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Schmuckstein Das Feuer der Edelsteine, insbesondere der Diamanten,
kommt erst richtig bei selbst noch so geringer Bewegung zur Geltung. Es ist bekannt,
die Edelsteine zur Erhöhung ihres Feuers zusammen mit ihrer Fassung um ein Kugelgelenk
beweglich anzuordnen oder aber hinter den Edelsteinen eine die Lichtstrahlen reflektierende
Scheibe um eine Achse schwingen zu lassen. Ferner suchte man die Brechung der Lichtstrahlen
dadurch zu erhöhen, daß man die Edelsteine in einer durchsichtigen, prismatisch
oder linsenförmig geschliffenen Hülle unterbrachte, sie dann aber in dieser Hülle
festlegte. Gemäß der Erfindung werden die Edelsteine in einer durchsichtigen Hülle
derart gehalten, daß sie gegen die Haltevorrichtung ein gewisses Spiel haben und
sich in ihr frei bewegen können, so da;ß sie bei der geringsten Bewegung des Schmuckstückes
ihre Lage ändern können.
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Auf der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsform der Halterungsvorrichtung
gemäß der Erfindung in vergrößertem Maßstabe in Seitenansicht wiedergegeben, die
als Tropfen,- beispielsweise für Ohrgehänge, ausgebildet ist.
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Bei dieser Ausführung ist ein Tropfen der üblichen Form aus Bergkristall
oder gutem, für solche Zwecke besonders geeignetem, klar durchsichtigem Glas in
der Längsmitte durchschnitten. Die beiden Hälften a und b sind mit zwei Aushöhlungen
c versehen, deren Flächen ebenso wie die Schnittflächen poliert sind. In diese Höhlungen
sind lose ein oder mehrere kristallartig geschliffene Edelsteine f, Diamanten o.
dgl., lose eingesetzt, alsdann ist der Tropfen durch Aufeinandersetzen der Hälften
a und b geschlossen. Bei Wahl eines entsprechenden Kittes wird die
Trennungsfuge überhaupt nicht mehr sichtbar, und der Tropfen erscheint wie aus einem
Stück. Im oberen Ende ist etwa durch eine kleine, entsprechend senkrecht zur Schnittfuge
gehende Bohrung ein Ring o, zum Aufhängen vorgesehen.
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Die Umhüllungsteile a und b können beliebige Gestalt haben,
gegebenenfalls eine derartige Gestalt, daß sie anstatt durch Verkittung, durch Einbau
in eine entsprechende Fassung fest miteinander verbunden werden können.
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Da die Edelsteine f frei beweglich in den Höhlungen c liegen, so werden
sie sich bei der geringsten Bewegung der Umhüllung a, b
etwas bewegen können,
was durch ihre kristallartige Gestalt besonders erleichtert wird. Dadurch wird die
Strahlenbrechung dauernd geändert und das. Feuer der Steine außerordentlich erhöht.
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Die Höhlung c kann gegebenenfalls evakuiert, d. h. fast luftleer gemacht
oder mit einer geeigneten Gas- oder Flüssigkeitsfüllung versehen werden, die sich
durch ihre Lichtbrechungseigenschaften für den in Frage kommenden Zweck besonders
günstig erweist. _
Gegebenenfalls wird die Umhüllung a,
b
oder die Innenwand der Hohlräume c mit einer entsprechenden Färbung versehen,
wobei natürlich die Durchsichtigkeit, wenigstens das Durchscheinen, bewahrt bleiben
muß, um entsprechende Effekte zu erzielen.
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Die Umhüllung a, b kann auch selbst aus entsprechendem Edelstein,
z. 'B. Goldtopas, Bernstein oder ähnlichem Material, bestehen.
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Anstatt den Umhüllungskörper a; b mittels einer oder mehrerer Schnittfugen
zu teilen, kann man ihn auch aus einem Stück wählen und nur von einer Seite für
eine jede Höhlung entsprechend anbohren und diese Bohrung, die ebenfalls hochglatt
poliert ausgeführt sein muß, mit einem entsprechenden und ebenfalls hochglatt polierten
und gut eingepaßten Stopfen, der mit entsprechendem Kitt eingesetzt werden kann,
verschließen.
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Besonders einfach gestaltet sich die Umhüllung, wenn man eine ganz
kleine Glasbirne nach Art der elektrischen Glühbirnen in runder oder kristallartiger
Gestalt verwendet und diese durch Zuschmelzen und entsprechende Gestaltung der Schmelzstelle
in die entsprechende feste Fassung einbringt. Auf diese Weise erzielt man eine sehr
dünnwandige und gegebenenfalls auch äußerst kleine Umhüllung, so daß der Einbau
in die normalen Fassungen an Fingerringen, Ohrgehängen, Diademen, Broschen usw.
kaum auffällt, und daß ein in diese kleine Glasglocke eingebrachter Brillant fast
aussieht, als wäre er in der normalen Weise in Fassungen eingebaut. Eine derartige
Ausführung gestattet, die Edelsteine viel sicherer und zuverlässiger in den Fassungen
zu halten, weil die Füße der Fassungen ganz beliebig groß und beliebig für vollkommen
zuverlässiges Festhalten in den Fassungen gestaltet werden können. Diese Glocken
können besonders leicht luftleer gemacht oder mit irgendeiner Gas- oder Flüssigkeitsfüllung
versehen werden. Ebenso lassen sie sich durch Färbung des Glases sehr leicht in
jeder beliebigen Farbe erzielen.