DE489706C - Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit WaehlerbetriebInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit
Wählerbetrieb und Auswahl einer freien Leitung_ durch eine mehrfache freie Wahl.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, im Verbindungsaufbau hinter einem nach Art eines Vorwählers oder Gruppenwählers eine
freie Leitung aufsuchenden Wähler einen Anrufsucher anzuordnen, welcher durch eine
über die belegte Leitung beeinflußte Schalteinrichtung zur Einstellung auf diese Leitung
angereizt wird.
Die Erfindung bezweckt nun die zur Ausführung dieser mehrfachen freien Wahl er-
*5 forderliche Zeit zu verkürzen, was dadurch erreicht wird, daß ein Wähler mit freier
Wahl nur eine Verbindungsleitung belegen kann, auf welche sich vorbereitend ein Anrufsucher
einer freien, nach Beendigung der Verbindungsherstellung zu benutzenden Sprechverbindungsleitung eingestellt hat.
Durch die erfindungsgemäße Anordnung werden sowohl wirtschaftlich als auch betriebstechnisch
Vorteile erzielt. So ist es beispielsweise nicht erforderlich, Schalteinrichtungen
vorzusehen, durch welche die Herstellung von Falschverbindungen verhindert wird, die dadurch entstehen können, daß
Stromstöße vor Beendigung der mehrfachen freien Wahl von der anrufenden Stelle ausgesandt
werden.
Die Erfindung ist auf den Zeichnungen in den Abbildungen 1, 2, 3 und 4 in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt.
Die Verteileranordnung/DF (Abb. 1) zeigt,
in welcher Weise die von einem Gruppenwähler D (Abb. 2) abgehenden Leitungsgruppen PSG mit der Kontaktbank der nachgeordneten
Anrufsucher F1, F2, F3 bis F10
verschränkt sind. Es sind 25 Leitungsgruppen PSG zu je 10 Leitungen T1 bis T10 vorgesehen,
von denen jedoch nur die Gruppen 1 bis 3 und 25 dargestellt sind.
In der Abb. 2 ist der Gruppenwähler D mit den ihm zugeordneten Apparaten gezeigt.
Ferner sind auf der Abb. 2 in Verbindung mit der Abb. 3 die in dem nachstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel
benutzten Verbindungseinrichtungen, wie Leitungen T1 und T10, Anschlußstromkreise TC1
bis TC10, Anrufsucher F1 und F10 und Übertrager
R1 und i?10, dargestellt.
Die Abb. 4 zeigt die Verbindung der Anlaßstromkreise SC1 bis 25 mit den Anrufsuchern
über die Kontakte eines Kettenrelais 169.
Es sei nun angenommen, daß eine anrufende Stelle eine Verbindung in eine andere
Vermittlungsstelle wünscht und daß nach Abheben des Hörers die Einstellung seines
Vorwählers auf eine Zuleitung zu einem Gruppenwähler, ζ. B. D, veranlaßt worden ist.
Hierdurch wird die Einstellung eines freien Anrufsuchers, z. B. F11 der der nach dem gewünschten
Amt führenden Verbindungsleitung zugeordnet ist, auf eine an die Kontaktbank des Gruppenwählers D angeschlossene
Verbindungsleitung, z. B. T1, auf folgende Weise bewirkt. Der Wähler D kann
sich, nur auf eine solche Leitung einstellen, die vorbereitend von einem Anrufsucher
belegt worden ist. Jeder Gruppe von Verbindungsleitungen, z. B. der aus den Leitungen
T1 bis T10 bestehenden Gruppe PSG ι
(Abb. i), ist ein Anlaßrelais ιοί (Abb. 3)
zugeordnet. Dieses Anlaßrelais wird erregt, sobald die Verbindungsleitungsgruppe eingeschaltet
ist, was beispielsweise dadurch erfolgt, daß Batterie angelegt wird. Der Stromkreis für das Relais 101 verläuft wie
folgt: Erde, oberen Kontakt des Relais 105, Kontakt 113 des Relais 101, Wicklung des
Grenzstromrelais 101, Batterie, Erde. Das Relais 101 wird erregt und schaltet Erde
λ'οη der Leitung 104 ab. Hierdurch wird
Erde von dem Prüf kontakt 139 des Anruf-Suchers F1 entfernt sowie ebenfalls von den
Prüfkontakten der anderen Verbindungsleitungen in derselben Gruppe. Das Relais 101 legt ferner über seinen Kontakt 102
Erde an die xA.nlaßleitung 130 an, und zwar in folgendem Stromkreise: Erde, Kontakt
102, Ruhekontakt 114, Ruhekontakt 119,
Leitung 131, Rangierdraht 136 des Verteilers
IDF, Kontakt 170 des Kettenrelais 169,
Kontakt 159, Wicklung des Relais 154 des Suchers F1, Batterie, Erde. Das Relais 154
wird in diesem Stromkreise erregt und öffnet über seinen Kontakt 163 den Anlaßstromkreis.
Ferner schließt das Relais 154 über seinen Kontakt 162 einen Stromkreis für
das Durchschaltrelais 153, so daß dieses in Reihe mit dem Fortschaltema'gnet 151 erregt
wird. Über den Kontakt 161 wird der Prüf arm 142 mit 153 und 151 verbunden.
Das Relais 153 schließt über den Kontakt 156
einen Stromkreis . für das Kettenrelais 169. Ferner öffnet es den Stromkreis für das Relais
154, wodurch die Anlaßleitung 164 über die Kontakte 163 und 159 verläuft. Ferner
wird über den Kontakt 158 der Prüf arm 142 von 153 und 151 abgeschaltet, wodurch der
Haltestromkreis für das Relais 153 vorbereitet wird. Über die Kontakte 155 und 160
erfolgt die Durchschaltung der Anschlußleitung. Hierdurch wird das Relais 110
des Anschlußstromkreises TC1 in folgendem
Stromkreise erregt: Erde,Wicklung des hochohmigen Relais 110, Kontakt 118, Rangierdraht
133, Kontakt 138, Kontaktarm 141,
Kontakt 155, Kontakt 166, obere linke Wicklung
der Übertragerspule R1, obere Wicklung des Stromstoßrelais 171, Batterie, Erde. Infolge
des hohen Widerstandes des Relais 110 kann das Relais 171 zu dieser Zeit nicht erregt
werden." Das Relais 110 entfernt über seinen Kontakt 117 nach seiner Erregung die
Erde von der Auslöseleitung 68 von der Anschlußleitung T1, so daß diese von dem Gruppenwähler
D belegt werden kann. Das Relais 110 bereitet ferner über seinen Kontakt 116
einen Stromkreis für das Relais in vor, schaltet über den Kontakt 115 den Prüfkontakt
139 von der normaler Weise geerdeten Leitung 104 ab und unmittelbar an Erde an.
Hierdurch kommt ein Haltestromkreis für das Durchschalterelais 153 des Anruf Suchers
F1 zustande, bevor das verzögernd ausgebildete Relais 154 aberregt worden ist. Ferner
wird durch das Relais 110 über den Kontakt 114 Erde von der Anlaßleitung 131 abgeschaltet.
Hierdurch wird ein Anrufsucher veranlaßt, die zweite Anschlußleitung T2 vorbereitend
zu belegen. Über den Kontakt 113 wird ein Kurzschluß über den Widerstand
Π2 entfernt. Hierdurch erfolgt die Anschaltung dieses Widerstandes in dem Stromkreis
des Grenzstromrelais 101. Das Relais 101
kann durch die Einschaltung dieses einen Widerstandes 112 nicht aberregt werden.
Wenn das Relais 154 nach einiger Zeit abgefallen ist, entfernt es über seinen Kontakt 162
Erde von der Leitung 167. Das Relais 153 bleibt über seinen Haltestromkreis erregt.
Über den Kontakt 163 wird! die Anlaßleitung 164 nach der Anlaßleitung 165 des nächsten
Anrufsuchers hingeführt. Die Anschlußleitung T1 ist nun vorbereitend von einem Anrufsucher
belegt und kann auf diesen jetzt die Einstellung des Gruppenwählers D erfolgen.
Die nächste Anschlußleitung wird durch den Anrufsucher, z. B. F2, vorbereitend belegt.
Wenn dieses geschiebt, wird ein anderer Widerstand, wie 112, in Reihe mit dem Relais
101 eingeschaltet, wodurch dieses Relais abfällt. Hierdurch wird über den Kontakt
103 Erde an die Leitung 104 angelegt und hierdurch die noch übrigbleibenden Leitungen
der Gruppe durch Erden der Prüfkontakte nicht wählbar gemacht. Ferner wird über den Kontakt 102 die Erde von dem Anlaßstromkreis
entfernt.
Gleichzeitig mit der vorbereiteten Einstellung des Anruf suchers ist nun aber auch über
die Leitungen 27, 28 die Erregung des Stromstoßrelais 35 erfolgt. Das Relais 35 schließt
über seinen Kontakt 51 einen Stromkreis für
das Auslöserelais 36. Das Relais 36 wird erregt, öffnet über seinen Kontakt 53 den
Stromkreis für den Auslösemagneten 44 und bereitet ferner über denselben Kontakt einen
Stromkreis für den Hubmagnet 40 vor. Über den Kontakt 52 legt das Relais 36 Erde an die
Auslöseleitung 28 an. Hierdurch wird gleich-
zeitig ein Haltestromrelais für die eingestellten Wähler in der Verbindung hergestellt.
Wenn nun der anrufende Teilnehmer mittels seines Nummernschalters die erste Stromstoßreihe
der gewünschten Verbiiidungsnummer abgibt, wird der Stromkreis für das
Stromstoßrelais 35 der gewählten Zahl entsprechend oft aberregt. Bei jeder Aberregung
des Relais 35 kommt folgender Stromkreis für den Hubmagneten 40 zustande:
Erde, Kontakt 59, Kontakt 51, Kontakt 53, Wicklung des Relais 37, Wicklung des Hubmagneten
40, Batterie, Erde. Durch den Magneten 40 werden die Kontaktarme 61 bis 63
in der üblichen Weise aufwärts bewegt und zur Einstellung auf die gewählte Kontaktgruppe
gebracht. Das Relais 37 ist verzögernd ausgebildet und bleibt infolgedessen während
der ganzen Stromstoßreihe erregt. Das Relais i"j schließt über den Kontakt 54, Kopfkontakt
43 und Unterbrecherkontakt 42 einen Stromkreis für das Relais 38. Das Relais 38 wird
erregt und schließt über seinen Kontakt 55 einen Haltestromkreis für sich selbst und bereitet
über seinen Kontakt 56 einen Stromkreis für den Drehmagnet 41 vor·
Nach Beendigung der Hubbewegung wird das Relais 37 aberregt und hierdurch über den
Kontakt 54 ein Stromkreis für den Drehmagnet 41 hergestellt. Der Magnet 41 bewegt
die Kontaktarme 61 bis 63 über die gewählte Kontaktreihe und öffnet über seinen Unterbrecherkontakt
42 den Stromkreis für das Relais 38. Es erfolgt jetzt eine abwechselnde Erregung und Aberregung von 38 und 41, bis
die Kontaktarme des Wählers die von dem Anrufsucher F1 vorbereitend belegte Leitung
T1 erreicht haben. Es erfolgt jetzt eine Erregung des Durchschalterelais 39. Das
Relais 38 kann infolge des hohen Widerstandes von 39 nicht erregt werden. Das Relais
39 entfernt nach seiner Erregung über seinen Kontakt 59 Erde von dem Kontaktsr des
Relais 35. Hierdurch wird der Stromkreis für das Verzögerungrelais 36 geöffnet. Über
den Kontakt 58 wird der Prüf arm 62 von 38 abgeschaltet und an die Auslöseleitung 28 angelegt.
Hierdurch wird Erde an die Auslöseleitung 68 und Kontakt 116 und Wicklung
des Relais 111 über den Prüfkontakt 65 angelegt.
Das Relais in wird in diesem Stromkreis erregt und schaltet durch Umlegen
seines Kontaktes 122 Erde von der Auslöseleitung 68 ab und sich selbst an die
Auslöseleitung an. Über den Kontakt 121
wird die Auslöseleitung 68 mit der Auslöseleitung 167 \Terbunden. Das Relais 111
schaltet ferner über seinen Kontakt 120 den Prüf kontakt 139 von der Leitung 104
ab und verhindert dadurch, daß nach Abfall des Relais 110 infolge Öffnens des
Kontaktes 118 die gemeinsame Leitung 104
in Verbindung· mit dem Prüf kontakt 139
an die Auslöseader 68 gelegt wird, ferner legt es über seinen Kontakt 119 die Anlaßleitung
von der Leitung 131 ab und an die Leitung 132 an. Über den Kontakt 118 erfolgt eine
Aberregung des Relais 110. Durch das Relais 39 wurde über die Kontakte 57 und 60
die Abschaltung der Leitungen 27 und 29 von den beiden Wicklungen des Relais 35 bewirkt.
Hierdurch ist jetzt folgender Stromkreis für das Relais 171 hergestellt: über die Kontaktarme
61 und 63, Kontakte 64 und 66, Leitungen 67 und 69, Rangierdrähte 133 und 135
(Abb. 3), Kontakte 138 und Γ4Ο, Kontaktarme
141 und 143, Kontakte 155 und 160,
Leitungen 166 und 168, linke Wicklung der Übertragerspule R1, obere und untere Wicklung
des Relais 171 nach Erde und Batterie· Das Relais 171 schließt über seinen Kontakt
173 einen Stromkreis für das Auslöserelais 172. Das Relais 172 legt Erde an die Auslöseleitung
1O7 an. Hierdurch wird gleichzeitig folgender Haltestromkreis für das Relais
153 des Anrufsuchers F1 hergestellt:
Erde, Kontakt 175, Leitungsader 167, einmal
über das Relais 153, Kontakt 152, Relais 151,
Batterie, Erde, ein anderes Mal über Kontaktarm 142, Kontakte 139, 121 und 122, Wicklung
von in, Batterie, Erde und ein weiteres Mal über Kontakt 121, Leitungsader 68,
Kontakt 65, Kontaktarm 62, Kontakt 58, Wicklung des Relais 39, Kontakt 43, Kontakt
42, Wicklung des Relais 38, Batterie, Erde. Das Relais 171 schaltet ferner über den Kontakt
174 eine Brücke zwischen die Leitungen
170 und 177 ein.
Es sei nun angegeben, welche Schaltmaßnahmen durch die vorher angegebene Aberregung
des Relais 110 erfolgt sind. Als das Relais 110 über den Kontakt 118 aberregt
wurde, wurde ein Kurzschluß über den Widerstand 112 angelegt. Hierdurch erfolgt
eine erneute Erregung des Relais 101 und
schaltet über seinen Kontakt 103 die Erde von der Leitung 104 ab und legt ferner über den
Kontakt 102 Erde an die Anlaßleitung 130 an. Hierdurch erfolgt durch einen Anruf- sucher
der dritten Gruppe, z. B. F.,, eine vorbereitende
Belegung, der dritten Anschlußleitung T3.
Wenn jetzt der anrufende Teilnehmer mittels seines Nummernschalters die nächste
Stromstoßgabe zur Einstellung der Wähler im anderen Amt gibt, wird das Stromstoßrelais
171 der abgegebenen Zahl Stromstöße entsprechend
oft aberregt und öffnet über seinen Kontakt 174 die Brücke zwischen den Leitungen
176 und 177 und veranlaßt hierdurch in bekannter Weise die Weiterführung der Verbindung
bis zu der gewünschten Stelle.
Wenn der anrufende Teilnehmer nach Be endiguüg des Gespräches seinen Hörer auflegt,
wird das Linienrelais 171 aberregt und hierdurch ebenfalls durch die dann erfolgte
Aberregung des Relais 172 die Brücke zwischen
den Leitungen 176 und 177 abgeschaltet.
Die Wähler der anderen Vermittlungsstellen werden in der üblichen Weise ausgelöst.
Das Auslöserelais 172 entfernt über seinen Kontakt 175 die Erde von der Auslöseleitung
167· Hierdurch erfolgt die Aberregung des Relais 39 und 153 sowie ebenfalls
die Aberregung des Halterelais in des Anschlußstromkreises
TC1. Durch die erfolgte Aberregung des Relais 39 wurde über den
Kontakt 59 ein Stromkreis für den Auslösemagnet 44 geschlossen. Der Magnet 44 spricht
an und bringt die Kontaktarme des Wählers D wieder in die Normalstellung zurück
ao und wird selbst in dieser durch Öffnen des Kopfkontaktes 45 zur Aberregung gebracht.
Bei Abfall des Relais 111 im Relaissatz TC1 der Verbindungsleitung T1 wird letztere
erneut an den Kontakten der vorgeordneten Wähler dadurch gesperrt, daß Erde an die
Ader 68 über die Ruhekontakte 117 des Relais
110 und 122 des Relais 111 angeschaltet
wird. D.ie Anlaßader 131 ist ferner über die Ruhekontakte 119 des Relais in und 114 des
Relais 110 in Verbindung mit der Ader 130 mit dem Kontakt 102 des den Verbindungsleitungen T1 bis T10 gemeinsamen Anlaßrelais
101 verbunden. Bei der nächsten Erregung
des Relais 101, welche, wie bereits früher erwähnt, erfolgt, wenn nur noch ein Widerstand,
beispielsweise 106, eingeschaltet ist, wird ein Anrufsucher der ersten Untergruppe
zum Aufsuchen der Verbindungsleitung T1 angereizt. Die vom Anrufsucher F1 ausgehende
Anlaßader ist in Kettenschaltung über Relaiskontakte in den anderen Anrufsuchern
derselben Untergruppe geführt. Die Kontakte in den anderen Anrufsuchern sind
in der Abb. 3 nicht dargestellt. Die Kettenschaltung ist durch die punktierten Teile der
Ader 165 angedeutet. Die Anlaßader führt, nachdem sie die anderen Anrufsucher durchlaufen
hat, zur Anlaßader 165 des Anrufsuchers F1 zurück. Der eben erwähnte Anlaß-Stromkreis
ist in der Abb. 4 ausführlich dargestellt.
Die Abb. 4 zeigt die von 25 Verbindungsleitungen ausgehenden Anlaß Stromkreise SC1
bis SC25, welche auf 15 Anruf sucher einer
zweiten Untergruppe, verteilt sind- Der Anlaßstromkreis
SC1 ist in den Abb. 3 und 4 dargestellt. Die Kontakte 159 und 163 in der
Abb. 4 entsprechen den gleichbezifferten Kontakten in der Abb. 3, die von den Relais 153
und 154 beherrscht werden. Die Adern 164 und 165 sind ebenfalls sowohl in der Abb. 3
als auch in der Abb. 4 angegeben. Die Führung des Anlaßstromkreises über die Kontakte
in den einzelnen Anrufsuchern ist aus der Zeichnung klar ersichtlich und ferner an
sich auch bekannt, so daß sich eine eingehende Beschreibung erübrigt. Es sei lediglich auf
die durch das Kettenrelais 169 bewirkten Umschaltungen näher eingegangen. Dieses Kettenrelais
wird erregt, wenn alle Anrufsucher einer Gruppe, der es zugeordnet ist, besetzt sind, trennt alle Anlaßstromkreise von den
Anruf suchern ab und schaltet sie auf eine zur anreizenden Verbindungsleitung zurückführenden
Ader um. Ist beispielsweise die Verbindungsleitung T1 frei und ist es erforderlich,
eine Verbindungsleitung dieser Gruppe vorbereitend bereitzustellen, so spricht in der
bereits beschriebenen Weise das Relais 101 an und legt Erde an die Anlaßleitung 130. Der
Anlaßstromkreis verläuft alsdann von Erde über den Kontakt 102, die Ader 130, die
Ruhekontakte 114 und 119, die Ader 131, den
Rangierdraht im Zwischenverteiler zum Kontakt 170 des Kettenrelais 169. Sind alle Anrufsucher,
welche Zugang zu der Verbindungsleitung T1 haben, besetzt, so ist, wie bereits
vorstehend erwähnt, das Relais 169 erregt, und die Ader 131 ist über den Arbeitskontakt 170, den Rangierdraht 131 mit der
Ader 132 verbunden. Die Ader 132 führt zu Kontakten in den Relaissatz der nächsten
Verbindungsleitung, beispielsweise T2 oder T3, und von hier in derselben Weise, wie für
TC1 bis F1 dargestellt, zu der Anlaßleitung
eines freien Anrufsuchers einer anderen Untergruppe von Anrufsuchern. Dieser freie
Anrufsucher sucht in der Gruppe T1 bis T10
die ihm zugängliche freie Verbindungsleitung, da zur Zeit infolge Besetztseins aller
Anrufsucher derjenigen Gruppe, zu welcher F1 gehört, eine vorbereitende Bereitstellung
der Verbindungsleitung T1 nicht möglich ist. Wenn beim Ansprechen des Anlaßrelais 101
alle nicht vorbereitend bereitgestellten Verbindungsleitungen besetzt sind, oder wenn
keine der bereitgestellten Verbindungsleitungen bereitgestellt werden kann, da sie selbst
besetzt, oder die Anrufsucher, welche Zugang zu ihnen haben, besetzt sind, ist über den
Kontakt 102 angeschaltete Erde mit dem Zähler M verbunden, wodurch die Registrierung
eines derartigen Betriebszustandes erfolgt.
Claims (12)
115 Patentansprüche:
ι . Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen
mit Wählerbetrieb und Auswahl einer freien Leitung durch eine mehrfache freie Wahl, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Wähler .mit freier Wahl (D) nur
eine Verbindungsleitung (T1) belegen
kann, auf welche sich vorbereitend ein Anrufsucher (F1) einer freien, nach Beendigung
der Verbindungsherstellung zu benutzenden Sprechverbindungsleitung eingestellt hat.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
über Anrufsucher mit einer nachgeordneten Sprechverbindungsleitung verbundene Verbindungsleitung auf Stromstoßübertrager
(171) an der Sprechverbindungsleitung durchgeschaltet ist, so daß diese Stromstoßübertrager (171), bei Belegung
der Verbindungsleitung durch einen eine freie Leitung suchenden Wähler, sofort unter dem Einfluß der anrufenden
Stelle stehen.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei
vorbereitender Einstellung eines Anrufsuchers auf eine Verbindungsleitung (T1)
Schaltmittel (Relais 110) an dieser (T1)
zur Wirkung kommen, welche ein die Leitung sperrendes Besetztpotential (Erde 117) abschalten.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
die Abschaltung des Besetztpotentiales herbeiführende Relais (110) nach Einstellung
des Anrufsuchers über eine Sprechader in Reihe mit einer Wicklung des der weiterführenden Verbindungsleitung zugeordneten
Brückenrelais (171) erregt und eine Erregung des Brückenrelais durch
den hohen AVi der stand des Abschalterelais (no) verhindert wird.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
nach Belegung der vorbereitend durchgeschalteten Verbindungsleitung durch einen suchenden Wähler (D) ein Hilfsschaltmittel
(iix) zur Wirkung kommt, welches das Schaltmittel (110) zur Abschaltung
des Besetztpotentiales außer Wirkung setzt und seine Anschaltung bis zur Beendigung
der Verbindung verhindert.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch ι für Anlagen, bei welchen die
über Wähler mit freier Wahl erreichbaren Verbindungsleitungen in Gruppen unterteilt sind, dadurch gekennzeichnet,
daß nach Bereitstellung einer bestimmten ■Anzahl Leitungen (z. B. zwei) einer
Gruppe diesen zugeordnete Schalteinrichtungen (103) wirksam werden und die
freien Leitungen dieser Gruppe gegen Belegung durch Anrufsucher sperren.
7. Schaltungsanordnung nach. Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Gruppenrelais (101) die An- und Abschaltung des Sperrpotentiales beherrscht.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das
Gruppenrelais (101) von den Verbindungsleitungen
der Gruppe zugeordneten, in Reihe liegenden Hilfsmitteln (113) beeinflußt
wird.
9. Schaltungsanordnung- nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die
bei Bereitstellung von Verbindungsleitungen (Einstellung von Anrufsuchern) betätigten
Hilfsmittel (113) in den Stromkreis des Gruppenrelais (101) Widerstände
(112, 106) einschalten, welche derart bemessen sind, daß das Gruppenrelais
nach Bereitstellung einer bestimmten Zahl von Verbindungsleitungen abfällt und das Sperrpotential an die freien Leitungen
der Gruppe anschaltet.
10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß bei
Ingebrauchnahme einer bereitgestellten Verbindungsleitung das Hilfsmittel (113)
außer Wirkung gesetzt wird, worauf das Gruppenrelais den Anreiz zur vorbereitenden
Einstellung eines weiteren Anrufsuchers auf eine freie Leitung gibt.
11. Schaltungsanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das
Hilfsmittel (113) von demjenigen Relais
(110) beherrscht wird, welches bei Bereitstellung der Leitung die Sperrung derselben
im Kontaktfeld der anrufenden Leitungen zugeordneten Wähler aufhebt.
12. Schaltungsanordnung nach Anspruch 9 für Anlagen, bei welchen die
über Wähler mit freier Wahl erreichbaren Verbindungsleitungen und die die zweite
freie Wahl ausführenden Anrufsucher in Gruppen unterteilt sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungsleitungen über einen. Zwischenverteiler,mit den Kontakten
der Anrufsucher verbunden sind.
Hierzu 2 B?att Zeichnungen
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US639518A US1559736A (en) | 1923-05-17 | 1923-05-17 | Secondary trunking system |
| GB27236/23A GB216087A (en) | 1923-05-17 | 1923-10-30 | Improvements in or relating to telephone systems |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE489706C true DE489706C (de) | 1930-01-22 |
Family
ID=33566564
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1924A0043363 Expired DE489706C (de) | 1923-05-17 | 1924-10-30 | Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE489706C (de) |
-
1924
- 1924-10-30 DE DE1924A0043363 patent/DE489706C/de not_active Expired
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