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Haltevorrichtung für Einbaustücke an Walzgerüsten Bei Walzwerken:
erfolgt die Sicherung der Walzen gegen axiale Verschiebung, die zur Erzielung fehlerfreien
Walzgutes unumgänglich ist, bisher in der Regel durch Festspannung von Anstelleisten
am Walzgerüst außen vor den; Einbaustücken der Walzen. Bei dieser bekannten Halteverrichtung
ist aber .das Aus- und Einbauen der Walzen besonders umständlich, weil zu dem damit
verbundenen Wegnehmen der Anstelleisten in jedem Falle sämtliche Spannmuttern gelöst
werden müssen und die bisher nur durch die Spannbolzen gehaltenen Anstelleisten
bei größeren Walzwerken solche Abmessungen haben, daß sie nur mit Kran abgenommen
werden können. Sodann beeinträchtigt diese Anordnung die Betriebssicherheit des
Walzwerks dadurch, daß die von Hand angezogenen Spannbolzen abreißen und die inneren
Muttern zwischen die Walzen fallen können; die Folge ist dann leicht ein Bruch einer
oder beider Walzen, und da der Walzenbruch meistens muschelförmig ist, werden in
einem solchen Fall die Einbaustüicke zur Seite herausgedrückt, so daß auch die vorerst
noch unversehrten Spannbolzen abreißen müssen. Bei der Walzensicherung gemäß der
Erfindung werden diese Nachteile dadurch vermieden", da:ß am Walzgerüst vor den
Einbaustücken der Walzren als Klappen ausgebildete, beispielsweise in. Scharnieren
drehbare Anstellleisten an eordnet und mit Feststellvorrichtungen versehen sind,
durch welche sie in der Lage, die sie während des Betriebes einnehmen sollen, festgehalten
werden.
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In dem. Zeichnungen sind Beispiele für die bekannte und für die neue
Haltevorrichtung dargestellt.
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Abb. i und z zeigen im Grund- bzw. Aufriß ein Walzgerüst, dessen Einbaustücke
links auf die alte und rechts auf die neue Art gehalten werden; in Abb.3 bis 5 ist
eine besondere Ausführunigsform des Erfindungsgegenstandes in drei Ansichten dargestellt,
und A.bb.6 endlich zeigt das Verhalten dieser Ausführung der neuen Haltevorrichtung,
wenn aus .einem anderen als dem eingangs erwähnten Grunde ein Walzenbruch eintreten
und das Einbaustück sich seitlich herausschiehen sollte. In diesem Falle tritt hier
keine weitere Zerstörung .ein, sondern das heraustretende Einbaustück überwindet
allmählich den Druck, mit dem die Arnstelleiste angepreßt wird, und schwenkt die
letztere um ihren Drehpunkt zur Seite, ohne daß weitere Beschädigungen eintreten.
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Im linken Teil der Abb. z sind die Anstellleisten a der bisher üblichen
Art mit den Spannbolzen b ,gegen das Walzgerüst und die Einbaustücke e .der Walzen,
gespannt. Im rechten Teil ist eine .gemäß der Erfindung ausgeführte Anstelleiste
dargestellt un,dmitul bezeichnet. Die Leiste a, dreht sich um. Scharnierbolzens
,am Walzengerüst und wird durch Vorreiter f mit ihrem freien Rand gegen die
Einbaustückee
angedrückt. Statt einer durchgehenden Anstelleiste ui für beide Einbaustücke kann
auch für jedes .einzelne der letzteren eine besondere Anstelleiste angeordnet w
.erden, wie in. Abb. 3 und q. dargestellt.
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Die Ausführung nach den Abb.3 bis unterscheidet sich im übrigen dadurch
von Bier bisher beschriebenen, daß der Gegendruck der Anstelleiste nicht von der
Festigkeit eines verriegelnden Baubeils, sondern. kraftschlüssig durch ein elastisches
Glied, wie eine Feder oder einte Druclpgas- oder hydraulische Vorrichtung, aufgenommen
wird. Bei dem dargestellten Beispiel ist z ein Druckgas- oidier Preßwasserzylinder
mit Plunger p. Das aus dem Zylinder herausragende Endre des P1ungers p drückt gegen
den Arm k1 einlos auf der Welle k sitzenden Hebelsystems, dessen ,zweiter Arm k2
an der Anstelleisbe a1 von außen anliegt. Auf diese Weise wird die letztere durch
derb einstellbaren Gas- oder Wasserdruck im Zylinderz an die Einbaustücke,der Walzen
angedrückt. Bei dem dargestellten Beispiel sind zwei Hebielsyst@eme angeordnet,
die beide vom Zylinder z aus gemeinsam bleeindlußtwerden. Zu diesem Zweck ist das
vom Plunngerp unmittelbar beeinflußßte Hebelsystemkl, k2 mit einem dritten Arm k3
versehen; das zweite Hebelsystem hat nur zwei Arme k2, k3, und die beiden Arme k3
der beiden Hebel sind durch eine Zugstangen verbunden, so daß die vom Hebelarm k,
ausgehenden Bewegungen sich beiden Armen k3 und somit beiden Hebelsystemen mitteilen.
Zur Begrenzung dieser Bewegungen kann in der Anstelleiste u1 eine am Walzgerüst
zur Anlage kommende Stellschraubev angeordnet sein, wie in Abb.5 dargestellt.
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Die Ausführung nach Abb. 3 bis 5 ermöglicht dadurch noch eine weitere
Erhöhung der Betriebssicherheit des Walzwerkbetriebes, daß von der Druckquelle,
hier also dem Zylinderz, aus auch eine Anpressung des oberen Lagerdeckels des unteren
Einbiaustücks bewirkt werden, kann, so- daß die Befestigungsschrauben für diesen
Deckel, die schlecht in Spannung zu halten sind und sich stets lockern und namentlich
im Pilgerbetrieb nie richtig eingestellt werden konnten, fortfallen können. Bei
dem vorliegenden Beispiel ist hierzu ein: mit einem Ende die Zugstange n lose umfassiender
und mit dem anderen Ende auf dem zu sichernden Lagerdeckel aufliegender Hebel i
,angeordnet. Als Widerlager für das auf ihr gleitende Hebelende trägt die Zugstange
n eine verstellbare Mutter g mit einer zwischen diese und den Hebieli geschalteten
Feder h, so daß der vom Druckzylinderz .auf dein Lagerdeckel zu übertragende Druck
stets einstellbar ist. ,.
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Zu dem bisher mit einer Reihe zeitraubender Nebenarbeiten verbundenen
Aus- oder Einbau der Walzen. ist beim Gagenstand der Erfindung nur das Lösen einer
einfachen Ver-H:egelurng erforderlich, z. B. Beisenbeschieben der Vorreiber f oder
Entspannen des Druckmittels im Zylinder z; alsdann kann man die Anslelle@ste (Abb.
z) oider Anstelleisten (Abb. 3 und q.) von Hand beiseite klappen. Wise bereits erwähnt,
kann eine Zerstörung der neuen Hahevoxri;chtung in der in Abb. 6 dargestellten Weise
vermieden werden.