DE486890C - Fluessigkeitsgetriebe mit geteilter Leistungsabgabe - Google Patents

Fluessigkeitsgetriebe mit geteilter Leistungsabgabe

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DE486890C
DE486890C DEA45635D DEA0045635D DE486890C DE 486890 C DE486890 C DE 486890C DE A45635 D DEA45635 D DE A45635D DE A0045635 D DEA0045635 D DE A0045635D DE 486890 C DE486890 C DE 486890C
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fluid transmission
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D67/00Combinations of couplings and brakes; Combinations of clutches and brakes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Reciprocating Pumps (AREA)

Description

  • Flüssigkeitsgetriebe mit geteilter Leistungsabgabe Flüssigkeitsgetriebe mit geteilter Leistungsabgabe sind bereits bekannt. Die bisherigen Ausführungsarten sind als Getriebe mit umlaufenden Arbeitszylindern ausgebildet, der Zylinderblock ist mit der Antriebswelle verbunden, gleichzeitig dreht sich aber auch der gegenüber dem Zylinderblock exzentrisch gelagerte Kolbenträger, an welchem die Arbeitskolben mittels Bolzen o. dgl. gelenkig befestigt sind. Zwischen Zylinderblock und Kolbenträger besteht ferner eine mechanische Verbindung durch Kurbeln, welche eine scheuernde Relativbewegung zwischen Zylinderblock und Kolbenträger zulassen. Während des Anfahrens, beispielsweise einer Lokomotive, oder starker Belastung überwiegt der Anteil der hydraulischen Übertragung, während der betriebsmäßigen Fahrt dagegen- erfolgt hauptsächlich oder auch gänzlich eine mechanische Leistungsabgabe.
  • Zu den Nachteilen eines umständlichen Auf-Baues dieser Leistungsteilergetriebe kommt aber als wesentliches '.Moment hinzu, daß ein verlustloses Anfahren bisher nicht möglich ist. Dieses setzt bekanntlich voraus ein hohes Drehmoment bei kleiner Leistung beim Beginn des Anfahrens, d. h. im Flüssigkeitsgetriebe geringere Förderung mit hohem Flüssigkeitsdruck. (Der Flüssigkeitsdruck hängt naturgemäß auch von der Einstellung des Sekundärsatzes ab. Dieser wird in der Regel einstellbar auszubilden sein, und zwar von einer größten bis zu einer kleinsten Exzentrizität. Im nachfolgenden sei jedoch der Einfachheit halber von dieser Regelmöglichkeit abgesehen, soweit es sich nicht darum handelt, beispielsweise nach erfolgtem Anfahren der Lokomotive, zwecks Übergang von hydraulischer auf mechanische Kraftübertragung die Flüssigkeitsleistung durch Herabsetzen der Exzentrizität im Motorsatze auf Null gänzlich aufzuheben.) Die bekannten Leistungsteilergetriebe gestatten nun wegen der Unmöglichkeit, die Exzentrizität zwischen Zylinderblock und Kolbenträger während der Drehung beider Teile zu ändern, weil Zylinderblock und Kolbenträger zu einer bestimmten, eindeutig festliegenden Relativbewegung gezwungen sind, keine Regelung in der Flüssigkeitspumpe, oder mit anderen Worten, bei den bekannten Getrieben der erwähnten Art muß die gesamte Anfahrförderleistung der Pumpe, soweit sie vom Flüssigkeitsmotor nicht aufgenommen werden kann, gedrosselt werden. Bei gewöhnlichen Flüssigkeitsgetrieben ohne Leistungsteilung ist es nicht schwer, diese Drosselverluste zu vermeiden, denn hier kann die Exzentrizität zwischen Kolbenträger und Zylinderblock während des Betriebes geändert werden, da nur einer der genannten Teile an der Drehung teilnimmt.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, die Flüssigkeitsgetriebe mit geteilter Leistungsabgabe derart auszubilden, daß die Vorteile der geteilten-Leistungsabgabe (bester Wirkungsgrad bei betriebsmäßigem Lauf) mit den Vorteilen einer Regelung der geförderten-Flüssigkeitsmenge von Null bis zu einem Höchstwert (verlustloses Anfahren) verbünden werden. Gemäß der Erfindung ist diese Aufgabe in einfacher und betriebssicherer Weise dadurch gelöst, daß in an sich bekannter Weise der sternförmig angeordnete Zylinderblock mit der treibenden Welle verbunden ist und die Kolben bzw. Kolbenstangenköpfe in tangentialer Richtung gegenüber der Kolbenleitfläche des um die treibende Welle drehbar gelagerten Trägers frei beweglich angeordnet sind. Infolge der Anordnung gemäß der Erfindung zwingt die Leitfläche die Kolben nur noch zu einer radialen Hinundherbewegung in den Zylindern, wodurch die relativen Bewegungen zwischen Zylinderblock und Kolbenleitfläche unabhängiger und damit leichter beeüiflußbar sind. Nunmehr ist es möglich, die Exzentrizität des Trägers der Kolbenleitfläche verstellbar zu gestalten und somit die Leistung mit wechselbaren Anteilen teils hydraulisch, teils mechanisch auf die Lastwelle zu übertragen.
  • An sich sind bereits Ausführungen bekannt, bei denen sternförmig angeordnete Kolben mit einem um die Antriebswelle drehbar gelagerten Kolbenträger zusammenarbeiten. Hierbei handelt es sich jedoch um Flüssigkeitsrutschkupplungen, bei denen der Zylinderblock mit der antreibenden Welle und der Kolbenträger mit der angetriebenen Welle verbunden ist. Bei geöffneter Kupplung sind die Arbeitszylinder paarweise durch Kanäle verbunden, so daß die geförderte Flüssigkeitsmenge aus einem Zylinder ohne Hemmung in den anderen überfließen kann, eine Mitnahme des Kolbenträgers also nicht stattfindet. Werden die Verbindungskanäle dagegen geschlossen, so vermögen die Arbeitskolben eine Bewegung nicht auszuführen und nehmen daher den angetriebenen Kupplungsteil mit. Zwischen der offenen und geschlossenen Stellung der Verbindungskanäle findet eine Drosselung der Flüssigkeit statt, wobei die angetriebene Welle mit verminderter Drehzahl mitgenommen wird. Abgesehen davon, daß es sich bei diesen bekannten Kupplungen nicht um Leistungsteilergetriebe handelt, geht bei der erwähnten Drosselung 'ein großer Teil der Arbeitsleistung verloren, so daß die praktische Verwendbarkeit als Flüssigkeitsgetriebe ausgeschlossen ist. Demgegenüber bietet die Ausbildung des Flüssigkeitsgetriebes nach der Erfindung gegenüber allen bekannten Ausführungen ähnlicher Art den Vorteil einer ganz wesentlichen Verbesserung, da nur wenige Schmierstellen im Vergleich zu den bisherigen Ausführungen notwendig sind, scheuernde Relativbewegungen völlig vermieden werden und daher auch die Regelmöglichkeit eine wesentlich größere ist.
  • Weiterhin hat noch die Ausführung nach der Erfindung den Vorteil, daß die Flüssigkeit durch die gekröpfte Welle geführt werden kann, wodurch eine mehrfache Umkehr oder ein häufiger Wechsel der Stromrichtung vermieden wird. An Hand der Abb. = und 2 sei zunächst die Kräfteverteilung im Leistungsteilergetriebe erläutert, wobei Abb. i schematisch ein Getriebe mit drehbarem Zylinderblock c und drehbarer Kolbenleitfläche t darstellt. Der abgebildete Maschinenteil wirkt, wie sich aus der Anordnung des Saugraumes S und des Druckraumes D sowie der angegebenen Drehrichtung ergibt, als Flüssigkeitspumpe. Auf die an der Kolbenstange h befestigte Rolle y wirkt eine vom Kolbendruck herrührende Kraft P1, deren Richtung durch die Achse w1 des Zylinderblockes geht. DieReaktionskraft hierzu wird dargestellt durch die Kraft P2, die als reine Normalkraft durch die Achse w2 der Führüngsbahn s gehen muß und eine in die Richtung von Pl fallende Komponente im Betrage von (- P1) besitzt. Die aus P1 und P2 resultierende Kraft R ist daher senkrecht zu P1 gerichtet und hat in bezog auf die Zylinderblockachse w1 ein Drehmoment R - a, das sich- auf den Zylinderblock überträgt und vom Moment des Antriebsmotors überwunden werden muß.
  • Die Rolle y wirkt auf die Scheibe t mit der Kraft (- P2) zurück, welche von der Achse w2 aufgenommen wird, solange die Scheibe t auf ihrer Achse w2 gelagert ist. Wird jedoch die Scheibe t auch um die Achse w1 drehbar gelagert, so tritt ein Drehmoment (- P2) - x auf. Aus der Ähnlichkeit der zugehörigen Dreiecke ergibt sich Die beiden genannten Drehmomente sind also gleich. Wird daher die Scheibe t um dieAchse w1 drehbar angeordnet, so wird auf sie ein Drehmoment übertragen, welches gleich dem Antriebsmoment des Zylinderblockes ist. Dieser Teil der Leistung wird rein mechanisch weitergegeben, sobald der Zylinderblock c mit der Antriebswelle und die Kolbenleitfläche (Scheibet) gegebenenfalls über ein Vorgelege mit der Lastwelle verbunden wird. Abb. 2 zeigt ferner, daB dieser Teil der Gesamtleistung, welcher also mechanisch auf die Lastwelle übertragen wird, von der Größe der Exzentrizität zwischen den Achsen w1 und w2 abhängt.
  • Die Abb. 3 und q. zeigen zunächst ein Ausführungsbeispiel, bei welchem wohl die geteilte Leistungsabgabe, aber noch nicht die Exzenterverstellung im Pumpensatz durchgeführt ist. Der (nicht gezeichnete) Antriebsmotor treibt die Welle w1 an, auf welcher der Zylinderblock c aufgekeilt ist. Die zugehörigen Kolben sind mittels Kolbenstange k und Rolle v in den exzentrisch zur Welle w1 gelagerten Führungsrillen s geführt, werden also zwangläufig in radialer Richtung (Hubrichtung) bewegt, sobald die Drehbewegung einsetzt. Die bei diesem Ausführungsbeispiel gehäuseartig ausgebildete Scheibe t (vgl. Abb. i) ist unter Zwischenschaltung des Teiles e um die Welle w1, also exzentrisch drehbar. Diese Drehung wird vermittels der Zahnräder oder Zahnradpaare z1 und z2 sowie z1', z2' auf die Lastwelle ws übertragen. Die Antriebswelle w1 durchsetzt nicht das ganze Getriebe, sondern ist unterteilt und findet ihre Fortsetzung in der Vorgelegewellewo, welche gleichzeitig den Steuerzylinder und die Druck- und Saugkanäle enthält, welch letztere zum Verteiler mit Druck- und Saugraum D, .S führen. Die Scheibe t ist gleichzeitig drehbar auf dem Teil e gelagert, jedoch ist eine derartige Drehung ohne jedweden Einfluß, da sie weder eine mechanische Kraftübertragung auf die Sekundärwelle noch eine Pumpenwirkung der Kolben und Zylinder auslöst. Ein auf die Scheibe t übertragenes- Drehmoment (vgl. oben und Abb. 2) bewirkt jedoch auch eine Drehung der Scheibe t um die Achse w1, an welcher der Teil e nebst den Zahnrädern z1, z2, z1', z2' teilnehmen. Das auf die Scheibe t übertragene Drehmoment wird somit über ein Vorgelege an die Lastwelle mechanisch weitergegeben.
  • Die Steuerung muß durch einen mit dem Teil e verbundenen Körper bewirkt werden, da die - relative Lage dieses Teiles gegenüber dem Zylinderblock c für die Stellung der einzelnen Kolben maßgebend ist. Im vorliegenden Falle ist erfindungsgemäß die Vorgelegewelle wo mit dem Teil e verbunden und übernimmt die Steuerung in der aus der Zeichnung ersichtlichen Weise.
  • Es bedarf nun lediglich einer entsprechenden Ausbildung des Teiles e, um bei einem derartigen Pumpensatz die Verstellung der Exzentrizität zu ermöglichen. Abb. 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel. Der die Kolbenleitfläche enthaltende Teil t (vgl. Abb. i und 3) ist der Einfachheit halber als Scheibe angedeutet und wird durch Anschläge h an einer Axialbewegung verhindert. Auf der Vorgelegewelle wo ist an Stelle des Teiles e (_,#1bb. 3) ein Verstellkörper v angeordnet, und zwar axial verschiebbar, aber sowohl mit der Scheibe t als auch mit der Welle wo undrehbar verbunden. Das Zahnrad z1 ist in diesem Falle gesondert auf der Welle wo festgekeilt. Es= ist ohne weiteres ersichtlich, daß eine Axialverschiebung des schräg prismatischen oder schräg zylindrischen Verstellkörpers v eine Änderung der Exzentrizität der Kolbenleitfläche herbeiführt, ohne daß gleichzeitig die Drehung der einzelnen Teile irgendwie behindert wird.
  • Die Wirkungsweise einer Einrichtung nach Abb. 3, im Sinne der Abb. 5 ausgebildet, würde demnach bei einem Lokomotivantriebe folgende sein Beim Anfahren wird eine geringe Exzentrizität eingestellt (gezeichnete Stellung in Abb. 5). Die Folge ist eine geringere Förderung bei hohem Druck der Flüssigkeit (großes Drehmoment), d. h. verlustfreies Anfahren. Da die Exzentrizität zunächst noch gering bleibt, hält sich auch das auf die Scheibe t übertragene Drehmoment (Abb. 2) in geringen Grenzen; die mechanische Leistungsübertragung ist annähernd Null. Eine Verschiebung des Verstellkörpers v in axialer Richtung nach der einen oder anderen Seite, je nach der gewünschten Drehrichtung, verändert die Exzentrizität. Die Folge ist ein weiteres allmähliches Senken des Druckes und eine Erhöhung der Geschwindigkeit der Flüssigkeit, Erhöhung aber auch des auf die Scheibe t übertragenen Drehmomentes, d. h. des mechanisch übertragenen Anteiles an der Gesamtleistung. Im Augenblick der größten Exzentrizität, also der im wesentlichen mechanischen Kraftübertragung, können, sobald nach dem Obigen die Exzentrizität in dem Sekundärsatz auf Null, d. h. die Förderleistung ebenfalls auf Null herabgesetzt worden ist, die Druck- und Saugkanäle abgesperrt werden, wobei das Flüssigkeitsgetriebe als Flüssigkeitskupplung dient.
  • Die Verstellung des Körpers v kann auf die verschiedenste Art vorgenommen werden. Die einfachste Ausführung besteht darin, daß die Einstellung der Exzentrizität von Hand vorgenommen wird. Es ist aber auch möglich, eine servomotorische Verstellung vorzusehen, wobei beispielsweise der in dem Flüssigkeitsgetriebe herrschende Druck zur servomotorischen Verstellung herangezogen werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Flüssigkeitsgetriebe mit geteilter Leistungsabgabe, sternförmig angeordneten Zylindern und um die treibende Welle drehbar gelagertem Träger der Kolbenleitfläche, welcher mechanisch auf die getriebene Welle einwirkt, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise der Zylinderstern (e) mit der treibenden Welle (w1) verbunden ist und die Kolben bzw. Kolbenstangenköpfe in tangentialer Richtung gegenüber der Kolbenleitfläche (s) des Trägers (t) frei beweglich sind. 2: Flüssigkeitsgetriebe nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Exzentrizität des Trägers (t) der Kolbenleitfläche (s) verstellbar ist.
DEA45635D 1925-08-02 1925-08-02 Fluessigkeitsgetriebe mit geteilter Leistungsabgabe Expired DE486890C (de)

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