DE489717C - Verfahren zum Aushoehlen von Sprengkammern - Google Patents

Verfahren zum Aushoehlen von Sprengkammern

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DE489717C
DE489717C DET37149D DET0037149D DE489717C DE 489717 C DE489717 C DE 489717C DE T37149 D DET37149 D DE T37149D DE T0037149 D DET0037149 D DE T0037149D DE 489717 C DE489717 C DE 489717C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B7/00Special methods or apparatus for drilling
    • E21B7/28Enlarging drilled holes, e.g. by counterboring

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Description

  • Verfahren zum Aushöhlen von Sprengkammern Bei der gegenwärtigen Ausbeutung von Steinbrüchen ist das Bestreben, bei jeder Sprengung eine möglichst große Menge Steine zu erhalten. Durch die geologische Beschaü'eniieit der Felsschichten, in welchen die Sprengkammer ausgehöhlt werden soll, wird der gewünschte Erfolg nicht immer erreicht. Der Sprengherd bzw. die Sprengkamtner wird oft durch die Verwendung von Salzsäure erhalten, welche den Fels am Ende des Bohrloches oder am Ende der hohlen Bohrstange angreift, verzehrt und nach einiger Zeit, meistens durch die Erfahrung gegeben, eine Sprengkammer durch die korrosive Wirkung der Säure entstehen läßt, welche ein der Sprengladung entsprechendes Fassungsvermögen aufweist, welches die Höchstwirkung der Sprengung ergeben soll. Es ist einleuchtend, daß gemäß der Beschaffenheit des Bodens die Kammer ungleichmäßig ausfallen wird, so daß der Erfolg ein ganz anderer als der erwartete sein kann.
  • Zur Erleichterung des Verständnisses der vorliegenden Erfindung sind auf der Zeichnung schaubildlich einige Ausführungsbeispiele der Herstellung von Bohrlöchern in verschiedenartiger Bodenbeschaffenheit dargestellt. , Abb. i zeigt den häufigsten Fall, und zwar eine Sprengkammer in festem Fels, Abb. 2 eine Sprengkammer in lockerem Fels, in beiden Fällen jeweils mit der zugehörigen Vorrichtung zur Ausübung des bekannten Verfahrens.
  • Abb. 3 zeigt die verbesserte Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens gemäß: der Erfindung.
  • Bei dem in Abb. i dargestellten Fall fließt die Säure durch Heberwirkung aus einem Trog 2 durch eine Leitung 3 bis zum Ende des im Fels hergestellten Bohrloches, wo die Säure in Berührung mit dem Fels diesen ätzt, zerfrißt. Der Überschuß steigt sprudelnd durch das Rohr 4. empor und fließt in den Trog 2 zurück. Das Ende des Aufkochens der Säure deutet die selbsttätige aushöhlende Wirkung an. Diese Wirkung kann io bis 15 Tage für eine Sprengkammer ii mittleren Umfanges, z. B. für ioo kg Sprengstoff (Pulver), dauern.
  • Die so erhaltene Sprengkammer zeigt stets die Form eines Ellipsoids (Abb. i), von welchem die große Achse gegen die Austrittsöffnung gerichtet ist. Diese Form der Kammer kann man nicht ändern, und sie genügt den Anforderungen bezüglich des gebotenen Widerstandes während der Entzündung der Sprengladung durch die Wände nicht, um den größtmöglichen Felsabbruch zu erhalten. Dieser Nachteil verschlimmert sich bei lockerem Fels.
  • Wird, wie in Abb. 2 gezeigt, die Säure durch einen Trichter 5 und ein Rohr 6 in das Bohrloch gegossen, so beginnt die Säure wohl ihre zerstörionde Wirkung, aber wenn der Fels locker ist, ist der Enderfolg mehr als ungewiß und zweifelhaft; denn wenn einer der Felsrisse 1a sich in der Längsrichtung der Einfließrichtung erstreckt, folgt die Säure diesem Riß, und die Sprengkammer i r verlängert sich in unregelmäßigen Formen, wodurch die Sprengung nicht massig ausfällt.
  • Diese Nachteile sind einer zweckmäßigen Ausbeute eines Steinbruches hinderlich und werden durch die Verwendung der in Abb. 3 gezeigten Vorrichtung gänzlich verhindert.
  • Diese Vorrichtung kennzeichnet sich dadurch, daß sie die Säure unter Druck in das Bohrloch einspritzt, und zwar in vielen feinen Strahlen am inneren Ende des Bohrloches. Diese Zerstäubung verursacht die Wegätzung des Felses in ganz anderer Weise, als in Abb. i und 2 dargestellt. Gleichgültig, welche Bodenbeschaffenheit auch vorliegt, wird stets eine kugelförmige Sprengkammer ii durchaus regelmäßiger Gestalt erzeugt, welche an allen Teilen ihrer Wandung den gleichen Widerstand bietet, wodurch es möglich ist, mit einer Mindestmenge Pulver die höchste Sprengwirkung im Fels zu erreichen, weil im Kugelinnern überall die gleiche Heftigkeit auftritt.
  • In festem Fels und zwecks Zeitgewinnung kann eine kleine Vorsprengung am Ende des Bohrloches vorgenommen werden, um den Fels daselbst zu lockern und so die Wirkung der Säure zu beschleunigen. Die Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens gemäß deir Erfindung besteht zweckmäßig aus einer Leitung 7, welche längsverschiebbar in das Bohrloch eingesetzt wird. Am Ende dieser Leitung befindet sich ein Zerstäuber 8 bekannter Bauart und Wirkung. Die Leitung ist anderen Endes an einen Säurebehälter 9 angeschlossen. Letzterer ist an einen Druckluftbehälter io angeschlossen. Die Preßluft ermöglicht, daß mit dem Säurezerstäuber beispielsweise in drei Tagen eine kugelförmige Sprengkammer erhalten wird, welche ioo kg Sprengpulver fassen kann, so daß man in einer Mindestzeit für die Herstellung der Sprengkammer den Höchstabbruch an Fels erhält.
  • Diese Vorrichtung gemäß Abb. 3 hat den Vorteil, in allen Lagen zu arbeiten und stets die gleiche kugelförmige Gestalt der Sprengkammer zu ergeben, und zwar in kürzester Zeit im Vergleich mit den bisherigen Verfahren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Aushöhlen von Sprengkammern im Fels unter Verwendung von eingeführter Säure, dadurch gekennzeichnet, daß man die Säure unter Druck in mehrfachen Strahlen am inneren Bohrlochende zerstäubt, wodurch eine kugelförmige regelmäßige Sprengkammer erhalten wird, und wobei zweckmäßig die Zerstäuberdüse längsbeweglich ist.
DET37149D 1929-02-11 1929-06-26 Verfahren zum Aushoehlen von Sprengkammern Expired DE489717C (de)

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