DE48388C - Apparat zum selbstthätigen Verkauf von Gas - Google Patents
Apparat zum selbstthätigen Verkauf von GasInfo
- Publication number
- DE48388C DE48388C DENDAT48388D DE48388DA DE48388C DE 48388 C DE48388 C DE 48388C DE NDAT48388 D DENDAT48388 D DE NDAT48388D DE 48388D A DE48388D A DE 48388DA DE 48388 C DE48388 C DE 48388C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- lever
- gas
- valve
- coin
- arm
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000004744 fabric Substances 0.000 claims description 3
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 2
- 230000000903 blocking effect Effects 0.000 claims 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 claims 1
- 230000000977 initiatory effect Effects 0.000 claims 1
- 239000000463 material Substances 0.000 claims 1
- 239000003595 mist Substances 0.000 claims 1
- 238000003780 insertion Methods 0.000 description 2
- 230000037431 insertion Effects 0.000 description 2
- 238000013459 approach Methods 0.000 description 1
- 210000002455 dental arch Anatomy 0.000 description 1
- 238000000605 extraction Methods 0.000 description 1
- 210000001847 jaw Anatomy 0.000 description 1
- 230000001404 mediated effect Effects 0.000 description 1
- QSHDDOUJBYECFT-UHFFFAOYSA-N mercury Chemical compound [Hg] QSHDDOUJBYECFT-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910052753 mercury Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000013589 supplement Substances 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G07—CHECKING-DEVICES
- G07F—COIN-FREED OR LIKE APPARATUS
- G07F15/00—Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity
- G07F15/04—Coin-freed apparatus with meter-controlled dispensing of liquid, gas or electricity in which the quantity mechanism is set forward automatically by the insertion of a coin
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Measuring Volume Flow (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE.44: Kurzwaaren.
richtung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vor-' an Gasuhren oder von Gasuhren
ausgehenden Ableitungsröhren, durch welche demjenigen, der ein vorgeschriebenes Geldstück
durch einen Schlitz oder eine Oeffnung in einen Behälter einwirft, eine vorherbestimmte Menge
Gas an den Zahlenden selbstthätig verabfolgt wird.
. Fig. ι stellt eine Vorderansicht des Mechanismus
dar, durch welchen die selbstthätige Abgabe von Gas bewerkstelligt wird. Das Ventil zum Absperren des Gases von der Gasuhr
ist geschlossen dargestellt, und der Knaggen oder der Zahn greift in die Shilling- und
Penny-Scheibe ein. Das Geldstück für die zu liefernde Gasmenge mufs durch einen mittelst
eines Hebels bewegten Arm noch in den Behälter gestofsen werden, und es kann, ehe dies
geschehen, der Hebel nicht zurückbewegt werden. In Fig. ι liegt das Geldstück zwischen
den Rollen, und der Arm nähert sich gerade dem Umfange der Münze, um letztere in den
Behälter zu befördern und die Scheiben so weit zu drehen, als für die Abgabe der dem
Geldwerth entsprechenden Gasmenge erforderlich ist, wie weiter unten ausführlich beschrieben ■
werden soll.
Fig. 2 ist eine ähnliche Ansicht wie Fig. 1,
nur ist das Ventil offen und befinden sich die einzelnen Theile in derjenigen Lage, welche
sie einnehmen, wenn der selbstthätige Mechanismus im Gang ist oder durch das den Gasmesser
durchströmende Gas, dessen Bewegung die Trommelwelle vermittelt, in Thätigkeit gesetzt
wird.
Fig. 3 ist ein senkrechter Schnitt mit theil- · weiser Ansicht des selbstthätigen Mechanismus
in der Linie A-B der Fig. 1.
Fig. 4 ist ein waagrechter Schnitt durch den Mechanismus nach der Linie C-D der Fig. 1.
Fig. 5 ist eine Hinteransicht und zum Theil ein senkrechter Schnitt durch das den Mechanismus
einschliefsende Gehäuse, in welcher der Führungsschlitz, der hintere Theil des Stofsarmes
und Hebels und die Zahnstange ersichtlich sind, wobei die letztere verhindert, dafs
der Hebel früher zurückbewegt werden kann, als bis das Geldstück vollständig hineingestofsen
ist. Die Fig. 6 und 7 veranschaulichen die Zahnstange im Querschnitt und in zwei verschiedenen
Lagen.
. α ist ein Gasmesser, b ein um bs drehbarer
Hebel, welcher einen längeren Arm be und einen
kürzeren &2 besitzt. Der kürzere Arm V1 trägt
eine mit Hohlkehle versehene Rolle b1, welche einer zweiten, ebenfalls mit Hohlkehle versehenen
und um eine Achse b5 drehbaren, sonst
aber festsitzenden Rolle &4 gegenüberliegt. Die
Achse bs, um welche b sich dreht, ist zwischen
der inneren und äufseren Gehäusewand <24 und
α5 gelagert, α1 α3, Fig. 5, ist der Einwurf für die
Münze c, welche durch denselben niederfällt und auf die mit Hohlkehlen versehenen Rollen b1 £>4
sich legt, d ist ein Hebel, dessen Drehpunkt bei d3, Fig. i, liegt und mit einem Stofsarm d^ di
versehen ist, auf dessen einer Seite ein Zahnbogen db, Fig. 6 und 7, sitzt, in welchen die
federnde und am Ende mit einem Haken dn versehene Sperrklinke de eingreift, so dafs der
Hebel nicht eher zurückbewegt werden kann, als bis der Arm d2 das Geldstück vollständig
hineingestofsen hat. Wird nun die Zahnstange
nach innen gestofsen und wieder vorgezogen, so geht das hakenförmige Ende zuerst zu der
oberen Seite und dann zu der unteren gezahnten Seite von d5, so dafs dasselbe rund
um die Zahnstange herum sich bewegt. Ist nun das Geldstück vollständig hineingestofsen,
so ist das hakenförmige Ende d1 am oberen
Ende der Zahnstange d5 angekommen und
streckt sich etwas aus, worauf es auf die glatte Seite der Zahnstange tritt. Durch Ziehen des
Hebels nach aufsen wird die Einwurfsöffnung für das Geldstück blofsgelegt.
e ist ein an der unteren Seite des langen Armes be des Hebels b angebrachter Zahn, der
in die Kerben /?2 o3 einer Pennyscheibe h und
einer Shillingscheibe ο eingreift, wie am besten aus Fig. 4 und Fig. 3 ersichtlich ist.
g ist ein vor der Scheibe h sitzendes Sperrrad und f1 das hakenförmige Ende einer
schwingenden Sperrklinke/, die mit dem langen Arm b6 verbunden ist und, wenn sie gehoben
wird, das Zahnrad g umdreht und mit diesem die auf derselben Welle sitzende Scheibe und
Räder.
b1, Fig. 3, ist eine gabelförmige, mit dem
langen Hebelarm b6 von b drehbar verbundene
Stange, an deren oberen Enden Stifte b8 sitzen, die in Schlitzen ia gleiten, welche in den einander
gegenüberliegenden Führungsstangen 1 angebracht sind; letztere werden durch das
kurze Ende 2a eines Hebels 2 in Thätigkeit gesetzt, der bei 2b seinen Drehpunkt hat und
ein Gewicht i° trägt, dessen Bewegung durch einen Anschlag 2d begrenzt wird. Die oberen
Enden von 1 sind mit Schlitzen ib versehen,
in denen einander gegenüberliegende Stifte 3a
liegen, welche an den unteren Enden der oberen Führungsstangen 3 sitzen. Diese letzteren
sind durch die Stifte 3b mittelst der Ventilspindel w"1 mit dem beweglichen Ventil n>
verbunden, s2 ist die Wandung des Flüssigkeitsbehälters s. &9, Fig. ι, ist ein mit einem
Schlitz b10 versehener, am Ende des langen
Hebelarmes b6 angebrachter Arm; das untere Ende des Schlitzes ist mit bu bezeichnet. In
dem Schlitz b10 wird ein an dem aufgegangenen
Hebel 2 sitzender Stift 2e geführt; wenn das Schlitzende bu gegen den Stift 2e stöfst, ist das
Ventil geschlossen. Der Arm 2 ist durch einen Stift 2f mit der Führungsstange 1 verbunden.
i, Fig. 4, ist eine Welle, deren äufseres Ende P von kleinerem Durchmesser als der übrige
Theil ist und einen Zeiger i3, Fig. 3, trägt, der
sich vor dem Zifferblatt is bewegt; die Welle, der hintere Theil i'4 derselben und der Zeiger
bewegen sich so gleichzeitig mit dem Zahnrad n; letzteres steht mit dem Zahnrad j>5
(s. Fig. 4) in Eingriff und setzt den auf einer Hülse von Rad.p2 sitzenden Shillingzeigerp in
Bewegung. Die Shillingscheibe 0 dreht sich frei um den hinteren Theil i* der Welle i und
wird durch Rad p5, Spindel p4", Zahnrad p3 pe
in Bewegung gesetzt.
Die Geschwindigkeit, mit welcher die Shillingscheibe 0 sich dreht, ist der zwölfte Theil derjenigen
der Pennyscheibe h; q, Fig. 4, ist ein Rad des Mefsapparates, welches von der endlosen
Schraube Ot2, Fig. 1, und deren Achse m
getrieben wird. Zwischen der Muffe #2 des
Rades q ist eine Reibungskupplung g2 angebracht, die den Zweck hat, eine genügend
starke Verbindung zwischen den einzelnen Theilen herzustellen, um diese, nachdem die
Scheiben eine der abgemessenen Gasmenge entsprechende Strecke durchlaufen haben, in
ihre Verschlufslage zurückzubringen; wenn der Knaggen e den Einkerbungen h2 o3 gegenüber
zu liegen kommt, so ist die gewünschte Menge Gas verabfolgt worden, und der Apparat hört
sofort auf. noch weiter Gas abzugeben.
s, Fig. 3, ist mit Wasser oder Quecksilber gefüllt, um einem Entweichen von Gas vorzubeugen;
das äufsere Gehäuse von s ist mit Schlitzen versehen, durch welche die Stifte 3b
hindurchgehen.
n>% ist der Träger der Ventilspindel, #>4 die
Büchse, w* der Ventilsitz, t das Ventilgehäuse,
i2 dessen Sockel, u die Gaszuleitungsröhre und ν die Röhre, durch welche das zu verbrauchende
Gas nach der Entnahmestelle (Brenner u. dergl.) strömt.
/j, Fig. ι, ist ein Flügelrad, welches durch
. einen Zahnbogen 5 und ein um die Welle 4a
sich drehendes Zahnrad 4b in . Thätigkeit gesetzt
wird.
Der Arm des Zahnbogens, der seinen Drehpunkt bei 5a hat, wird durch die obere Führungsstähge
3, die mit ersterem durch Stift 3° verbunden ist, in Bewegung gesetzt; diese Anordnung
verhindert ein zu schnelles Fallen des Ventils und der anderen Theile. Die Wirkungsweise des Apparates ist nun, wie folgt:
Wenn der Hebel d vollständig zurückgezogen ist, fällt die als Bezahlung für die gewünschte
Gasmenge dienende Münze durch den Einwurf α1 auf und zwischen die Rollen und zwischen
die Backen des getheilten kurzen Armes &2
des Hebels b. Wird nun bei dieser Lage von c der Hebel d nach innen zu bewegt, so drückt
die Kante dl des Armes d2 auf die Kante der
Münze; wird nun der Hebel noch weiter nach innen gedrückt, so drückt die Münze den
kurzen Arm b2 abwärts, dreht den Hebel b
um seinen Drehpunkt b3, hebt den langen Hebelarm b6 und folglich den Knaggen oder
den Zahn e aus den Einschnitten /z2 o3, Fig. 3,
der Scheiben h und 0, die gabelförmige Stange^7 wird gehoben und mithin auch die an derselben
sitzenden Stifte &8, Fig. 3, wodurch die
Führungsstange 1 von dem Zug nach unten hin befreit und durch den kürzeren, mit 1 durch
- die Stifte.2f verbundenen inneren Arm 2a des
mit einem Gewicht belasteten Hebels 2 gehoben wird. Infolge dieser Aufwärtsbewegung
wird auch die obere Führungsstange 3 durch die' in den kurzen Schlitz ib sich bewegenden
Stifte 3a gehoben und somit auch etwas die
Ventilspindel w2 und mithin auch das Ventil n>.
Dies ist die erste Bewegung; und es wird hier darauf aufmerksam gemacht, dafs infolge des
Niederganges des Hebels 2 der Stift 2e in dem Schlitz b10 bis fast an das untere Ende b11 des
letzteren fällt. Wird nun der Hebel i2 noch
weiter gedruckt, so gelangt die Münze halbwegs zwischen die Rollen b1 b* hindurch; dies
hat ein Schliefsen des Ventils zur Folge, da der lange Hebelarm b6 des Hebels b sich
weiter aufwärts bewegt und das Schlitzende b11
von bw der Stange b% gegen . 2e drückt, der
lange Hebelarm von 2 gehoben, die Führungsstange ι niedergeht und somit das Ventil geschlossen
wird, indem die oberen Schlitzenden von ι gegen die Stifte b 8 stofsen und die
oberen Gleitstangen 3 und mithin auch die Ventilspindel abwärts bewegen, wodurch das
Ventil geschlossen und das Gas abgesperrt wird.
Während des Oeffnens und Schliefsens des Ventils wird infolge der Hebung des Armes be
von b die schwingende Sperrklinke f mit ihrem hakenförmigen unteren Ende mit den Zähnen
des Sperrrades g in Eingriff gebracht und .letzteres
um sechs Zähne gedreht; die Pennyscheibe h macht dadurch Y12 und die Shillingscheibe
Y144 Umdrehung, wodurch die Kerben
h'2 o3 in die in Fig. 1 dargestellte Lage
gebracht wurden.
Die Bewegung der beiden Scheiben wird auf die Zeiger i3p übertragen und durch diese
sichtbar gemacht; während der Zeit, in welcher die Scheiben um eine gewisse Strecke vorwärts
rücken, ist der von der Reibungskupplung g1
gebotene Widerstand geringer als die aufgewendete Kraft, g2 bleibt daher mit dem
Rad q in Ruhe, ein Rückgang der arbeitenden Theile in die Verschlufsstellung findet also
nicht statt; wird nun die Münze c noch weiter durch die Rollen hindurchgedrückt, so fällt sie
durch ihr eigenes Gewicht in den Sammelbehälter k.
Der Hebel b ist nun von der Münze befreit, und das Gewicht des Ventils w und der mit
diesem verbundenen Theile drückt den langen Hebelarm b6 des Hebels abwärts (wodurch der
kürzere Hebelarm b2 gehoben wird), bis die
Spitze des Zahnes e auf dem Umfang der beiden Scheiben aufruht, wie in Fig. 2 angedeutet ist. Die Führungsstange 1 ist somit nun
von dem an den Stiften bs wirkenden Zug nach unten befreit und wird infolge des Fallens
des mit einem Gewicht belasteten Armes 2 gehoben; hierdurch wird auch durch die Vermittelung
der mit der unteren Führungsstange 1 verbundenen oberen Führungsstange 3 das
Ventil gehoben und kann das Gas aus dem Gasmesser in die Abführungsröhre v, Fig. y,
strömen, bis die Einkerbungen h? und o3 der
Scheiben h und 0 zusammenfallen und unter die Spitze des Zahnes e treten; letzterer fällt
dann in die beiden Einkerbungen, so dafs der längere Hebelarm be sich senken kann und die
gabelförmige Stange b1 mit den Stiften bs abwärts
zieht. Die Führungsstangen 1 werden durch die gegen das Ende der Schlitze ia
stofsenden Stifte b8 ebenfalls abwärts gezogen und der Hebel 2 in eine waagrechte Lage gebracht;
das Ventil wird durch die Vermittelung der, obreren Führungsstange 3, die mit der
unteren Führungsstange verbunden ist, gesenkt und geschlossen, und werden alle Theile in
die in Fig. 1 dargestellte Lage gebracht. An einem zu schnellen Fallen in ihre anfängliche
Lage werden die einzelnen Theile durch das Flügelrad gehindert, welches aus den strahlförmig
angeordneten Flügeln 4 besteht.
Die beiliegende Zeichnung, Fig. 8, dient als Ergänzung zu den Fig. 1 bis 7, indem in dieser
Zeichnung dargestellt ist, in welcher Weise der Abnehmer dem Apparat das Gas entnimmt und
verwendet. Wie ersichtlich, ist die Leitung, welche das gekaufte Gas dem Brenner zuführt,
unmittelbar an den Apparat gelegt, so dafs das dem Abgabeventil entströmende Gas sofort der
Verbrauchsstelle zufliefst. Man hat es nun in der Hand, das gekaufte Gas sofort vollständig
oder auch nur zum Theil zu verbrauchen; denn es wird bei Unterbrechung der Gasentnahme
der noch ausstehende Theil der gekauften Gasmenge vom Apparat sicher weiter geliefert, sobald der Gasverbrauch von neuem
beginnt. Es liegt in der Gesammtanordnung des Apparates, begründet, dafs man nach Einführung
des Geldstückes das Gas ganz nach Belieben sofort oder erst später verbrauchen kann. Ein zweimaliges Oeffnen des Abgabeventils,
wie es in der Beschreibung angeführt ist, findet nur statt, wenn man das Geldstück
langsam durch die Empfangsvorrichtung schiebt. Das erstmalige Wiederschliefsen des Ventils dient
als Sicherheitsmafsregel dann, wenn in betrügerischer Absicht das Geldstück an einem Bändchen
etc. befestigt ist und zurückgezogen werden sollte, sobald es die Oeffnung des Ventils
bewirkt hat. Läfst man das Geldstück aber durchfallen, so dafs die endgültige Oeffnung
des Ventils stattfindet, dann ist auch ein Zurückziehen der Münze nicht mehr möglich. Beim
normalen Gebrauch vollzieht sich der Durchgang der Münze übrigens so schnell, dafs nur
eine Oeffnung des Ventils stattfindet. Die Anzahl der nach einander in den Apparat einzuführenden
Münzen kann 143 Stück betragen, wobei das Zifferblatt die Anzahl angiebt, und
zwar ist nicht etwa nothwendig, jedesmal für ι Penny Gas zu verbrauchen, es werden viel-
mehr so viel Pennystücke hinter einander eingeworfen, als man im Ganzen für Gas auszugeben
gedenkt, und erhält dann diese ganze Gasmenge ohne Unterbrechung zugemessen.
Der Mefsapparat kommt zum Stillstand, sobald vor Beendigung des Gasverbrauches dieser
unterbrochen wird. Der ganze Apparat wirkt also nur als selbstthätige Gasuhr, die ohne
Rücksicht auf Zeit die durch den Geldeinwurf bestimmte Gasmenge abgiebt, sobald sie durch
Oeffnung des Brennerhahnes in Thätigkeit kommt.
Claims (2)
- Pate nt-Ansprüche:ι . Ein selbsttätiger Gasverkäufer, welcher zur Wirkung kommt, sobald durch Einwerfen einer Münze ein ungleicharmiger Hebel b gedreht wird, indem hierbei ein Sperrzahn e aus den in einer Linie liegenden Kerben mehrerer Zählscheiben (h ο u. s. w.) gehoben wird, welche Scheiben gleichzeitig durch eine vom Hebel b beeinflufste federnde Sperrklinke f um einen bestimmten, aber bei den verschiedenen Scheiben verschiedenen Theil ihres Umfanges gedreht werden, worauf sie der Einwirkung der rückwärts drehenden Gastrommel durch Vermittelung eines Triebrades q mit Reibungskupplung g'2 so lange unterliegen, bis mit dem Einfallen des Sperrzahnes in die wieder in eine Linie gerückten Kerben (Zi2 o3 u. s. w.) die Bewegung gehemmt und der Gasabflufs abgesperrt wird. Die Anzahl der Zählscheiben, ihre Theilung und Umdrehungszahl ist der Theilung im Münzsystem entsprechend gewählt.
- 2. Bei dem durch Anspruch i. gekennzeichneten selbstthätigen Gasverkäufer die Einleitung der Bewegung des Gasabgabeventils w in der Weise, dafs durch Schlitzführungen ia ib mit einander und mit dem Sperrhebel b gekuppelte Flügelstangen i, 3 die Ventilspindel w1 tragen und letztere behufs Oeffnung des Ventils der Wirkung des Sperrhebels entziehen,. wonach das Ventil unter Einwirkung eines belasteten Hebels 2 gehoben werden kann, während für den Schlufs des Ventils eine zweifache Verbindung zwischen den Hebeln 2 und b vorgesehen ist, indem einerseits der Gewichtsnebel 2 durch die Flügelstange 1 mit dem in die Kerben der Zählscheiben sinkenden Hebel b in die Schlufsstellung gezogen und andererseits durch die besondere Verbindungsstange b9 mit langer Schlitzführung b10 am Gewichtshebel 2 das Ventil auch dann geschlossen werden kann, wenn der Sperrhebel beim Münzeinwurf in seiner Höchstlage den Gewichtshebel aufstützt, wodurch der Gasdiebstahl verhindert wird (Fig. 2). . Bei dem vorstehend gekennzeichneten Apparat eine Anordnung, um das Zurückziehen des Stofshebels d2 erst nach vollendeter Einführung der Münze zu ermöglichen, indem eine seitlich am Arm d2 befestigte Zahnstange d5, Fig. 5 bis 7, so mit einer .fest im Apparat sitzenden Hakenfeder d6 d1 verbunden ist, dafs letztere während des Vorganges des Stofshebels hinter den Zähnen liegt und erst in der tiefsten Stellung des Hebels auf dem glatten Rücken der Zahnstange zurückgleiten kann.
Zur Vermeidung von Gasverlusten bei dem vorstehend gekennzeichneten Apparat die Anwendung eines Flüssigkeitsbehälters s, in welchem der als im unteren Theil durchbohrter Hohlcylinder geformte, mit den durch Schlitze .in das Gefäfs reichenden Flügelstangen 3 fest verbundene Ventilträger w3 schwimmt, wobei derselbe an der die Ventilspindel umschliefsenden Stopfbüchse dicht geführt wird (Fig. 3).Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE48388C true DE48388C (de) |
Family
ID=323369
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT48388D Active DE48388C (de) | Apparat zum selbstthätigen Verkauf von Gas |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE48388C (de) |
-
0
- DE DENDAT48388D patent/DE48388C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE48388C (de) | Apparat zum selbstthätigen Verkauf von Gas | |
| DE48389C (de) | Neuerungen an dem durch Patent Nr. 48388 geschützten Apparat zum selbstthätigen Verkauf von Gas | |
| DE361082C (de) | Wasserkraftmaschine mit paternosterartig aufgehaengten Kippbehaeltern | |
| DE44385C (de) | Apparat zur selbstthätigen Ablieferung einer bestimmten Menge Flüssigkeit nach Einzahlung einer Münze | |
| DE176853C (de) | ||
| DE48719C (de) | Neuerungen an dem durch Patent Nr. 48388 geschützten Apparat zum selbstthätigen Verkauf von Gas | |
| DE57597C (de) | Selbsttätiger Gasvetkäufer | |
| DE261244C (de) | ||
| DE486619C (de) | Selbstverkaeufer mit Einrichtungen zu unentgeltlichen Sonderleistungen | |
| DE63372C (de) | Selbstverkaufender Gasmesser | |
| DE241958C (de) | ||
| AT46018B (de) | Durch Münzeneinwurf betätigbarer Apparat zur Abgabe von elektrischem Strom, Gas, Wasser u. dgl. | |
| DE133509C (de) | ||
| DE83633C (de) | ||
| DE54719C (de) | Apparat zum selbstthätigen Verkaufe verschiedenwerthiger Gegenstände | |
| DE13666C (de) | Neuerungen an Maschinen zum Spülen von Flaschen und Fässern | |
| DE50317C (de) | Selbstthätiger Verkaufsapparat | |
| DE87395C (de) | ||
| DE272660C (de) | ||
| DE210612C (de) | ||
| AT156028B (de) | Spieleinrichtung für Warenverkaufsautomaten. | |
| DE627986C (de) | Selbstverkaeufer fuer Gas, Wasser, Elektrizitaet o. dgl. | |
| DE389337C (de) | Fluessigkeitsmesser zur Abgabe einer im voraus bestimmten Fluessigkeitsmenge | |
| DE117609C (de) | ||
| DE140234C (de) |