DE483610C - Einrichtung zur stroboskopischen Untersuchung von Bewegungsvorgaengen - Google Patents

Einrichtung zur stroboskopischen Untersuchung von Bewegungsvorgaengen

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DE483610C
DE483610C DES79965D DES0079965D DE483610C DE 483610 C DE483610 C DE 483610C DE S79965 D DES79965 D DE S79965D DE S0079965 D DES0079965 D DE S0079965D DE 483610 C DE483610 C DE 483610C
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    • G01PMEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
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    • G01P3/36Devices characterised by the use of optical means, e.g. using infrared, visible, or ultraviolet light
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    • GPHYSICS
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    • G01PMEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
    • G01P21/00Testing or calibrating of apparatus or devices covered by the preceding groups
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Description

Vorliegende Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, das Anwendungsgebiet der stroboskopischen oder strobometrischen Methoden zu erweitern, und zwar die gleichzeitige Untersuchung periodischer Erscheinungen verschiedener Periodizität zu ermöglichen. Wenn man sich hierzu der intermittierenden Beleuchtung mittels eines stroboskopischen Projektionsapparates bedient oder wenn man den Sehstrahl, der vom Auge zum beweglichen Objekt geht, periodisch mittels einer Blende unterbricht, ist man gezwungen, stets nacheinander die beiden beweglichen Gegenstände zu beobachten, es sei denn, daß die Perioden dieser beweglichen Gegenstände im Verhältnis eines Multiplum zueinander stehen. Der eine bewegt sich scheinbar, während der andere scheinbar stillsteht. Diese Unmöglichkeit der gleichzeitigen Feststellung ist für manche Messungen von großem Nachteil.
Erfindungsgemäß werden die Träger der verschiedenen gleichzeitig sichtbaren Bewegungserscheinungen verschieden gefärbt und die Bewegungsvorgänge in der Farbe des Trägers beobachtet, wodurch dieser oder die anderen Bewegungsträger in an sich bekannter Weise unsichtbar werden, je nachdem auf hellem oder dunklem Untergrund beobachtet wird.
Wenn man z. B. annimmt, daß das eine von zwei gleichzeitig zu untersuchenden Rädern rot, das andere blau gefärbt ist, so gestattet die Beobachtung bei intermittierendem monochromatischem blauem oder rotem Licht die scharfe Unterscheidung ihrer beiden Bewegungen, da das eine nach Belieben sichtbar oder unsichtbar gemacht werden kann. Bei blauem Licht ist das blaue Rad auf hellem Grund unsichtbar, im roten Licht das rote Rad. Zwei Operateure bedienen sich, der eine eines roten Schirmes, der andere eines blauen, und können demnach gleichzeitig beide Bewegungen beobachten.
Eine weitere praktische Anwendung dieser Methode ist in der Spinnerei gegeben, wo die Untersuchung in monochromatischem Licht gleichzeitig die Geschwindigkeit der Spindeln, welche Fäden verschiedener Färbung zwirnen, zu kontrollieren gestattet. Dieses Zwirnen verlangt eine vollkommene Gleichmäßigkeit in der Zusammendrehung der beiden Fäden, die auf diese Weise leicht zu überwachen ist.
Verwendet man Komplementärfarben für das Licht und. für den zu isolierenden beweglichen Gegenstand, so erscheint dieser schwarz.
Die monochromatische Untersuchung entsprechend der Erfindung ist besonders wertvoll zum stroboskopischen Eichen von Meßapparaten. Dieses Eichen besteht darin, daß auf dem zu beobachtenden, sich bewegenden Teil mehrere verschiedenfarbige Mar-
kierungsreihen in einer dem Bewegungsverlauf des betreffenden Teiles angepaßten Anordnung angebracht werden, wobei die Verteilung der Markierungen (Striche o. dgl.) in den einzelnen Reihen zweckmäßig so vorgenommen wird, daß das scheinbare Stillstehen einer dieser Markierungsreihen der genau geregelten Bewegung des Apparates, das der anderen Reihen gewissen positiven
ίο oder negativen Fehlerwerten entspricht.
Der Erfindungsgegenstand ist auf der Zeichnung in
Abb. ι schematisch an einer Zählerscheibe erläutert;
Abb. 2 zeigt schematisch den stroboskopischen Untersuchungsapparat.
Die Untersuchung geschieht beispielsweise mittels des in Abb. 2 dargestellten Stroboskops, welches mit einem Fernrohr mit einem die farUige Kappe tragenden Okular 4 und einem Objektiv 5 ausgestattet ist. In der Brennpunktebene dieses Fernrohres dreht sich eine Blende 6 mit Schlitz oder Loch 7. Die Scheibe wird durch einen Synchronmotor 8, der mittels eines periodisch unterbrochenen Stromes gespeist wird, in Drehung versetzt.
Die hellgefärbte Zählefscheibe der Abb. 1 ist mit drei konzentrischen Bogenreihen von Strahlen verschiedener Farbe versehen, und die eine Reihe, z. B. die mittlere Reihe 12, ist z. B. rot gefärbt und enthält N in gleichem Abstand voneinander stehende Markierungsstriche, so daß sie bei einer gewissen Belastung scheinbar unbeweglich ist, wenn man sie mit dem Stroboskop betrachtet, dessen Verdunkelungs- und Beleuchtungsfrequenz in geeigneter Weise gewählt ist. Von den beiden anderen Reihen, die von unterschiedlicher Farbe als die Mittelreihe sind, enthält z. B. die Reihe 11 N -\-e Striche, also eine größere Anzahl als die Mittelreihe, und die dritte innere Reihe 13 N — e Striche. Man betrachtet den Zähler bei rotem Licht, welches die Mittelreihe unsichtbar macht. Man sieht folglich scharf voneinander getrennt lediglich die beiden Reihen 11 und 13. Wenn man feststellt, daß z. B. die Reihe 11 sich scheinbar bewegt, dagegen die Reihe 13 scheinbar unbeweglich ist oder eine kaum merkbare Bewegung besitzt und umgekehrt, so folgt hieraus, daß der Fehler des Zählers zwischen zwei Werten liegt, deren absolute Größe einem von vornherein bestimmten, von e abhängigen Wert gleich ist. Wenn man aber beobachtet, daß die beiden Reihen 11 und 13 sich mit nennenswerter Geschwindigkeit in entgegengesetzter Richtung bewegen, so beweist dies, daß der Zähler vollkommen entregelt ist bzw. daß der Fehler die zulässige Toleranzgrenze überschreitet. Man wird in diesem Falle die 6q Beleuchtung so regeln, daß eine der beiden Reihen 11 und 13 unsichtbar wird.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Einrichtung zur stroboskopischen Untersuchung von Bewegungsvorgängen, dadurch gekennzeichnet, daß die Träger der verschiedenen gleichzeitig sichtbar zu machenden Bewegungserscheinungen verschieden gefärbt sind und die Bewegungsvorgänge in der Farbe des einen Trägers beobachtet werden, wodurch dieser oder die anderen Bewegungsträger in an sich bekannter Weise unsichtbar werden, je nachdem auf hellem oder dunklem Untergrund beobachtet wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1 zum Prüfen von Meßapparaten mit ständig sich bewegenden Teilen, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem zu beobachtenden Teil mehrere verschiedenfarbige Markierungsreihen (z. B. Striche) in einer dem Bewegungsverlauf des betreffenden Teiles angepaßten Anordnung und in solcher Verteilung vorgesehen sind, daß das scheinbare Stillstehen einer dieser Markierungsreihen der genau geregelten Bewegung des Apparates, das der anderen Reihen gewissen positiven oder negativen Fehler wer ten entspricht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DES79965D 1926-05-27 1927-05-28 Einrichtung zur stroboskopischen Untersuchung von Bewegungsvorgaengen Expired DE483610C (de)

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