DE481792C - Steuerventil fuer Zugbeeinflussungseinrichtungen auf induktivem Wege unter Verwendung von Magnetventilen zur Wiederholung der Streckensignalstellungen auf Lokomotiven und Triebwagen - Google Patents
Steuerventil fuer Zugbeeinflussungseinrichtungen auf induktivem Wege unter Verwendung von Magnetventilen zur Wiederholung der Streckensignalstellungen auf Lokomotiven und TriebwagenInfo
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- DE481792C DE481792C DEC37413D DEC0037413D DE481792C DE 481792 C DE481792 C DE 481792C DE C37413 D DEC37413 D DE C37413D DE C0037413 D DEC0037413 D DE C0037413D DE 481792 C DE481792 C DE 481792C
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
29. AUGUST 1929
29. AUGUST 1929
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 2Oi GRUPPE
Compagnia Italiana dei Segnali in Mailand, Ital.
auf Lokomotiven und Triebwagen
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. November 1925 ab
Die Erfindung bezieht sich auf eine Eisenbahnsicherung der bekannten Bauart, bei welcher
durch zwischen den Schienen angeordnete und durch die jeweilige Stellung der Streckensignale beeinflußte Streckenmagnete
auf der Lokomotive Relais zur Betätigung von Druckluftkolbenventilen bzw. zur Auslösung
verschiedener akustischer Signale erregt werden. Bei einer Gruppe dieser bekannten
Eisenbahnsicherungen werden beim Überfahren der Streckenmagnete auf elektropneumatischem
Wege die Bremsen angezogen, wobei auch die gleichzeitige Auslösung eines akustischen Signales bereits in Vorschlag
gebracht worden ist. Bei diesen Einrichtungen handelt es sich also nicht um eine Wiederholung
der Streckensignale im eigentlichen Sinne, sondern um die von der Tätigkeit des Zugführers unabhängige Betätigung der
Bremseinrichtung des Zuges.
Bei einem anderen Vorschlag wird das Überfahren des Signales auf akustischem
Wege dem Zugführer kenntlich gemacht und tiebenher auch eine Aufzeichnung der überfahrenden
Signale auf einem Zeitgeschwindigkeitsmesser bewirkt. Bei diesem Vorschlag ist für beide Stellungen des Signales
(offen und geschlossen) das gleiche akustische Signal vorgesehen und lediglich die Schreibaufzeichnung
für beide Stellungen verschieden durchgeführt.
Bei einer anderen bekannten Vorrichtung zur elektrischen Signalübertragung durch Induktionswirkung
werden an der Strecke ebensoviel Induktionsspulen angeordnet, als verschiedene Signale übertragen werden sollen.
Auf der Zugmaschine ist eine entsprechende Zahl von Spulen vorgesehen.
Es ist ferner bekannt, eine optische und gleichzeitig mit ihr wirkende akustische Wiederholungseinrichtung
für die Signalstellung zu schaffen, und zwar in der Weise, daß für die Signalstellung »Halt« ein sichtbares und
ein hörbares Signal gegeben wird, welches von demjenigen die Stellung »Freie Fahrt«
wiederholenden Signal so stark wie möglich abweicht.
Bei diesem Vorschlag handelt es sich um einen auf rein mechanischem Wege in zwei
Stellungen bewegbaren Kolbenschieber in der Druckluftleitung. In der dem Signal »Halt«
entsprechenden Stellung wird eine Pfeife zum Tönen gebracht, während bei der Signalstellung
»Freie Fahrt« außerdem ein Signalarm verschwenkt wird. Bei Bruch des Bewegungsgestänges
verändert eine farbige
Scheibe ihre Lage und zeigt dadurch die Betriebsstörung
optisch an.
Die Erfindung betrifft ein durch Induktionswirkung beeinflußtes Steuerventil, welches
in der Druckluftleitung für den Betrieb der Lautsignale angeordnet ist und auch die
Einrichtung zur optischen SignaLwiederholung steuert.
Die Erfindung besteht darin, daß der zur ίο Steuerung der Druckluft für den Betrieb der
Lautsignale dienende Kolben quer gegenüber zwei durch eine mit Rasten versehene Stange
verbundenen Kolben bewegbar ist, daß jeder Zylinder dieses Doppelkolbens ein elektromagnetisch
gesteuertes Auslaßventil für die ständig eingeführte Druckluft besitzt, und daß eine Entlüftungsvorrichtung für den Zylinder
des Steuerkolbens vorgesehen ist, die bei öffnung beider oder eines der Auslaßventile
in Tätigkeit tritt, so daß der Steuerkolben sich gegenüber der Rastenstange bewegen
kann, wobei er infolge einseitiger Verschiebung des Doppelkolbens bei öffnung
nur eines Auslaßventiles (Freifahrtstellung) in eine der Rasten eintritt und einen größeren
Hub ausführt als bei Mittelstellung des Doppelkolbens (Haltstellung).
Hierdurch wird eine größere Sicherheit insofern erreicht, als die Anzeige des Signales
»Freie Fahrt« auf der Lokomotive an die erschwerende Bedingung geknüpft ist, daß
beide Zylinder des Doppelkolbens gleichzeitig entlüftet werden müssen, während die Anzeige
der Haltstellung dann erfolgt, wenn nur ein Magnetventil erregt worden ist.
In der Zeichnung ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
Abb. ι ist eine schaubildliche Darstellung der Gesamtanordnung der auf der Strecke
und der Lokomotive eingebauten Zugsicherung mit einem Steuerventil gemäß der Erfindung.
Abb. 2 zeigt das Steuerventil gemäß der Erfindung im Längsschnitt.
Abb. 3 ist ein Längsschnitt senkrecht zur Ebene des Schnittes gemäß Abb. '2.β Auf der Lokomotive befinden sich zwei
Abb. 3 ist ein Längsschnitt senkrecht zur Ebene des Schnittes gemäß Abb. '2.β Auf der Lokomotive befinden sich zwei
elektromagnetische Kontaktvorrichtungen a, drei Magnetventile b, ein Schalter c, ein Steuer-
5Q ventil mit optischem Anzeiger d, eine Pfeife e
' und eine Akkumulatorenbatterie /.
Die Bahnstrecke ist mit drei Elektromagneten g, einem von dem Signal gesteuerten
Stromwender h und einer Akkumulatorenbatterie k ausgerüstet.
Die elektromagnetischen Kontaktvorrichtungen α (Abb. 1) sind vollkommen geschlossene
Eisenstücke. Im Innern dieser Vorrichtungen befindet sich ein beweglicher, auf zwei Spitzen gelagerter stabförmiger Anker
a.us Weicheisen /Λ der unter der Wirkung
einer Spiralfeder einen Kontakt m zu Öffnen bestrebt ist. Wenn die Kontaktvorrichtungen
an den Streckenmagneten vorbeikommen, so magnetisieren sich die Eisenteile, der bewegliehe
Anker ändert seine Lage, wobei er den Kontakt schließt und zu gleicher Zeit zwei
Wicklungen unter Strom setzt, durch welche eine Dauermagnetisierung und infolgedessen
die bleibende Verschiebung des Ankers erzielt wird, auch wenn die Wirkung der
Streckenmagnete sich nicht mehr bemerkbar macht.
Die drei Magnetventile b (Abb. 1) ziehen, wenn sie vom Strom durchflossen sind, den
aus je einer Scheiben bestehenden Anker an, der das Ventil j>
der Ventile I und II öffnet und das Ventil q des Magnetventiles III schließt.
Der Lokomotivführer kann mittels eines Schalters c den Strom in den Wicklungen der
Kontaktvorrichtungen (Abb. 1) unterbrechen, so daß die beweglichen Anker I unter der
Einwirkung von Rückstellfedern ihre ursprüngliche Lage wieder einnehmen. Ist der
Schalter c offen, so ist der Elektromagnet III stromlos und -das Ventil q des besagten Magneten
III offen.
Das Steuerventil d ist im Führerstand derart angebracht, daß es für die Lokomotivbesatzung
bequem sichtbar ist. Es bildet einen vollkommen geschlossenen Behälter, der mit der aus dem optischen Anzeiger bestehenden
Vorderseite nach außen gewendet ist. Im Innern sind als Angüsse zwei wagerechte
Zylinder 15, 16 (Abb. 2) und ein senkrechter Zylinder 17 vorgesehen, in welchen
die einfach wirkenden Kolben 18, 19, 20 laufen.
Die beiden wagerechten Kolben sind durch eine Stange 21 verbunden, die mit zwei Einschnitten
22, 23 versehen ist. Sie arbeiten einander gegenüberstehend, so daß, wenn der
Druck, der auf die Außenseiten wirkt, gleich ist, sie bestrebt sind, die Mittelstellung unter
der "Wirkung seitlicher Federn 24 einzunehmen.
Der Steuerkolben 20 sitzt an einem Zwischenstück 25 (Abb. 2 und 3), welches mit
einer rechteckigen Aussparung 26 (Abb. 3) die Stange 21 umgreift und von einer Stange
getragen wird. 29 und 30 sind Anschlüsse an die Magnetventile I und II; die Zylinderräume
15 und 16 stehen mit diesen Anschlüssen durch Öffnungen 31 in den Bunden
der Kolbenstangen 33 in ständiger Verbindung. Der Zylinderraum 17 ist durch Kanäle
34 mit den Zylinderräumen 15 und 16 dauernd verbunden, doch wird diese Verbindung
im Ruhezustand durch die federbelasteten Ventile 35 unterbrochen. Mit der Kolbenstange
27 sind Schieber 36, 37 verbunden,
welche Kanäle 38 und 39 bzw. 40 und 41 steuern. 42 ist der Anschluß an eine Druckluftquelle.
Die Preßluft gelangt durch in der Wandung des Gehäuses vorgesehene Kanäle (z. B. 43, Abb. 3) in das Innere der Zylinderräume
15, 16 und 17, in welche sie bei 44
eintritt, sowie zu den Kanälen 38 und 40. Der Kanal 41 ist bei 45 an eine kleine Pfeife
und bei 46 an eine Durchlochungsvorrichtung des Tachometerstreifens angeschlossen.
47 ist ein Anschluß für die Tachometerleitung. Die Vorderwand des Steuerventilgehäuses
dient als Optischer Anzeiger und besitzt eine durch eine Glasscheibe 48 verdeckte
Aussparung, hinter welcher eine mit wagerechten Schlitzen 49 von je etwa 8 mm Höhe versehene schwarzlackierte Blechscheibe
50 angeordnet ist. Hinter dieser ist in senkrechter Richtung bewegbar eine mit dem
Körper 25 verbundene zweite Scheibe 51 angeordnet, die z. B. mit schwarzen, weißen
und abwechselnd weißroten Farbstreifen versehen ist. Je drei solcher 8 mm hoher Streifen sind einem Schlitz 49 zugeordnet.
Wirkungsweise
In Ruhelage nehmen alle Teile die dargestellte Lage ein. Die bei 42 eintretende
Preßluft füllt die Zylinder 15, 16 und 17, so
daß der Kolben 20 entgegen der Wirkung der Feder 28 in der oberen Lage gehalten wird. Werden die Magnetventile I und II
gleichzeitig eingeschaltet (was geschieht, wenn das Streckensignal auf »Freie Fahrt«
eingestellt ist), so stellen die offenen Ventile p eine Verbindung der Anschlüsse 29 und 30
mit der Außenluft her. Die in den Zylindern 15 und 16 vorhandene Preßkraft kann also
durch die Bohrungen 31 nach außen entweichen. Der Druck in den beiden Zylindern
läßt nach, da die Auslaßöffnungen größer sind als der Querschnitt der Einlaßöffnung
44. Der Doppelkolben 18, 19 verschiebt sich dabei nicht, aber die Ventile 35 werden auf
der einen Seite entlastet und öffnen sich unter dem Druck der Luft in dem Raum 17,
da die Federn schwächer sind. Hierdurch wird auch der Zylinder 17 mit der Außenluft
verbunden, und der Kolben 20 senkt sich unter Wirkung seines Gewichtes und der Feder 28. Die Abwärtsbewegung des Kolbens
wird dadurch unterbrochen, daß der Zahn 52 sich auf die Stange 21 aufsetzt. Diese Senkung
beträgt 8 mm, also ebensoviel wie die Höhe der Schlitze 49, so daß nun hinter den
Schlitzen statt der schwarzen Querstreifen, die zusammen mit der gleichfarbigen Außenfläche
der Scheibe 50 eine einheitliche schwarze Fläche ergeben, die weißen Querstreifen erscheinen.
Der Steuerkolben 20 bewegt auch die Schieber 36 und 37 nach unten, aber nur so weit, daß der Schieber 37 eine Verbindung
zwischen dem Preßluftkanal 40 und dem Kanal 41 herstellt, wodurch die kleine Pfeife 45
und der Tachometerstreifenlocher in Tätigkeit gesetzt werden und freie Fahrt anzeigen.
Werden die Magnetventile I und II gleichzeitig ausgeschaltet, so schließen sich die
Ventile^ wieder, die Räume 15 und 16 kommen
wieder unter Druck und die Ventile 35 werden durch ihre Federn wieder geschlossen,
da auf ihren beiden Seiten gleicher Druck herrscht.
öffnet sich nur ein Magnetventil, z. B. das Ventil I, so tritt eine einseitige Verschiebung
des Doppelkolbens 18, 19 ein, und zwar stellt sich der rechte Ausschnitt 22 unter den Zahn
52. Der Kolben 20, der durch den Bremskolben 53 verzögert wird, um dem Doppelkolben
genügend Zeit zur richtigen Einsfeilung zu gewähren, kann sich nun tiefer senken
als vorher, nämlich um 16 mm, bis der Zahn 52 auf den Boden der Rast 22 aufstößt.
Dementsprechend erscheinen jetzt die abwechselnd weißroten Streifen hinter den Schlitzen 49. Außerdem stellt der Schieber 36
eine Verbindung zwischen dem Preßluftkanal 38 und dem Kanal 39 her, so daß auch die
große Pfeife e (Abb. 1) in Tätigkeit tritt.
Dies ist die Anzeige der Stellung »Signal auf Halt«.
Wird der Schalter c geöffnet oder ist der Stromkreis unterbrochen oder ohne Strom,
so öffnet sich das Ventil q, und das Steuerventil zeigt ständig »Signal auf Halt« an.
Claims (5)
- Patentansprüche:i. Steuerventil für Zugbeeinflussungseinrichtungen auf induktivem Wege unter Verwendung von Magnetventilen zur Wiederholung der Streckensignalstellungen auf Lokomotiven und Triebwagen, dadurch gekennzeichnet, daß der die Wiederholungssignale" steuernde Kolben (20) quer gegenüber zwei durch eine Rastenstange (21, 22, 23) verbundenen Kolben (18, 19) bewegbar ist, daß jeder Zylinder (15 bzw. 16) dieses Doppelkolbens (18, 19) ein elektromagnetisch gesteuertes Auslaßventil (I, II) für die ständig zugeführte Druckluft besitzt und daß eine Entlüftungsvorrichtung (35) für den Zylinder (17) des Steuerkolbens (20) vorgesehen ist, die bei öffnung beider oder eines der Auslaßventile (I, II) in Tätigkeit tritt, so daß der Steuerkolben (20) gegenüber der Rastenstange (21, 22, 23) bewegt wird, wobei er bei einseitiger Verschiebung des Doppelkolbens (18, 19) infolge Öffnung nur eines Auslaßventiles (I bzw. II) (Freifahrtstellung) in eine der4StRasten (22, 23) einfällt und einen größeren Hub ausführt als bei Mittelstellung des Doppelkolbens (Haltstellung).
- 2. Steuerventil nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein weiteres elektromagnetisch gesteuertes Ventil (III), das mit einem der Zylinder (15 bzw. 16) des Doppelkolbens (18, 19) verbunden ist und in spannungslosem Zustand diesen Zylinder entlüftet.
- 3. Steuerventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Entlüftungsvorrichtung des Steuerkolbenzylinders (17) aus zwei Ventilen (35) besteht, die in den Verbindungsleitungen des Steuerkolbenzylinders (17) mit den Zylindern (15, 16) des Doppelkolbens (18, 19) eingeschaltet sind.
- 4. Steuerventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerkolben (17) mit einer regelbaren Verzögerung (Kolben 53) ausgerüstet ist.
- 5. Steuerventil nach Anspruch 1 oder 4, gekennzeichnet durch eine mit dem Steuerkolben (20) verbundene Signalscheibe (51), welche gegenüber Fensteröffnungen einer feststehenden Scheibe (50) auf drei verschiedene Stellungen verschiebbar ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| IT481792X | 1924-11-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE481792C true DE481792C (de) | 1929-08-29 |
Family
ID=11265034
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC37413D Expired DE481792C (de) | 1924-11-22 | 1925-11-12 | Steuerventil fuer Zugbeeinflussungseinrichtungen auf induktivem Wege unter Verwendung von Magnetventilen zur Wiederholung der Streckensignalstellungen auf Lokomotiven und Triebwagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE481792C (de) |
-
1925
- 1925-11-12 DE DEC37413D patent/DE481792C/de not_active Expired
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