DE487819C - Einrichtung und Verfahren zum Reinigen von selbstspielenden Musikwerken - Google Patents

Einrichtung und Verfahren zum Reinigen von selbstspielenden Musikwerken

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DE487819C DEH100381D DEH0100381D DE487819C DE 487819 C DE487819 C DE 487819C DE H100381 D DEH100381 D DE H100381D DE H0100381 D DEH0100381 D DE H0100381D DE 487819 C DE487819 C DE 487819C
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    • G09B19/00Teaching not covered by other main groups of this subclass

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Description

  • Einrichtung und Verfahren zum Reinigen von selbstspielenden Musikwerken Bei selbstspielenden Musikwerken mit Einrichtung gemäß dem Hauptpatent 487710 werden zwecks Reinigung der Ausgleichv,entile selbsttätig vorübergehend eine Anzahl oder sämtliche Ausgleichventile einer Ventilreihe gemeinsam geöffnet. Dort ist jedes Ausgleichventil für sich ausgebildet und mit einem Antriebshebel zum Öffnen versehen, der von einem für alle dieser Gruppe gemeinsamem Antriebsmittel aus zusammen mit den anderen Hebeln bewegt wird. Die Ausgleichventile sind mit Klappen ausgerüstet, die von diesen Hebeln bewegt werden.
  • Gegenstand der Erfindung ist nun eine vereinfachte Ausbildung der Ausgleichventile mit ihrer Steuerung zwecks Verbilligung der Herstellurbg, Verbesserung der Wirkung und Vergrößerung der Betriebssicherheit sowie zwecks Ermöglichung leichten schnellen Einbaues der neuen Einrichtung in bereits vorhandene Musikwerke an Ort und Stelle, so daß sie also nicht erst zwecks Umbau in die Fabrik -zurückgebracht zu werden brauchen. Das wird durch eine besonders einfache Ausbildung der Verschlußkörper der Ausgleichventile und des Antriebes derselben erreicht.
  • Auf der beiliegenden Zeichnung sind einige beispielsweise neue Ausführungsformen der Ausgleichventile und ihrer Antriebsmittel veranschaulicht. Die Bilder i und 2 zeigen in der Ruhestellung eine vereinfachte Ausführungsform für die gemeinsame Bedienung der Ausgleichventile zwecks Reinigung, und zwar Bild i in. einem Schnitt entsprechend dien Bild 2 des Hauptpatentes einen senkrechten Schnitt durch das Ende des Saugkastens einer Reihe von Ventilen senkrecht zur Längsachse desselben, mit ,gemeinsamer Bedienungseinrichtung für die Ausgleichventile dieser Reihe, und Bild 2 eirein waagerechten Schnitt - dazu gemäß der Linie II-II des Bildes i.
  • Bild 3 stellt in einem senkrechten Schnitt entsprechend Bild i ein Ausgleichventil dazu in der vereinfachten Ausführungsform, aber in größerem Maßstube dar.
  • Die Bilder q. und 5 sind ein senkrechter bzw. ein waagerechter Schnitt durch den obere:: eines Ventiles, das für die Bedienung der=- Reinigung einer Reihe vorn Ventilen am Saugtisch vorgesehen ist.
  • Bild 6 zeigt entsprechend Bild i eine weitere vereinfachte Ausführungsform der Bedienungseinrichtung für die Bedienung der Ausgleichventile zwecks Reinigung.
  • Bild 7 stellt die Abdichtung der Bedienungswelle für die Ausgleichventile in der Außenwand dar.
  • Die Bilder 8 bis i o veranschaulichen eine weitere Ausführungsform für die Ausgleichventile, die besonders einfach ist und eine sehr einfache gemeinsame B@edUienungsmöglichkeit ergibt, und zwar mit zwei, verschiedenen Gestaltungsformen für die Ausgleichventillöcher.
  • Bild 8 ist eine Vorderansicht des Endes der Station mit dieser gemeinsamen Bedienungsvorrichtung im Schnitt nach der Linie VIII-VIII des Bildes 9 und Bild 9 ein Schnitt nach der Linie IX- IX des Bildes 8, entsprechend wie Bild 6 die dort gezeichnete Bedienungsvorrichtung darstellt.
  • Bild io zeigt in Vorderansicht einen Teil des Schiebers für die Steuerung der Ausgleichventillöcher in etwas anderer Gestalt als gemäß den Bildern 8 und 9.
  • Bei der Ausführungsform nach den Bildern i bis 5 sind die Ausgleichventile in der folgenden Weise ausgebildet: In die Bohrung i o ist ein vorn trichterförmiges kurzes Rohr g i luftdicht eingesetzt, dessen Trichter 9 ia den Ventilsitz bildet und entsprechend verstärkt ist, damit man dort das Rohr ohne Beschädigung fest anfassen kann. Als Verschlußkörper ist eine Hohlkugel 92, die auf der rückwärtigen Seite mittels einer Öse 93 (Bild 3) an eine Feder 94 und mittels dieser an einen Haken 95 angehängt ist. Dieser ist im Rohr 9i befestigt und ragt rückwärts über dasselbe hinaus, weiter in die Bohrung io hinein. Auf diese Weise ist die Hohlkuge192 dauernd durch die Feder 94 in der Verschlußstellung wie gezeichnet gehalten. Sie weist an einer Stelle entsprechend wie die Klappe 12 der Ausführungsform gemäß Bild 8 des Hauptpatentes eine feine nicht gezeichnete Rille auf, die das Entziehungsloch ersetzt.
  • Die Hahlkuge192 hat ferner oben und unten je eine einandrer symmetrische Öffnung 92a, durch deren eine hindurch der Bedienungshebel 96 gemäß Bild i von oben eingeführt ist, ohne fest mit der Kugel verbunden zu sein. Die Hebel 96 für die Ventile 92, gi sitzen, und zwar je sämtliche einer jeden Ventilreihe, auf einer gemeinsamen längs durch die Ventilreihe laufenden Welle 15, wie die Hebel 14 bei der Ausführung nach dem Hauptpatent. Diese Welle ist in zwei oder mehreren Böcken 97 auf der Bodenleiste 4 gelagert und trägt an einer geeigneten Stelle starreinen nach oben ragenden gekröpften Antriebshebel 98, der dort durch einen entsprechenden Ausschnitt 99 des Deckels 3 der betreffenden Ventilreihie nach oben in einem nach außen luftdicht abgeschlossenen Kasten 102, 103, 104 hineinragt. Dessen Vorderwand 1o3 weist oberhalb dies Ausschnittes 99 eine der Bohrung io genau bleiche Bohrung auf, in die ein trichterförmiges Rohr 91b genau entsprechend dem Rohr g i, g ja der Ausgleichventile eingesetzt ist.
  • An die Wand i03 ist vorn die feste Wand i05 eines Blasebalges 107 angesetzt, dessen vordere bewegliche Wand i06 gegenüber dem Rohr 91b einen Ausschnitt i08 mit abnehmbarer Verschlußp:atte iog besitzt. An dieser ist mittels einer Öse einte Stange ioi angelegt, die durch das Rohr 91b hindurch in den Kasten i02, 103, 104 hineinreicht und auf diesem Teile mit Gewinde versahen ist. Darauf sitzt eine mit entsprechendem Hohlgewinde ausgerüstete Hohlkugel 92b, die wie die Verschlußkugeln 92 der Ausgleichventile ausgebildet ist, nur keine Entziehungsrille besitzt, und so mittels des erwähnten Gewindes auf i o i eingestellt werden kann, daß bei luftgefülltem Blasebalg 107 die Kugel 92b, wie gezeichnet, tun Trichter gib abdichtend anliegt, so daß also der Unterdruck in der Ventilreihenkammer 1, 2, 3 und in der Kammer 102, 103, 104 nicht gestört wird. Auf denn freien Ende der Stange i o i ist ferner mit Gewinde einstellbar einte Hohlkugel ioo vorgesehen, die genau gleich der Kugel 9,2b ausgeführt sein ,kann und als Gegenmutter zum Feststellen der letzteren dient. Außerdem aber dient sie a_s Anschlag für die Stange ioi gegenüber dem oberen gabelförmigen Ende 98a des Hebels 98, in das die Stange ioi lose hineinragt.
  • Die Ansaugöffnung Toga (Bild 2) in der festen Wand i0.5 des Blasebalges ist ganz bedeutend größer als die Bohrung des Trichters gib Lind mittels eines entsprechend weiten Kanals, wie in Bild 2 gestrichelt und durch Pfeile angedeutet, mit der seitlichen Öffnung i 14 (Bilder 4, 5) einer Ventilkammer i i i mit Ventiltopf 53 und Ansc,hlußbohrung 52a verbunden. Das Ventil 53, i i i, 114 entspricht im übrigen hinsichtlich Bau und Bedeutung denn Ventil 53, ;4, 58 der in Bild 5 des Hauptpatentes gezeigten Ausführungsform.
  • Die Wirkungsweise dieser Ausführungsform ist entsprechend der des Hauptpatentes und im wesentlichen. .folgende Wenn ein Reinigungsloch 88 des Notenblattes 9o (Bild 6 des Hauptpatentes) vor das Saugloch 26a des Saugstockes kommt, wird das Ventil 48, 53 in der Dose i i i angehoben, schließt die Fristthluftsaugöffnung 113 oben ab und öffnet die sich nach unten stark erweiternde Bohrung 52, so daß durch diese und den weiteren Kanal 114 sowie die weite Öffnung 105a, die daanit in Verbindung steht, der Blasebalg 107 angesaugt wird. Infolgedessen schwenkt dessen bewegliche Wand gegen die feste Wand 105 entgegen der Wirkung der nicht gezeichneten öffnungsfieder und schiebt die Stange ioi und -durch diese mittels der Kugel roo das Gabelende,98a des Hebels 98 gemäß Bild r nach links und schwenkt damit die Hebel 96 der Ausgleichventile um die Welle 15 nach rechts, öffnet also die Ventile 92, 91 und führt so die Reinigung derselben und insbesondere die der die Entziehungslöcher ersetzenden Rillen der Kugeln 92 herbei.
  • Bei dem Ansaugen des Blasebalges 107 durch das Loch 1 o5a unterstützt der Unterdruck im Kasten 104 und der Bohrung 99 sowie in der Venrilreihenkammer mit Welle 15 und Ausgleichventil die Ansaugewirkung vom Kanal 114 her, vermag aber nicht den Blasebalg entgegen seiner Öffnungsfeder angesaugt zu .erhalten, sobald das Ventil 53, 1 r 1, 52a sich wieder schließt. Es wird also in `diesem Augenblick der Blasebalg 107 mit der freien Luft durch die Bohrung r 13, Dose 111 und Kanal 114 in Verbindung gebracht und gefüllt und dabei mittels der Stange r o r das Ventil 92h, 9 r b der Wand 1 o5, 1 o3 wieder verschlossen. Infolgedessen bleibt der Unterdruck in der Kammer 104 und in der ganzen Ventilreihenkämmer erhalten.
  • Die Wand 103 ist zusammen mit der Wand 1o5 und dem Blasebalg 107 wegnebmbar. Dabei zieht sich die Stange r o r in der Gabel 98a des Hebels 98, da sie in dieser frei beweglich eingelegt, aber nicht befestigt ist, nach vorn. Andererseits braucht man aber auch nach dem Lösen der Platte 1o9 nur durch Zusammendrücken des Blasebalges 1o7 das vordere Ende der Stange r o 1 so weit freizulegen, daß man sie drehen und damit die Einstellung der Kugeln 92h, roo auf ihr zwecks Einstellurig der Öffnungszeit und der Öffnungsweite für die Ausgleichventile bewirken kann.
  • Der Blasebalg ro5, roh, 107 kann ferner statt oben auf der betreffenden Kammerdeckleiste 3 an die vordere Wand 2 anb se;zt werden, wenn man die Welle 15 in der Kammer möglichst tief nahe der Leiste 4 lagert und den Hebel 98 mit Gabel 98a nur bis nahe an die Deckleiste 3 heranreichen läßt. Die Stange r o r wird dann näher dem Gelenk des= Blasebalges angeordnet, so daß sie einen kleineren Hub, aber eine desto größere Kraft vom Blasebalg erhalten und entsprechend die Welle 15 mit den Hebeln 96 der Ausgleichventile mittels des Hebels 98 schwenken kann. Der Blasebalg kann in diesem. Falle so mit d#un Scharnier oben angeordnet werden, daß das Ansaugloch rosa oberhalb der Kammer liegt und frei für den Ansaugkanal zugänglich ist, der den Blasebalg mit dem Anschluß 114 der Dose r t r verbindet. -Bei der Einrichtung nach den Bildern 6 und 7 kann man vermeiden, daß der Blasebalg ro5, 1o6, 107 in den Unterdruckraum der betreffenden Station eingreift. Zu diesem Zwecke verlegt man den Antrieb für die Welle 15 der Ventilausgleichhebel 9611 außerhalb des Kammerkastens, indem man die Welle 15 aus ihm entsprechend abgedichtet herausführt und außerhalb daran angreift. Dabei kann man ferner die Ausgleichvrentile selbst leicht zugänglich machen, wie aus Bild 6 besonders deutlich ersichtlich ist.
  • Bei dieser Ausführungsform nach den Bildern 6 und 7 wird die vordere Wand 2j des Kammersaugkastens auf den vorderen Rand der Leiste 4 aufgesetzt. Daran schließt sich ein luftdicht abgeschlossener Kasten r 16 an, dessen Inneres durch eine oder mehrere entsprechend .große öffnungen r 15 mit dem Unterdruckraum der Kammer verbunden ist. In die Bohrungen 1o sind die Ausgleichventile 9r, 92 in der gleichen Weise eingesetzt wie gemäß Bild r, aber die Welle 15 ist an der vorderen Seite der Wand 2h oben im Kasten 116 gelagert und das eine Ende seitlich, in Bild 6 hintern angenommen, luftdicht aber drehbar nach außen geführt. Die auf der Welle 15 starr befestigten Hebel 961) greifen unten entsprechend wie die Hebel 96 in Bild r in die Ventilkugeln 92 ein. Die Abdichtung der Welle 15 in der Wand des Kastens 116 kann gemäß Bild 7 dadurch besonders gesichert werden, daß man eine Manschette 117 aus -Leder, Gummi o. dgl. luftdichtem aber nachgiebigem Stoffe mit dem inneren Teile auf der Welle 15 mittels Kitt. Schnurumwicklung o. dgl. befestigt, während der äußere Rand der Manschette an der Kastenwand 116 ebenfalls luftdicht angeschlossen wird.
  • Ein Hebe198h zum Schwenken der Welle 15 und damit zum Öffnen der Ausgleichventile mittels der Hebel 96b ist außerhalb des Unterdruckkastens für eine Ventilreihe angeordnet und kann von dem nicht gezeichneten Blasebalg, der dem Balge 107 bei der Ausführung gemäß den Bildern 1 und 2 entspricht, leicht in beliebiger Weise bewegt werden. Der besondere Vorteil dieser Ausführungsform. besteht darin, daß die Ausgleichventile durch Wegnehmen der vorderen Wand des Kastens 116 sämtlich frei zugänglich sind und der Antrieb der- Welle 15 außerhalb des unter Vakuum stehenden Stationskastens erfolgt und frei zugänglich bleibt. Diese Ausführungsform ist außerdem sehr leicht in jedem vorhandenen Musikwerk einzubauen, da sie nur sehr wenig Raum benötigt und der Einbau am Aufstellungsort. also nicht in der Fabrik, und innerhalb weniger Stunden mit den von der Fabrik zu liefernden Teilen ausgeführt werden kann.
  • Man kann ferner die Federn 94 zum Andrücken der Ausgleichventilkugel 92 (Bild 3) ganz weglassen und- entsprechend auch die sie in den Röhrchen 9i haltenden Drahtbügel 95, wenn man die Hebelarmee 96h derart federnd ausbildet, daß sie in der den Bildern i und 6 sowie 3 gezeigten Schlußstellun,g der Kugeln 92 leicht federnd gegen ihre Ventilsitze 92a drücken und durch ihre Federung etwaige Ungleichheiten der Hebel 96b auf der Welle i 5 ausgeglichen werden. Bei Verwendung geeigneten Materials für die Leiste 4 oder für die Abdeckung der Vorderkante dieser Leiste kann man sogar die Mündungen der Bohrungen io als Ventilsitz benutzen, also die Röhrchen 9i und den Trichter gia ebenfalls weglassen.
  • Eine noch einfachere Ausführungsform der Ausgleichventile und ihrer Bedienungseinrichtung namentlich hinsichtlich Herstellung und Einbau in fertige Musikwerke am Aufstellungsorte ist in den Bildern 8 und 9 veranschaulicht. Statt einzelner Ausgleichventile g i, 92 (nach den Bildern 1, 3 oder 6) oder 12, 11 (Bilder 2, 7, 8 des Hauptpatentes) ist ein Flachschieber 120 in einer entsprechenden Nut gegen die zurückstehende Vorderkante der Bodenleiste 4 und unterhalb der Vorderwand ab des Kammersaugkastens auf dessen Boden i längs der Station gleitend angeordnet und wird durch eine nicht gezeichnete Feder gegen die Leiste 4 gut abdichtend angedrückt. Er geht über sämtliche seitliche Bohrungen io für die an die Dosen 7 angeschlossenen-Ausgleichventilöffnungen hinweg und schließt sie in der in den Bildfern 8 und 9 gezeigten Stellung vollkommen ab, nur die feinen, den Ausgleithrillen 12a der in Bild 8 des Hauptpatentes dargestellten und beschriebenen Ausführungsform entsprechenden seitlichen Schlitze i i9 dieser Bohrungen io läßt er durch seine Bohrungen i 18 frei.
  • Die Bohrungen 118 des Schiebers sind zusammen mit den Bohrungen io gleichzeitig gebohrt, nachdem der Schieber i 2o in entsprechende Stellung an der Vorderkante der Leiste 4 gebracht worden ist, so daß sie vollkommen gleich mit den Bohrungen io sind und in den genau gleichen Abständen wie diese voneinander liegen. Das in Bild 8 rechts gezeichnete, nach dem Ende der Station zu gelegene Ende des Schiebers i2o weist einen nach vorn ragenden Vorsprung 121 auf, in den in einer Bohrung ein Schraubenbolzen 122 nach dem Ende hin gesteckt ist. Sein mit Gewinde versehenes Ende ist in eine Führungsstange 124 eingeschraubt und mittels Gegenmutter 123 verspannt, während die Stange 124 durch eine in eine Nut 127 (Bild 8) derselben eingreifende Nasse, 126 gegen Verdrehung gesichert in der Stationsendwand i 16 nur längsverschiebbar dicht geführt und durch eine Gummi- oder Ledermanschette 125 luftdichter Abschluß gesichert ist. Das aus der Endwand i 16 herausragende Ende der Stange 124 ragt durch die dort fest angebrachte Wand 134 eines Blasebalges 135, 133 hindurch in diesen hinein und ist gelenkig mittels Bolzens 130, Schubstange 129, Bolzens 131 und Lagers 132 mit der beweglichen Wand 133 dieses Blasebalges verbunden, der mit seiner Ansaugöffnung 13,6 so an ein Ventil gemäß den Bildern 4 und 5 angeschlossen ist, wie der Blasebalg io5, io6, 107 nach Bild 2 und genau dieselbe Aufgabe hat wie dieser, nämlich zur gegebenen Zeit die sämtlichen Ausgleichventile i o, 119, 118 gleichzeitig durch Verschieben dies Schiebers i2o (in Bild 3 nach links) zu öffnen.. Bei dieser Öffnung werden zunächst nur kleinere Teile der Durchgangsöffnungen frei, so daß ein kräftiger Luftstrom durch sie und durch die Ausgleichrillen i 19, diese vollkommen reinigend, hindurchgesaugt wird, bis dann die Öffnungen bei der äußersten Linksstellung des Schiebers i2o vollkommen durch die Öffnungen i 18 freigegeben werden.
  • Mittels der Schraube 122 kann nach Lösen der Gegenmutter 123 die genaue Einstellung des Schiebers i2o derart erfolgen, daß bei gefülltem, also nicht angezogenem Blasebalg 133, 134, 135 die Ausgleichrillen i i9 gerade nur so weit geöffnet- sind, wie es für richtiges Arbeiten des Musikwerkes erforderlich ist. Die auf den Bolzen 122 zwischen der Gegenmutter 123 und dem Schieberansatz 121 sitzende Feder hält den Schieber ständig in Anlage an dem Kopf der Schraube i 22, so daß er stets durch die Schraube 122 mit Gegenmutter i 23 gegenübler der Schubstange 124, 129 eingestellt werden kann.
  • Wenn die Öffnungen i 19 und i o als in Richtung des Schiehers i 2o liegende Langlöcher 137, 138 'gemäß Bild 10 ausgeführt werden, so sind ,gegebenenfalls die Ausgleichrillen 11-9 nicht erforderlich. Blei genauer Einstellung des Schiebers i2o gegienüber der Leiste 4 wirkt dann nur ein sehr kleiner linsenförmig gestalteter Spalt als Ausgleichrille, der durch das rechte Ende der Bohrung 137 und das linke Ende der Bohrung 138 gebildet wird. Man stellt zunächst den Schieber i2o mit den Löchern 138 gegenüber der Leiste 4 mit den Löchern 137, die die Bohrungen io ersetzen, so ein, daß der Schieber vollkommen diese Löcher 137 abschließt, und regelt dann die Stellung des Schiebers 120 gegenüber der Schubstange 124, 129 und damit auch ,gegenüber der Leiste 4 mit Löchern 137 durch Drehen der Schraube 122 nach Lösen der Gegenmutter 123 so ein, daß gerade für sämtliche Bewegungen der betreffenden Ventilreihe die ,gleichen sehr schmalen linsenförmigen Spalten, wie in Bild io rechts ersichtlich, als Ausgleichrillen oder Entziehungslöcher eingestellt sind. Wenn dann der Blasebalg 133, 134, 135 angezogen wird, so drückt er den Schieber i 2o nach links und öffnet die Ausgleichventillöcher 137, 138 vollkommen, sie voreinander stellend, entsprechend wie bei den Ausführungen nach den Bildern 8 und 9.
  • Die Anordnung des Schiebers i2o kann ferner derart erfolgen, daß er durch eine Feder ständig in die gezeichnete Verschlußstellung gezogen wird, so daß der Blasebalg 133, 134 135 ihn unter Überwindung der Kraft dieser Feder in die öffnungsstellung bringen muß. Diese Feder kann dann gleichzeitig als Feder für das Zurückführen des Blasebalges in die gezeichnete Ruhestellung dienen:.
  • Um den Blasebalg 133, 134, 135 für die Reinigung der Entziehungslöcher bedienen zu können, auch ohne erst auf die selbsttätige Reinigung vom Notenblatt bzw. vom Saugstock her warten zu .müssen, kann man die Leitung, die an die Ansaugöffnung 136 dieses Blasebalges anzuschließen ist, mit einem Abzweig nach. einem Saugventil versehen, das etwa mittels Druckknopfes von Hand jederzeit bedient werden kann oder bei Verwendung des Ventiles 53, 48, 50 (Bild 5 des Hauptpatentes) für die Bedienung dieses Blasebalges das Ventil 67 (Bild 5 des Hauptpatentes) dafür benutzen. Wenn es ,geöffnet wird, so wird ohne weiteres das Ventil 53 geöffnet und der Blasebalg 133, 134, 135 angesaugt und damit der Schieber 120 zwecks Öffnung der Ausgleichventile verschoben. Auch beim Ventil 59, 6o, 61 dieses Bildes 5 des Hauptpatentes kann statt der Ventilklappe 61 ein Schieber verwendet werden, der wie der Schieber i2o ausgeführt und angeordnet ist und nur eine Bohrung für das eine Entziehungsloch 59 aufweist. Die Verschiebung kann mittels einer Stange erfolgen, die wie die Stange 64 (dieses Bildes 5) durch die entsprechende Wand des Kastens 43, 44, 44a abgedichtet geführt ist, und etwa entsprechend wie die Stange 64 mit Handgriff 66 gemäß diesem Bilde ausgeführt sein kann.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zum Reinigen von selbstspielenden Musikwerken nach Patent 487 710, die .gemeinsamen Antrieb der sämtlichen Ausgleichventile einer Gruppe oder einer Reihe besitzen, dadurch gekennzeichnet, daß die beweglichen Teile (Kugeln 92) der Ausgleichventile mit einem gewissen Spiel oder Federn mit ihrem Einzelantrieb (Hebel 96, 98 bzw. 96b) verbunden sind und je für sich von dem gemeinsamen Antrieb (15) unabhängige Haltemittel (Feder 94) für die närmale Stellung und gegebenenfalls. Einstellvorricitungen (98a, ioo, 101, 92b, gib bzw. 122, 123, 124) für die Haltemittel besitzen.
  2. 2. Einrichtung nach An-spT uch 1, dadurc`h ,gekennzeichnet, daß der Verschlußkörper (92) eines jeden Ausglec'hventiks (9i, 92) für die Versd',hlußsbellung eine besondere Feder (94) aufweist, die müt dem einen Ende starr an dem Ventilsitz (9 i) mittels Bügels (95) befestigt ist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb (Blasebalg 105, io6, 107) zum Öffnen der Ausgleichventile einer Ventilreihe mittels einer Schubstange (i o i) mit einstellbarer wirksamer Länge (Kugel ioo mit Innengewinde und Außengewinde auf Stange i o i) nur in Kraftrichtuag auf die öffnungsvorrichtung (Gabel 98a, Hebel 98) einwirkend angeordnet ist.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchführung der vom Blasebalg (io5, io6, 107) einer Station bewegten Schubstange (i o i ) für die Öffnung der Ausgleichventile (9 i, 92) mittels eines Ventiles erfolgt, dessen Sitz (gib) die Durchführungsöffnung für die Stange enthält und dessen Abscjüußteil (Kugel 92b) auf der Stange einstellbar (mittels Gewindes auf der Stange und Hohlgewindes in der Kugel) angeordnet ist.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch. gekennzeichnet, daß die Quersc;hnittfläche der Ansaugeöffnung des Blasebalges (io5, io6, 107) für das Öffnen der Ausgleichventile (91, 92) ein Vielfaches der Fläche des Durchganges (gib) der Antriebsstange (i o i) beträgt.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebshebel (98 bzw. 98b) für die Ausgleichven.tilhebelwelle (15) derart angeordnet und ausgebildet ist, daß er durch sein Eigengewicht die Ausgleichventile (9i, 92) geschlossen hält.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgleichventile (g1, 92) außen an den Unterdruckraum der Ventilreihe angesetzt und durch einen abnehmbaren Unterdruckkaste'n (116) mit Verbindung (i i 5) mit dem Unterdruckraum der Station überdeckt sind. B. Einrichtung nach Anspruch i, 1 . 4, 5 oder 7, dadurch gekennzeichnet, aß als Versc:hluß für mehrere oder sämtliche Ausgleichventillöcher (i o) einer Reihe ein Schieber(. 2o) mit entsprechenden Löchern (118) vorgesehen ist, der mechanisch für das gemeinsame $einpgen dieser Aus- wird. 9. Einricg nach Anspruch S, dai- durch gekennzeichnet, daß der Schieber (i 2o) derart einstellbar (mittels Schraube 122) ist, daß er in der Rühestellung nur verschwindend kleine Flächen der Aus- gleichventillöcher (io bzw. 137, Bild io) als Ansgleichrillen offen läßt. 10. Einrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß in einem der beiden zusammengehörigen I:öcher (i o ttad 118) eines jeden Ausgleichventiles
    eine Aiasgleicjhrilie (i i 9) vorgP:sehen ist und der Schieber (i 2o) für die Steuerung der Löcher zwecks Reinigung derart dn- gesteih wird, daß er in der Ruhestellung nur einen kleinen Teil ,der Öffnung als Ausgieichrille (i 19) frei läßt. i i. Einrichtung nach Anspruch 8, 9 oder i o, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohnmgen (137, Bild io) der Ausgleich.- ventile und die entsprechenden Löcher (138) des S cihiebers (i ? o) für deren Steuerung als schmale Langlöcher aus- gebildet sind.
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