DE483341C - Auskleidungsmasse fuer Schmelztiegel aus Metall - Google Patents

Auskleidungsmasse fuer Schmelztiegel aus Metall

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DE483341C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27DDETAILS OR ACCESSORIES OF FURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS, IN SO FAR AS THEY ARE OF KINDS OCCURRING IN MORE THAN ONE KIND OF FURNACE
    • F27D1/00Casings; Linings; Walls; Roofs
    • F27D1/10Monolithic linings; Supports therefor
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C4/00Compositions for glass with special properties
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B14/00Crucible or pot furnaces
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    • F27B14/10Crucibles

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Description

  • Auskleidungsmasse für Schmelztiegel aus lnetall Bei Schmelztiegeln, die zum Schmelzen von Metallen dienen, tritt oft der Übelstand auf, daß das geschmolzene Metall das Metall des Tiegels selbst auflöst und dadurch verunreinigt wird. So kommt es vor, daß beim Schmelzen von Aluminium in einem Eisen- oder Stahltiegel das Aluminium das Tiegelmaterial auflöst und dann einen Eisengehalt von q. bis 5 ° /o aufweist, wodurch es brüchig und seine Leitfähigkeit beeinträchtigt wird.
  • Um diesem Übelstande abzuhelfen, hat man z. B. das Tiegelinnere mit Kalk gestrichen oder getüncht, doch mußte der Anstrich oder die Tünche immer wieder erneuert werden.
  • Gemäß der Erfindung wird eine dauerhafte Auskleidung, die die Legierung des geschmolzenen Metalles mit dem Tiegelmaterial verhindert, dadurch erzielt, daß man Calciumhydroxyd mit einem in der Hitze schmelzenden Bindemittel, wie Magnesiumsulfat oder Borax, verwendet. Zu diesem Zwecke wird Calciumhydroxyd, etwa als gelöschte KalkschIacke aus Stahlschmelzöfen, mit Magnesiumsulfat oder Borax und weißem Email, wie es zum Anstrich für Gußeisen verwendet wird, gemischt. Diese Teile werden dann ganz fein gemahlen und mit Wasser zu einer dünnen Paste verrührt, wobei man noch ein klebriges, organisches Bindemittel, z. B. Melasse, zusetzt. Der auszukleidende Metalltiegel wird nun mäßig erwärmt und innen mit der Paste ausgestrichen. Nach Trocknen derselben erhitzt man den Tiegel auf etwa 5oo bis 7oo° C während einer bestimmten Zeit, j e nach Dicke des Tiegels und Anstriches, bis derselbe verschmolzen ist. Bei einer Wandstärke des Tiegels von etwa 18 mm genügen etwa 2 Stunden. Gußeiserne Tiegel dürfen nicht über 7oo° C erhitzt werden, da die von dem Gußeisen absorbierten Gase bei einer höheren Temperatur entweichen und auf dem Überzug Blasen verursachen, während bei Stahltiegeln die genannte Temperatur ohne Gefahr überschritten werden kann. Ist der Überzug einmal verhärtet, so widersteht er späterhin beliebig hohen Temperaturen. Zur Erzielung einer größeren Dichtigkeit kann man den Anstrich wiederholen und etwa entstandene Löcher mittels einer dicken Paste verstreichen. Die beschriebene Auskleidung hat den Vorteil, daß sie in der Hitze mit der Oberfläche- des Tiegels verschmilzt, da beide Materialien bis zu einem gewissen Grade ineinander löslich sind.
  • Ein geeignetes Mischungsverhältnis ist:
    etwa zoo Gewichtsteile Calciumhydroxyd,
    - 6 - Magnesiumsulfat oder
    Borax,
    - 26 - Email,
    - 12 - Melasse.
    Vorteilhaft verwendet man ein Boro-Silikat-Email, wie es gewöhnlich zum Anstrich von Gußeisen verwendet wird, um der Masse eine größere Härte und Steinähnlichkeit zu verleihen; doch kann es auch unter Umständen weggelassen werden.
  • Magnesiumsulfat oderBoraxwerden zugesetzt, um in der Hitze die einzelnen Teile der Mischung fest aneinanderzubinden und das Zusammenschmelzen mit der Tiegeloberfläche zu bewirken. Aber auch andere Bindemittel können verwendet werden, z. B. Natriumsilikat bei Schmelztiegeln für Blei oder Zinn, jedoch nicht für Aluminium.
  • Melasse wird nur als Bindemittel benutzt, um der Mischung den ersten Halt zu geben, bis diese dann durch das Brennen zu einer festen Masse umgewandelt wird.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Auskleidungsmasse für Schmelztiegel aus Metall, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einer Mischung von Calciumhydroxyd mit einem in der Hitze schmelzenden Bindemittel, wie Magnesiumsulfat oder Borax, besteht.
  2. 2. Auskleidungsmasse nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sie auch ein Boro-Silikat-Email enthält.
  3. 3. Auskleidungsmasse nach Anspruch r und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsmasse einen Zusatz von organischem Bindemittel, wie Melasse, enthält. q..
  4. Auskleidungsmasse nach Anspruch i bis 3,. dadurch gekennzeichnet, daß sie anstatt Borax Natriumsilikat enthält.
  5. 5. Verfahren zur Herstellung der Auskleidungsmasse nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß diezu einer dünnen Paste oder Lösung angerührten Ausgangsstoffe auf den erwärmten Tiegel gestrichen, getrocknet und auf etwa 5oo bis 7oo° erhitzt werden, wobei die Auskleidung mit der Tiegeloberfläche verschmilzt.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß man von ioo Gewichtsteilen Calciumhydroxyd, 6 - Magnesiumsulfat oder Borax, 26 - Email und 12 -- Melasse ausgeht.
DEA53684D 1927-03-26 1928-03-27 Auskleidungsmasse fuer Schmelztiegel aus Metall Expired DE483341C (de)

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