-
Spülversatzrohr nach Patent 363456 mit einem ein- oder mehrteiligen
Ringkanal zur Kennzeichnung der Höchstabnutzung der Rohrsohle Bekanntlich werden
Spülversatzrohre durch die scheuernde Wirkung des Spülstromes an der Rohrsohle stark
angegriffen, so daß bei hinreichendem Rohrverschleiß die Gefahr des Platzens derartiger
Rohre gegeben ist. Um eine einseitige Abnutzung dieser Rohre zu vermeiden, hat man
dieselben an den Stellen stärksten Verschleißes, also insbesondere an der Sohle,
mit verstärkten Wandungen versehen. Die Notwendigkeit, diese Rohrleitungen zeitweise
hinsichtlich des Grades ihrer Abnutzung zu untersuchen, ermöglicht man durch die
Anbringung von Signaleinrichtungen, welche selbsttätig anzeigen, wenn die Rohrleitung
in einem bestimmten Maße abgeschlissen ist. Eine derartige Einrichtung besteht beispielsweise
aus einem Rohrstutzen, in welchem ein Futterstück so eingesetzt ist, daß zwischen
dem äußeren Mantel des Rohrstückes und dem Futterstück ein Mantelraum verbleibt,
welcher durch längsverlaufende Rippen unterteilt sein kann. Die einzelnen segmentartigen
Teile des Mantels stehen durch Bohrungen mit dem Freien in Verbindung. Die Kennzeichen
der Höchstabnutzung der Rohrsohlen durch den Einbau derartiger Kontrollstücke ist
jedoch unsicher, da die Rohrsohle des Spülversatzrohres mit der Rohrsohle des Einschaltstückes
nicht immer genau übereinstimmt, so daß die Abnutzung des eingesetzten Zylinders
in das Kontrollstück nicht mit derjenigen des letzteren übereinstimmt und daher
die Signalisierung ihren Zweck verfehlt. Andere bekannte Einrichtungen bestehen
meist darin, daß man in die Rohrsohle an den Stellen, an welchen erfahrungsgemäß
die Abnutzung am stärksten ist, Signallöcher einbohrt, welche aber die Wandung nicht
durchdringen, sondern nur bis zu solcher Tiefe geführt sind, als die zulässige Abnutzung
betragen darf. Ist dann der Verschleiß bis zu dieser Tiefe vorgeschritten, dann
dringt der flüssige Rohrinhalt durch das Signalloch nach außen und macht auf diese
Weise erkennbar, daß die Rohrleitung in einem bestimmten Maße abgenutzt ist. Man
hat die Signallöcher auch in der Weise an den Rohrleitungen angebracht, daß man
die Rohre völlig durchbohrte und
in die Löcher Kopfschrauben eingesetzt
hat, welche ihrerseits bis zu der entsprechenden Tiefe angebohrt waren. Dies hatte
den Vorteil, daß man beim Ablaufen des Rohrinhalts die betreffende hohle Schraube
durch eine massive Schraube ersetzen und damit eine vorübergehende Abdichtung herbeiführen
konnte, bis das Rohr ausgewechselt war. Um den Nachteilen zu begegnen, welche dieser
Art von Signaleinrichtungen anhafteten und welche darin bestanden, daß diese Signallöcher
nur die örtliche Abnutzung anzeigten und nicht reagierten, wenn neben den Löchern
die Abnutzung evtl. noch weiter vorgeschritten war, hat das Patent 363 456/5d eine
Einrichtung vorgeschlagen, bei welcher in der Stirnwand der Rohrschüsse, und zwar
in den Stirnflächen der festen Flanschen oder der Rohrbunde bei losen Flanschen
ein ein- oder mehrteiliger Ringkanal eingedreht oder eingefräst ist, welcher die
Grenze darstellt, bis zu welcher der Verschleiß der Versatzrohre ohne die Gefahr
des Zerplatzens der Rohre fortschreiten darf. Dieser Kanal bzw. diese Teilkanäle
werden seitlich dadurch verschlossen, daß sich der Gegenflansch oder Gegenbund mit
seiner Dichtung auf denselben bzw_ auf dieselben legt. Um das Ablaufen der beim
Anschneiden des Kanals in denselben oder den Teilkanal eindringenden Flüssigkeit
zu ermöglichen und hierdurch diesen Umstand anzuzeigen, sind der Ringkanal oder
seine Teile je für sich durch eine Bohrung mit dem Freien verbunden, welche in an
sich beliebiger zweckmäßiger Weise angebracht ist.
-
Es hat sich nun gezeigt, daß die Anbringung dieses Rohrkanales in
der soeben erläuterten Form mancherlei Nachteile hat, insbesondere denjenigen, daß
der Ringkanal notwendigerweise an der Stelle angebracht werden muß; an welcher sich
die Dichtung zwischen den beiden Rohrflanschen befindet. Es besteht dabei die Möglichkeit,
daß sich die Dichtung in den Kanal hineinquetscht und dieser somit zur Erfüllung
des erläuterten Zweckes unbrauchbar wird.
-
Diesen Mißstand beseitigt der Gegenstand der vorliegenden Erfindung
dadurch, daß der Ringkanal nicht mehr auf der Stirnseite des Flansches angebracht
wird, sondern im Außenmantel des Rohres. Abgedeckt wird der Kanal durch den Wulst,
gegen welchen sich die darüber gezogenen Flanschen zur Verbindung der Rohrschüsse
stützen. Auch hier wird der Kanal durch eine Bohrung, die sich zweckmäßigerweise
an der Unterseite des Rohres befindet, mit dem Freien verbunden. Sind mehrere ringförmige
Segmente vorgesehen statt eines einzigen Ringkanales, dann wird jeder dieser Segmente
für sich mit dem Freien verbunden. Die neue Einrichtung hat den Vorteil, daß der
Ringkanal gegen Verstopfen völlig geschützt ist und somit bei Bedarf stets bereit
ist, seinen Zweck zu erfüllen.
-
Der Gegenstand der Erfindung ist auf beiliegender Zeichnung in mehreren
Ausführungsbeispielen veranschaulicht, und zwar zeigt: Abb. i eine Stirnansicht
eines runden Rohres mit einem aus drei Segmenten bestehenden Ringkanal, Abb. 2 einen
Längsschnitt durch die vertikale Mittellinie der Abb. i, Abb.3 einen vertikalen
Querschnitt durch die Ebene des Ringkanales nach Abb. z, Abb. 4 eine Stirnansicht
eines unrunden Rohres mit nur an der unteren Sohle angebrachtem Ringkanal, Abb.
5 einen Querschnitt durch die vertikale Mittellinie der Abb. 4. . Wie aus den Abb.
i bis 3 ersichtlich, ist das Ende des Rohres a mit einem Rohrbund versehen. In der
Berührungsfläche des Rohres a und des Bundes b befindet sich der Rohrkanal c, welcher
um das ganze Rohr herumführen kann oder aber, wie im Ausführungsbeispiel dargestellt,
aus drei segmentartigen Teilen besteht, welche miteinander nicht in Verbindung stehen.
Jeder dieser segmentartigen Teile des Ringkanales ist durch eine Bohrung d mit dem
Freien verbunden. Wie ersichtlich, ist dieser Ringkanal c nicht einfach in den Mantel
des Rohres a eingedreht, sondern auch der Flansch b trägt eine entsprechende Eindrehung
e, welche sich mit dem erwähnten Ringkanal c so deckt, daß hieraus ein gemeinsamer
Kanal entsteht. Es ist jedoch ohne weiteres möglich, den Ringkanal nur in dem Rohre
a anzuordnen und den Flansch b ohne Eindrehung zu belassen. Ist das Rohr an den
Stellen durchgeschlissen, an welchen sich der Ringkanal befindet, dann tritt der
Rohrinhalt an dieser Stelle in den Kanal e und somit auch durch die Bohrung bei
d ins Freie, so daß sich, das Durchschleißen des Versatzrohres erkennbar macht.
-
In den Abb. 4 und 5 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, und zwar ein unrundes Spülversatzrohr mit verstärkter Bodenfläche.
Der Ringkanal e ist in diesem Ausführungsbeispiel nur über ein kleines Stück der
Grundfläche ausgedehnt und übt hier dieselbe Wirkung aus, wie bei dem vorigen Ausführungsbeispiel
erläutert. Auch hier besitzt das Rohr a wieder den Wulst b, gegen welchen sich der
Verbindungsflansch stützt. An der untersten Stelle des Ringkanales befindet sich
die Bohrung d in dem Wulst b, durch welchen der Rohrinhalt ins Freie tritt, wenn
die Verschleißung der Wandung so weit fortgeschritten ist, daß der Rohrinhalt in
den Kanal e eintreten kann.
-
Es ist selbstverständlich, daß sich der Gegenstand der Erfindung durch
die in der Beschreibung
erläuterten und in den Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispiele nicht erschöpft, sondern da.ß auch alle anderen Ausführungsformen
in den Bereich der Erfindung fallen, welche auf demselben Grundgedanken beruhen.