem Mitnehmeri:olzen, bei denen der Strom nach dem Ein- bzw. Auskuppeln selbsttätig ausgeschaltet wird. Um bei derartigen Kupplungen den Stromverbrauch niedrig zu halten, wird gemäß der Erfindung die Schalteinrichtung für den Strom durch die Kupplung beeinflußt, derart, claß ein Kuppeln jeweils nur erfolgt, wenn die beiden Kupplungshälften die zum Einführen des Mitnehmerbolzens in die zugehörige Öffnung erforderliche Lage zueinander einnehmen, wobei zunächst die Kupplungshälften durch elektromagnetische Kräfte gegeneinander gezogen werden und darauf der Mitnehmerbolzen ebenfalls infolge Einwirkung elektromagnetischer Kräfte in die Öffnung eintritt.
- Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht. Es stellt dar Abb. i einen teilweisen Querschnitt der Kupplung, Abb.2 einen Schnitt durch Einzelteile in größerem Maßstab, ähnlich dem Schnitt nach Abb. i, Abb.3 eine Aufsicht auf einen Einzelteil in Richtung des Pfeiles III in Abb. 2, Abb.4 einen Längsschnitt durch einen Kupplungsteil, Abb.5 eine Ansicht und teilweisen Querschnitt durch den Gegenstand der Abb.4. Abb.6 eine Teilansicht eines Einzielveilies, Abb.7 ein Schaltungsschema. Die Kupplung besteht im wesentlichen -aus zwei Scheiben i und 2, welche auf der treibenden Welle 3 bzw. der getriebenen Welle 4. angeordnet sind. Die Scheibe 2 ist auf der getriebenen Welle in deren Längsrichtung verschiebbar angeordnet. In der einen Scheibe, z. B. i, sind in bekannter Weise eine oder mehrere elektromagnetische Spulen 5 angeordnet, welche geeignet sind, bei einer Einschaltung in einen Stromkreis auf die Scheibe 2 zu wirken, diese auf der Welle, zu verschieben und auf die Scheibe i aufzupressen.
- Außer dem erwähnten elektrischen Kupplungsmittel, welches im vorliegenden Fall nur zur Einleitung der Kupplung dient, ist in Scheibe i ein Mitnehmerbolzen 6 angeordnet, der beim gezeichneten Ausführungsbeispiel rechteckigen Querschnitt besitzt. In der Scheibe 2 sind Aussparungen 7 vorgesehen. In eine von diesen tritt bei passender Stellung der beiden Scheiben i und 2 zueinander der Mitnehmerbolzen 6 ein.
- An dem in Abb. i linken Ende des Mitnehmerbolzens 6 ist in der Scheibe i eine weitere Magnetspule 8 vorgesehen und in dem Mitnehmerbolzen 6 ebenfalls eine Magnetspule g angeordnet. Falls der Mitnehmerbolzen 6 ohne Magnetspule ausgeführt wird, muß derselbe als permanenter Magnet ausgebildet sein. An dem Mitnehmerbolzen 6 ist zur Begrenzung seiner Bewegung eine Nase io vorgesehen, welche sich. in einer Nut i i bewegen kann. In dem Mitnehmerbolzen 6 ist in einem Isolationsstück 12 ein keilförmiger Körper 13 gelagert, dessen Spitze von einem Ansatz 14 des Isolationsstückes umfaßt wird.
- In der Scheibe 2 ist ein Ring 15 aus Isolationsmaterial - angeordnet, welcher einzelne Metallstreifen 16 enthält. Gegenüber diesem Ring ist in der Scheibe i in einem Halter i9 ein Kontaktglied 17 in Richtung der Pfeile 18 auf und ab verschiebbar gelagert. In diesem Kontaktglied sind drei durch nicht dargestellte Federn abgestützte Kontaktorgane 2o, 21, 22 horizontal verschiebbar angeordnet, die durch Metallstreifen 16 leitend verbunden werden. Außerdem trägt das Kontaktglied 17 ein Kontaktorgan 30.
- In dem Schaltbild nach Abb. 7 sind die eben genannten Kontakte schematisch angedeutet. Der elektrische Strom wird von einer beliebigen Stromquelle, z. B. durch bekannte Schleifringe 23, dein einzelnen Spulen über die genannten Kontakte zugeführt.
- Die Wirkungsweise der Kupplung ist folgende: Sobald der elektrische Strom zur Betätigung der Kupplung eingeschaltet wird, z. B. durch einen Schalter A, wird der Eelektromagnet 5 erregt, wenn beim Umlauf der Kupplungshälfte i einer der kletallstreifen 16 die beiden Kontaktorgane 2o und 22 verbindet. Dadurch wird die Scheibe 2 angezogen und auf die Scheibe i aufgepreßt. Gleichzeitig ist aber auch der Elektromagnet 8 erregt worden, und durch die Verschiebung der Scheibe 2 in Richtung des Pfeiles 24 kommt auch das Kontaktorgan 2i mit dem Metallstreifen 16 in Berührung. Dadurch wird auch die elektrische Verbindung zu der Magnetspule 9 hergestellt. Die Elektromagnete 8 und 9 sind in der Weise gepolt, daß beim Stromdurchfluß der Mitnehmerbolzen 6 von der Magnetspule 8 abgestoßen wird und nun, in Richtung des Pfeiles 25 bewegt, in den betreffenden Ausschnitt ;7 der Scheibe 2 eintritt, um auf diese Weise die endgültige Kupplung herzustellen.
- Bei der Bewegung des Mitnehmerbolzens 6 in Richtung des Pfeiles 25 wird durch den keilförmigen Körper 13 das Kontaktglied 17 gegen die Wirkung einer Federeinrichtung 26 in Richtung des Pfeiles 27 bewegt, wodurch das Kontaktorgan 22 außerhalb des Bereiches des Metallstreifens 16 gebracht und dadurch der elektrische Strom unterbrochen wird. Unter der Wirkung einer nicht gezeichneten Feder geht nach Unterbrechung des Stromes die Scheibe 2 in ihre Ausgangsstellung, wie in Abb. i gezeichnet, zurück, wodurch auch der Metallstreifen 16 von dem Kupplungsorgan 2i entfernt wird, so daß auch hier der Strom unterbrochen wird. Da aber das Kontaktorgan 2o mit dem Kontaktorgan 30 und dieses mit dem keilförmigen Körper 13 und dieser mit der Magnetspule 9 leitend verbunden ist, wie in den Abb. 2 und q. bei 28 und 29 angedeutet, so bleibt in Wirklichkeit die elektrische Verbindung zwischen der Magnetspule 9 und der Magnetspule 8 aufrechterhalten.
- Wird nun der Schalter A zum Ausrücken der Kupplung in die andere Stellung gelegt, wie in punktierter Lage in Abb. 7 angedeutet, so entsteht ein Stromfluß durch die Spulen 8 und 9, welche nunmehr so gepolt sind, daßder Mitnehmerbolzen 6 von der Magnetspule 8 angezogen wird. Dadurch wird die Kupplung zwischen den beiden Scheiben r und 2 aufgehoben. Dadurch, daß der keilförmige Körper 13 das Kontaktglied 17 beim Zurückgehen des Mitnehmerbolzens 6 verläßt, wird gleichzeitig der Strom wieder unterbrochen.
- Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die Verwendung des in der Zeichnung dargestellten keilförmigen Körpers 13 und des Kontaktgliedes 17 beschränkt, sondern es sind auch andere Mittel denkbar, durch welche nach erfolgter Verschiebung des Mitnehmerbolzens 6 die Verbindung der beiden Spulen 5 und 8 unterbrochen und die Verbindung zwischen den Spulen 8 und 9 hergestellt wird.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Elektromagnetische Kupplung mit einem Mitnehmerbolzen, bei der der Strom nach dem Ein- bzw. Auskuppeln selbsttätig ausgeschaltet wird, dadurch gekennzeichnet, -daß die Schalteinrichtung für den Strom durch die Kupplung beeinflußt wird, derart, daß ein Kuppeln jeweils nur erfolgt, wenn die beiden Kupplungshälften die zum Einführen des Mitnehmerbolzens (6) in die zugehörige Öffnung (7) erforderliche Lage zueinander einnehmen, wobei zunächst die Kupplungshälften durch elektromagnetische Kräfte gegeneinander gezogen werden und darauf der Mitnehmerbolzen ebenfalls infolge Einwirkung elektromagnetischer Kräfte in die bffnung eintritt.
- 2. Elektromagnetische Kupplung näch Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Schalten des elektrischen Stromes durch die sich gegeneinander bewegenden Kupplungshälften (i, 2) oder durch von diesen gesteuerte Hilfsglieder bewirkt wird.
- 3. Elektromagnetische Kupplung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmerbolzen (6) als permanenter Magnet oder Elektromagnet ausgebildet ist und seinen Antrieb durch einen umpolbaren Elektromagnet (8) erhält. Elektromagnetische Kupplung nach Anspruch i his 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zu- und Ahschalten der Magnetspulen (5, 8, 9) an der einen Kupplungshälfte (2) ein Ring (i5) aus Isolationsmaterial mit.leitenden Metallstreifen (i6) und in der anderen Kupplungshälfte (i) ein gegenüber diesem Ring verschiebbares Kontaktglied (i7) mit vier Kontaktorganen (2o, 21, 22, 30) angeordnet ist, von denen letzteres durch ein an dem Mitnehmerbolzen (6) angeordnetes keilförmiges Kontaktglied (i3) gesteuert wird, derart, daß nach erfolgter Kupplung die zum Gegeneinanderziehen der Kupplungshälften dienende Magnetspule (5) abgeschaltet wird, dagegen die zum Verschieben des Mitnehmerbolzens dienenden Magnetspulen (8, 9) für das zum Ausrücken der Kupplung erforderliche Verschieben des Mitnehmerbolzens zusammengeschaltet bleiben.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL68541D DE480928C (de) | 1927-04-29 | 1927-04-29 | Elektromagnetische Kupplung |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEL68541D DE480928C (de) | 1927-04-29 | 1927-04-29 | Elektromagnetische Kupplung |
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| DE480928C true DE480928C (de) | 1929-08-10 |
Family
ID=7282101
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL68541D Expired DE480928C (de) | 1927-04-29 | 1927-04-29 | Elektromagnetische Kupplung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE480928C (de) |
Cited By (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE938226C (de) * | 1950-01-17 | 1956-01-26 | Achenbach Soehne G M B H | Elektromagnetisch betaetigte UEberlastungs-Reibungskupplung fuer schwere Antriebe |
| DE1013179B (de) * | 1955-10-25 | 1957-08-01 | Zahnradfabrik Friedrichshafen | Elektromagnetisch betaetigte Klauenkupplung, insbesondere Gangschaltkupplung fuer Kraftfahrzeuge |
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-
1927
- 1927-04-29 DE DEL68541D patent/DE480928C/de not_active Expired
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