DE488418C - Verfahren zur Erzeugung aktiver Kohle - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung aktiver Kohle

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DE488418C
DE488418C DESCH79393D DESC079393D DE488418C DE 488418 C DE488418 C DE 488418C DE SCH79393 D DESCH79393 D DE SCH79393D DE SC079393 D DESC079393 D DE SC079393D DE 488418 C DE488418 C DE 488418C
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Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C01—INORGANIC CHEMISTRY
    • C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B32/00—Carbon; Compounds thereof
    • C01B32/30—Active carbon
    • C01B32/312—Preparation
    • C01B32/336—Preparation characterised by gaseous activating agents

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Erzeugung aktiver Kohle Die Erfindung betrifft die Erzeugung aktiver Kohle aus kohlenstoffhaltigem Materialdurch Erhitzen in Gegenwart aktivierender Gase oder Dämpfe.
  • Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß das kohlenstoffhaltige Material in einem beheizten, sich drehenden Behälter, der z. B. in Form einer Drehtrommel oder eines Drehrohrofens ausgestaltet sein kann, mit Gasen oder Dämpfern in der Weise behandelt wird, daß man die Behandlungsmittel durch mehrere z. B. in der Richtung der Achse der Drehtrommel verlaufende Rohre in den Behandlungsraum einführt und an verschledene@n Stellen in ihn einströmen läßt, so da:ß für innige Berührung aller Teile des zu aktivierenden Materials mit den Dämpfen oder Gasen Sorge getragen wird.
  • Es ist vorgeschlagen worden, kohlenstoffhaltige Materialien mit Gasen derart zu behandeln, daß die Gase durch in einem axial angeordneten Rohr vorgesehene Ausströmungsöffnungen der in einer Drehtrommel befindlichen Masse zugeführt werden. Diese Anordnung hat indessen den Nachteil, daß an allen Stellen des Reaktionsrattmes nur ein und dasselbe Gas unter an allen Stellen gleichem Druck bzw. unter einem nach dem Rohrende zu schwach abnehmenden Druck, entsprechend dem der Rohrlänge entsprechendem natürlichen Druckabfall, dem zu behandelnden Material zugeführt werden kann.
  • Demgegenüber gestattet die Anordnung nach der Erfindung eine außerordentliche Vielseitigkeit der Arbeitsmöglichkeiten, indem es möglich isst, an jeder der vorgesehenen einzelnen Einführungsstellen jedes beliebige Gas unter beliebigem, von dem an der anderen Stelle .angewendeten, völlig unabhängigen Druck bzw. mit beliebiger unabhängiger Geschwindigkeit und in beliebiger unabhängiger Menge einzuführen.
  • So kann man z. B. durch die einzelnen Rohre Gase oder Dämpfe oder Gasdampfgemische verschiedener Zusammensetzung oder verschiedener Konzentration mit gewünschtem Druck zum Austritt bringen.
  • Man kann z. B. so arbeiten, daß je nach der Art des Betriebes des Ofens an den verschiedenen Austrittsstellen der Leitungen Aktivierungsgase von z. B. abnehmendem oder zunehmendem Sauerstoffgehalt zum Austritt gebracht werden. Bei Verfahren-, bei. denen in ein und demselben Ofen eine Aktivierung mit sauerstoffhaltigen Gasen, z.B. bei Temperaturen von ioo bis 8oo°, und am Rohrende eine Nachbehandlung mit z. B. Wasserdampf bei Temperaturen oberhalb iooo° erfolgen soll, kann man bei Verwendung der Anordnung nach Abb. i der Zeichnung z. B. derart verfahren, daß man durch die Rohrstücke b, g und- h sauerstofhaltige AktIvierungsgase und durch Rohrstück i nur Wasserdampf leitet. Hierbei kann man gegebienenfalls so vorgehen, daß man durch Rohr b Gase von höherem, durch Rohr g Gase von geringerem und durch Rohr k Gase mit sehr geringem Sauerstoffgehalt zuführt.
  • Man kann ferner z. B. derart verfahren, daß man die Gase durch 'Rohr b mit verhältnismäßig hohem Druck ausführt, während man mit jedem folgenden Rohr den Druck erniedrigt, so daß am Ende des Drehrohrofens eine zum Mitreißen pulverigen Gutes Veranlassung gebende Gasströmungsgeschwindigkeit nicht mehr vorhanden isst.
  • Schließlich bietet die Neuerung noch die Möglichkeit, die verschiedenen Austritts'ö-ffnungen verschiebbar vorzusehen, also an jeder gewünschten Stelle des Drehrohres die dort gewünschten Wirkungen zu erzielen.
  • In Abb. i bezeichnet a den Mantel der Trommel oder des Rohrofens, der um die feststehende Achse b drehbar angeordnet ist. Die Trommela ist von einem Mantel oder Gehäusec ums(ehlossen. Der Zwischenraumd zwischen Gehäuse und Trommel dient zur Beheizung der letzteren, z. B. mittels Feuergasen oder Abgasen von Feuerungen usw.
  • Die Welle b ist hohl und dient zur Zuleitung eines der aktivvierenden Dämpfte oder Gase, die aus der öffnung e am Ende des Rohrstückes b in das Innere der Trommel austreten.
  • Die Zuführung weiterer Aktivierungsmittel erfolgt mit Hilfe der zu b konzentrischen Rohrschüsse g, h, i. Diese Rohrstücke sind an ihren Enden ganz oder teilweise offen, so daß das Gas z. B. am Ende des Rohres h aus dem zwischen lt und i gebildeten Ringraum austreten kann. Gegebenenfalls kann das konzentrische Rohrsystem teleskopartig ausziehbar gestaltet werden, so daß die Lage der Austrittsöffnungen nach Wunsch eingestellt werden kann. Anstatt eines einzigen konzentrischen Rohrsystems können deren auch mehrere vorgesehen sein, die z. B. in der hohl ausgebildeten Achse der Trommel in diese eingeführt werden.
  • Der Austritt der Gase oder Dämpfe aus dem Trommelraum kann z. B. durch den am anderen Ende der Trommel liegenden, die Achse bildenden Rohrstutzen f erfolgen. Gegebenenfalls können die Behandlungsmittel bei ihrer Einwirkung auf das zu aktivierende Material auch im Gegenstrom zu ihrer Eintrittsrichtung geführt werden, so daß ihr Austritt an demselben Ende der Trommel wie ihr Einleiten erfolgt. Zweckmäßig können besondere Organe vorgesehen werden, durch die die Austrittsöffnungen sich von außen unabhängig voneinander steuern lassen.
  • Nach Abb. z sind einzelne Rohre h, L, m, n, die mit Abständen nebeneinanderlxegen oder zu einem oder mehreren geschlossenen Bündeln zusammengefaßt sein können, in das Innere der Trommel eingeführt.
  • Ein wesentlicher Vorteil des beschriebenen Verfahrens besteht darin, daß durch die Trommelbewegung das Material beständig in Bewegung gehalten und in allen seinen Teilen in ständige, innige Berührung mit frisch zugeführtem Behandlungsmittel gebracht wird, das nicht durch etwa bei der Reaiktion gebildete Gase verdünnt und in seiner Wirksamkeit geschwächt ist. Der genannte Zweck kann gegebenenfalls dadurch unterstützt werden, daß die Ausströmungsöffnungen im innern der Trommel so angeordnet werden, daß die mechanische Energie der ausströmenden Gase dazu beiträgt, um die zu aktivierenden Stoffe in ständiger Bewegung zu halten.
  • Die beschriebenen Vorrichtungen können ,sowohl für diskontinuierliche Arbeit als auch für kontinuierliche Durchführung des Aktivierungsprozesses unter beständigem Hindurchwandern der Kohle durch den Behandlungsraum ausgestaltet werden. Für die letztere Arbeitsweise wird die Trommel zweckmäßig geneigt angeordnet, so daß das zu behandelnde Gut seiner Schwere folgend durch die Trommel hindurchwandert.
  • Die beschriebenen Formen der Behandlungsvorrichtung sind nur Ausführungsbeispiele, die sich im Rahmen der Erfindung in vieler Hinsicht konstruktiv abändern lassen. Es können nach dem beschriebenen Verfahren alle Arten kohlenstoffhaltigen aktivierbaren Materials pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Ursprungs, wie z. B. Holz, Torf, Sägemehl, Briketts oder Koks aus solchem Material, Braunkohle," Steinkohld, Holzkohle, Pflanzenteile, Abfälle von Früchten sowie tierische oder pflanzliche Abfälle aller Art, verarbeitet werden. Auch können Aktivierungs,mittel, wie z. B. Wasserdampf und andere Dämpfe, Luft, Kohlendioxyyd, gasförmige Verbrennungsprodukte, mit Luft gemischte brennbare Gase, Ammoniak, Chlor, Chlorwasserstoff, flüchtige Chloride usw., zur Anwendung kommen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Erzeugung aktiver Kohle aus kohlenstoffhaltigem Material in sich drehenden Apparaten, z. B. Drehrohren, bei dem Gase, Dämpfe oder Gasdampfgernische durch axial verlaufende Leitungen eingeführt und an verschiedenen Stellen des Ofens zum Austritt gebracht werden, gekennzeichnet durch Verwendung einer Trommel o. dgl. mit mehreren Gas- bzw. Dampfzuführungsrohren, z. B. in Form von an verschiedenen Stellen der Trommeln endigenden, konzentrisch zueinander angeordneten oder verschiedenen selbständigen, an verschiedenen Stellen des Innenraumes endigenden Rohren. z. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch die einzelnen Rohre verschiedene Behandlungsmittel oder Behandlungsmittel verschiedener Konzentrationen zugeführt werden. 3. Verfahren nach Ansprüchen i und 2, dadurch .gekennzeichnet, daß man die Austrittsstellen im Innern der Trommel von außen steuert. q.. Verfahren nach Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Menge des an den einzelnem Stellen austretenden Behandlungsmittels durch Einstellung der Weite der Ausströmungsöffnungen regelt.
DESCH79393D 1926-07-02 1926-07-02 Verfahren zur Erzeugung aktiver Kohle Expired DE488418C (de)

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