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Verfahren zum Reinigen von umlaufenden Kreismessern bei Maschinen
zum Entrippen und Schneiden von Tabakblättern Es ist bekannt, bei Maschinen zum
Entrippen von Tabakblättern das walzenförmige Obermesser, welches zwischen die beiden
als Ringflanschen ausgebildeten Untermesser eindrängt, während des Betriebes dadurch
zu reinigen, daß ein Docht während der Arbeit im ständigen Eingriff mit der Oberfläche
des walzenförmigen Obermessers bleibt und wie ein. Wischer wirkt, wobei dieser Docht
in einem mit Flüssigkeit gefüllten Behälter steckt.
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Sobald aber umIaufende Kreismesser zum Entrippen oder Schneiden von
Tabakblättern Anwendung finden, kann man einen Dochtwischer zum Reinigen der am
Rande mit Facettensuhliff versehenen kreisförmigen und mit hoher Tourenzahl umlaufenden
Messerscheib@e nicht anwenden, und zwar ganz gleichgültig, ob man den Docht radial
an die Schneidkante oder axial an die Facette heranführt.
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Demgegenüber wird entsprechend der vorliegenden Erfindung die Messerschneide
mit einer Reinigungsflüssigkeit betropft oder bestäubt oder durch einen tangential
gerichteten Flüssigkeitsstrahl abgespült.
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Wenn im Bereiche der Schneidkante des Schneidmittels sich Tabaksaft
absetzt, so hat dieser unter dem Einfluß des Trockenluftzuges, der bei der schnellen
Umdrehung des Schneidmittels am Umfang desselben wirksam wird, das Bestreben, zu
verdicken und zu verkrusten. Sobald man aber dem auf der Schneide befindlichen Tabaksaft
Flüssigkeit dauernd beimengt, kann man das Verdicken unterbinden. Dabei darf natürlich
die Menge der zugeführten Flüssigkeit nur ganz gering sein, denn sie braucht und
soll nur für die Aufrechterhaltung einer genügenden Verdünnung ,des Tabaksaftes
dienen.
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An der Stelle, wo die Flüssigkeit auf die Schneidkante auftrifft,
kann man einen Auffang anbringen, 'welcher die überflüssige Menge .der Flüssigkeit
aufnimmt, die nicht von dem Tabaksaft gebunden wird. Dabei findet zugleich eine
Abschwemmung des Tabaksaftes statt, welche die hauptsächlichsten Teile des Tabaksaftes
von der Schneidkante entfernt.
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Die Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens kann darin bestehen,
daß ein die Reinigungsflüssigkeit aufnehmender Behälter mit anschließendem Dochtrohr
und Auffang auf einem Gelenkparallelogramm angeordnet ist, durch dessen von der
Steuerstangte beeinflußte Verstellung das Dochtende in oder außer Bereich der Messlerschneide
gebracht wird. Auf diese Weise kann bei Stillstand des Schneidmittels, wo die Einwirkung
der Fliehkraft aufhört und die weiter zugebrachte Flüssigkeit sich auf der Fläche
des Schneidmittels verteilen und sogar bis zu den Lagerstellen gelangen würde, der
Zufluß der Flüssigkeit abgestellt werden.
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Man kann aber auch die Reinigungsflüssigkeit unter Druck durch eine
Düse, z. B. eine Zerstäuberdüse, tangential gegen die Schneidkante des Messers leiten
und nach dem Passiegen
der Schneidkante in einen. ochsen-' gleich
zur Düse gestellten Auffangtrichter abführen.
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Zur näheren Erläuterung der Erfindung dienen die Abbildungen auf der
Zeichnung.. Die Abb. i und 2 zeigen. in Seitenansicht und oben .eine Vorrichtung
zur Ausführung des neuen Verfahrens.
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Hierzu ist Abb.3 eine Sonderdarstellung. Die Abb.4 zeigt eine andere
Vorrichtung zur Ausführung des neuen Verfahrens.
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Bei der Ausführung nach den Abb. i und 2 ist angenommen, daß das Schneidmittel
aus einem Kreismesser i besteht, welches um eine senkrechte Achse, also in wagerechter
Ebene, rotiert. Dieses Kreismesser ist am Rand mit einer facetfienartigen Schnceidkante
2 ausgerüstet. Das Kreismesser kann beispielsweise dazu dienen, die Rippe eines
feuchten Tabakblattes auszuschneiden oder so zu beschälen, daß sie auf die Blattstärke
geschwächt wird.
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Es ist ein Flüssigkeitsbehälter 3 vorgesehen, der in Abb.2 nur durch
gestrichelte Linien angedeutet ist. In dem Behälter befindet sich die Reinigungsflüssigkeit,
z. B. Wasser. Der Behälter äst auf einem Träger q. aufgesetzt, an welchen sich ein
Führungsrohr 5 für einen Docht 6 anschließt, welcher mit der Behälterflüssigkeit
in Verbindung, steht. Das nach unten gebogene Endre des Dochtes endet über der Schneidkante
des Kreismessers i und gibt an diese Schneidkante die Reinigungsflüssigkeit tropfenweise
ab. Mit dem Führungsrohr 5 ist durch die senkrechte Strebe 7 ein Auffang 8 derart
verbunden, daß in diesen Auffang das über= schüssige Tropfwasser gelangt, welches
bereits die abgeschwemmten Teile des a .n. der Schneidkante sich festsetzenden Tabaksaftes
mit sich führt. Der Boden. des Auffanges 8 ist derart geneigt, daß die vom Auffang
vergriffene Flüssigkeit in einen am Ende des. Auffanges vorgesehenen Behälter 9
abfließen kann.
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Der Träger 4, mit welchem der Flüssigkeitsbehälter 3 und das Auffangrohr
5 verbunden ist, wird von den Gelenkparallelogrammstreben i o und r i ,getragen,
welche bei 12 und 13 gelenkig am Träger ¢ angreifen und mit ihren anderen Enden
bei 1.4 und 15 am Lagerkörper 16 angelenkt sind. Die Gelenkstrebe 1o ist als Winkelhebel
ausgebildet, an dessen freiem Ende bei 17 die Steuerstange 18 angel'enkt ist. Diese
Steuerstange wird durch ,nicht mitgezeichnete Antriebsmittel dann auf- bzw. abwärts
bewegt, wenn. das Kreismesser i in Rotation versetzt bzw. stillgesetzt wird. Bei
der in Abb. z angenommenen Stellung befindet sich das Dochtende im Bereiche der
Schneidkante des rotierenden Kreismessers i, so daß dieses also tropfenweise mit
der Reinigungsflüssigkeit versehen wird. Wird das Kreismesser stillgesetzt, dann
geht die Steuerstange -18 nach oben. Dadurch wird der Träger 4 nach rechts im Sinne
der Abb. i bewegt, so daß das Dochtende aus dem Bereich des Kreismessers gelangt,
wie in Abb. 3 dargestellt. Nun tropft die Reinigungsflüssigkeit unmittelbar in den
Auffang 8 und wird in den 'Sammelbehälter 9 weitergeleitet.
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Bei der Vorrichtung nach Abb. 4 wird die Rednigungsflüssigkeit durch
eine Leitung 19 unter Druck zugeführt, so daß sie durch die Düse 20 in :einem: Strahl
austritt, der tangential gegen die Schneidkante des Kreismessers z gerichtet ist.
Dieser Strahl entfernt von der Schneidkante deninitgeführtenTabak saft und gelangt
dann in den Auffangtrichter 21, der ächsengleich zum Zuleitungsrohr i9 hinter der
Reinigungsstelle angebracht ist. An diesen Trichter schließt sich das Ableitungsrohr
22 für die mit dem Tabaksaft geschwängerte Reinigungsflüssigkeit an.